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#153 Folge 153- Wunder dauern etwas länger
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K. Depp, der Klub-Podcast von Nordbayern.de ist zurück mit so einigermaßen mittelmäßiger Laune. Es ist Sonntag, der 9. Oktober 2022, 18.06 Uhr.

00:00:11

Und wir sprechen über die nächste Klub-Niederlage, trotz neuem Trainer, 2 zu 3 im eigenen Stadion gegen die KSV Holstein aus Kiel. Wie war's, Uli?

00:00:24

Nicht schön. Ja, ich bin gerade zurück, noch unter den Eindrücken des Spiels stehend. Und ich muss sagen, es war am Schluss eine Stimmung im Stadion, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.

00:00:34

Also ab 80. Minute war so Geisterspiel-Atmosphäre. Die Kurve hat den Support eingestellt. Man hat noch ein paar Kieler gehört, vereinzelt, die, glaube ich, 100 Leute mitgereist sind.

00:00:46

Und ein Kindergeburtstag, der noch fröhlich gefeiert hat, dass ich die Stimmung nicht vermiesen lassen wollte, offenbar im Familienblock.

00:00:52

Aber der Rest war dann doch so kollektiver Schockzustand, mehr oder weniger.

00:00:57

Und man hat dann diese letzten 10 Minuten wirklich so runtergespielt. Gut, es kam das Tor noch von da ferner, aber dann direkt danach war Schluss.

00:01:03

Und es war schon sehr ernüchternd, der Einstand vom neuen Trainer Markus Weinziel. Kann man nicht anders sagen.

00:01:08

Kann man nicht anders sagen, aber hat es gut angefangen.

00:01:11

Vielleicht gibt es doch einen, der es anders sagen kann. Wir sind heute mal wieder nicht zu zweit.

00:01:16

Flo Zenger boykottiert uns zwar nach wie vor.

00:01:19

Dafür haben wir einen Professor für strategisches und werteorientiertes Management in der Leitung.

00:01:26

Er ist Experte für eigentlich fast alles und seit zwei Jahren, glaube ich, Mitglied des Aufsichtsrates des 1. FC Nürnberg.

00:01:35

Herzlich willkommen, Matthias Füfka.

00:01:38

Ja, hallo Fadi, hallo Uli.

00:01:40

Servus.

00:01:41

Wir haben uns gestritten auf Twitter und dann dachte ich mir, wir transportieren diesen Streit doch in den Podcast hinein.

00:01:48

Du warst unzufrieden mit einem Tweet von mir.

00:01:51

Bist du es immer noch?

00:01:54

Ja, ich glaube, das ist auch ein bisschen missverstanden worden, weil es mir nicht um die Kritik an sich ging.

00:02:00

Das habe ich ja dann auch geschrieben.

00:02:02

Ich glaube, wärt ihr nicht kritisch in eurer Funktion, dann hättet ihr euren Job verfehlt.

00:02:07

Also Kritik gehört dazu und die muss ja auch unweigerlich im Fußballgeschäft manchmal persönlich sein.

00:02:14

Ich kann jetzt schlecht über ein Spiel schreiben, ohne bestimmte Spieler oder den Trainer oder wen auch immer persönlich zu adressieren.

00:02:22

In meiner Beurteilung als Journalist, was mich so ein bisschen gestört hat, war dieser Zusatz, ich kann ja zurückrudern.

00:02:31

Wenn ich Unrecht haben sollte, dann behaupte ich von Anfang an das Gegenteil.

00:02:39

So habe ich das verstanden.

00:02:41

Und das war das, was mich ein bisschen gestört hat.

00:02:43

Hat mich ein wenig an Toni Schumacher erinnert, der mal einen Batistin umrennt und sagt, naja, okay, wenn er dann ein paar Zähne verliert, dann zahle ich ihm die Jacket-Kronen.

00:02:56

Mit Toni Schumacher bin ich noch nie verglichen worden.

00:02:59

Das ist sehr schön.

00:02:59

Ich habe nach der Verpflichtung von Markus Weinzierl, um das aufzuklären vielleicht für die, die es noch nicht wissen, getwittert, dass das in meinen Augen keine sonderlich einfallsreiche Personalie ist und dass ich mich aber irren mag.

00:03:14

So habe ich es eigentlich gemeint.

00:03:15

Also ich wollte bloß meine Fehlbarkeiten mit in diesen Tweet einbauen.

00:03:22

Ich wollte mir da keine Hintertür offen lassen, sondern bloß der Welten mitteilen, dass selbst ich mich ab und an irren kann.

00:03:32

Ja, dann glaube ich, haben wir diese Konfrontation auch schon beigelegt.

00:03:40

Das ist doch schön.

00:03:41

Dann war das tatsächlich ein klassisches Missverständnis, wie es natürlich auf Twitter bei 160 Zeichen vielleicht auch mal leichter passiert.

00:03:50

Und wären wir uns immer einer Meinung, gut, was beim FCN sowieso nicht passieren wird oder im Umfeld des FCN, dann wäre es ja auch langweilig.

00:03:58

Also von daher, glaube ich, muss man auch mal, wie soll ich sagen, ein bisschen Auseinandersetzung aushalten.

00:04:07

Und das tun wir ja auch.

00:04:08

Ja, und Missverständnisse können wir auch in diesem Podcast.

00:04:11

Das beweisen wir jetzt in den nächsten 180 Minuten, in denen wir über dieses Fußballspiel sprechen,

00:04:18

aber natürlich auch über die Rolle des Aufsichtsrates beim 1. FC Nürnberg.

00:04:23

Aber erstmal macht Thomas Corell kurz Werbung für unseren Sponsor.

00:04:28

Bis gleich.

00:04:46

Was mir am Herzen liegt, ist natürlich das Thema Strategie.

00:04:50

Wie formalisiert hat der FCN ja noch nie eine konkrete Strategie für sein langfristiges Handeln niedergeschrieben.

00:04:57

Hat gesagt, Matthias Füffker, nachdem er Aufsichtsrat beim 1. FC Nürnberg geworden ist, im Interview mit Martin Funk von der Bild-Zeitung vor zwei Jahren.

00:05:09

Gibt es jetzt eine Strategie beim 1. FC Nürnberg?

00:05:12

Wir arbeiten daran nach wie vor.

00:05:14

Das hat natürlich eine gewisse Komplexität.

00:05:17

Das lässt sich jetzt nicht so von einem Tag auf den anderen aus dem Ärmel schütteln, auch wenn man das gerne möchte.

00:05:23

Aber da spielt natürlich die Stadionumgestaltung, Stadionneubau eine entscheidende Rolle.

00:05:31

Nachhaltigkeit, was ja auch so ein bisschen mein Thema ist, hat sehr an Gewicht gewonnen,

00:05:38

nachdem die DFL da ja nun auch Nachhaltigkeitskriterien zur Lizenzierungsauflage macht und da ein ziemlich dickes Brett bohrt.

00:05:47

Also wir haben unterschiedliche Handlungsfelder, die wir ausgemacht haben für strategische Relevanz und denen widmen wir uns jetzt.

00:05:57

Sportliche Strategie spielt da keine Rolle?

00:06:02

Die sportliche Strategie spielt natürlich auch eine Rolle, aber die liegt natürlich auch sehr, sehr stark in den Händen des Sportvorstands.

00:06:11

Aber man muss natürlich auch schauen, dass das Kaufmännische und das Sportliche zusammengeht.

00:06:15

Ja, Uli, erkennst du eine sportliche Strategie unter Dieter Hecking?

00:06:20

Er hat ebenfalls vor zwei Jahren übernommen.

00:06:23

Der Klub war damals 16. in der zweiten Liga, also noch vor seinem Amtsantritt und musste Relegation spielen gegen den FC Ingolstadt.

00:06:34

Und jetzt ist er wieder 16. und muss vielleicht Relegation spielen.

00:06:40

Schauen wir mal. Noch ein bisschen früh. Also klar, kann man jetzt so überspitzt wahrscheinlich formulieren, dass man jetzt wieder da ist, wo man vor zweieinhalb Jahren auch schon war.

00:06:52

Aber eigentlich hat man heute so eine Stunde lang das Gefühl, wenn ich auf das Spiel wieder kommen darf, es könnte schon in die richtige Richtung gehen.

00:07:00

Aber nach dem Spiel heute muss ich auch sagen, dass ich mir schon ernsthafte, spätestens jetzt wirklich sehr ernsthafte Sorgen um den Klub mache.

00:07:06

Weil da auch ein paar Aussagen heute waren und ein paar Eindrücke, die schon sehr nachdenklich stimmen.

00:07:11

Und ja, die Frage nach der Strategie. Man hatte ja mal eine schöne Saison zwischendurch.

00:07:16

Du bist ja großer Fan der vergangenen Saison.

00:07:19

Wollen wir ja nicht außer Acht lassen, dass man auch phasenweise etwas Spaß mit dem 1. FC Nürnberg haben konnte.

00:07:25

Aber momentan schaut es schon so aus, als dass die große Fortentwicklung, die man sich natürlich erhofft hat, gerade nicht so stattfindet.

00:07:35

Sieht es der Aufsichtsserlund anders, ähnlich?

00:07:39

Ja, es ist natürlich ein Phänomen, das tatsächlich auch schwer zu erklären ist.

00:07:45

Der Uli hat es eben angesprochen und ich glaube, das geht uns allen so.

00:07:47

Wir hatten ja eine sehr gute Rückrunde, nachdem wir dieses Tief gegen Karlsruhe und Regensburg überwunden hatten.

00:07:56

Wir haben dann oben mitgespielt. Gut, hat dann am Ende nicht gelangt.

00:08:02

Aber man fragt sich natürlich auch, was verändert sich dann in relativ kurzer Zeit oder was führt dazu,

00:08:12

dass in relativ kurzer Zeit an diese Leistungen dann tatsächlich nicht mehr angeknüpft werden konnte.

00:08:18

Und das ist, glaube ich, tatsächlich eine Frage, die ist nicht leicht zu erklären.

00:08:24

Und da sucht man dann natürlich entsprechend nach Antworten.

00:08:28

Eine Antwort war, Robert Klaus rauszuschmeißen.

00:08:32

Richtige Entscheidung?

00:08:33

Oder gehört zu einer langfristigen Strategie, wie sie Dieter Hecking ja bis zum Sommer hatte,

00:08:38

wenn man die Vertragsverlängerung mit Klaus als solche betrachtet?

00:08:43

Gehört dann dazu auch eine langfristige Personalplanung und Vertrauen in die handelnden Personen?

00:08:53

Ich weiß jetzt nicht, ob die Frage an mich geht.

00:08:58

An beide. Immer an beide.

00:09:00

Immer an beide.

00:09:02

Aber ich glaube, der Aufsichtsradion vortritt.

00:09:05

Das ist natürlich eine Frage, die dann Dieter Hecking selbst beantworten müsste oder ja auch selbst beantwortet hat.

00:09:15

Und wenn er der Einschätzung ist, dass er da keine Perspektive in der Entwicklung mehr sieht,

00:09:23

dann muss er auch diese Entscheidung treffen.

00:09:25

Uli?

00:09:27

Muss ich gleich mal einhaken.

00:09:29

Also was ich so gehört habe, war jetzt im Aufsichtsrat durchaus schon früher ein bisschen Skepsis da,

00:09:34

ob die Entwicklung unter Robert Klaus nochmal in die richtige Richtung gehen kann

00:09:37

oder ob man nicht vielleicht doch sogar früher hätte reagieren sollen.

00:09:41

Es ist natürlich eine Aufgabe, vom Aufsichtsrat Trainer zu entlassen.

00:09:43

Das ist auch klar.

00:09:44

Aber so eine gewisse Mitsprache ist ja dann doch da.

00:09:48

Wollte ich mal nachfragen, ob das dem wirklich so ist,

00:09:50

dass man zum Beispiel auch schon nach dem Spiel gegen Braunschweig sich ein paar Gedanken gemacht hat,

00:09:55

ob das alles so läuft, wie es laufen soll.

00:09:57

Also es ist nicht nur nicht die Aufgabe des Aufsichtsrats.

00:10:02

Es liegt auch nicht in der Kompetenz, das Aufsichtsrat den Trainer zu entlassen oder den Trainer einzustellen.

00:10:08

Dafür haben wir eine Geschäftsordnung und das obliegt tatsächlich dem Sportvorstand.

00:10:13

Das ist glaube ich auch so eine ganz wichtige Botschaft mal nach außen,

00:10:19

weil ich natürlich auch viele Nachfragen, Nachrichten bekommen habe mit der Frage verbunden,

00:10:25

warum der Aufsichtsrat den Trainer noch nicht rausgeschmissen hat.

00:10:28

Also das wäre eine deutliche Kompetenzüberschreitung.

00:10:34

Und ich bitte auch um Verständnis, dass ich nicht in Details gehen kann.

00:10:38

Aber natürlich diskutieren wir auch mit Dieter Hecking in der regelmäßigen Aufsichts- und Vorstandsratssitzung solche wichtigen Entscheidungen.

00:10:49

Und da ist es dann natürlich auch Aufgabe, das Aufsichtsrats nachzufragen.

00:10:55

Auch das ist, glaube ich, jetzt, wie soll ich sagen, keine Überraschung für alle,

00:11:01

die sich mit Aufsichtsratsarbeit auskennen, dass es da einen Dialog gibt,

00:11:06

dass der Aufsichtsrat nachfragt, welche Strategie, welchen Plan der Sportvorstand verfolgt.

00:11:15

Wie sehr war denn der Aufsichtsrat in diese Personalentscheidung jetzt involviert?

00:11:21

Gar nicht, wie man es so hört, sondern das hat Dieter Hecking alleine entschieden und durchgezogen?

00:11:27

Oder gab es da doch Kommunikation?

00:11:30

Nein, es gibt immer Kommunikation.

00:11:33

Also das wäre auch schlimm, wenn das nicht so wäre.

00:11:35

Jetzt könnte man ganz ketzerisch fragen, hätte der Aufsichtsrat den Sportvorstand rausgeworfen,

00:11:41

wenn er nicht den Trainer rausgeworfen hätte?

00:11:43

Soll es ja auch schon gegeben haben, die Konstellation.

00:11:46

Ja, das ist jetzt eine hypothetische Frage, über die wir uns tatsächlich keine Gedanken gemacht haben.

00:11:53

Von daher eher nein.

00:11:57

Aber das heißt, um da nochmal nachzuhaken, der Aufsichtsrat wusste von dem Vorhaben Dieter Hecking,

00:12:02

dass er den Trainer Robert Klaus entlassen will und hat dem auch zugestimmt, diesen Ansinnen.

00:12:10

Also nochmal, das ist keine zustimmungspflichtige Entscheidung.

00:12:15

Aber da geht es ja doch um ein gewisses Investitionsvolumen auch und da ist doch bei bestimmten Summen dann irgendwann auch der Aufsichtsrat wieder gefragt.

00:12:24

Ja, das betrifft aber natürlich die Einstellung, das betrifft nicht die Entlassung.

00:12:30

Okay.

00:12:31

Also das heißt, Entlassung wusste der Aufsichtsrat nicht und bei der Einstellung Markus Weinzierl hat er dann zugestimmt.

00:12:40

So sieht es die Geschäftsordnung vor, tatsächlich.

00:12:43

Okay.

00:12:45

Dieter Hecking, soll es einen Vertrag verlängern?

00:12:49

Zieht sich nun schon ein bisschen?

00:12:51

Woran glaubst du, Uli, liegt es, dass es sich schon ein bisschen zieht?

00:12:56

Ja, es gibt auch Stimmen, die behaupten, der Vertrag wäre vielleicht sogar schon unterschrieben und man hat es halt noch nicht offiziell vermeldet.

00:13:04

Weiß ich jetzt nicht.

00:13:05

Kann ich auch nur spekulieren.

00:13:06

Aber ich glaube, was man zuletzt so gehört hat, dürfte es wohl nur noch eine Formsache sein.

00:13:10

Also sowohl von Dieter Hecking als vom Aufsichtsrat hieß es ja, dass man in sehr guten Gesprächen ist und auf der Ziellinie.

00:13:17

Und ich denke mal, dass das noch vor der Hauptversammlung, die ja Mitte November sein soll, noch ein bisschen Zeit bis dahin, dass das so über die Bühne gehen wird.

00:13:25

Also ich glaube auch nicht, dass die aktuelle Entwicklung darauf noch irgendeinen Einfluss hat, ob man jetzt mit Dieter Hecking weitermachen will.

00:13:29

Ich glaube, da ist man sich weitgehend einig und ich erwarte Vollzug eigentlich in den nächsten Tagen oder Wochen.

00:13:38

Und Matthias Pfiffka?

00:13:40

Ja, also da, wie gesagt, dass ich zu laufenden Vertragsverhandlungen in welchem Stadium die auch immer sein möchten, nichts sagen kann.

00:13:50

Dafür bitte ich um Verständnis.

00:13:52

Ja, aber Matthias Pfiffka, der Aufsichtsrat, würde eine Vertragsverlängerung mit Dieter Hecking gerne sehen,

00:13:59

trotz der im Moment nicht erkennbaren Entwicklung im sportlichen Bereich?

00:14:09

Wenn es mich jetzt persönlich oder wenn ich persönlich gefragt werde, ja.

00:14:16

Ja, weil?

00:14:18

Weil Dieter Hecking sehr gute Arbeit gemacht hat.

00:14:23

Er hat sehr viel bewegt im Nachwuchsleistungszentrum.

00:14:27

Ich glaube, er hat sehr viel zur Außenwahrnehmung, zur positiven Außenwahrnehmung des Vereins beigetragen.

00:14:33

Er hat auch tatsächlich viel im Hinblick auf Sponsoren gewirkt.

00:14:40

Er ist ein sehr sachlicher, analytischer Denker, der seine Entscheidungen wohl abwägt.

00:14:49

Also er tut dem Verein in jeder Hinsicht gut.

00:14:53

Er hat zusammen, ich glaube auch das kann man sagen, mit unserem Sportdirektor viele gute Transfers gemacht.

00:15:01

Also von daher ist es sicherlich ein Gewinn für den 1. FC Nürnberg.

00:15:10

Jetzt hat mein Kollege Wolfgang Lars, unser Kollege Wolfgang Lars, heute einen Kommentar geschrieben,

00:15:16

der morgen in den beiden Nürnberger Zeitungen erscheint und auf NNDE.

00:15:23

Und darin steht unter anderem, so viel lässt sich nach fast einem Drittel der Saison sagen,

00:15:30

der Kader ist nicht gerade stimmig zusammengebaut worden von dem Sportvorstand Dieter Hecking

00:15:36

und dem Sportdirektor Olaf Rebbe.

00:15:38

Das interessiert dann den Aufsichtsrat aber erstmal nicht?

00:15:43

Naja, natürlich interessiert das den Aufsichtsrat auch, aber das ist auch ein Aspekt.

00:15:52

Wir treffen keine Spielerentscheidungen im Aufsichtsrat.

00:15:57

Das ist einfach so.

00:15:59

Also wir diskutieren auch die sportlichen Themen in unserer Aufsichtsrats- und Vorstandssitzung,

00:16:07

in der der komplette Aufsichtsrat und beide Vorstände vertreten sind.

00:16:12

Aber man muss natürlich auch mal sehen, dass man ja einen sportlichen und einen kaufmännischen Vorstand hat

00:16:18

mit der entsprechenden Perspektive und dass auch der Sache nicht dienlich wäre,

00:16:23

wenn ganz viele Akteure da irgendwie mitmischen.

00:16:28

Aber Sie bewerten die Arbeit des Vorstands.

00:16:31

Also das ist ja nun doch die Rolle des Aufsichtsrates.

00:16:36

Natürlich setzen wir uns mit dem Vorstand auseinander und führen da ja wie gesagt auch die Gespräche.

00:16:45

Also das ist die grundsätzliche oder eine der grundsätzlichen Funktionen eines Aufsichtsrats.

00:16:52

Ansonsten könnte man sich ja denen etwas salopp formuliert auch schenken.

00:16:57

Ja.

00:16:57

Wird schwierig, oder?

00:17:00

Jetzt diese Vertragsverlängerung zu kommunizieren, ohne einen mittelgroßen Aufschrei zu ernten.

00:17:10

Ja, wie gesagt, das ist eine laufende Vertragsverlängerung, zu der ich nichts sagen kann und sagen möchte.

00:17:18

Eine laufende Verhandlung.

00:17:20

Möchtest du was dazu sagen, Uli?

00:17:22

Oder kannst du was dazu sagen?

00:17:25

Ich kann zu allem was sagen.

00:17:26

Das ist der Vorteil.

00:17:27

Ich bin ja kein Aufsichtsrat.

00:17:29

Noch nicht.

00:17:32

Keine Drohung.

00:17:33

Da müsst ihr erstmal Mitglied werden.

00:17:34

Ah, okay.

00:17:35

Keine Angst.

00:17:37

Ich glaube, es wäre natürlich schon einfacher geworden, wenn das Spiel ein bisschen anders läuft

00:17:42

und wenn dann vielleicht doch so eine kleine Trendwende vorher noch geschafft wird.

00:17:45

Die kann immer noch kommen bis Mitte November, aber es wird jetzt schon ziemlich schwer.

00:17:50

Ich glaube, das anders ist halt natürlich das mit der berühmten Hintertür wieder.

00:17:53

Also man muss trotzdem auch sagen, vor der Saison waren wir jetzt auch nicht so skeptisch, was den Kader betrifft.

00:18:01

Also man ging ja trotzdem davon aus, dass man mit Dua und Affana zwei Stürmer geholt hat, die ihre Qualitäten ja doch schon irgendwo nachgewiesen haben.

00:18:09

Man dachte auch, die Abgänge bis auf Tom Kraus konnte man kompensieren, dass das jetzt das ganze Konstrukt nicht zusammenpasst und nicht so funktioniert.

00:18:18

Ich glaube, was man wirklich versäumt hat, ist halt diese Sechserposition.

00:18:20

Das räumt Dieter Hecking inzwischen ja auch selbst ein, dass man das vielleicht ein bisschen, ich will nicht sagen unterschätzt hat,

00:18:26

aber dass das vielleicht doch wichtiger gewesen wäre, auf der Position nochmal nachzulegen,

00:18:31

auch wenn es schwer ist, einen passenden und finanzierbaren Mann zu finden.

00:18:34

Das muss man sich sicherlich vorwerfen lassen.

00:18:36

Aber ansonsten finde ich den Kader jetzt zumindest nicht schlechter als in der vergangenen Saison.

00:18:41

Also ich sehe nicht, wo da die großen Abgänge sind, die den Kader jetzt wirklich schlechter machen im Gesamtbild.

00:18:47

Und warum es da nicht läuft, es gibt sicherlich viele Gründe.

00:18:52

Aber ich sehe es jetzt nicht ganz so, dass der Kader komplett falsch zusammengestellt ist.

00:18:57

Ja, wenn ich da rein prätschen darf.

00:19:01

Sehr gerne.

00:19:03

Ich sehe es identisch zu Uli, dass glaube ich kaum jemand vor der Saison mit diesen doch weitestgehend eher schlechteren Spielen jetzt gerechnet hat zu Saisonbeginn.

00:19:19

Und man dann natürlich die Frage stellt, woran liegt es, weil man es eben nicht erwartet hat angesichts der Qualität des Kaders.

00:19:30

Und ja, die Ursachenforschung ist da keine leichte.

00:19:37

Und ich glaube, das braucht dann auch immer ein bisschen Zeit, eine solche Gemengelage aufzuarbeiten.

00:19:45

Ich glaube, das hat man auch heute in dem Spiel gesehen.

00:19:50

Und Markus Weinzierl hat es ja auch sehr treffend dann in der Pressekonferenz gesagt,

00:19:55

dass so ein bisschen die Sicherheit einfach noch fehlt bei der Mannschaft, wenn es da mal ein Gegentor gibt.

00:20:01

Und da würde ich auch einfach dafür plädieren, dass man dem neuen Trainer auch ein wenig Zeit geben muss

00:20:08

und ihn jetzt nicht nach dem ersten Spiel dann auch wieder grundsätzlich in Frage stellt.

00:20:14

Aufgrund dieses ersten Spiels.

00:20:16

Ich habe ihn ja schon vor dem Spiel grundsätzlich in Frage gestellt.

00:20:20

Aber wie gesagt, auch ich habe vor der Saison gedacht, die Mannschaft ist gut zusammengestellt.

00:20:26

Deshalb muss man sich immer was zum Zurückrudern mit einbauen in seine Prognosen, wie wir jetzt hier wieder gelernt haben.

00:20:34

Aber wir können mal über dieses Spiel vielleicht ein bisschen sprechen, dieses Premiere-Spiel.

00:20:39

Wir haben ein Spieltagsgedicht wieder von Felix.

00:20:45

Ich muss es jetzt vorlesen.

00:20:47

Ich kann es natürlich nur halb so gut wie Float Singer, aber ich probiere es trotzdem.

00:20:52

Gewitter im Club Twitter heißt das Gedicht.

00:20:55

Allmächt, mir wird schlecht.

00:20:57

Get me to the airport, get me on a plane.

00:21:00

Hurry, hurry, hurry, before I go insane.

00:21:02

Dieses Spiel war ein Schlag auf meine Lichter.

00:21:06

Drum heute nur ein Kurzgedichtler.

00:21:10

Vielen Dank, Felix Wenzel.

00:21:12

Ein Höhepunkt dieses Podcasts inzwischen.

00:21:15

Letzte Woche haben wir es vergessen.

00:21:17

Vor lauter Trainer-Entlassungen.

00:21:18

Ja, genau.

00:21:20

Da sind wir etwas überfordert immer noch mit den vielen Einflüssen, die da auf uns ran prasseln.

00:21:27

Ja, Matthias Pfiffka, ein immer optimistischer Mensch, hat sich auf dieses Spiel heute gefreut.

00:21:34

Ja.

00:21:35

Und dann, was war heute das Problem beim 1. FC Nürnberg?

00:21:40

Gut angefangen, okay angefangen.

00:21:43

1 zu 0 geführt zur Pause.

00:21:46

Oft aufs Tor geschossen, aus den manchmal auch absurdesten Positionen, aber doch viel Engagement.

00:21:53

Und in der zweiten Halbzeit bricht alles wieder zusammen.

00:21:57

Ja, ich glaube, es war 60 Minuten ein solides bis gutes Spiel.

00:22:05

Viele Chancen waren da, die man natürlich leider dann nicht verwertet hat.

00:22:10

Und ich glaube, die meisten sind in die Halbzeit gegangen und haben gedacht, die Behauptung wage ich jetzt mal.

00:22:18

Ja, das passt.

00:22:19

Das spielen wir auch in der zweiten Halbzeit so weiter.

00:22:23

Und das wird ein Sieg.

00:22:24

Ja, und dann natürlich eine sehr unglückliche Aktion, die dann zum 1 zu 1 führt.

00:22:32

Und dann bemerkt man, dass die Mannschaft diese Stabilität noch nicht hat.

00:22:40

Ich glaube, da hat Markus Weinzell dann auch in der PK den Nagel auf den Kopf getroffen.

00:22:45

Und dann kommt die große Unsicherheit.

00:22:49

Ja.

00:22:50

Am Anfang war es ja tatsächlich nicht zu sehen, diese Unsicherheiten.

00:22:53

Markus Weinzell hat ein paar Dinge verändert, Uli.

00:22:56

Fabian Nürnberger war zurück.

00:22:58

Ja, Fabian Nürnberger auf der linken Abwehrseite.

00:23:01

Bisschen überraschend.

00:23:02

WK ist ja nach vorne gezogen.

00:23:03

Was ich jetzt durchaus gut fand.

00:23:05

Also WK ist ja vorne wesentlich präsenter.

00:23:08

Hat einige Chancen, Halbchancen gehabt, ohne jetzt dann die zu nutzen.

00:23:13

Aber er war besser ins Spiel eingebunden.

00:23:15

Nürnberger hat das eigentlich zumindest eine Halbzeit oder eine Stunde lang hinten auch relativ gut gemacht.

00:23:20

Ja.

00:23:21

Fand ich, also den Dreh fand ich eigentlich ganz gelungen.

00:23:27

Ansonsten hat er jetzt nicht so viel verändert.

00:23:29

Lorenz kam zurück.

00:23:30

Das war zu erwarten gewesen nach seinem Infekt, dass er wieder in die Innenverteidigung rückt.

00:23:34

Ansonsten hat er schon angekündigt gehabt, dass in der Kürze der Zeit man jetzt nicht alles auf links drehen kann.

00:23:39

Ein bisschen das System umgestellt, oder?

00:23:43

Mit nur einem Sechser.

00:23:45

Ja, da streiten sich noch die Gelehrten.

00:23:46

Ich war mit, jetzt bräuchte ich wieder den Flo Zänger.

00:23:49

Wir haben auf der Tribüne auch wirklich lang philosophiert, ist das jetzt eine Doppelsechser oder ein einfacher Sechser?

00:23:54

Weil das halt wirklich sehr viel, beide sehr viel rotiert haben.

00:23:58

Also meistens war Fofana schon eher tiefer gestanden und Tempelmann dann eher ein bisschen davor.

00:24:03

Aber ich hätte es jetzt in meiner Naivität als 4-1-3-2 interpretiert.

00:24:10

Sind das elf?

00:24:11

Ich auch.

00:24:12

Ja, das sind elf.

00:24:13

Ich muss das immer nachrechnen, weil da kommen auch schon mal zehn raus oder zwölf.

00:24:19

Ja, also leichte Anpassungen.

00:24:22

Markus Weinzierl hat, glaube ich, vor dem Spiel bei Sky gesagt, dass man erstmal das Spiel gucken muss und dann kann er sagen,

00:24:28

welche Formation, welches System das Ganze wird.

00:24:34

Ja.

00:24:35

Die Stimmung im Stadion, wie war die so?

00:24:40

Wie habt ihr beide die empfunden?

00:24:42

Erstmal?

00:24:43

Naja, ich glaube, Uli hat es ja vorhin schon sehr schön beschrieben, dass die Stimmung am Anfang ja positiv war, auch zu Recht.

00:24:52

Ja.

00:24:53

Und als das Spiel dann gekippt ist, glaube ich, ist Ungläubigkeit und auch Entsetzen so ein bisschen das, was es beschreibt,

00:25:03

auch weil man damit ja nicht rechnen konnte.

00:25:05

Also irgendwie wäre es anders gewesen, wenn man da reingegangen wäre und gleich unter die Räder gekommen wäre.

00:25:11

Aber das war ja überhaupt nicht der Fall.

00:25:13

Ich denke, es hat sich jeder gefragt, nach wirklich soliden bis guten 45 bis 60 Minuten, wie kann das so kippen?

00:25:24

Wie kann es sein, dass dann die erste Halbzeit auf einmal wieder so gut ausschaut, nachdem es letzte Woche noch so vollkommen blutleer war, Uli?

00:25:32

Ist das das typische?

00:25:34

Ja, ich glaube, das hat man im Training die Woche, war ja zweimal beim Training auch schon gesehen.

00:25:40

Das ist aber ein ganz normaler Effekt, muss man ehrlich sagen, das war auch, wie Jens Keller hier angefangen hat, waren die ersten Trainingsanheiten.

00:25:46

Gut, weil jeder Spieler natürlich dann ein paar Prozent mehr gibt und sich präsentieren will.

00:25:50

Ich glaube, das darf man jetzt nicht überbewerten, aber es hat einen guten Eindruck gemacht in der Woche.

00:25:55

Und so war es dann halt im Spiel auch.

00:25:56

Und klar, die Spieler wissen auch, das ist so eine Art Neuanfang.

00:25:59

Und vielleicht geht man doch dann einen Ticken Befreiter rein am Anfang und es lief ja gut.

00:26:03

Wobei man auch sagen muss, dass ich Kiel in der ersten Halbzeit auch erschreckend schwach fand.

00:26:07

Also die haben ja auch seit vier Spielen nichts gewonnen.

00:26:10

Kommt wahrscheinlich auch nicht von ungefähr.

00:26:11

Und ich glaube, das war das Erschreckende, dass dann selbst so eine Zweitliga-Mittelklasse-Mannschaft,

00:26:17

dass da dann ein Tor reicht, um das alles zum Kollabieren zu bringen.

00:26:21

Und was ganz interessant war, das würde ich gerne noch erwähnen,

00:26:24

Maikus Weinzel wurde in der PK dann gefragt, ob das denn jetzt eher Kopfsache oder Konditionssache ist,

00:26:30

dass die Mannschaft halt nicht zum ersten Mal in der Saison dann keine 90 Minuten diesen intensiven Fußball auf den Platz bringt,

00:26:35

sondern halt nur eine Stunde.

00:26:36

Und da sagt er beides.

00:26:39

Also das ist natürlich schon ein deutlicher, ich weiß gar nicht, ob er sich selber bewusster,

00:26:43

was er gerade gesagt hat, er ist dann ein bisschen zurückgerudert.

00:26:46

Aber es war natürlich erst mal ein ziemlicher Seitenhieb in Richtung des Trainers,

00:26:50

der halt jetzt eigentlich dann verantwortlich war für den konditionellen Zustand der Mannschaft.

00:26:54

Und wenn das wirklich den Anschein hat, dass die halt einfach nicht für 90 Minuten austrainiert sind.

00:27:00

Und es gab durchaus auch Stimmen, die, ich war jetzt selber nicht dabei,

00:27:03

aber das Trainingslager jetzt nicht so intensiv und fordernd fanden im Sommer,

00:27:07

gibt es natürlich schon auch zu denken.

00:27:11

Ohne jetzt nachtreten zu wollen, da bin ich zu weit weg.

00:27:15

Ich kann jetzt nur den Trainer zitieren.

00:27:17

Ja, wir halten fest, zurückrudern wird Wort des Jahres 2022, Jugendwort des Jahres 2022.

00:27:26

Du hast Jens Keller erwähnt, was dem Kollegen Gloser auf Twitter eine ordentliche Schellen eingebracht hat,

00:27:33

als er das getan hat.

00:27:35

Und das mit der Kondition, ja, weiß ich nicht.

00:27:42

Ob eine konditionsschwache Mannschaft in der Nachspielzeit den Siegtreffer gegen Bielefeld erzielt.

00:27:50

Also, das finde ich als Argument immer schwierig,

00:27:58

weil man meist dann doch noch irgendein Gegenargument findet.

00:28:01

Oder, Matthias Stüfker? Hat die Mannschaft Nachholbedarf in dem Bereich?

00:28:07

Du als Sportmediziner.

00:28:11

Das kann ich tatsächlich schwer beurteilen.

00:28:16

Aber um dein Argument aufzugreifen, ich meine, jetzt kann man sagen,

00:28:20

na ja, dieser Anschlusstreffer heute, der war vielleicht eher ein wenig kosmetisch.

00:28:25

Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass er noch geht.

00:28:29

Man hat sich ja offensichtlich auch nicht hängen lassen,

00:28:32

sondern hat das nochmal versucht, natürlich, nachdem es so eine gewisse Schockstarre gab.

00:28:38

Also, ist für mich schwer einzuordnen.

00:28:41

Ja.

00:28:42

Weil man natürlich sagen muss, am Ende waren fünf neue Spieler auf dem Platz gestanden,

00:28:46

die dann alle so ab der 66. glaube ich eingewechselt wurden.

00:28:52

Ja.

00:28:53

Mich überzeugt trotzdem nicht.

00:28:55

Man kann noch anführen, dass natürlich, was dann irgendwann gar keine Rolle mehr gespielt hat,

00:29:01

der Klub in dieser Saison durchaus die ein oder andere Verletzungssorge hatte.

00:29:06

Und dass die Spieler, wenn dem denn wirklich so ist,

00:29:10

vielleicht auch gar nicht alle hundertprozentig fit sein können.

00:29:13

Jetzt Limonow, Tempelmann, Fabian Nürnberger, Tyler und Duman, alle mal draußen.

00:29:21

Naja, das hört sich für mich dann doch immer so nach Nachtreten an,

00:29:26

diese konditionellen Probleme anzuführen.

00:29:29

Aber gut, ich war nicht mit in der Pressekonferenz.

00:29:33

Ich weiß nicht, wie gemein die Frage gestellt war.

00:29:37

Nein.

00:29:37

Die war eigentlich relativ klar gestellt.

00:29:39

Also, klare Frage, klare Antwort.

00:29:42

Ja.

00:29:42

Ja.

00:29:43

War jetzt nichts irgendwie versteckt.

00:29:46

Würde aber auch bedeuten, dass man das wahrscheinlich jetzt in der Kürze der Zeit

00:29:48

bis zur WM-Pause auch nicht mehr groß ändern kann.

00:29:54

Oder, Uli?

00:29:55

Kaum.

00:29:56

Naja.

00:29:59

Es gibt ja bei englische Wochen jetzt auch mit Pokal.

00:30:01

Dann Rostock ist nochmal eine englische Woche.

00:30:03

Also von der Trainingsintensität her glaube ich nicht,

00:30:06

dass man da jetzt so wahnsinnig hochgehen kann.

00:30:07

Die Grundlagen musst du halt vor der Saison legen.

00:30:09

Deswegen, das ist selbst nach elf Spieltagen ein bisschen spät, wenn es da nicht passt.

00:30:13

Aber wie gesagt, ich will das auch gar nicht selber bewerten.

00:30:15

Ich bin auch kein Spornmediziner.

00:30:16

Ich kenne die Laktatwerte nicht und die Leistungsdaten.

00:30:20

Ich kann nur das zitieren, was Markus Weinzerleut gesagt hat.

00:30:23

Und das fand ich halt schon bemerkenswert, weil normalerweise ja Trainer sich immer eher hüten,

00:30:26

auch nur irgendwie den Hauch von irgendwelchen Andeutungen zu machen,

00:30:31

dass da irgendwas nicht passt in Bezug auf den Vorgänger.

00:30:33

Deswegen fand ich es bemerkenswert.

00:30:35

Aber inwieweit es jetzt zutrifft, das mag ich nicht beurteilen.

00:30:39

Kann ich auch nicht.

00:30:41

Jetzt steht da Platz 16, Matthias Fischke.

00:30:44

Du bist ein Aufsichtsrat, der doch sehr öffentlich stattfindet.

00:30:52

Unter anderem über dein Twitter-Game.

00:30:56

Bereust du das manchmal, dich so in die Öffentlichkeit gewagt zu haben?

00:31:00

Nein, das tue ich nicht.

00:31:02

Das ist mein Verständnis.

00:31:04

Und man wird gewählt ja in dieses Amt von Mitgliedern.

00:31:10

Und gut, nicht mit allen, mit denen man über Twitter kommuniziert.

00:31:15

Die sind dann auch Mitglieder.

00:31:17

Und klar, den Mitgliedern in allererster Linie gegenüber hat man eine Verantwortung in diesem Wahlamt.

00:31:23

Und ich glaube, man muss da auch zu einem gewissen Grad kommunizieren.

00:31:28

Wie gesagt, das endet dann natürlich auch dort, wo es um Interna geht,

00:31:33

wo es um sensible Fragen geht.

00:31:37

Aber für mich wäre es jetzt nicht der richtige Ansatz, zu sagen,

00:31:41

man geht ja nicht in den Dialog oder in die Kontroverse,

00:31:45

auch wenn man da manchmal beschimpft wird oder vielleicht auch beleidigt.

00:31:53

Das muss man dann aushalten.

00:31:55

Das muss man in so einem Amt sowieso aushalten.

00:31:58

Aber es gibt einem ja auch ein Gespür für die Stimmungslage,

00:32:02

da draußen, so nenne ich es jetzt mal.

00:32:05

Auch wenn man die nicht überbewerten darf.

00:32:08

Das ist natürlich klar, dass jetzt nach so einem Spiel wie heute,

00:32:12

wo die Enttäuschung groß ist, dann vielleicht auch mal schneller Worte pflegen,

00:32:16

die ansonsten nicht geflogen wären.

00:32:20

Aber den Dialog und die Kommunikation, das bereue ich keinesfalls.

00:32:25

Ich habe ja nach ein paar Fragen um ein paar Fragen gebeten vor zwei Stunden.

00:32:35

Eine kommt von admarcus23s.

00:32:40

Wie schafft man es, dass fünf- bis sechsjährige Clubfans bleiben,

00:32:43

wenn sie regelmäßig sowas wie heute anschauen müssen im Stadion?

00:32:49

Stichwort Nachwuchspflege.

00:32:50

Hat der Matthias Pfiff gar eine Idee?

00:32:52

Oder würde Uli Dickmeyer seine Kinder mit ins Stadion nehmen zurzeit?

00:32:57

Also ich hatte heute passenderweise den sechsjährigen Sohn eines sehr guten Freundes dabei,

00:33:08

mit dem ich nach dem Spiel dann auch unten auf dem Spielfeld war,

00:33:14

wo es einige Elefantentränen dann auch gab.

00:33:19

Weil irgendwie scheinbar für den jungen Mann die Niederlage,

00:33:23

als er dann da über den Rasen gelaufen ist, noch präsenter wurde.

00:33:26

Er hat aber dann den Vater, der auch dabei war, gleich gefragt,

00:33:30

ob man nicht nächste Woche nach Düsseldorf fahren kann.

00:33:33

Okay, ein leidensfähiges Kind.

00:33:35

Von daher glaube ich, dass das jetzt nicht zu einem ewigen Bruch mit dem FCN führt, sowas.

00:33:48

Ja, okay. Das hoffen wir mal für diese Generation von Kindern,

00:33:52

die jetzt gerade mit dem ersten FC Nürnberg aufwächst.

00:34:00

Aber gut, wie war das in deiner Kindheit, Uli?

00:34:02

War der Club da gerade die neunte?

00:34:05

Oder sowas?

00:34:06

Danke.

00:34:09

Meine erste Klubsaison als Fan war, glaube ich, auf jeden Fall eine Abstiegssaison.

00:34:15

82 müsste es gewesen sein.

00:34:17

Ja.

00:34:17

Oder 84?

00:34:19

Da musste man nachrechnen.

00:34:20

Ja.

00:34:21

War auf jeden Fall auch nicht so, dass man eigentlich dabei bleiben muss.

00:34:24

Aber man sieht, wie das dann endet.

00:34:28

Was schon noch eine spannende Frage ist, so übergeordnet in dem Kontext.

00:34:34

Wie kann es dem Fußball jetzt mal unabhängig vom FCN überhaupt noch gelingen,

00:34:41

zukünftig junge Menschen an den Fußball, an einen Verein, welchen auch immer, an einen Klub zu binden?

00:34:53

Ja.

00:34:55

Und das ist das, was wir haben.

00:34:56

Oder haben, dass das für diese jungen Menschen in Frage kommt.

00:35:00

Das ist für uns nicht so gab in unserer Jugend.

00:35:03

Da gab es nur Fußball, dann vielleicht noch ein bisschen Tennis.

00:35:06

Aber dieses enorme Alternativangebot, das haben wir nicht mehr.

00:35:12

Und das hatten wir nicht und das haben wir heute.

00:35:15

Und ja, ich glaube, das ist tatsächlich so eine gesellschaftliche Frage.

00:35:21

Also der Fußball kann schon, glaube ich, nach wie vor viel Identifikation stiften.

00:35:25

Auch bei jungen Menschen, ein Zugehörigkeitsgefühl.

00:35:29

Aber ein Selbstläufer ist das keinesfalls.

00:35:32

Und ich glaube jetzt nicht so sehr, dass das eben an einem Verein oder einer Sympathie für einen Verein hängt.

00:35:39

Aber primär ist so die Frage, wie entwickelt sich der Fußball übergeordnet weiter?

00:35:45

Das war jetzt sehr schön abgelenkt vom 1. FC Nürnberg.

00:35:50

Tatsächlich ein guter Ansatz.

00:35:51

Aber dann fragen wir mal konkret, wie kann es dem 1. FC Nürnberg gelingen,

00:35:55

nach wie vor attraktiv zu bleiben für Menschen, junge Menschen, alte Menschen?

00:36:00

Also ich glaube, was wir schon sehen, ist, dass wir über das umfangreiche soziale Engagement,

00:36:09

das wir praktizieren, auf ganz unterschiedlichste Gruppen und in ganz unterschiedlichsten Formen ausgerichtet,

00:36:17

tatsächlich viel Zuspruch finden.

00:36:19

Wo uns gesagt wird, Mensch, die machen mehr als nur Fußball.

00:36:24

Also da entsteht eine Bindungswirkung, so ein gesellschaftlicher Kitt.

00:36:29

Man darf sich aber natürlich auch nicht der Illusion hingeben,

00:36:35

dass sportlichen Erfolg bzw. Misserfolg vollständig kompensieren könnte.

00:36:41

Also diese Strahlkraft, die wir haben, wo wir es auch schaffen,

00:36:46

Hunderte von Menschen für unsere karitativen Aktionen zu mobilisieren,

00:36:50

die hätten wir in einer fünften Liga wahrscheinlich nicht.

00:36:55

Also von daher spielt es schon zusammen.

00:36:58

Es ist nicht nur Sport.

00:37:00

Menschen wollen, glaube ich, auch etwas, was darüber hinausgeht.

00:37:03

Aber es ist natürlich auch der Sport.

00:37:06

Dirk Schlunz hat es vor kurzem auch in einem Interview mit mir betont,

00:37:11

dass es schwierig ist, den Fußball beim 1. FC Nürnberg zu vermarkten,

00:37:17

weil unwägbar.

00:37:22

Uli, gehst du da mit?

00:37:27

Ja, also klar.

00:37:30

Man hat ja auch heute gesehen, der Kindergeburtstag, der heute da war,

00:37:33

die hatten einen Riesenspaß, die kommen wieder.

00:37:35

Ich glaube, denen war das Spiel relativ wurscht,

00:37:37

aber die haben ihren Spaß gehabt und ihre Fahnen gehabt

00:37:40

und sind da rummarschiert.

00:37:41

Also das ist schon auch ein Weg, wo man sicherlich neue Fans gewinnen kann auf Umwegen.

00:37:48

Aber generell, klar, ist der sportliche Erfolg jetzt vielleicht in den letzten Jahren

00:37:53

nicht gerade das Hauptargument beim 1. FC Nürnberg,

00:37:57

wenn man Sponsoren gewinnen möchte.

00:38:00

Hat der Aussichtsrat Matthias Pfiffke Abstiegssorgen?

00:38:05

Also wir haben keine Abstiegssorgen, aber das ist jetzt mit Sicherheit auch nicht so,

00:38:11

dass man sagt, das ist unmöglich.

00:38:14

Das wäre dann, wie soll ich sagen, auch in gewisser Weise blauäugig.

00:38:23

Auch das gehört zu der Arbeit eines Aufsichtsrats,

00:38:26

dass man die unterschiedlichsten Szenarien durchdenkt

00:38:30

und da jetzt nicht auch Dinge einfach wegdrückt und sagt,

00:38:34

naja, das wird sowieso nicht passieren, das ist unmöglich.

00:38:37

Wir sind der Überzeugung, dass der Kader definitiv gut genug ist,

00:38:42

um in der zweiten Liga bestehen zu können.

00:38:45

Also in der Hinsicht macht man sich keine Sorgen.

00:38:49

Aber man muss mit allen Eventualitäten zumindest mal Gedankenspiele anstellen.

00:38:56

Das ist ganz klar.

00:38:57

Wie weit sind deine Gedankenspiele in der Hinsicht, Uli?

00:39:00

Ja, wollte ich gerade sagen, was Christopher Schindler heute natürlich auch zu Recht angemerkt hat,

00:39:05

sagt, das ist ein Spiel, aus dem man nicht unbedingt Selbstvertrauen zieht.

00:39:08

Also gerade, weil man irgendwie 16 Minuten das Gefühl hatte,

00:39:10

man hat das Ganze irgendwie im Griff

00:39:11

und am Schluss steht man vor einer pfeifenden Kurve

00:39:14

und muss sich beschimpfen lassen.

00:39:16

Also es ist halt trotzdem, man hat sich einen gewissen Effekt erhofft von Trainerwechseln.

00:39:20

Da haben wir ja auch schon debattiert, ob Trainerwechsel was bringen.

00:39:23

Wenn, dann ist natürlich das immer gut, wenn das gleich im ersten Spiel funktioniert.

00:39:26

Das ist nicht passiert.

00:39:27

Im Gegenteil, also die Kluft war dann nach dem Spiel eher noch größer,

00:39:30

als Weinzeller meinte, man müsste die Fans wieder hinter sich bringen.

00:39:34

Das ist halt überhaupt nicht gelungen.

00:39:35

Und ich sehe schon die Gefahr, dass sich da jetzt auch so eine ganz gefährliche Eigendynamik entwickelt.

00:39:39

Also den Joker-Trainerwechsel hat man gezogen.

00:39:42

Ohne jetzt zu sagen,

00:39:42

Markus Weinzeller hätte in diesen vier Tagen da irgendwas größer bewirken müssen.

00:39:46

Das war jetzt halt sicherlich kein Spiel,

00:39:47

das der Trainer verloren hat

00:39:48

oder das man irgendwie an Markus Weinzeller festmachen sollte.

00:39:50

Gottes Willen.

00:39:52

Aber die Mannschaft ist schon irgendwie in einem Zustand,

00:39:55

ob jetzt mental oder körperlich,

00:39:57

lass ich mal dahingestellt,

00:39:58

der mir schon ein bisschen Sorge bereitet.

00:40:01

Und wie gesagt, von Spiel zu Spiel

00:40:02

wird halt diese Eigendynamik,

00:40:03

dieser Strudel größer.

00:40:04

Und auch das hat Schindl letzte Woche gesagt,

00:40:06

wenn man halt mal da unten drin hängt,

00:40:08

dann wird es echt ungemütlich und immer schwerer rauszukommen.

00:40:11

Und jetzt hängt man halt unten drin

00:40:12

und hat mit Bielefeld und Fürth Mannschaften noch dahinter,

00:40:15

die eigentlich vom Anspruch her ja auch woanders stehen wollen.

00:40:18

Also das sind jetzt auch nicht die typischen Aues oder so,

00:40:21

wo man sagt,

00:40:22

naja, die hat man auf jeden Fall hinter sich,

00:40:24

die sind so schlecht.

00:40:25

Also das ist es ja auch nicht.

00:40:26

Das geht ja relativ eng zu da hinten.

00:40:27

Also mir macht das Ganze schon ein bisschen Sorgen.

00:40:29

Ja, mir auch.

00:40:33

Wie ist es denn in einem Fußballverein mitzuarbeiten,

00:40:37

Matthias Schiffka?

00:40:39

Also für mich ist es eine sehr spannende Aufgabe,

00:40:45

weil man natürlich auch neue Dinge lernt,

00:40:48

aber auch die Möglichkeit hat,

00:40:50

das, was man weiß oder die Erfahrung, die man hat,

00:40:53

jetzt auch in der Arbeit mit anderen Unternehmen

00:40:56

tatsächlich auch einzubringen,

00:40:58

dann vor allem natürlich im kaufmännischen,

00:41:00

im strategischen Bereich.

00:41:02

Es ist etwas,

00:41:04

was auch emotional an vielen Stellen sehr schön sein kann,

00:41:09

aber es ist natürlich auch damit verbunden,

00:41:12

dass man an einem solchen Sonntag wie heute

00:41:18

ja dann auch mit, wie soll ich sagen,

00:41:21

vielleicht ein wenig übellaunig nach Haus geht.

00:41:25

Also ich kann jetzt sagen,

00:41:27

meine Partnerin, als ich zur Tür reingekommen bin

00:41:31

und sie hat das Spiel nicht verfolgt,

00:41:32

die hat gleich nach zwei Sekunden gesagt,

00:41:34

oh, das war auch kein gutes Spiel offensichtlich.

00:41:38

Grüße.

00:41:41

Also von daher,

00:41:42

das geht an einem natürlich nicht vorüber.

00:41:46

Und gut, das glaube ich,

00:41:47

bei aller Rationalität,

00:41:49

die man versucht,

00:41:50

da auch an den Tag zu legen

00:41:52

und Sachlichkeit wäre man auch wahrscheinlich falsch

00:41:56

in so einer Position,

00:41:58

wenn da auch nicht Empathie und Mitfiebern vorhanden wäre.

00:42:01

Ja, ist denn Rationalität überhaupt möglich

00:42:06

in diesem Berufsfeld?

00:42:10

Das ist eine ganz spannende Frage tatsächlich

00:42:14

und sie ist, das traue ich mich zu behaupten,

00:42:19

schwieriger als in anderen Branchen,

00:42:22

weil eben diese Fußballkomponente,

00:42:25

diese Sportkomponente

00:42:26

so viele Unwägbarkeiten bereithält.

00:42:30

Ja, gut, klar,

00:42:31

wir haben jetzt auch in einem klassischen Geschäftsumfeld

00:42:36

bestimmte Dinge,

00:42:38

unvorhersehbare Ereignisse,

00:42:40

Corona oder die Invasion in der Ukraine,

00:42:43

wo auch für Unternehmen

00:42:45

die Strategie grundsätzlich durcheinandergewürfelt wird.

00:42:48

Aber im Fußball hat man halt diese Ein- und Ausschläge

00:42:51

häufig im Wochen- oder im Zwei-Wochen-Rhythmus.

00:42:55

Und das ist schon was ganz anderes,

00:42:57

das muss man tatsächlich sagen.

00:42:58

Ja, und wie geht man damit um?

00:43:02

Ja, ich glaube, man muss,

00:43:05

also man darf sich nicht

00:43:07

diesen Amplituden,

00:43:10

die ja auch sehr extrem ausfallen können,

00:43:13

dann aussetzen

00:43:14

und muss versuchen,

00:43:15

eine Linie weiterzufahren

00:43:17

und dann, wenn es notwendig ist,

00:43:20

da auch entsprechend den Kurs ändern.

00:43:22

Okay, deshalb wollte ich gerade

00:43:26

auf die Robert-Klaus-Entlassung nochmal kommen.

00:43:30

Nein, damit war tatsächlich nicht

00:43:33

die Robert-Klaus-Entlassung gemeint,

00:43:37

sondern das gilt ja auch für andere,

00:43:40

viele andere Dinge,

00:43:41

wo man sich umstellen muss.

00:43:43

Ja, also auch wir sind ja betroffen

00:43:45

jetzt von energetischen Fragen,

00:43:47

die dann auch ganz gewaltig

00:43:49

einen Kostenfaktor darstellen,

00:43:52

den man berücksichtigen muss.

00:43:54

Also auch da gibt es viele Dinge,

00:43:55

die man neu denken muss,

00:43:56

wo man sagen muss,

00:43:57

ja, wie sieht es denn

00:43:58

mit den Kostenstrukturen überhaupt aus,

00:44:01

auch mit Personal, das man hat.

00:44:05

Ich glaube, da wäre es einfach falsch,

00:44:08

wenn man sagt,

00:44:10

ich halte ganz starr

00:44:12

an einem bestimmten Vorhaben

00:44:14

oder bestimmten Strategie fest.

00:44:16

Das geht heute nicht mehr.

00:44:17

Im sportlichen Bereich geht es,

00:44:19

glaube ich, sowieso nicht,

00:44:20

obwohl das jetzt nicht mein Fachgebiet ist.

00:44:23

Aber es geht auch einfach

00:44:24

im kaufmännischen Bereich immer weniger.

00:44:26

Früher konnten Unternehmen

00:44:28

eine Fünf-Jahre- oder eine

00:44:29

Zehn-Jahres-Strategie machen.

00:44:30

Das ist in dem dynamischen Umfeld,

00:44:33

wie wir es heute erleben,

00:44:34

gar nicht mehr möglich.

00:44:35

Ja, wie beurteilst du

00:44:38

die kaufmännische Strategie

00:44:41

des 1. FC Nürnberg?

00:44:43

Kommt der Club durch diese vielen Krisen?

00:44:48

Ja, da bin ich sehr, sehr zuversichtlich,

00:44:52

dass uns das gelingt.

00:44:54

Ich glaube, man kann jetzt sagen

00:44:56

und darf das sagen,

00:44:57

dass der Schritt in die Eigenvermarktung

00:44:59

der richtige Schritt war,

00:45:01

was ja schon sehr viele Früchte trägt.

00:45:04

Das sieht man ja an der großen Zahl an Sponsoren,

00:45:06

die wir gewonnen haben.

00:45:09

Und natürlich ist auf der Seite

00:45:11

das große und sicherlich auch wichtige

00:45:14

Zukunftsprojekt der Stadionneubau,

00:45:17

den wir vorantreiben müssen.

00:45:20

Und ich glaube, auch da,

00:45:21

wenn man, und da sieht man ja dann schon

00:45:23

auch die Verknüpfung zum Sportlichen,

00:45:27

wenn man auf andere Vereine guckt,

00:45:29

sei es Mainz,

00:45:32

beispielsweise Augsburg,

00:45:33

jetzt Freiburg auch in sehr ausgeprägtem Maße,

00:45:38

dass ein solcher Stadionneubau,

00:45:41

Umbau dann auch sehr häufig

00:45:44

mit einem positiven sportlichen Effekt

00:45:46

verbunden war,

00:45:47

auch wenn es da natürlich ebenfalls

00:45:48

keine Garantie gibt.

00:45:50

Ja.

00:45:50

Uli, glaubst du an diesen Stadionneubau?

00:45:54

Die Frage ist,

00:45:55

ob ich das noch erleben werde.

00:45:56

Ja, deshalb.

00:45:59

Und?

00:46:00

Ich kann nur bis nächsten Samstag denken,

00:46:03

so weit in die Zukunft kann ich nicht schauen.

00:46:05

Die Frage ist halt,

00:46:05

ob man überhaupt,

00:46:07

wir haben ja das angesprochen,

00:46:09

diesen trotzdem Zuschauerrückgang,

00:46:11

was ja so ein generelles Phänomen ist,

00:46:12

ob man überhaupt noch ein Stadion braucht

00:46:14

für so viele Menschen.

00:46:17

Irgendwann.

00:46:17

Aber das kann man natürlich schlecht prognostizieren.

00:46:20

Ja.

00:46:21

Also es ist in der Tat schwierig

00:46:25

und auch da muss man natürlich dann genau überlegen,

00:46:28

immer verbunden mit der Unsicherheit,

00:46:30

wie groß baut man ein solches Stadion?

00:46:32

Es ist natürlich auch ganz stark eine Frage

00:46:35

der Auslastung,

00:46:37

vor allem im VIP-Bereich

00:46:40

oder Business-Bereich,

00:46:41

wo einfach nur mal

00:46:42

viel Marge verdient wird,

00:46:44

auch das ist kein Geheimnis.

00:46:46

Und wir haben einen sehr,

00:46:48

sehr, sehr geringen Anteil

00:46:50

an Business-Seeds

00:46:52

im Vergleich zu anderen Vereinen.

00:46:55

Das muss man berücksichtigen,

00:46:57

aber das ist natürlich auch nicht das einzige

00:46:59

oder der einzige Maßstab,

00:47:01

weil man natürlich auch,

00:47:02

ich sag mal,

00:47:03

für den klassischen Fan

00:47:04

das Fan-Erlebnis

00:47:06

einfach auch gestalten

00:47:08

und ermöglichen muss.

00:47:09

Und da jetzt nicht sagt,

00:47:11

wir unterwerfen irgendwelchen

00:47:12

Business-Seed-Premissen

00:47:13

alles andere.

00:47:18

Wenn wir bei der Diskussion sind,

00:47:20

du lernst diesen Verein jetzt seit zwei Jahren

00:47:23

von innen kennen,

00:47:25

ist er kleiner,

00:47:27

als er dir vorher vorkam?

00:47:31

Wird ja hier jetzt immer behauptet,

00:47:34

wenn man mit den sportlich Verantwortlichen

00:47:36

auch spricht

00:47:37

oder Menschen,

00:47:38

die da näher dran sind,

00:47:40

die sagen,

00:47:40

der 1. FC Nürnberg ist halt im Moment

00:47:43

nur noch ein mittelmäßiger

00:47:45

Zweitligist

00:47:46

und mit Finanzsorgen

00:47:48

und man soll aufhören,

00:47:51

ihn sich so groß zu denken.

00:47:52

Ist das ein Eindruck,

00:47:53

den du auch gewonnen hast

00:47:55

in deinen zwei Jahren Amtszeit?

00:47:56

Ja, ich glaube,

00:47:58

das ist einfach die realistische Einschätzung,

00:48:02

dass wir so gesehen

00:48:04

im Mittelfeld der zweiten Liga stehen.

00:48:09

Gut, jetzt stehen wir tabellenmäßig

00:48:10

ein bisschen weiter unten.

00:48:14

Nein, aber ich meine

00:48:16

in der Gesamtschau

00:48:17

im Mittelfeld.

00:48:18

Also,

00:48:19

das wäre jetzt

00:48:21

illusorisch zu glauben,

00:48:22

dass wir ein Verein sind,

00:48:25

der früher oder später

00:48:28

automatisch das

00:48:29

Erstligaticket gebucht hat.

00:48:32

Da haben wir auch einfach nicht

00:48:33

die Möglichkeiten

00:48:35

wie ein HSV

00:48:36

oder Hannover

00:48:38

oder andere.

00:48:39

Also,

00:48:40

das ist einfach die realistische Einschätzung

00:48:42

und klar,

00:48:44

glaube ich,

00:48:45

hängt man vor allem,

00:48:47

wie soll ich sagen,

00:48:48

in der Außenbetrachtung

00:48:51

spielt halt oder schwingt

00:48:52

diese große Tradition,

00:48:53

die wir haben,

00:48:54

noch immer mit.

00:48:56

Und ich würde es auch unterschreiben,

00:48:58

dass der 1. FC Nürnberg

00:48:59

in die 1. Liga gehört,

00:49:01

aufgrund der Stadtstruktur,

00:49:03

aufgrund der großen Tradition

00:49:05

dieses Vereins.

00:49:06

Aber das ist kein Automatismus.

00:49:09

Also,

00:49:09

das wäre naiv zu denken,

00:49:11

dass das irgendwie

00:49:12

früher oder später

00:49:13

automatisch

00:49:15

in der 1. Liga

00:49:16

wieder endet.

00:49:17

Ja,

00:49:17

dachte man aber,

00:49:18

oder?

00:49:19

Vor der Saison.

00:49:20

Saisonziel,

00:49:20

Platz 1 bis 6,

00:49:23

ist jetzt abgesagt worden

00:49:24

wieder.

00:49:26

Ja gut,

00:49:27

1 bis 6

00:49:28

heißt ja nun auch

00:49:29

nicht

00:49:31

automatisch

00:49:32

den Aufstieg,

00:49:32

sondern,

00:49:33

dass man oben

00:49:34

dabei ist.

00:49:35

Und,

00:49:36

ich meine,

00:49:36

der Uli

00:49:36

hat es vorhin

00:49:37

auch angesprochen,

00:49:39

dass man

00:49:40

auf der Basis

00:49:41

des Kaders

00:49:43

vor der Saison,

00:49:44

und ich glaube,

00:49:46

da würde man

00:49:48

zu stark

00:49:49

zurückrudern,

00:49:50

wenn man jetzt

00:49:50

sagen würde,

00:49:51

ich habe das vor der Saison

00:49:53

nicht geglaubt,

00:49:54

dass man in diesem

00:49:55

oberen Drittel

00:49:55

dabei sein kann.

00:49:57

Ja.

00:49:59

Uli?

00:50:00

Wenn man das

00:50:00

bis weglässt,

00:50:01

passt es ja eigentlich.

00:50:06

Ja,

00:50:07

das stimmt.

00:50:07

Das ist heute

00:50:08

der Mathe-Podcast

00:50:11

von Nordbayern.

00:50:13

Uli,

00:50:14

wie geht es raus

00:50:15

aus dieser

00:50:16

erneuten

00:50:17

Krise?

00:50:21

Weiterarbeiten,

00:50:22

positives

00:50:23

rausziehen,

00:50:24

trainieren,

00:50:25

arbeiten,

00:50:26

punkten.

00:50:27

Okay.

00:50:28

Ich würde es

00:50:28

Weinzelaug

00:50:28

sagen können,

00:50:29

oder?

00:50:29

Ja,

00:50:30

das ist schlecht.

00:50:31

Ich habe mich schon

00:50:32

angepasst.

00:50:33

Ja.

00:50:34

Nein,

00:50:35

aber ich glaube,

00:50:36

um da einzuhaken,

00:50:38

das ist tatsächlich

00:50:39

in dem Fall

00:50:40

kein 5-Euro-Phrasenschweinsatz,

00:50:43

sondern darum

00:50:44

muss es gehen,

00:50:45

dass man,

00:50:46

auch wenn es nach

00:50:46

so einem Spiel

00:50:47

natürlich schwerfällt,

00:50:48

weil es umso

00:50:50

bitterer ist,

00:50:51

dann so zu verlieren,

00:50:52

obwohl man ja lange

00:50:53

eigentlich ein ganz

00:50:54

gutes Spiel gemacht hat,

00:50:56

dass man sich jetzt

00:50:56

da nicht

00:50:58

verrückt macht

00:50:59

und sagt,

00:51:00

oh Gott,

00:51:01

es hat alles

00:51:01

gar nichts gebracht.

00:51:02

Das kann es ja

00:51:04

natürlich nicht sein.

00:51:06

Ja.

00:51:06

Ich gehe davon aus,

00:51:07

dass alle

00:51:10

verrückt spielen

00:51:10

in dieser

00:51:13

Woche,

00:51:14

aber

00:51:15

gut.

00:51:16

Ich kann mich auch irren.

00:51:18

Dann würde ich

00:51:21

zurückludern.

00:51:22

Haben wir

00:51:22

noch irgendwas

00:51:24

nicht besprochen,

00:51:25

Uli,

00:51:25

was du

00:51:25

glaubst,

00:51:27

müsste Matthias

00:51:27

Pfiffker uns noch

00:51:29

erzählen?

00:51:31

Er will nichts

00:51:32

zu Vertragsverhandlungen

00:51:33

sagen.

00:51:35

Er will nicht

00:51:36

an den Abstieg

00:51:37

glauben

00:51:38

und er will

00:51:39

tötertreu bleiben.

00:51:41

Trotz allem

00:51:43

sind wir damit

00:51:43

zufrieden.

00:51:44

Wir haben noch

00:51:45

überhaupt nicht

00:51:45

über Essen

00:51:46

gesprochen heute.

00:51:47

Ja,

00:51:48

darauf wollte ich hinaus.

00:51:50

Matthias Pfiffker,

00:51:51

Cordon Bleu

00:51:51

oder die

00:51:52

vegetarische Variante?

00:51:54

Oh,

00:51:55

also

00:51:57

ist jetzt

00:51:58

eine

00:51:59

Dilemma

00:51:59

Frage

00:52:00

für mich.

00:52:02

Für uns

00:52:03

alle.

00:52:04

Ja,

00:52:05

als

00:52:05

Professor

00:52:06

für

00:52:06

Nachhaltigkeit

00:52:07

müsste ich

00:52:08

natürlich

00:52:09

vorbehaltlos

00:52:10

für die

00:52:10

vegetarische

00:52:11

Variante

00:52:13

plädieren.

00:52:14

Wenn es

00:52:15

ein gut

00:52:15

gemachtes

00:52:16

Cordon Bleu

00:52:17

ist,

00:52:17

kommt es

00:52:17

aber mit

00:52:18

Sicherheit

00:52:18

auch

00:52:18

in Frage.

00:52:19

Ja,

00:52:25

wo gibt es

00:52:28

einen

00:52:28

00:52:28

Ich weiß

00:52:28

jetzt auch nicht,

00:52:29

ob man das

00:52:29

sagen darf,

00:52:30

aber im

00:52:31

Förderlandkreis

00:52:31

gibt es

00:52:32

tatsächlich

00:52:32

so ein paar

00:52:34

traditionelle

00:52:35

Wirtschaften,

00:52:36

wo man das

00:52:36

ganz gut

00:52:37

essen kann.

00:52:38

Okay,

00:52:38

einen Namen

00:52:39

brauchen wir.

00:52:42

Den

00:52:42

Schnitzelwirt.

00:52:44

Der

00:52:44

Schnitzelwirt,

00:52:45

der ist uns

00:52:45

doch auch

00:52:45

schon mal

00:52:46

untergekommen.

00:52:46

Der

00:52:46

ist aber

00:52:47

der

00:52:47

Schnitzelwirt

00:52:47

in

00:52:48

Michelfeld.

00:52:48

Das ist

00:52:49

definitiv

00:52:49

nicht

00:52:49

Förderlandkreis.

00:52:51

Nein,

00:52:51

aber es

00:52:52

gibt

00:52:53

auch

00:52:53

in der

00:52:54

Nähe

00:52:54

von

00:52:55

Katolzburg

00:52:56

eine

00:52:57

Schnitzelwirtin

00:52:58

tatsächlich,

00:52:58

aber da

00:52:59

müssen wir

00:53:00

jetzt nachgucken,

00:53:01

ob männlich

00:53:01

oder weiblich.

00:53:03

Okay.

00:53:04

Anscheinend

00:53:05

kein geschützter

00:53:05

Begriff

00:53:06

Schnitzelwirt.

00:53:06

Das sollten wir

00:53:07

gleich mal

00:53:07

sich irgendwie

00:53:08

sichern lassen.

00:53:09

Recht.

00:53:09

Wir könnten

00:53:10

den Podcast

00:53:11

so nennen.

00:53:12

Wenn das mit

00:53:12

dem Podcast

00:53:13

nichts mehr

00:53:13

wird,

00:53:14

dann machen

00:53:14

wir Schnitzelwirt.

00:53:15

Das ist

00:53:16

wahrscheinlich

00:53:16

so wie

00:53:17

der

00:53:18

goldene

00:53:18

Adler

00:53:19

und der

00:53:19

braune

00:53:20

Bär

00:53:20

und

00:53:21

das

00:53:22

grüne

00:53:22

Lamm.

00:53:23

Okay,

00:53:24

Schnitzelwirt

00:53:24

wird ausprobiert,

00:53:25

hoffentlich mit

00:53:26

nachhaltigen

00:53:28

nachhaltigen

00:53:29

Kordom

00:53:30

löst.

00:53:31

Uli,

00:53:31

willst du noch

00:53:32

erzählen,

00:53:33

was du so

00:53:34

erlebt hast

00:53:34

in dieser Woche?

00:53:35

Du warst auf dem

00:53:36

Nürnberg

00:53:36

Pop.

00:53:37

Ich war einen

00:53:38

Abend auf dem

00:53:39

sehr schönen

00:53:40

Nürnberg

00:53:40

Pop.

00:53:41

Ja,

00:53:42

immer wieder

00:53:42

empfehlenswert,

00:53:43

schöne Sachen

00:53:44

entdeckt,

00:53:44

also alte,

00:53:45

bekannte und

00:53:46

neue Sachen

00:53:47

entdeckt.

00:53:49

Zweiten Abend

00:53:50

war ich da nett,

00:53:51

weil ich gestern

00:53:51

auf einer

00:53:52

türkischen

00:53:52

Verlobungsfeier

00:53:53

eingeladen war,

00:53:54

was ähnlich

00:53:55

spannend war.

00:53:57

Das glaube ich.

00:53:59

Kulturell

00:53:59

eine ganz

00:54:00

neue Erfahrung.

00:54:02

Ja.

00:54:02

War sehr schön,

00:54:03

sehr spannend.

00:54:06

Es gab

00:54:07

kein

00:54:07

Goldblü.

00:54:09

Da gibt es

00:54:10

immer

00:54:10

Hähnchen.

00:54:11

Es gab

00:54:11

nicht einmal

00:54:12

Alkohol.

00:54:13

Okay.

00:54:14

Aber

00:54:15

vielleicht da,

00:54:16

nachdem wir

00:54:17

anekdotisch

00:54:18

in die letzte

00:54:18

Woche schauen,

00:54:19

es war am

00:54:22

Dienstag,

00:54:23

nicht,

00:54:23

dass ich was

00:54:23

Falsches sage,

00:54:24

es war der

00:54:25

Dienstag,

00:54:26

eine große

00:54:27

Veranstaltung

00:54:28

im Nürnberger

00:54:30

Rathaus,

00:54:31

die jetzt von der

00:54:31

Uni primär

00:54:32

ausging,

00:54:33

also stand

00:54:34

unter dem

00:54:35

Dach der

00:54:35

FAU.

00:54:36

Für mich

00:54:37

war es

00:54:37

ganz spannend

00:54:38

zu sehen

00:54:39

und gut,

00:54:40

irgendwann

00:54:41

wissen die

00:54:42

Leute auch,

00:54:42

dass man

00:54:42

nicht nur

00:54:43

Professor

00:54:43

an der

00:54:44

FAU ist,

00:54:44

sondern auch

00:54:45

Aufsichtsrat

00:54:46

beim

00:54:46

FCN

00:54:47

sprechen

00:54:48

und jeder

00:54:49

oder nahezu

00:54:50

jeder möchte

00:54:51

mit einem

00:54:52

über den

00:54:52

FCN

00:54:53

sprechen.

00:54:54

Wollte ich

00:54:54

gerade

00:54:55

fragen,

00:54:55

das muss

00:54:56

doch

00:54:56

furchtbar

00:54:57

sein,

00:54:57

oder?

00:54:59

Ja,

00:54:59

naja,

00:55:00

was heißt

00:55:00

furchtbar?

00:55:01

Das ist

00:55:02

natürlich auch

00:55:02

nicht immer

00:55:03

schön,

00:55:04

was man

00:55:04

dann da

00:55:05

gefragt

00:55:05

wird,

00:55:06

aber was

00:55:07

für mich

00:55:07

so die

00:55:08

Erkenntnis

00:55:08

war,

00:55:09

ich glaube,

00:55:10

solange man

00:55:11

noch über

00:55:11

den FCN

00:55:12

spricht und

00:55:13

auch wenn es

00:55:14

nicht immer

00:55:15

positiv ist,

00:55:16

was es in

00:55:16

so einer Situation

00:55:17

wahrscheinlich auch

00:55:18

nicht sein kann,

00:55:20

ist das

00:55:20

besser,

00:55:21

als wenn man

00:55:22

nicht mehr

00:55:22

über den

00:55:23

FCN

00:55:24

sprechen würde.

00:55:24

Ich glaube,

00:55:25

das wäre

00:55:25

der viel

00:55:26

schlimmere

00:55:27

Zustand,

00:55:27

wenn,

00:55:28

ich nenne es

00:55:29

jetzt mal

00:55:29

in der

00:55:29

Stadtgesellschaft,

00:55:30

eine

00:55:31

Gleichgültigkeit

00:55:32

eintreten würde

00:55:33

und der

00:55:34

FCN

00:55:35

nicht mehr

00:55:35

Gesprächsthema

00:55:36

ist,

00:55:37

dann hätten

00:55:37

wir ein

00:55:38

ganz großes

00:55:38

Problem.

00:55:39

Dann hätten

00:55:40

wir auch

00:55:40

ein Problem.

00:55:43

Worüber

00:55:44

würden wir

00:55:44

dann sprechen?

00:55:45

Das ist,

00:55:46

naja,

00:55:46

wir hätten

00:55:47

noch das

00:55:48

verdammt

00:55:49

auswege.

00:55:49

Aber das ist

00:55:49

auch ein sehr

00:55:50

schönes

00:55:51

Schlusswort.

00:55:52

Nee,

00:55:52

stopp,

00:55:52

du hast mir noch

00:55:53

die Steilvorlage

00:55:53

mit Nürnberg

00:55:54

Pop gegeben,

00:55:55

du warst ja

00:55:55

Standteil des

00:55:56

Programms sozusagen.

00:55:57

Jetzt wollte ich

00:55:57

schauen,

00:55:58

wie dein

00:55:59

Auftritt

00:55:59

bei Nürnberg

00:56:00

Pop war.

00:56:00

Ich war bei

00:56:01

einem

00:56:02

sogenannten

00:56:02

Panel,

00:56:03

heißt das

00:56:04

neuerdings,

00:56:05

glaube ich.

00:56:06

Ja.

00:56:07

Und ich

00:56:07

sollte über

00:56:09

Podcasts

00:56:09

sprechen.

00:56:10

Das Problem

00:56:10

war,

00:56:10

dass um mich

00:56:11

rum

00:56:11

lauter

00:56:12

ernsthafte

00:56:13

Podcaster

00:56:13

und Podcasterinnen

00:56:16

saßen,

00:56:16

die kluge Dinge

00:56:17

gesagt haben

00:56:18

und ich

00:56:18

dann

00:56:20

erklären musste,

00:56:21

dass ich

00:56:22

immer einmal

00:56:23

in der Woche

00:56:23

über

00:56:24

Fußball

00:56:24

und den

00:56:25

ersten

00:56:25

FC Nürnberg

00:56:26

spreche

00:56:26

in meinem

00:56:27

Podcast.

00:56:28

Das ist

00:56:28

auf großes

00:56:29

Unverständnis

00:56:31

gestoßen.

00:56:31

Aber es

00:56:32

war sehr nett.

00:56:34

Grüße an Simon,

00:56:35

eine schöne

00:56:36

Veranstaltung,

00:56:37

nur ich war ein bisschen

00:56:37

viel am Platz.

00:56:39

Aber du warst

00:56:40

neben Jan Müller

00:56:41

von Tokotronic

00:56:41

gesessen?

00:56:42

Ich war neben Jan Müller

00:56:43

von Tokotronic

00:56:43

gesessen.

00:56:44

Es gibt Fotos

00:56:45

davon,

00:56:45

siehst du?

00:56:46

Das habe ich noch

00:56:47

nicht gesehen.

00:56:48

Ja,

00:56:48

ein sehr netter

00:56:49

Mensch,

00:56:50

aber ja,

00:56:51

der macht halt

00:56:52

wichtige Sachen

00:56:53

und ich

00:56:54

mache meine

00:56:56

Sachen.

00:56:57

Wunder

00:56:58

dauern länger,

00:56:59

schreibt mir

00:56:59

meine Mutter,

00:57:00

gerade nachdem ich

00:57:01

ihr das

00:57:01

Club-Ergebnis

00:57:05

gewatsappt habe.

00:57:06

vielleicht hat sie

00:57:07

damit recht.

00:57:09

Wir machen noch

00:57:10

einen Gerch

00:57:10

und wissen

00:57:12

jetzt,

00:57:13

dass Wunder

00:57:13

etwas länger

00:57:14

dauern.

00:57:14

Wie ist so

00:57:15

bei Matthias

00:57:16

Schiffker

00:57:16

die Gerch-Rate-Quote

00:57:21

oder

00:57:25

so mit

00:57:26

ehemaligen

00:57:27

Klubspielern

00:57:28

sehr

00:57:29

füllen?

00:57:31

Ich habe

00:57:32

es jetzt

00:57:32

tatsächlich

00:57:33

nicht gezählt,

00:57:34

aber ich habe

00:57:35

so bei mir

00:57:35

festgestellt,

00:57:37

dass ich,

00:57:38

wie soll ich

00:57:39

sagen,

00:57:40

Perioden

00:57:40

habe,

00:57:41

wo ich

00:57:41

mehr weiß

00:57:42

und Perioden,

00:57:44

wo ich

00:57:44

weniger weiß.

00:57:45

Also so jetzt,

00:57:46

warum auch immer,

00:57:47

zweite Hälfte

00:57:47

90er Jahre,

00:57:48

da tue ich mir

00:57:49

manchmal schwer.

00:57:51

Ende 80er,

00:57:52

Anfang 90er

00:57:53

weiß ich viel mehr,

00:57:53

aber ja,

00:57:54

keine Ahnung,

00:57:55

woran es liegt.

00:57:56

Ich mache mal

00:57:57

einfach.

00:57:59

Oha.

00:58:00

Ja,

00:58:00

und ihr könnt mir

00:58:03

WhatsApps schreiben,

00:58:04

wenn ihr es erwartet.

00:58:05

Nur nicht hier

00:58:06

schon gesagt.

00:58:06

Also,

00:58:07

los geht's.

00:58:08

Gerich wuchs in einer Stadt auf,

00:58:10

die mindestens vier

00:58:10

Weltmarken hervorgebracht hat.

00:58:12

Zu Beginn nahm er auch den

00:58:14

gleichen Karriereweg wie eine

00:58:15

der Weltmarken,

00:58:16

musste aber erst einmal eine

00:58:17

Entscheidung zwischen zwei

00:58:18

Sportarten treffen,

00:58:19

die in seiner Heimat gar nicht

00:58:20

so einfach ist.

00:58:21

Er entschied sich für den

00:58:22

Fußball und musste deshalb

00:58:24

bald umziehen, nachdem ihn eine

00:58:25

Clublegende so gut ausgebildet

00:58:27

hatte, dass er zu groß

00:58:28

geworden war für seine

00:58:29

Heimatstadt.

00:58:30

Es ging an die Grenze und in die

00:58:32

zweite Liga.

00:58:33

Dort konnte Gerich zwar den

00:58:35

Abstieg auch nicht verhindern,

00:58:37

aber er blieb erst einmal,

00:58:38

ehe ihn der Süden lockte.

00:58:40

Dort wurde Gerich glücklich.

00:58:42

Erst beim Vorort,

00:58:43

dann beim Stadtteilverein.

00:58:45

Bei diesem Stadtteilverein lernte er

00:58:47

eine weitere Clublegende kennen

00:58:49

und kehrte zurück in die zweite Liga.

00:58:51

Es folgte Gerichs schönstes Jahr

00:58:53

als Fußballspieler,

00:58:55

das mit einer legendären

00:58:56

Aufstiegsparty in einem Ort,

00:58:58

der lange als Synonym galt

00:59:00

für die zweite Liga,

00:59:01

endete.

00:59:02

Das war der größte Erfolg

00:59:04

meiner Karriere,

00:59:05

aber nicht für mich selbst,

00:59:06

sagte Gerich im Rückblick

00:59:07

auf diesen Tag.

00:59:08

Nach dem Aufstieg

00:59:09

machte Gerich nämlich noch

00:59:11

genau ein Spiel

00:59:12

unter einem Trainer,

00:59:13

der den Verein in Rekordzeit

00:59:15

von Dritt auf Erstliga-Niveau

00:59:17

bringen musste.

00:59:18

Gerich, der in der Aufstiegssaison

00:59:20

in jeder Partie auf dem Platz

00:59:21

stand, wird am ersten Spieltag

00:59:23

bei einer 0-4-Niederlage

00:59:25

gegen den kommenden deutschen

00:59:26

Meister eingewechselt

00:59:27

und dann bis zum Ende

00:59:29

der Hinrunde

00:59:30

nicht mehr berücksichtigt.

00:59:31

Also verlässt Gerich

00:59:33

den Verein,

00:59:34

der am Ende

00:59:34

den Klassenverbleib schafft

00:59:35

und wechselt zum 1. FC Nürnberg

00:59:37

in die zweite Liga.

00:59:39

Dort startet er

00:59:40

mit einer sehr späten

00:59:41

Niederlage in Mannheim

00:59:42

in den Abstiegskampf,

00:59:43

darf aber immerhin

00:59:44

wieder spielen.

00:59:45

Beim Club herrscht

00:59:46

fröhliches Chaos,

00:59:47

ein Ex-Präsident

00:59:48

kehrt als Retter zurück

00:59:50

und am Ende

00:59:50

steht der Club

00:59:51

nach einer bitteren

00:59:52

Heimniederlage

00:59:53

gegen den Meister

00:59:53

als Absteigerfest.

00:59:55

Also eigentlich,

00:59:56

weil andere noch schlechter

00:59:57

wirtschaften,

00:59:58

darf der Club

00:59:59

in der Liga bleiben.

01:00:00

Nur Gerich

01:00:00

wird nicht mehr gebraucht.

01:00:02

Er lernt noch

01:00:02

einen Verein kennen,

01:00:04

über den er später sagt,

01:00:05

dass im Umfeld

01:00:05

so manches

01:00:06

nicht stimmt.

01:00:08

Es wird dann

01:00:09

dort

01:00:10

in diesem

01:00:11

nichtstimmigen Umfeld

01:00:12

kein schöner

01:00:12

Karriereabschluss

01:00:13

mit Verletzungen

01:00:14

und Streiten

01:00:15

mit der Berufsgenossenschaft.

01:00:17

Dem Sport

01:00:17

bleibt Gerich

01:00:18

dennoch erhalten.

01:00:19

Er arbeitet heute

01:00:20

als Sportjournalist

01:00:21

ganz in der Nähe

01:00:21

von seiner ersten Station

01:00:23

im Profifußball.

01:00:24

Der ist schwierig, ne?

01:00:26

Ja.

01:00:27

01:00:29

Boah.

01:00:31

Aber

01:00:31

wir,

01:00:33

wir,

01:00:34

achso,

01:00:34

dürfen wir jetzt

01:00:35

so vorfragen eigentlich?

01:00:37

Nee.

01:00:38

Nein.

01:00:38

Nein.

01:00:39

Nein.

01:00:39

Das ist nicht erlaubt.

01:00:41

Nein.

01:00:42

Googlen verboten.

01:00:44

Und

01:00:44

ich gebe euch noch

01:00:46

sieben Sekunden

01:00:47

für einen Tipp

01:00:48

auf WhatsApp.

01:00:48

und wenn der nicht kommt,

01:00:51

bin ich zufrieden.

01:00:55

Zeitmäßig kann man schon

01:00:56

einordnen,

01:00:56

aber ich komme gerade drauf.

01:01:00

In Herzogenaurach

01:01:01

geboren

01:01:02

offensichtlich.

01:01:05

Kann ich nichts dazu sagen?

01:01:08

Boah.

01:01:14

Das freut mich.

01:01:16

Muss ich mal

01:01:16

eine Nacht drüber schlafen.

01:01:18

Das darfst du.

01:01:19

Wir lösen es

01:01:20

nächste Woche auf.

01:01:21

Letzte Woche hatten wir

01:01:21

keinen, oder?

01:01:23

Müssen wir irgendeinen

01:01:24

auflösen, Uli?

01:01:25

01:01:26

Wenn dann von vor zwei Wochen,

01:01:28

weil ich glaube,

01:01:28

den hat man schon aufgelöst,

01:01:29

oder?

01:01:29

Den hat man, glaube ich,

01:01:30

aufgelöst.

01:01:31

Und wenn nicht,

01:01:32

dann machen wir das

01:01:33

auf Twitter.

01:01:33

Okay, gut.

01:01:34

Dann machen wir jetzt

01:01:36

Schluss hier, würde ich sagen.

01:01:37

Vielen Dank,

01:01:37

Matthias Schiffker.

01:01:38

Vielen Dank, Uli.

01:01:39

Gerne.

01:01:40

Danke euch.

01:01:41

Vielen Dank fürs Zuhören.

01:01:42

Und dann hören wir uns

01:01:43

nächste Woche wieder

01:01:44

nach dem Spiel

01:01:46

in Düsseldorf.

01:01:47

Bis dann.

01:01:48

Ciao.

01:01:49

Tschüss.

01:01:49

Tschüss.

01:02:00

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Bis zum nächsten Mal.