K. Depp, der Klub-Podcast von Nordbayern.de ist zurück mit so einigermaßen mittelmäßiger Laune. Es ist Sonntag, der 9. Oktober 2022, 18.06 Uhr.
Und wir sprechen über die nächste Klub-Niederlage, trotz neuem Trainer, 2 zu 3 im eigenen Stadion gegen die KSV Holstein aus Kiel. Wie war's, Uli?
Nicht schön. Ja, ich bin gerade zurück, noch unter den Eindrücken des Spiels stehend. Und ich muss sagen, es war am Schluss eine Stimmung im Stadion, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.
Also ab 80. Minute war so Geisterspiel-Atmosphäre. Die Kurve hat den Support eingestellt. Man hat noch ein paar Kieler gehört, vereinzelt, die, glaube ich, 100 Leute mitgereist sind.
Und ein Kindergeburtstag, der noch fröhlich gefeiert hat, dass ich die Stimmung nicht vermiesen lassen wollte, offenbar im Familienblock.
Aber der Rest war dann doch so kollektiver Schockzustand, mehr oder weniger.
Und man hat dann diese letzten 10 Minuten wirklich so runtergespielt. Gut, es kam das Tor noch von da ferner, aber dann direkt danach war Schluss.
Und es war schon sehr ernüchternd, der Einstand vom neuen Trainer Markus Weinziel. Kann man nicht anders sagen.
Kann man nicht anders sagen, aber hat es gut angefangen.
Vielleicht gibt es doch einen, der es anders sagen kann. Wir sind heute mal wieder nicht zu zweit.
Flo Zenger boykottiert uns zwar nach wie vor.
Dafür haben wir einen Professor für strategisches und werteorientiertes Management in der Leitung.
Er ist Experte für eigentlich fast alles und seit zwei Jahren, glaube ich, Mitglied des Aufsichtsrates des 1. FC Nürnberg.
Herzlich willkommen, Matthias Füfka.
Ja, hallo Fadi, hallo Uli.
Servus.
Wir haben uns gestritten auf Twitter und dann dachte ich mir, wir transportieren diesen Streit doch in den Podcast hinein.
Du warst unzufrieden mit einem Tweet von mir.
Bist du es immer noch?
Ja, ich glaube, das ist auch ein bisschen missverstanden worden, weil es mir nicht um die Kritik an sich ging.
Das habe ich ja dann auch geschrieben.
Ich glaube, wärt ihr nicht kritisch in eurer Funktion, dann hättet ihr euren Job verfehlt.
Also Kritik gehört dazu und die muss ja auch unweigerlich im Fußballgeschäft manchmal persönlich sein.
Ich kann jetzt schlecht über ein Spiel schreiben, ohne bestimmte Spieler oder den Trainer oder wen auch immer persönlich zu adressieren.
In meiner Beurteilung als Journalist, was mich so ein bisschen gestört hat, war dieser Zusatz, ich kann ja zurückrudern.
Wenn ich Unrecht haben sollte, dann behaupte ich von Anfang an das Gegenteil.
So habe ich das verstanden.
Und das war das, was mich ein bisschen gestört hat.
Hat mich ein wenig an Toni Schumacher erinnert, der mal einen Batistin umrennt und sagt, naja, okay, wenn er dann ein paar Zähne verliert, dann zahle ich ihm die Jacket-Kronen.
Mit Toni Schumacher bin ich noch nie verglichen worden.
Das ist sehr schön.
Ich habe nach der Verpflichtung von Markus Weinzierl, um das aufzuklären vielleicht für die, die es noch nicht wissen, getwittert, dass das in meinen Augen keine sonderlich einfallsreiche Personalie ist und dass ich mich aber irren mag.
So habe ich es eigentlich gemeint.
Also ich wollte bloß meine Fehlbarkeiten mit in diesen Tweet einbauen.
Ich wollte mir da keine Hintertür offen lassen, sondern bloß der Welten mitteilen, dass selbst ich mich ab und an irren kann.
Ja, dann glaube ich, haben wir diese Konfrontation auch schon beigelegt.
Das ist doch schön.
Dann war das tatsächlich ein klassisches Missverständnis, wie es natürlich auf Twitter bei 160 Zeichen vielleicht auch mal leichter passiert.
Und wären wir uns immer einer Meinung, gut, was beim FCN sowieso nicht passieren wird oder im Umfeld des FCN, dann wäre es ja auch langweilig.
Also von daher, glaube ich, muss man auch mal, wie soll ich sagen, ein bisschen Auseinandersetzung aushalten.
Und das tun wir ja auch.
Ja, und Missverständnisse können wir auch in diesem Podcast.
Das beweisen wir jetzt in den nächsten 180 Minuten, in denen wir über dieses Fußballspiel sprechen,
aber natürlich auch über die Rolle des Aufsichtsrates beim 1. FC Nürnberg.
Aber erstmal macht Thomas Corell kurz Werbung für unseren Sponsor.
Bis gleich.
Was mir am Herzen liegt, ist natürlich das Thema Strategie.
Wie formalisiert hat der FCN ja noch nie eine konkrete Strategie für sein langfristiges Handeln niedergeschrieben.
Hat gesagt, Matthias Füffker, nachdem er Aufsichtsrat beim 1. FC Nürnberg geworden ist, im Interview mit Martin Funk von der Bild-Zeitung vor zwei Jahren.
Gibt es jetzt eine Strategie beim 1. FC Nürnberg?
Wir arbeiten daran nach wie vor.
Das hat natürlich eine gewisse Komplexität.
Das lässt sich jetzt nicht so von einem Tag auf den anderen aus dem Ärmel schütteln, auch wenn man das gerne möchte.
Aber da spielt natürlich die Stadionumgestaltung, Stadionneubau eine entscheidende Rolle.
Nachhaltigkeit, was ja auch so ein bisschen mein Thema ist, hat sehr an Gewicht gewonnen,
nachdem die DFL da ja nun auch Nachhaltigkeitskriterien zur Lizenzierungsauflage macht und da ein ziemlich dickes Brett bohrt.
Also wir haben unterschiedliche Handlungsfelder, die wir ausgemacht haben für strategische Relevanz und denen widmen wir uns jetzt.
Sportliche Strategie spielt da keine Rolle?
Die sportliche Strategie spielt natürlich auch eine Rolle, aber die liegt natürlich auch sehr, sehr stark in den Händen des Sportvorstands.
Aber man muss natürlich auch schauen, dass das Kaufmännische und das Sportliche zusammengeht.
Ja, Uli, erkennst du eine sportliche Strategie unter Dieter Hecking?
Er hat ebenfalls vor zwei Jahren übernommen.
Der Klub war damals 16. in der zweiten Liga, also noch vor seinem Amtsantritt und musste Relegation spielen gegen den FC Ingolstadt.
Und jetzt ist er wieder 16. und muss vielleicht Relegation spielen.
Schauen wir mal. Noch ein bisschen früh. Also klar, kann man jetzt so überspitzt wahrscheinlich formulieren, dass man jetzt wieder da ist, wo man vor zweieinhalb Jahren auch schon war.
Aber eigentlich hat man heute so eine Stunde lang das Gefühl, wenn ich auf das Spiel wieder kommen darf, es könnte schon in die richtige Richtung gehen.
Aber nach dem Spiel heute muss ich auch sagen, dass ich mir schon ernsthafte, spätestens jetzt wirklich sehr ernsthafte Sorgen um den Klub mache.
Weil da auch ein paar Aussagen heute waren und ein paar Eindrücke, die schon sehr nachdenklich stimmen.
Und ja, die Frage nach der Strategie. Man hatte ja mal eine schöne Saison zwischendurch.
Du bist ja großer Fan der vergangenen Saison.
Wollen wir ja nicht außer Acht lassen, dass man auch phasenweise etwas Spaß mit dem 1. FC Nürnberg haben konnte.
Aber momentan schaut es schon so aus, als dass die große Fortentwicklung, die man sich natürlich erhofft hat, gerade nicht so stattfindet.
Sieht es der Aufsichtsserlund anders, ähnlich?
Ja, es ist natürlich ein Phänomen, das tatsächlich auch schwer zu erklären ist.
Der Uli hat es eben angesprochen und ich glaube, das geht uns allen so.
Wir hatten ja eine sehr gute Rückrunde, nachdem wir dieses Tief gegen Karlsruhe und Regensburg überwunden hatten.
Wir haben dann oben mitgespielt. Gut, hat dann am Ende nicht gelangt.
Aber man fragt sich natürlich auch, was verändert sich dann in relativ kurzer Zeit oder was führt dazu,
dass in relativ kurzer Zeit an diese Leistungen dann tatsächlich nicht mehr angeknüpft werden konnte.
Und das ist, glaube ich, tatsächlich eine Frage, die ist nicht leicht zu erklären.
Und da sucht man dann natürlich entsprechend nach Antworten.
Eine Antwort war, Robert Klaus rauszuschmeißen.
Richtige Entscheidung?
Oder gehört zu einer langfristigen Strategie, wie sie Dieter Hecking ja bis zum Sommer hatte,
wenn man die Vertragsverlängerung mit Klaus als solche betrachtet?
Gehört dann dazu auch eine langfristige Personalplanung und Vertrauen in die handelnden Personen?
Ich weiß jetzt nicht, ob die Frage an mich geht.
An beide. Immer an beide.
Immer an beide.
Aber ich glaube, der Aufsichtsradion vortritt.
Das ist natürlich eine Frage, die dann Dieter Hecking selbst beantworten müsste oder ja auch selbst beantwortet hat.
Und wenn er der Einschätzung ist, dass er da keine Perspektive in der Entwicklung mehr sieht,
dann muss er auch diese Entscheidung treffen.
Uli?
Muss ich gleich mal einhaken.
Also was ich so gehört habe, war jetzt im Aufsichtsrat durchaus schon früher ein bisschen Skepsis da,
ob die Entwicklung unter Robert Klaus nochmal in die richtige Richtung gehen kann
oder ob man nicht vielleicht doch sogar früher hätte reagieren sollen.
Es ist natürlich eine Aufgabe, vom Aufsichtsrat Trainer zu entlassen.
Das ist auch klar.
Aber so eine gewisse Mitsprache ist ja dann doch da.
Wollte ich mal nachfragen, ob das dem wirklich so ist,
dass man zum Beispiel auch schon nach dem Spiel gegen Braunschweig sich ein paar Gedanken gemacht hat,
ob das alles so läuft, wie es laufen soll.
Also es ist nicht nur nicht die Aufgabe des Aufsichtsrats.
Es liegt auch nicht in der Kompetenz, das Aufsichtsrat den Trainer zu entlassen oder den Trainer einzustellen.
Dafür haben wir eine Geschäftsordnung und das obliegt tatsächlich dem Sportvorstand.
Das ist glaube ich auch so eine ganz wichtige Botschaft mal nach außen,
weil ich natürlich auch viele Nachfragen, Nachrichten bekommen habe mit der Frage verbunden,
warum der Aufsichtsrat den Trainer noch nicht rausgeschmissen hat.
Also das wäre eine deutliche Kompetenzüberschreitung.
Und ich bitte auch um Verständnis, dass ich nicht in Details gehen kann.
Aber natürlich diskutieren wir auch mit Dieter Hecking in der regelmäßigen Aufsichts- und Vorstandsratssitzung solche wichtigen Entscheidungen.
Und da ist es dann natürlich auch Aufgabe, das Aufsichtsrats nachzufragen.
Auch das ist, glaube ich, jetzt, wie soll ich sagen, keine Überraschung für alle,
die sich mit Aufsichtsratsarbeit auskennen, dass es da einen Dialog gibt,
dass der Aufsichtsrat nachfragt, welche Strategie, welchen Plan der Sportvorstand verfolgt.
Wie sehr war denn der Aufsichtsrat in diese Personalentscheidung jetzt involviert?
Gar nicht, wie man es so hört, sondern das hat Dieter Hecking alleine entschieden und durchgezogen?
Oder gab es da doch Kommunikation?
Nein, es gibt immer Kommunikation.
Also das wäre auch schlimm, wenn das nicht so wäre.
Jetzt könnte man ganz ketzerisch fragen, hätte der Aufsichtsrat den Sportvorstand rausgeworfen,
wenn er nicht den Trainer rausgeworfen hätte?
Soll es ja auch schon gegeben haben, die Konstellation.
Ja, das ist jetzt eine hypothetische Frage, über die wir uns tatsächlich keine Gedanken gemacht haben.
Von daher eher nein.
Aber das heißt, um da nochmal nachzuhaken, der Aufsichtsrat wusste von dem Vorhaben Dieter Hecking,
dass er den Trainer Robert Klaus entlassen will und hat dem auch zugestimmt, diesen Ansinnen.
Also nochmal, das ist keine zustimmungspflichtige Entscheidung.
Aber da geht es ja doch um ein gewisses Investitionsvolumen auch und da ist doch bei bestimmten Summen dann irgendwann auch der Aufsichtsrat wieder gefragt.
Ja, das betrifft aber natürlich die Einstellung, das betrifft nicht die Entlassung.
Okay.
Also das heißt, Entlassung wusste der Aufsichtsrat nicht und bei der Einstellung Markus Weinzierl hat er dann zugestimmt.
So sieht es die Geschäftsordnung vor, tatsächlich.
Okay.
Dieter Hecking, soll es einen Vertrag verlängern?
Zieht sich nun schon ein bisschen?
Woran glaubst du, Uli, liegt es, dass es sich schon ein bisschen zieht?
Ja, es gibt auch Stimmen, die behaupten, der Vertrag wäre vielleicht sogar schon unterschrieben und man hat es halt noch nicht offiziell vermeldet.
Weiß ich jetzt nicht.
Kann ich auch nur spekulieren.
Aber ich glaube, was man zuletzt so gehört hat, dürfte es wohl nur noch eine Formsache sein.
Also sowohl von Dieter Hecking als vom Aufsichtsrat hieß es ja, dass man in sehr guten Gesprächen ist und auf der Ziellinie.
Und ich denke mal, dass das noch vor der Hauptversammlung, die ja Mitte November sein soll, noch ein bisschen Zeit bis dahin, dass das so über die Bühne gehen wird.
Also ich glaube auch nicht, dass die aktuelle Entwicklung darauf noch irgendeinen Einfluss hat, ob man jetzt mit Dieter Hecking weitermachen will.
Ich glaube, da ist man sich weitgehend einig und ich erwarte Vollzug eigentlich in den nächsten Tagen oder Wochen.
Und Matthias Pfiffka?
Ja, also da, wie gesagt, dass ich zu laufenden Vertragsverhandlungen in welchem Stadium die auch immer sein möchten, nichts sagen kann.
Dafür bitte ich um Verständnis.
Ja, aber Matthias Pfiffka, der Aufsichtsrat, würde eine Vertragsverlängerung mit Dieter Hecking gerne sehen,
trotz der im Moment nicht erkennbaren Entwicklung im sportlichen Bereich?
Wenn es mich jetzt persönlich oder wenn ich persönlich gefragt werde, ja.
Ja, weil?
Weil Dieter Hecking sehr gute Arbeit gemacht hat.
Er hat sehr viel bewegt im Nachwuchsleistungszentrum.
Ich glaube, er hat sehr viel zur Außenwahrnehmung, zur positiven Außenwahrnehmung des Vereins beigetragen.
Er hat auch tatsächlich viel im Hinblick auf Sponsoren gewirkt.
Er ist ein sehr sachlicher, analytischer Denker, der seine Entscheidungen wohl abwägt.
Also er tut dem Verein in jeder Hinsicht gut.
Er hat zusammen, ich glaube auch das kann man sagen, mit unserem Sportdirektor viele gute Transfers gemacht.
Also von daher ist es sicherlich ein Gewinn für den 1. FC Nürnberg.
Jetzt hat mein Kollege Wolfgang Lars, unser Kollege Wolfgang Lars, heute einen Kommentar geschrieben,
der morgen in den beiden Nürnberger Zeitungen erscheint und auf NNDE.
Und darin steht unter anderem, so viel lässt sich nach fast einem Drittel der Saison sagen,
der Kader ist nicht gerade stimmig zusammengebaut worden von dem Sportvorstand Dieter Hecking
und dem Sportdirektor Olaf Rebbe.
Das interessiert dann den Aufsichtsrat aber erstmal nicht?
Naja, natürlich interessiert das den Aufsichtsrat auch, aber das ist auch ein Aspekt.
Wir treffen keine Spielerentscheidungen im Aufsichtsrat.
Das ist einfach so.
Also wir diskutieren auch die sportlichen Themen in unserer Aufsichtsrats- und Vorstandssitzung,
in der der komplette Aufsichtsrat und beide Vorstände vertreten sind.
Aber man muss natürlich auch mal sehen, dass man ja einen sportlichen und einen kaufmännischen Vorstand hat
mit der entsprechenden Perspektive und dass auch der Sache nicht dienlich wäre,
wenn ganz viele Akteure da irgendwie mitmischen.
Aber Sie bewerten die Arbeit des Vorstands.
Also das ist ja nun doch die Rolle des Aufsichtsrates.
Natürlich setzen wir uns mit dem Vorstand auseinander und führen da ja wie gesagt auch die Gespräche.
Also das ist die grundsätzliche oder eine der grundsätzlichen Funktionen eines Aufsichtsrats.
Ansonsten könnte man sich ja denen etwas salopp formuliert auch schenken.
Ja.
Wird schwierig, oder?
Jetzt diese Vertragsverlängerung zu kommunizieren, ohne einen mittelgroßen Aufschrei zu ernten.
Ja, wie gesagt, das ist eine laufende Vertragsverlängerung, zu der ich nichts sagen kann und sagen möchte.
Eine laufende Verhandlung.
Möchtest du was dazu sagen, Uli?
Oder kannst du was dazu sagen?
Ich kann zu allem was sagen.
Das ist der Vorteil.
Ich bin ja kein Aufsichtsrat.
Noch nicht.
Keine Drohung.
Da müsst ihr erstmal Mitglied werden.
Ah, okay.
Keine Angst.
Ich glaube, es wäre natürlich schon einfacher geworden, wenn das Spiel ein bisschen anders läuft
und wenn dann vielleicht doch so eine kleine Trendwende vorher noch geschafft wird.
Die kann immer noch kommen bis Mitte November, aber es wird jetzt schon ziemlich schwer.
Ich glaube, das anders ist halt natürlich das mit der berühmten Hintertür wieder.
Also man muss trotzdem auch sagen, vor der Saison waren wir jetzt auch nicht so skeptisch, was den Kader betrifft.
Also man ging ja trotzdem davon aus, dass man mit Dua und Affana zwei Stürmer geholt hat, die ihre Qualitäten ja doch schon irgendwo nachgewiesen haben.
Man dachte auch, die Abgänge bis auf Tom Kraus konnte man kompensieren, dass das jetzt das ganze Konstrukt nicht zusammenpasst und nicht so funktioniert.
Ich glaube, was man wirklich versäumt hat, ist halt diese Sechserposition.
Das räumt Dieter Hecking inzwischen ja auch selbst ein, dass man das vielleicht ein bisschen, ich will nicht sagen unterschätzt hat,
aber dass das vielleicht doch wichtiger gewesen wäre, auf der Position nochmal nachzulegen,
auch wenn es schwer ist, einen passenden und finanzierbaren Mann zu finden.
Das muss man sich sicherlich vorwerfen lassen.
Aber ansonsten finde ich den Kader jetzt zumindest nicht schlechter als in der vergangenen Saison.
Also ich sehe nicht, wo da die großen Abgänge sind, die den Kader jetzt wirklich schlechter machen im Gesamtbild.
Und warum es da nicht läuft, es gibt sicherlich viele Gründe.
Aber ich sehe es jetzt nicht ganz so, dass der Kader komplett falsch zusammengestellt ist.
Ja, wenn ich da rein prätschen darf.
Sehr gerne.
Ich sehe es identisch zu Uli, dass glaube ich kaum jemand vor der Saison mit diesen doch weitestgehend eher schlechteren Spielen jetzt gerechnet hat zu Saisonbeginn.
Und man dann natürlich die Frage stellt, woran liegt es, weil man es eben nicht erwartet hat angesichts der Qualität des Kaders.
Und ja, die Ursachenforschung ist da keine leichte.
Und ich glaube, das braucht dann auch immer ein bisschen Zeit, eine solche Gemengelage aufzuarbeiten.
Ich glaube, das hat man auch heute in dem Spiel gesehen.
Und Markus Weinzierl hat es ja auch sehr treffend dann in der Pressekonferenz gesagt,
dass so ein bisschen die Sicherheit einfach noch fehlt bei der Mannschaft, wenn es da mal ein Gegentor gibt.
Und da würde ich auch einfach dafür plädieren, dass man dem neuen Trainer auch ein wenig Zeit geben muss
und ihn jetzt nicht nach dem ersten Spiel dann auch wieder grundsätzlich in Frage stellt.
Aufgrund dieses ersten Spiels.
Ich habe ihn ja schon vor dem Spiel grundsätzlich in Frage gestellt.
Aber wie gesagt, auch ich habe vor der Saison gedacht, die Mannschaft ist gut zusammengestellt.
Deshalb muss man sich immer was zum Zurückrudern mit einbauen in seine Prognosen, wie wir jetzt hier wieder gelernt haben.
Aber wir können mal über dieses Spiel vielleicht ein bisschen sprechen, dieses Premiere-Spiel.
Wir haben ein Spieltagsgedicht wieder von Felix.
Ich muss es jetzt vorlesen.
Ich kann es natürlich nur halb so gut wie Float Singer, aber ich probiere es trotzdem.
Gewitter im Club Twitter heißt das Gedicht.
Allmächt, mir wird schlecht.
Get me to the airport, get me on a plane.
Hurry, hurry, hurry, before I go insane.
Dieses Spiel war ein Schlag auf meine Lichter.
Drum heute nur ein Kurzgedichtler.
Vielen Dank, Felix Wenzel.
Ein Höhepunkt dieses Podcasts inzwischen.
Letzte Woche haben wir es vergessen.
Vor lauter Trainer-Entlassungen.
Ja, genau.
Da sind wir etwas überfordert immer noch mit den vielen Einflüssen, die da auf uns ran prasseln.
Ja, Matthias Pfiffka, ein immer optimistischer Mensch, hat sich auf dieses Spiel heute gefreut.
Ja.
Und dann, was war heute das Problem beim 1. FC Nürnberg?
Gut angefangen, okay angefangen.
1 zu 0 geführt zur Pause.
Oft aufs Tor geschossen, aus den manchmal auch absurdesten Positionen, aber doch viel Engagement.
Und in der zweiten Halbzeit bricht alles wieder zusammen.
Ja, ich glaube, es war 60 Minuten ein solides bis gutes Spiel.
Viele Chancen waren da, die man natürlich leider dann nicht verwertet hat.
Und ich glaube, die meisten sind in die Halbzeit gegangen und haben gedacht, die Behauptung wage ich jetzt mal.
Ja, das passt.
Das spielen wir auch in der zweiten Halbzeit so weiter.
Und das wird ein Sieg.
Ja, und dann natürlich eine sehr unglückliche Aktion, die dann zum 1 zu 1 führt.
Und dann bemerkt man, dass die Mannschaft diese Stabilität noch nicht hat.
Ich glaube, da hat Markus Weinzell dann auch in der PK den Nagel auf den Kopf getroffen.
Und dann kommt die große Unsicherheit.
Ja.
Am Anfang war es ja tatsächlich nicht zu sehen, diese Unsicherheiten.
Markus Weinzell hat ein paar Dinge verändert, Uli.
Fabian Nürnberger war zurück.
Ja, Fabian Nürnberger auf der linken Abwehrseite.
Bisschen überraschend.
WK ist ja nach vorne gezogen.
Was ich jetzt durchaus gut fand.
Also WK ist ja vorne wesentlich präsenter.
Hat einige Chancen, Halbchancen gehabt, ohne jetzt dann die zu nutzen.
Aber er war besser ins Spiel eingebunden.
Nürnberger hat das eigentlich zumindest eine Halbzeit oder eine Stunde lang hinten auch relativ gut gemacht.
Ja.
Fand ich, also den Dreh fand ich eigentlich ganz gelungen.
Ansonsten hat er jetzt nicht so viel verändert.
Lorenz kam zurück.
Das war zu erwarten gewesen nach seinem Infekt, dass er wieder in die Innenverteidigung rückt.
Ansonsten hat er schon angekündigt gehabt, dass in der Kürze der Zeit man jetzt nicht alles auf links drehen kann.
Ein bisschen das System umgestellt, oder?
Mit nur einem Sechser.
Ja, da streiten sich noch die Gelehrten.
Ich war mit, jetzt bräuchte ich wieder den Flo Zänger.
Wir haben auf der Tribüne auch wirklich lang philosophiert, ist das jetzt eine Doppelsechser oder ein einfacher Sechser?
Weil das halt wirklich sehr viel, beide sehr viel rotiert haben.
Also meistens war Fofana schon eher tiefer gestanden und Tempelmann dann eher ein bisschen davor.
Aber ich hätte es jetzt in meiner Naivität als 4-1-3-2 interpretiert.
Sind das elf?
Ich auch.
Ja, das sind elf.
Ich muss das immer nachrechnen, weil da kommen auch schon mal zehn raus oder zwölf.
Ja, also leichte Anpassungen.
Markus Weinzierl hat, glaube ich, vor dem Spiel bei Sky gesagt, dass man erstmal das Spiel gucken muss und dann kann er sagen,
welche Formation, welches System das Ganze wird.
Ja.
Die Stimmung im Stadion, wie war die so?
Wie habt ihr beide die empfunden?
Erstmal?
Naja, ich glaube, Uli hat es ja vorhin schon sehr schön beschrieben, dass die Stimmung am Anfang ja positiv war, auch zu Recht.
Ja.
Und als das Spiel dann gekippt ist, glaube ich, ist Ungläubigkeit und auch Entsetzen so ein bisschen das, was es beschreibt,
auch weil man damit ja nicht rechnen konnte.
Also irgendwie wäre es anders gewesen, wenn man da reingegangen wäre und gleich unter die Räder gekommen wäre.
Aber das war ja überhaupt nicht der Fall.
Ich denke, es hat sich jeder gefragt, nach wirklich soliden bis guten 45 bis 60 Minuten, wie kann das so kippen?
Wie kann es sein, dass dann die erste Halbzeit auf einmal wieder so gut ausschaut, nachdem es letzte Woche noch so vollkommen blutleer war, Uli?
Ist das das typische?
Ja, ich glaube, das hat man im Training die Woche, war ja zweimal beim Training auch schon gesehen.
Das ist aber ein ganz normaler Effekt, muss man ehrlich sagen, das war auch, wie Jens Keller hier angefangen hat, waren die ersten Trainingsanheiten.
Gut, weil jeder Spieler natürlich dann ein paar Prozent mehr gibt und sich präsentieren will.
Ich glaube, das darf man jetzt nicht überbewerten, aber es hat einen guten Eindruck gemacht in der Woche.
Und so war es dann halt im Spiel auch.
Und klar, die Spieler wissen auch, das ist so eine Art Neuanfang.
Und vielleicht geht man doch dann einen Ticken Befreiter rein am Anfang und es lief ja gut.
Wobei man auch sagen muss, dass ich Kiel in der ersten Halbzeit auch erschreckend schwach fand.
Also die haben ja auch seit vier Spielen nichts gewonnen.
Kommt wahrscheinlich auch nicht von ungefähr.
Und ich glaube, das war das Erschreckende, dass dann selbst so eine Zweitliga-Mittelklasse-Mannschaft,
dass da dann ein Tor reicht, um das alles zum Kollabieren zu bringen.
Und was ganz interessant war, das würde ich gerne noch erwähnen,
Maikus Weinzel wurde in der PK dann gefragt, ob das denn jetzt eher Kopfsache oder Konditionssache ist,
dass die Mannschaft halt nicht zum ersten Mal in der Saison dann keine 90 Minuten diesen intensiven Fußball auf den Platz bringt,
sondern halt nur eine Stunde.
Und da sagt er beides.
Also das ist natürlich schon ein deutlicher, ich weiß gar nicht, ob er sich selber bewusster,
was er gerade gesagt hat, er ist dann ein bisschen zurückgerudert.
Aber es war natürlich erst mal ein ziemlicher Seitenhieb in Richtung des Trainers,
der halt jetzt eigentlich dann verantwortlich war für den konditionellen Zustand der Mannschaft.
Und wenn das wirklich den Anschein hat, dass die halt einfach nicht für 90 Minuten austrainiert sind.
Und es gab durchaus auch Stimmen, die, ich war jetzt selber nicht dabei,
aber das Trainingslager jetzt nicht so intensiv und fordernd fanden im Sommer,
gibt es natürlich schon auch zu denken.
Ohne jetzt nachtreten zu wollen, da bin ich zu weit weg.
Ich kann jetzt nur den Trainer zitieren.
Ja, wir halten fest, zurückrudern wird Wort des Jahres 2022, Jugendwort des Jahres 2022.
Du hast Jens Keller erwähnt, was dem Kollegen Gloser auf Twitter eine ordentliche Schellen eingebracht hat,
als er das getan hat.
Und das mit der Kondition, ja, weiß ich nicht.
Ob eine konditionsschwache Mannschaft in der Nachspielzeit den Siegtreffer gegen Bielefeld erzielt.
Also, das finde ich als Argument immer schwierig,
weil man meist dann doch noch irgendein Gegenargument findet.
Oder, Matthias Stüfker? Hat die Mannschaft Nachholbedarf in dem Bereich?
Du als Sportmediziner.
Das kann ich tatsächlich schwer beurteilen.
Aber um dein Argument aufzugreifen, ich meine, jetzt kann man sagen,
na ja, dieser Anschlusstreffer heute, der war vielleicht eher ein wenig kosmetisch.
Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass er noch geht.
Man hat sich ja offensichtlich auch nicht hängen lassen,
sondern hat das nochmal versucht, natürlich, nachdem es so eine gewisse Schockstarre gab.
Also, ist für mich schwer einzuordnen.
Ja.
Weil man natürlich sagen muss, am Ende waren fünf neue Spieler auf dem Platz gestanden,
die dann alle so ab der 66. glaube ich eingewechselt wurden.
Ja.
Mich überzeugt trotzdem nicht.
Man kann noch anführen, dass natürlich, was dann irgendwann gar keine Rolle mehr gespielt hat,
der Klub in dieser Saison durchaus die ein oder andere Verletzungssorge hatte.
Und dass die Spieler, wenn dem denn wirklich so ist,
vielleicht auch gar nicht alle hundertprozentig fit sein können.
Jetzt Limonow, Tempelmann, Fabian Nürnberger, Tyler und Duman, alle mal draußen.
Naja, das hört sich für mich dann doch immer so nach Nachtreten an,
diese konditionellen Probleme anzuführen.
Aber gut, ich war nicht mit in der Pressekonferenz.
Ich weiß nicht, wie gemein die Frage gestellt war.
Nein.
Die war eigentlich relativ klar gestellt.
Also, klare Frage, klare Antwort.
Ja.
Ja.
War jetzt nichts irgendwie versteckt.
Würde aber auch bedeuten, dass man das wahrscheinlich jetzt in der Kürze der Zeit
bis zur WM-Pause auch nicht mehr groß ändern kann.
Oder, Uli?
Kaum.
Naja.
Es gibt ja bei englische Wochen jetzt auch mit Pokal.
Dann Rostock ist nochmal eine englische Woche.
Also von der Trainingsintensität her glaube ich nicht,
dass man da jetzt so wahnsinnig hochgehen kann.
Die Grundlagen musst du halt vor der Saison legen.
Deswegen, das ist selbst nach elf Spieltagen ein bisschen spät, wenn es da nicht passt.
Aber wie gesagt, ich will das auch gar nicht selber bewerten.
Ich bin auch kein Spornmediziner.
Ich kenne die Laktatwerte nicht und die Leistungsdaten.
Ich kann nur das zitieren, was Markus Weinzerleut gesagt hat.
Und das fand ich halt schon bemerkenswert, weil normalerweise ja Trainer sich immer eher hüten,
auch nur irgendwie den Hauch von irgendwelchen Andeutungen zu machen,
dass da irgendwas nicht passt in Bezug auf den Vorgänger.
Deswegen fand ich es bemerkenswert.
Aber inwieweit es jetzt zutrifft, das mag ich nicht beurteilen.
Kann ich auch nicht.
Jetzt steht da Platz 16, Matthias Fischke.
Du bist ein Aufsichtsrat, der doch sehr öffentlich stattfindet.
Unter anderem über dein Twitter-Game.
Bereust du das manchmal, dich so in die Öffentlichkeit gewagt zu haben?
Nein, das tue ich nicht.
Das ist mein Verständnis.
Und man wird gewählt ja in dieses Amt von Mitgliedern.
Und gut, nicht mit allen, mit denen man über Twitter kommuniziert.
Die sind dann auch Mitglieder.
Und klar, den Mitgliedern in allererster Linie gegenüber hat man eine Verantwortung in diesem Wahlamt.
Und ich glaube, man muss da auch zu einem gewissen Grad kommunizieren.
Wie gesagt, das endet dann natürlich auch dort, wo es um Interna geht,
wo es um sensible Fragen geht.
Aber für mich wäre es jetzt nicht der richtige Ansatz, zu sagen,
man geht ja nicht in den Dialog oder in die Kontroverse,
auch wenn man da manchmal beschimpft wird oder vielleicht auch beleidigt.
Das muss man dann aushalten.
Das muss man in so einem Amt sowieso aushalten.
Aber es gibt einem ja auch ein Gespür für die Stimmungslage,
da draußen, so nenne ich es jetzt mal.
Auch wenn man die nicht überbewerten darf.
Das ist natürlich klar, dass jetzt nach so einem Spiel wie heute,
wo die Enttäuschung groß ist, dann vielleicht auch mal schneller Worte pflegen,
die ansonsten nicht geflogen wären.
Aber den Dialog und die Kommunikation, das bereue ich keinesfalls.
Ich habe ja nach ein paar Fragen um ein paar Fragen gebeten vor zwei Stunden.
Eine kommt von admarcus23s.
Wie schafft man es, dass fünf- bis sechsjährige Clubfans bleiben,
wenn sie regelmäßig sowas wie heute anschauen müssen im Stadion?
Stichwort Nachwuchspflege.
Hat der Matthias Pfiff gar eine Idee?
Oder würde Uli Dickmeyer seine Kinder mit ins Stadion nehmen zurzeit?
Also ich hatte heute passenderweise den sechsjährigen Sohn eines sehr guten Freundes dabei,
mit dem ich nach dem Spiel dann auch unten auf dem Spielfeld war,
wo es einige Elefantentränen dann auch gab.
Weil irgendwie scheinbar für den jungen Mann die Niederlage,
als er dann da über den Rasen gelaufen ist, noch präsenter wurde.
Er hat aber dann den Vater, der auch dabei war, gleich gefragt,
ob man nicht nächste Woche nach Düsseldorf fahren kann.
Okay, ein leidensfähiges Kind.
Von daher glaube ich, dass das jetzt nicht zu einem ewigen Bruch mit dem FCN führt, sowas.
Ja, okay. Das hoffen wir mal für diese Generation von Kindern,
die jetzt gerade mit dem ersten FC Nürnberg aufwächst.
Aber gut, wie war das in deiner Kindheit, Uli?
War der Club da gerade die neunte?
Oder sowas?
Danke.
Meine erste Klubsaison als Fan war, glaube ich, auf jeden Fall eine Abstiegssaison.
82 müsste es gewesen sein.
Ja.
Oder 84?
Da musste man nachrechnen.
Ja.
War auf jeden Fall auch nicht so, dass man eigentlich dabei bleiben muss.
Aber man sieht, wie das dann endet.
Was schon noch eine spannende Frage ist, so übergeordnet in dem Kontext.
Wie kann es dem Fußball jetzt mal unabhängig vom FCN überhaupt noch gelingen,
zukünftig junge Menschen an den Fußball, an einen Verein, welchen auch immer, an einen Klub zu binden?
Ja.
Und das ist das, was wir haben.
Oder haben, dass das für diese jungen Menschen in Frage kommt.
Das ist für uns nicht so gab in unserer Jugend.
Da gab es nur Fußball, dann vielleicht noch ein bisschen Tennis.
Aber dieses enorme Alternativangebot, das haben wir nicht mehr.
Und das hatten wir nicht und das haben wir heute.
Und ja, ich glaube, das ist tatsächlich so eine gesellschaftliche Frage.
Also der Fußball kann schon, glaube ich, nach wie vor viel Identifikation stiften.
Auch bei jungen Menschen, ein Zugehörigkeitsgefühl.
Aber ein Selbstläufer ist das keinesfalls.
Und ich glaube jetzt nicht so sehr, dass das eben an einem Verein oder einer Sympathie für einen Verein hängt.
Aber primär ist so die Frage, wie entwickelt sich der Fußball übergeordnet weiter?
Das war jetzt sehr schön abgelenkt vom 1. FC Nürnberg.
Tatsächlich ein guter Ansatz.
Aber dann fragen wir mal konkret, wie kann es dem 1. FC Nürnberg gelingen,
nach wie vor attraktiv zu bleiben für Menschen, junge Menschen, alte Menschen?
Also ich glaube, was wir schon sehen, ist, dass wir über das umfangreiche soziale Engagement,
das wir praktizieren, auf ganz unterschiedlichste Gruppen und in ganz unterschiedlichsten Formen ausgerichtet,
tatsächlich viel Zuspruch finden.
Wo uns gesagt wird, Mensch, die machen mehr als nur Fußball.
Also da entsteht eine Bindungswirkung, so ein gesellschaftlicher Kitt.
Man darf sich aber natürlich auch nicht der Illusion hingeben,
dass sportlichen Erfolg bzw. Misserfolg vollständig kompensieren könnte.
Also diese Strahlkraft, die wir haben, wo wir es auch schaffen,
Hunderte von Menschen für unsere karitativen Aktionen zu mobilisieren,
die hätten wir in einer fünften Liga wahrscheinlich nicht.
Also von daher spielt es schon zusammen.
Es ist nicht nur Sport.
Menschen wollen, glaube ich, auch etwas, was darüber hinausgeht.
Aber es ist natürlich auch der Sport.
Dirk Schlunz hat es vor kurzem auch in einem Interview mit mir betont,
dass es schwierig ist, den Fußball beim 1. FC Nürnberg zu vermarkten,
weil unwägbar.
Uli, gehst du da mit?
Ja, also klar.
Man hat ja auch heute gesehen, der Kindergeburtstag, der heute da war,
die hatten einen Riesenspaß, die kommen wieder.
Ich glaube, denen war das Spiel relativ wurscht,
aber die haben ihren Spaß gehabt und ihre Fahnen gehabt
und sind da rummarschiert.
Also das ist schon auch ein Weg, wo man sicherlich neue Fans gewinnen kann auf Umwegen.
Aber generell, klar, ist der sportliche Erfolg jetzt vielleicht in den letzten Jahren
nicht gerade das Hauptargument beim 1. FC Nürnberg,
wenn man Sponsoren gewinnen möchte.
Hat der Aussichtsrat Matthias Pfiffke Abstiegssorgen?
Also wir haben keine Abstiegssorgen, aber das ist jetzt mit Sicherheit auch nicht so,
dass man sagt, das ist unmöglich.
Das wäre dann, wie soll ich sagen, auch in gewisser Weise blauäugig.
Auch das gehört zu der Arbeit eines Aufsichtsrats,
dass man die unterschiedlichsten Szenarien durchdenkt
und da jetzt nicht auch Dinge einfach wegdrückt und sagt,
naja, das wird sowieso nicht passieren, das ist unmöglich.
Wir sind der Überzeugung, dass der Kader definitiv gut genug ist,
um in der zweiten Liga bestehen zu können.
Also in der Hinsicht macht man sich keine Sorgen.
Aber man muss mit allen Eventualitäten zumindest mal Gedankenspiele anstellen.
Das ist ganz klar.
Wie weit sind deine Gedankenspiele in der Hinsicht, Uli?
Ja, wollte ich gerade sagen, was Christopher Schindler heute natürlich auch zu Recht angemerkt hat,
sagt, das ist ein Spiel, aus dem man nicht unbedingt Selbstvertrauen zieht.
Also gerade, weil man irgendwie 16 Minuten das Gefühl hatte,
man hat das Ganze irgendwie im Griff
und am Schluss steht man vor einer pfeifenden Kurve
und muss sich beschimpfen lassen.
Also es ist halt trotzdem, man hat sich einen gewissen Effekt erhofft von Trainerwechseln.
Da haben wir ja auch schon debattiert, ob Trainerwechsel was bringen.
Wenn, dann ist natürlich das immer gut, wenn das gleich im ersten Spiel funktioniert.
Das ist nicht passiert.
Im Gegenteil, also die Kluft war dann nach dem Spiel eher noch größer,
als Weinzeller meinte, man müsste die Fans wieder hinter sich bringen.
Das ist halt überhaupt nicht gelungen.
Und ich sehe schon die Gefahr, dass sich da jetzt auch so eine ganz gefährliche Eigendynamik entwickelt.
Also den Joker-Trainerwechsel hat man gezogen.
Ohne jetzt zu sagen,
Markus Weinzeller hätte in diesen vier Tagen da irgendwas größer bewirken müssen.
Das war jetzt halt sicherlich kein Spiel,
das der Trainer verloren hat
oder das man irgendwie an Markus Weinzeller festmachen sollte.
Gottes Willen.
Aber die Mannschaft ist schon irgendwie in einem Zustand,
ob jetzt mental oder körperlich,
lass ich mal dahingestellt,
der mir schon ein bisschen Sorge bereitet.
Und wie gesagt, von Spiel zu Spiel
wird halt diese Eigendynamik,
dieser Strudel größer.
Und auch das hat Schindl letzte Woche gesagt,
wenn man halt mal da unten drin hängt,
dann wird es echt ungemütlich und immer schwerer rauszukommen.
Und jetzt hängt man halt unten drin
und hat mit Bielefeld und Fürth Mannschaften noch dahinter,
die eigentlich vom Anspruch her ja auch woanders stehen wollen.
Also das sind jetzt auch nicht die typischen Aues oder so,
wo man sagt,
naja, die hat man auf jeden Fall hinter sich,
die sind so schlecht.
Also das ist es ja auch nicht.
Das geht ja relativ eng zu da hinten.
Also mir macht das Ganze schon ein bisschen Sorgen.
Ja, mir auch.
Wie ist es denn in einem Fußballverein mitzuarbeiten,
Matthias Schiffka?
Also für mich ist es eine sehr spannende Aufgabe,
weil man natürlich auch neue Dinge lernt,
aber auch die Möglichkeit hat,
das, was man weiß oder die Erfahrung, die man hat,
jetzt auch in der Arbeit mit anderen Unternehmen
tatsächlich auch einzubringen,
dann vor allem natürlich im kaufmännischen,
im strategischen Bereich.
Es ist etwas,
was auch emotional an vielen Stellen sehr schön sein kann,
aber es ist natürlich auch damit verbunden,
dass man an einem solchen Sonntag wie heute
ja dann auch mit, wie soll ich sagen,
vielleicht ein wenig übellaunig nach Haus geht.
Also ich kann jetzt sagen,
meine Partnerin, als ich zur Tür reingekommen bin
und sie hat das Spiel nicht verfolgt,
die hat gleich nach zwei Sekunden gesagt,
oh, das war auch kein gutes Spiel offensichtlich.
Grüße.
Also von daher,
das geht an einem natürlich nicht vorüber.
Und gut, das glaube ich,
bei aller Rationalität,
die man versucht,
da auch an den Tag zu legen
und Sachlichkeit wäre man auch wahrscheinlich falsch
in so einer Position,
wenn da auch nicht Empathie und Mitfiebern vorhanden wäre.
Ja, ist denn Rationalität überhaupt möglich
in diesem Berufsfeld?
Das ist eine ganz spannende Frage tatsächlich
und sie ist, das traue ich mich zu behaupten,
schwieriger als in anderen Branchen,
weil eben diese Fußballkomponente,
diese Sportkomponente
so viele Unwägbarkeiten bereithält.
Ja, gut, klar,
wir haben jetzt auch in einem klassischen Geschäftsumfeld
bestimmte Dinge,
unvorhersehbare Ereignisse,
Corona oder die Invasion in der Ukraine,
wo auch für Unternehmen
die Strategie grundsätzlich durcheinandergewürfelt wird.
Aber im Fußball hat man halt diese Ein- und Ausschläge
häufig im Wochen- oder im Zwei-Wochen-Rhythmus.
Und das ist schon was ganz anderes,
das muss man tatsächlich sagen.
Ja, und wie geht man damit um?
Ja, ich glaube, man muss,
also man darf sich nicht
diesen Amplituden,
die ja auch sehr extrem ausfallen können,
dann aussetzen
und muss versuchen,
eine Linie weiterzufahren
und dann, wenn es notwendig ist,
da auch entsprechend den Kurs ändern.
Okay, deshalb wollte ich gerade
auf die Robert-Klaus-Entlassung nochmal kommen.
Nein, damit war tatsächlich nicht
die Robert-Klaus-Entlassung gemeint,
sondern das gilt ja auch für andere,
viele andere Dinge,
wo man sich umstellen muss.
Ja, also auch wir sind ja betroffen
jetzt von energetischen Fragen,
die dann auch ganz gewaltig
einen Kostenfaktor darstellen,
den man berücksichtigen muss.
Also auch da gibt es viele Dinge,
die man neu denken muss,
wo man sagen muss,
ja, wie sieht es denn
mit den Kostenstrukturen überhaupt aus,
auch mit Personal, das man hat.
Ich glaube, da wäre es einfach falsch,
wenn man sagt,
ich halte ganz starr
an einem bestimmten Vorhaben
oder bestimmten Strategie fest.
Das geht heute nicht mehr.
Im sportlichen Bereich geht es,
glaube ich, sowieso nicht,
obwohl das jetzt nicht mein Fachgebiet ist.
Aber es geht auch einfach
im kaufmännischen Bereich immer weniger.
Früher konnten Unternehmen
eine Fünf-Jahre- oder eine
Zehn-Jahres-Strategie machen.
Das ist in dem dynamischen Umfeld,
wie wir es heute erleben,
gar nicht mehr möglich.
Ja, wie beurteilst du
die kaufmännische Strategie
des 1. FC Nürnberg?
Kommt der Club durch diese vielen Krisen?
Ja, da bin ich sehr, sehr zuversichtlich,
dass uns das gelingt.
Ich glaube, man kann jetzt sagen
und darf das sagen,
dass der Schritt in die Eigenvermarktung
der richtige Schritt war,
was ja schon sehr viele Früchte trägt.
Das sieht man ja an der großen Zahl an Sponsoren,
die wir gewonnen haben.
Und natürlich ist auf der Seite
das große und sicherlich auch wichtige
Zukunftsprojekt der Stadionneubau,
den wir vorantreiben müssen.
Und ich glaube, auch da,
wenn man, und da sieht man ja dann schon
auch die Verknüpfung zum Sportlichen,
wenn man auf andere Vereine guckt,
sei es Mainz,
beispielsweise Augsburg,
jetzt Freiburg auch in sehr ausgeprägtem Maße,
dass ein solcher Stadionneubau,
Umbau dann auch sehr häufig
mit einem positiven sportlichen Effekt
verbunden war,
auch wenn es da natürlich ebenfalls
keine Garantie gibt.
Ja.
Uli, glaubst du an diesen Stadionneubau?
Die Frage ist,
ob ich das noch erleben werde.
Ja, deshalb.
Und?
Ich kann nur bis nächsten Samstag denken,
so weit in die Zukunft kann ich nicht schauen.
Die Frage ist halt,
ob man überhaupt,
wir haben ja das angesprochen,
diesen trotzdem Zuschauerrückgang,
was ja so ein generelles Phänomen ist,
ob man überhaupt noch ein Stadion braucht
für so viele Menschen.
Irgendwann.
Aber das kann man natürlich schlecht prognostizieren.
Ja.
Also es ist in der Tat schwierig
und auch da muss man natürlich dann genau überlegen,
immer verbunden mit der Unsicherheit,
wie groß baut man ein solches Stadion?
Es ist natürlich auch ganz stark eine Frage
der Auslastung,
vor allem im VIP-Bereich
oder Business-Bereich,
wo einfach nur mal
viel Marge verdient wird,
auch das ist kein Geheimnis.
Und wir haben einen sehr,
sehr, sehr geringen Anteil
an Business-Seeds
im Vergleich zu anderen Vereinen.
Das muss man berücksichtigen,
aber das ist natürlich auch nicht das einzige
oder der einzige Maßstab,
weil man natürlich auch,
ich sag mal,
für den klassischen Fan
das Fan-Erlebnis
einfach auch gestalten
und ermöglichen muss.
Und da jetzt nicht sagt,
wir unterwerfen irgendwelchen
Business-Seed-Premissen
alles andere.
Wenn wir bei der Diskussion sind,
du lernst diesen Verein jetzt seit zwei Jahren
von innen kennen,
ist er kleiner,
als er dir vorher vorkam?
Wird ja hier jetzt immer behauptet,
wenn man mit den sportlich Verantwortlichen
auch spricht
oder Menschen,
die da näher dran sind,
die sagen,
der 1. FC Nürnberg ist halt im Moment
nur noch ein mittelmäßiger
Zweitligist
und mit Finanzsorgen
und man soll aufhören,
ihn sich so groß zu denken.
Ist das ein Eindruck,
den du auch gewonnen hast
in deinen zwei Jahren Amtszeit?
Ja, ich glaube,
das ist einfach die realistische Einschätzung,
dass wir so gesehen
im Mittelfeld der zweiten Liga stehen.
Gut, jetzt stehen wir tabellenmäßig
ein bisschen weiter unten.
Nein, aber ich meine
in der Gesamtschau
im Mittelfeld.
Also,
das wäre jetzt
illusorisch zu glauben,
dass wir ein Verein sind,
der früher oder später
automatisch das
Erstligaticket gebucht hat.
Da haben wir auch einfach nicht
die Möglichkeiten
wie ein HSV
oder Hannover
oder andere.
Also,
das ist einfach die realistische Einschätzung
und klar,
glaube ich,
hängt man vor allem,
wie soll ich sagen,
in der Außenbetrachtung
spielt halt oder schwingt
diese große Tradition,
die wir haben,
noch immer mit.
Und ich würde es auch unterschreiben,
dass der 1. FC Nürnberg
in die 1. Liga gehört,
aufgrund der Stadtstruktur,
aufgrund der großen Tradition
dieses Vereins.
Aber das ist kein Automatismus.
Also,
das wäre naiv zu denken,
dass das irgendwie
früher oder später
automatisch
in der 1. Liga
wieder endet.
Ja,
dachte man aber,
oder?
Vor der Saison.
Saisonziel,
Platz 1 bis 6,
ist jetzt abgesagt worden
wieder.
Ja gut,
1 bis 6
heißt ja nun auch
nicht
automatisch
den Aufstieg,
sondern,
dass man oben
dabei ist.
Und,
ich meine,
der Uli
hat es vorhin
auch angesprochen,
dass man
auf der Basis
des Kaders
vor der Saison,
und ich glaube,
da würde man
zu stark
zurückrudern,
wenn man jetzt
sagen würde,
ich habe das vor der Saison
nicht geglaubt,
dass man in diesem
oberen Drittel
dabei sein kann.
Ja.
Uli?
Wenn man das
bis weglässt,
passt es ja eigentlich.
Ja,
das stimmt.
Das ist heute
der Mathe-Podcast
von Nordbayern.
Uli,
wie geht es raus
aus dieser
erneuten
Krise?
Weiterarbeiten,
positives
rausziehen,
trainieren,
arbeiten,
punkten.
Okay.
Ich würde es
Weinzelaug
sagen können,
oder?
Ja,
das ist schlecht.
Ich habe mich schon
angepasst.
Ja.
Nein,
aber ich glaube,
um da einzuhaken,
das ist tatsächlich
in dem Fall
kein 5-Euro-Phrasenschweinsatz,
sondern darum
muss es gehen,
dass man,
auch wenn es nach
so einem Spiel
natürlich schwerfällt,
weil es umso
bitterer ist,
dann so zu verlieren,
obwohl man ja lange
eigentlich ein ganz
gutes Spiel gemacht hat,
dass man sich jetzt
da nicht
verrückt macht
und sagt,
oh Gott,
es hat alles
gar nichts gebracht.
Das kann es ja
natürlich nicht sein.
Ja.
Ich gehe davon aus,
dass alle
verrückt spielen
in dieser
Woche,
aber
gut.
Ich kann mich auch irren.
Dann würde ich
zurückludern.
Haben wir
noch irgendwas
nicht besprochen,
Uli,
was du
glaubst,
müsste Matthias
Pfiffker uns noch
erzählen?
Er will nichts
zu Vertragsverhandlungen
sagen.
Er will nicht
an den Abstieg
glauben
und er will
tötertreu bleiben.
Trotz allem
sind wir damit
zufrieden.
Wir haben noch
überhaupt nicht
über Essen
gesprochen heute.
Ja,
darauf wollte ich hinaus.
Matthias Pfiffker,
Cordon Bleu
oder die
vegetarische Variante?
Oh,
also
ist jetzt
eine
Dilemma
Frage
für mich.
Für uns
alle.
Ja,
als
Professor
für
Nachhaltigkeit
müsste ich
natürlich
vorbehaltlos
für die
vegetarische
Variante
plädieren.
Wenn es
ein gut
gemachtes
Cordon Bleu
ist,
kommt es
aber mit
Sicherheit
auch
in Frage.
Ja,
wo gibt es
einen
Ich weiß
jetzt auch nicht,
ob man das
sagen darf,
aber im
Förderlandkreis
gibt es
tatsächlich
so ein paar
traditionelle
Wirtschaften,
wo man das
ganz gut
essen kann.
Okay,
einen Namen
brauchen wir.
Den
Schnitzelwirt.
Der
Schnitzelwirt,
der ist uns
doch auch
schon mal
untergekommen.
Der
ist aber
der
Schnitzelwirt
in
Michelfeld.
Das ist
definitiv
nicht
Förderlandkreis.
Nein,
aber es
gibt
auch
in der
Nähe
von
Katolzburg
eine
Schnitzelwirtin
tatsächlich,
aber da
müssen wir
jetzt nachgucken,
ob männlich
oder weiblich.
Okay.
Anscheinend
kein geschützter
Begriff
Schnitzelwirt.
Das sollten wir
gleich mal
sich irgendwie
sichern lassen.
Recht.
Wir könnten
den Podcast
so nennen.
Wenn das mit
dem Podcast
nichts mehr
wird,
dann machen
wir Schnitzelwirt.
Das ist
wahrscheinlich
so wie
der
goldene
Adler
und der
braune
Bär
und
das
grüne
Lamm.
Okay,
Schnitzelwirt
wird ausprobiert,
hoffentlich mit
nachhaltigen
nachhaltigen
Kordom
löst.
Uli,
willst du noch
erzählen,
was du so
erlebt hast
in dieser Woche?
Du warst auf dem
Nürnberg
Pop.
Ich war einen
Abend auf dem
sehr schönen
Nürnberg
Pop.
Ja,
immer wieder
empfehlenswert,
schöne Sachen
entdeckt,
also alte,
bekannte und
neue Sachen
entdeckt.
Zweiten Abend
war ich da nett,
weil ich gestern
auf einer
türkischen
Verlobungsfeier
eingeladen war,
was ähnlich
spannend war.
Das glaube ich.
Kulturell
eine ganz
neue Erfahrung.
Ja.
War sehr schön,
sehr spannend.
Es gab
kein
Goldblü.
Da gibt es
immer
Hähnchen.
Es gab
nicht einmal
Alkohol.
Okay.
Aber
vielleicht da,
nachdem wir
anekdotisch
in die letzte
Woche schauen,
es war am
Dienstag,
nicht,
dass ich was
Falsches sage,
es war der
Dienstag,
eine große
Veranstaltung
im Nürnberger
Rathaus,
die jetzt von der
Uni primär
ausging,
also stand
unter dem
Dach der
FAU.
Für mich
war es
ganz spannend
zu sehen
und gut,
irgendwann
wissen die
Leute auch,
dass man
nicht nur
Professor
an der
FAU ist,
sondern auch
Aufsichtsrat
beim
FCN
sprechen
und jeder
oder nahezu
jeder möchte
mit einem
über den
FCN
sprechen.
Wollte ich
gerade
fragen,
das muss
doch
furchtbar
sein,
oder?
Ja,
naja,
was heißt
furchtbar?
Das ist
natürlich auch
nicht immer
schön,
was man
dann da
gefragt
wird,
aber was
für mich
so die
Erkenntnis
war,
ich glaube,
solange man
noch über
den FCN
spricht und
auch wenn es
nicht immer
positiv ist,
was es in
so einer Situation
wahrscheinlich auch
nicht sein kann,
ist das
besser,
als wenn man
nicht mehr
über den
FCN
sprechen würde.
Ich glaube,
das wäre
der viel
schlimmere
Zustand,
wenn,
ich nenne es
jetzt mal
in der
Stadtgesellschaft,
eine
Gleichgültigkeit
eintreten würde
und der
FCN
nicht mehr
Gesprächsthema
ist,
dann hätten
wir ein
ganz großes
Problem.
Dann hätten
wir auch
ein Problem.
Worüber
würden wir
dann sprechen?
Das ist,
naja,
wir hätten
noch das
verdammt
auswege.
Aber das ist
auch ein sehr
schönes
Schlusswort.
Nee,
stopp,
du hast mir noch
die Steilvorlage
mit Nürnberg
Pop gegeben,
du warst ja
Standteil des
Programms sozusagen.
Jetzt wollte ich
schauen,
wie dein
Auftritt
bei Nürnberg
Pop war.
Ich war bei
einem
sogenannten
Panel,
heißt das
neuerdings,
glaube ich.
Ja.
Und ich
sollte über
Podcasts
sprechen.
Das Problem
war,
dass um mich
rum
lauter
ernsthafte
Podcaster
und Podcasterinnen
saßen,
die kluge Dinge
gesagt haben
und ich
dann
erklären musste,
dass ich
immer einmal
in der Woche
über
Fußball
und den
ersten
FC Nürnberg
spreche
in meinem
Podcast.
Das ist
auf großes
Unverständnis
gestoßen.
Aber es
war sehr nett.
Grüße an Simon,
eine schöne
Veranstaltung,
nur ich war ein bisschen
viel am Platz.
Aber du warst
neben Jan Müller
von Tokotronic
gesessen?
Ich war neben Jan Müller
von Tokotronic
gesessen.
Es gibt Fotos
davon,
siehst du?
Das habe ich noch
nicht gesehen.
Ja,
ein sehr netter
Mensch,
aber ja,
der macht halt
wichtige Sachen
und ich
mache meine
Sachen.
Wunder
dauern länger,
schreibt mir
meine Mutter,
gerade nachdem ich
ihr das
Club-Ergebnis
gewatsappt habe.
vielleicht hat sie
damit recht.
Wir machen noch
einen Gerch
und wissen
jetzt,
dass Wunder
etwas länger
dauern.
Wie ist so
bei Matthias
Schiffker
die Gerch-Rate-Quote
oder
so mit
ehemaligen
Klubspielern
sehr
füllen?
Ich habe
es jetzt
tatsächlich
nicht gezählt,
aber ich habe
so bei mir
festgestellt,
dass ich,
wie soll ich
sagen,
Perioden
habe,
wo ich
mehr weiß
und Perioden,
wo ich
weniger weiß.
Also so jetzt,
warum auch immer,
zweite Hälfte
90er Jahre,
da tue ich mir
manchmal schwer.
Ende 80er,
Anfang 90er
weiß ich viel mehr,
aber ja,
keine Ahnung,
woran es liegt.
Ich mache mal
einfach.
Oha.
Ja,
und ihr könnt mir
WhatsApps schreiben,
wenn ihr es erwartet.
Nur nicht hier
schon gesagt.
Also,
los geht's.
Gerich wuchs in einer Stadt auf,
die mindestens vier
Weltmarken hervorgebracht hat.
Zu Beginn nahm er auch den
gleichen Karriereweg wie eine
der Weltmarken,
musste aber erst einmal eine
Entscheidung zwischen zwei
Sportarten treffen,
die in seiner Heimat gar nicht
so einfach ist.
Er entschied sich für den
Fußball und musste deshalb
bald umziehen, nachdem ihn eine
Clublegende so gut ausgebildet
hatte, dass er zu groß
geworden war für seine
Heimatstadt.
Es ging an die Grenze und in die
zweite Liga.
Dort konnte Gerich zwar den
Abstieg auch nicht verhindern,
aber er blieb erst einmal,
ehe ihn der Süden lockte.
Dort wurde Gerich glücklich.
Erst beim Vorort,
dann beim Stadtteilverein.
Bei diesem Stadtteilverein lernte er
eine weitere Clublegende kennen
und kehrte zurück in die zweite Liga.
Es folgte Gerichs schönstes Jahr
als Fußballspieler,
das mit einer legendären
Aufstiegsparty in einem Ort,
der lange als Synonym galt
für die zweite Liga,
endete.
Das war der größte Erfolg
meiner Karriere,
aber nicht für mich selbst,
sagte Gerich im Rückblick
auf diesen Tag.
Nach dem Aufstieg
machte Gerich nämlich noch
genau ein Spiel
unter einem Trainer,
der den Verein in Rekordzeit
von Dritt auf Erstliga-Niveau
bringen musste.
Gerich, der in der Aufstiegssaison
in jeder Partie auf dem Platz
stand, wird am ersten Spieltag
bei einer 0-4-Niederlage
gegen den kommenden deutschen
Meister eingewechselt
und dann bis zum Ende
der Hinrunde
nicht mehr berücksichtigt.
Also verlässt Gerich
den Verein,
der am Ende
den Klassenverbleib schafft
und wechselt zum 1. FC Nürnberg
in die zweite Liga.
Dort startet er
mit einer sehr späten
Niederlage in Mannheim
in den Abstiegskampf,
darf aber immerhin
wieder spielen.
Beim Club herrscht
fröhliches Chaos,
ein Ex-Präsident
kehrt als Retter zurück
und am Ende
steht der Club
nach einer bitteren
Heimniederlage
gegen den Meister
als Absteigerfest.
Also eigentlich,
weil andere noch schlechter
wirtschaften,
darf der Club
in der Liga bleiben.
Nur Gerich
wird nicht mehr gebraucht.
Er lernt noch
einen Verein kennen,
über den er später sagt,
dass im Umfeld
so manches
nicht stimmt.
Es wird dann
dort
in diesem
nichtstimmigen Umfeld
kein schöner
Karriereabschluss
mit Verletzungen
und Streiten
mit der Berufsgenossenschaft.
Dem Sport
bleibt Gerich
dennoch erhalten.
Er arbeitet heute
als Sportjournalist
ganz in der Nähe
von seiner ersten Station
im Profifußball.
Der ist schwierig, ne?
Ja.
Boah.
Aber
wir,
wir,
achso,
dürfen wir jetzt
so vorfragen eigentlich?
Nee.
Nein.
Nein.
Nein.
Das ist nicht erlaubt.
Nein.
Googlen verboten.
Und
ich gebe euch noch
sieben Sekunden
für einen Tipp
auf WhatsApp.
und wenn der nicht kommt,
bin ich zufrieden.
Zeitmäßig kann man schon
einordnen,
aber ich komme gerade drauf.
In Herzogenaurach
geboren
offensichtlich.
Kann ich nichts dazu sagen?
Boah.
Das freut mich.
Muss ich mal
eine Nacht drüber schlafen.
Das darfst du.
Wir lösen es
nächste Woche auf.
Letzte Woche hatten wir
keinen, oder?
Müssen wir irgendeinen
auflösen, Uli?
Wenn dann von vor zwei Wochen,
weil ich glaube,
den hat man schon aufgelöst,
oder?
Den hat man, glaube ich,
aufgelöst.
Und wenn nicht,
dann machen wir das
auf Twitter.
Okay, gut.
Dann machen wir jetzt
Schluss hier, würde ich sagen.
Vielen Dank,
Matthias Schiffker.
Vielen Dank, Uli.
Gerne.
Danke euch.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Und dann hören wir uns
nächste Woche wieder
nach dem Spiel
in Düsseldorf.
Bis dann.
Ciao.
Tschüss.
Tschüss.
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