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Folge 204- Frittierte Karpfen und der dübierte Dimmy

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Ein trauriges Gesicht, nicht schlecht gespielt und doch verloren, und doch scheint ein Licht in der Nacht.

Und durch das Gedicht.

You're not gonna get me through this, are you?

By the Brezen Concept Store sagte jemand mir ins Ohr.

In diesem Gedicht gibt's Sternler, feine Elisenlebkuchen und Bratwürste, alles auch vegan.

Und ich meinte,

When this old worm is blown asunder, and all the stars fall from the sky,

Remember, someone really loves you, will live forever, you and I.

Das ungefähr viermillionste Spieltagsgedicht von Felix Wenzel und noch nie hat es jemand so gut vorgelesen wie diesmal Felicitas Hartmann.

Ihr hört Kat Depp, den Club-Podcast, Folge 204.

Und wir haben eine Gästin, die ich gerade schon genannt habe, Felicitas Hartmann von der Deutschen Akademie für Fußballkultur.

Herzlich willkommen, wir warten schon lange auf diesen Besuch, wir freuen uns sehr.

Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich sehr mit dabei zu sein.

Ja, da schauen wir mal, ob sich das hält über die Dauer des Podcasts.

Auch noch dabei ist Uli Dickmeier, der letzte Woche eine Pause eingelegt hat und jetzt einen Gag machen will, wie ich an seinen Augen...

Ne, ich wollte nur sagen, ich freue mich auch sehr, wieder dabei zu sein.

Achso, du freust dich auch sehr.

Naja, das ist ja zumindest ein halber Gag im Waldstock.

Aber wenn ich nicht dabei bin, muss ich mir das immer nochmal anhören und das finde ich sehr anstrengend.

Ich muss es mir immer nochmal anhören, weil ich ja schneiden muss, die vielen Fehler, die wir machen, rausschneiden und so.

Ich war heute beim Friseur, das als wichtigste Information und vorhin bei uns im Verlagshaus an der Pforte und habe da den beiden Menschen, also Friseur und Frau an der Pforte, gesagt, dass jemand von der Deutschen Akademie für Fußballkultur zu uns kommt.

Und die haben beide gesagt, was ist denn das? Ich habe letzte Woche von Osman Csankaya gelernt, man muss die Menschen konfrontieren. Willst du kurz zusammenfassen, Uli, was die Akademie für Fußballkultur ist?

Das ist doch diese Akademie, die deinen Fußballspruch des Jahres nicht zur Endausscheidung zugelassen hat, um mal so einzusteigen.

Ja, genau. Also was ist es denn darüber hinaus noch? Willst du uns das erzählen, Felicitas?

Wir sind vor allem ein Netzwerk von Kulturschaffenden, die irgendwas mit Fußball zu tun haben. Also da gehören dazu Journalistinnen, KünstlerInnen, aber auch Menschen aus dem Sport, Menschen aus dem Bildungswesen, die alle den Fußball nutzen und die Fußballkultur nutzen, um irgendwas weiterzutragen, den Gedanken dahinter, nicht das Sportliche an sich.

Wie bei uns eigentlich.

Wie bei euch. Ihr seid auch Fußballkultur.

Wir sind auch Fußballkultur.

Die einen sagen so, die anderen so.

Irgendjemand hat uns mal, wir gehören zur Clubfamilie, hat Dirk Schlünz hier mal behauptet, oder?

Ja, aber ich unterbreche schon wieder. Oder warst du fertig mit deinen Ausführungen?

Nee, also wir sehen den Fußballkulturbegriff ja auch relativ weit fassend. Also nicht nur strikt klar klassisch, sondern was macht die Fankultur, was sind soziokulturelle Bereiche, was gilt es zu diskutieren, was gibt es zu diskutieren.

Wir veranstalten neben den deutschen Fußballkulturpreisen auch Veranstaltungen hier in Nürnberg.

Durst du dich auch schon mal mitmachen mit Harald Kaiser.

Genau. Danach wurde ich nie wieder gefragt, weil ich habe zu viel über Cordon Bleu gesprochen, glaube ich. Damals hatte ich den Eindruck.

Es gibt nicht zu viel.

Es gibt nicht zu viel Cordon Bleu?

Cordon Bleu.

Ja, okay, dann grüße, Golotze. Nimm das.

Genau. Hier in Nürnberg beschäftigen wir uns teilweise mit dem Club, aber nicht nur. Wir sind nicht dafür zuständig.

Wir freuen uns sehr, dass der Club jetzt auch vor allem im Clubhaus Veranstaltungen macht und das weiterträgt, was wir vor vielen Jahren angefangen haben.

Genau, wir gehören zur Stadt Nürnberg, zum Kulturbereich, nicht zum Sport. Das ist auch immer noch ganz interessant.

Haben den Kick als Partner und möglich gemacht wird bei uns das Ganze von der Teambank.

Ah, Werbung, super.

Natürlich.

Grüße. Auch an unseren Sponsor, der vielleicht ein Konkurrent ist.

Da sind wir aber auch sehr froh, dass wir die als Sponsor haben.

Ja, wir auch.

Das glaube ich.

Und genau, Fußballspruch hatten wir ja schon. Wenn ihr wieder was Schönes sagt dieses Jahr, wenn Fans Fußballsprüche haben.

Das kommt einmal vor. Ja, da kommt es häufiger vor. Dann einreichen.

Ich weiß immer über Einreichungen, wie ihr mitbekommen habt. Kann sogar Fadi in die Top 10 kommen.

Ja, eine Sensation.

Top 4 waren es, glaube ich.

Also, waren 4 war es in der Ende.

Aber gut, wir wollen da nicht. Ich bin immer noch empört, dass ich...

Ich wollte die Beantwortung der Frage nämlich dann zur Diskussion stellen vor Publikum und dass ich es da nicht hingeschafft habe.

Das nagt nach wie vor an mir. Musst du das oft erklären, deinen Arbeitgeber?

Ja, vor allem warum Fußballkultur? Also, wie passt Fußballkultur und... Also, Fußball und Kultur zusammen? Und wenn man das so ein bisschen genauer anschaut, ergibt es dann noch Sinn?

Ah, vielen Dank. Ergibt Sinn. Das ist super. Mama, ich bin jetzt Fußballkultur-Fest. Das ist doch schön, Uli, oder? Dass wir jetzt auch Fußballkultur sind.

Du sagst, ihr seid nicht nur für den Klub zuständig, aber ich glaube, so eine gewisse persönliche Affinität ist schon vorhanden, oder?

Dadurch, dass wir ja in Nürnberg sitzen und alle Klubfans sind und bei mir persönlich natürlich auch, leide ich sehr viel mit diesem Verein.

Über den wir auch ein bisschen sprechen heute in einer Nebenrolle. Wir müssen, wir machen mal, entwerfen ein Programm, wie immer das von uns gewohnt ist.

Wir sprechen über den Fußball der Frauen, über den Fußball der Männer und sehr viel über uns, vielleicht über Portugal.

Und dann machen wir noch irgendwelche Top 3, die ich mir...

Obwohl, der Kolotz ja heute nicht da ist.

Ja, ich finde, man muss diese schwachsinnigen Traditionen bewahren, auch wenn der Erfinder dieser Traditionen nicht da ist.

Wollen wir gleich mal über den Fußball der Frauen sprechen?

Wir nehmen auf am Montag um, keine Ahnung, 13.48 Uhr ist es jetzt, 18. Dezember, noch sechs Tage bis Weihnachten.

Da würde der Kolotze jetzt fragen, was die Top 3 Weihnachtsgeschenke sind.

Hat er, glaube ich, auch schon mal.

Aber am Sonntag, 18.30 Uhr, fand ein Fußballspiel im Max-Morlaug-Stadion statt.

Der 1. FC Nürnberg gegen den FC Bayern München.

Und es endete 1 zu 1, eine Weltsensation.

Und du warst vor Ort, Uli, und hast...

Ja, du wolltest es nicht, ne?

Ich, ähm...

Du hast gesagt, ah, kalt und äh und äh und...

Ja.

Ne?

Ja.

Das ist hart formuliert, aber auf jeden Fall war ich nicht da, sondern hab's im Bezahlfernsehen angeguckt und war begeistert.

Und du hast auf der Pressetribüne gepöbelt, hast du mir gerade...

Ja.

Also erst mal war's wirklich kalt.

Mhm.

Insofern, aber, äh, sag ich mal, sie haben die Herzen erwärmt.

Mhm.

Ja.

Schön.

Schön, ne?

Ja.

Ja, ich bin, äh, zu meinem eigenen Entsetzen irgendwie dann, bin ja da inzwischen relativ, äh, gechillt und vielleicht auch ein wenig abgestumpft.

Das ist, glaube ich, das bessere Wort, ja.

Nach 30 Jahren, und gestern war ich dann wirklich richtig emotional am Schluss, als dann vor allem noch diese 10-minütige...

Ja, ach, ich wollte den...

Die 10-minütige Nachspielzeit angezeigt wurden.

Wie hieß die Schiedsrichterin?

Weil es...

Sina, Sina Dickmann.

Ja, die sollte auch wirklich, lass mal, nie wieder Fußballspiele pfeifen.

Ähm, das war eine einzige Katastrophe.

Naja, sie hat ein paar Meter gegeben, ne?

Aber ich glaube, das hat sie dann selber ein bisschen schlechtes gewesen gehabt und hat dann gedacht am Schluss, dann hauen wir doch mal 10 Minuten Nachspielzeit drauf, die wirklich, also objektiv betrachtet nicht gerechtfertigt waren.

Und es gab ein paar Unterbrechungen, okay, 5-6 Minuten gehe ich mit, aber 10 Minuten ist schon, das war schon...

Ja, 4.000 ZuschauerInnen waren da, mehr sogar, glaube ich.

21 davon vom FC Zabo Eintracht.

Wo zufälligerweise deine Tochter für gute Stimmung gesagt haben.

Ja, ich überlege gerade, wie lange wir es schaffen, unsere Gäste nicht zu Wort kommen zu lassen, sondern das jetzt einfach...

Wie lange war es beim Osman?

Beim Osman waren es ungefähr zwei Sekunden und dann hat er die erste Beleidigung rausgehauen.

Kam gut an übrigens, Grüße an dieser Stelle.

Also, falls du uns hier heute beleidigen willst, damit ist dir die Gunst des Publikums sicher.

Der FC Bayern geht 1-0 in Führung nach sechs Minuten und einem Torwartfehler.

Ja, muss man wohl so sagen. Das sah etwas unglücklich aus.

Chrissi Krammer, die aber ansonsten eine überragende Saison spielt.

Ja, dann hat sie das wirklich mehr als Wett gemacht, aber die Situation war da schon sehr unglücklich.

Einen Freistoß, den sie irgendwie so volleyballmäßig irgendwie...

Hast du dir das Spiel angeguckt?

Auch nur die Highlights.

Auch nur die Highlights, ja. Okay. Da gab es aber ja doch einige.

Es war schön zu sehen.

Ja, tatsächlich. Ja, Uli, Entschuldigung.

Alles gut. Ja, den Freistoß, den sie ein bisschen Volleyball-Manier dann zu Lea Schüller gebaggert hat.

Und die musste den dann nur noch über die Linie drücken, ins leere Tor.

Und dann denkt man...

Und dann denkt man, es nimmt halt den Lauf, den man befürchtet hat vielleicht oder erahnt hat.

Früher Rückstand und dann kennt man ja von den Männern, dass dann oft ganz schnell in ganz wenig Zeit passiert.

Ja.

Aber sie haben sich dann... Gut, das muss man den Bayern natürlich vielleicht...

Das muss man sich vorwerfen lassen, dass sie bis zur Halbzeit natürlich das Ding schon klarer gestalten können.

Also sie waren schon die dominante Mannschaft und hatten schon ein paar Chancen.

Ja, mit dem 0-1 zur Pause waren wir, glaube ich, ganz zufrieden, dass es nicht höher war.

Verfolgst du den Fußball der Frauen in Nürnberg genauso intensiv wie den der Männer oder hast du da ähnlichen Nachholbedarf wie wir Clowns?

Seit letzter Saison verfolge ich die Frauen dann doch mehr.

Es macht ja auch Spaß.

Ja, tatsächlich.

Gestern war es mir auch zu kalt, muss ich gestehen.

Sonst wäre das natürlich ein sehr, sehr schönes Fußballspiel gewesen, zu anschauen.

Aber es ist einfach beeindruckend, wie die Mädels das da machen und was sie für Leistungen abrufen.

Es ist unglaublich schwer in der ersten Liga Fuß zu fassen, gerade mit dem Etat, den sie haben.

Und wenn man sieht, das erste Spiel gegen Bremen, die Bremerinnen sind seit Jahren in der Liga.

Da war dann doch der Unterschied da, aber es ist eng.

Sie haben es in der eigenen Hand, dass sie drinbleiben können.

Und ich hoffe, dass ich in der Rückrunde dann doch nochmal ins Stadion komme.

Warst du schon mal im Stadion dieses Jahr gegen Werder?

Gegen Werder.

Weil es auch ein ehemaliger Herzensverein oder ein Herzensverein von dir ist.

Oder hast du nicht mal bei Werder Bremen?

Genau, ich habe mal für die Frauen auch mitgearbeitet.

Und das konnte ich mir dann natürlich nicht entgehen lassen.

Und stand aber leider sehr lange, wie sehr viele, an der Getränke und an einer Bierkasse.

Aber ich hoffe jetzt einfach drauf, dass ich dann in der Rückrunde nochmal ins Stadion komme.

Man kommt jetzt auf jeden Fall schneller an Bier und an Essen.

Das habe ich getestet in zwei Partien.

Gegen Hoffenheim und gegen Frankfurt war ich da.

Und wir hoffen nicht erst zur Rückrunde, weil es steht ja noch ein Vorrundenspiel aus.

Das heißt, im Januar ausgetragen wird und das dürfte ziemlich wichtig sein.

Gegen Duisburg.

Gegen das Schlusslicht.

Da könnte man einen ganz großen Schritt machen.

Ja, das ist ja gemarhte Wiesen eigentlich.

Also schon nichts anderes als ein 4 zu 0 erwarte ich da.

Hat ja ganz interessant, auf Twitter hat irgendjemand schon vorab gesagt.

Bist du noch auf Twitter?

Ja, ich bin immer noch auf Twitter.

Ihr seid beide noch auf Twitter.

Ich bin der Einzige, der da weg ist.

Ja, der ist geflüchtet.

Seitdem ist Twitter auch tot.

Ja, aber noch nicht genug anscheinend, wenn ihr euch da noch rumtreibt.

Aber irgendjemand hat getwittert, dass die Klubfrauen ja praktisch in der Favoritenrolle waren,

weil sie in der Vorbereitung gegen Ajax Amsterdam gewonnen haben und Bayern ja nur unentschieden

gespielt hat.

Ja.

Und?

Dann doch ein enttäuschendes 1 zu 1, das da in der zweiten Halbzeit noch zustande...

Eigentlich hätten wir es gewinnen müssen.

Wenn du den Frauenfußball bei Werder Bremen, wann war das, als du den kennengelernt hast?

2018.

2018, also vor fünf Jahren.

Ist da schon eine Veränderung zu heute zu erkennen, zu grundsätzlich, was den Fußball

der Frauen betrifft?

Ich meine mal mit Blick auf das Umfeld, in dem sich der inzwischen bewegt.

Er bekommt endlich mehr Aufmerksamkeit.

Also das merkt man ja auch.

Die Spiele werden übertragen.

Die Fans kommen in größeren Zahlen als noch vor fünf Jahren.

Es wird auch immer beliebter.

Also ich habe es gerade schon im Vorgespräch gesagt, mein Papa sagt, er guckt lieber Frauenfußball,

weil da der Fußball auch schöner ist.

Es gibt allerdings auch immer noch viele, die sagen, das Niveau ist aber nicht so berauschend

und sowas und das dann denken, ins Internet schreiben zu müssen.

Aber das gibt es überall.

Ja.

Stimmt, sagt man bei uns auch mitunter.

Aber gerade so Frauenfußball, was die leisten, ist einfach beeindruckend.

Also nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben.

Und das noch ein bisschen weiter zu pushen und die Anbedeutung zu stärken, ist einfach

wirklich wichtig.

Macht da die Deutsche Akademie für Fußballkultur was in der Sache oder habt ihr da auch noch

ein bisschen Luft nach oben?

Also merkst du, dass das auch in eurer Arbeit mehr Raum einnimmt, der Fußball der Frauen?

Ja, man merkt einfach, dass viele unserer Mitglieder sich auch mehr damit beschäftigen.

Podcasterinnen.

Dass das einfach immer mehr Thema wird, das merken wir schon auch und auch für uns, dass

wir ihn mehr verfolgen.

Ja.

Das ist tatsächlich ein Thema, über das ich auch noch sprechen wollte.

Passt jetzt wahrscheinlich nicht rein, aber da ich es sonst wieder vergessen werde.

Es gibt, wie du gerade gesagt hast, Podcasterinnen.

Es gibt Podcasts, die speziell den Fußball der Frauen behandeln.

Der Rasenfunk zum Beispiel macht das.

Ist es immer noch nicht Normalität, erstens, dass der Fußball der Frauen behandelt wird,

aber zweitens und vor allem, dass Frauen im Fußball mitsprechen und ja, also ich hoffe,

du verstehst, worauf ich hinaus will.

Also ich darf jetzt hier ja auch mit über Fußball sprechen.

Ja, aber selten sitzen hier Frauen, das ist das Problem und wir haben tatsächlich dann

schon mehrmals angefragt.

Manche wollen einfach nicht mit uns reden, was ich verstehen kann, aber es ist gar nicht

so leicht, jemanden zu finden und oder muss das überhaupt sein, die weibliche Perspektive

auf den Fußball oder ist es nicht ein und das Gleiche, egal ob Männer oder Frauen über

Fußball sprechen?

Ich finde die weibliche Perspektive schon sehr wichtig, weil Frauen einfach nochmal andere

Themen mit reinbringen aus den eigenen Erfahrungen, die ihr als männliche Sportjournalisten

einfach nicht auf dem Schirm haben habt.

Zum Beispiel?

Zum Beispiel die Schwierigkeit, klar wisst ihr über die Schwierigkeit, wie es ist, als

gleichzeitig zu spielen und zu studieren oder noch nebenbei zu arbeiten.

Für Frauen ist das eigentlich völlig normal, ob das jetzt Care-Arbeit ist oder dann eben

in der Arbeit, dann auf dem Platz bei den Spielerinnen und auch einfach einen anderen

Blickwinkel auf die Themen haben zu können.

Frauen stehen, das merkt man ja, es gibt so gute Expertinnen heute, die die Chance kriegen,

auch endlich on air mitzusprechen, über den Fußball zu schreiben und da ist es egal, ob

es dann der Männerfußball ist oder der Fußball der Frauen.

Und die zu Wort kommen zu lassen ist einfach wichtig.

Ja.

Und eine Aufgabe, die noch nicht wirklich fertig ist, oder?

Ja, wenn man dann Joey Barton hört, der sagt, nee, wir brauchen keine Frauen als Reporterinnen,

die haben mehr oder weniger keine Ahnung, dann weiß man, da ist noch ein sehr, sehr, sehr,

sehr langer Weg.

Ja.

Oder auch nur die Twitter-Kommentare bei Claudia Neumann.

Kommentatorinnen, genau.

Ja.

Da ist noch viel Luft nach oben.

Da ist noch viel Luft nach oben.

Ich habe es mir am Wochenende jetzt gedacht, als in den deutschen Stadien gegen die grandiose

Idee der DFL protestiert worden ist, sich an einen Investor zu verkaufen.

Und da hieß es, glaube ich, in der Mitteilung auch, dass der sogenannte zwölfte Mann nicht

gehört worden ist.

Es dauert auch noch ein bisschen, bis da die zwölfte Frau auch noch damit gedacht wird.

Weil man jetzt immer mehr hört, die Jungs und Mädels auf den Rängen.

Ja, das stimmt.

Das stimmt, tatsächlich.

Das mit dem Dach derben mit gesehen werden, finde ich schon sehr schön.

Also das ist mir jetzt auch am Samstag mit aufgefallen.

Das ist ja auch schon mal was, dass nicht nur die Fußballfans männlich sind, sondern

da auch gesehen wird, ja, es sind genug Frauen im Stadion.

Ja, okay.

Wir kommen bestimmt noch mal darauf zurück, aber ich würde trotzdem nach dieses Spiel

zu einem Ende bringen.

Die zweite Halbzeit war dann plötzlich…

Ja, man hatte so ein bisschen das Gefühl, klar, Bayern im Champions League Stress.

Zwei Spiele gegen Ajax, davor und danach.

Und man hatte so ein bisschen das Gefühl, sie versuchen es halt so über die Bühne zu

bringen, so nach dem Motto, irgendwann fällt das zweite Tor schon.

Und dann kam doch relativ überraschend der Elfmeter.

Ja, war es einer, Felicitas?

Du hast das Highlight gesehen.

Ich würde bei den Klubfrauen nie mehr sagen, dass es kein Elfmeter war.

Okay, Grüße an Osman.

Ja, okay.

Kann man fragen, ich muss ein Elfmeter.

Ja, okay, also klar der Elfmeter, den es da gab.

Und dann…

Hat sie den sehr schön verwandelt.

Ja.

Hat dann auch nachher in der Mixzone erzählt, dass sie sich sofort den Ball geschnappt hat

und ihre Gegenspielerin noch einig versucht hat, den Elfmeterpunkt kaputt zu drehen.

Ja, es hat mich empört.

Also ich saß daheim und schaute dieser, wie heißt die, eine Engländerin.

Dann ist das, oder?

Die das gemacht hat.

Wahrscheinlich gibt es da überhaupt keine.

Doch, Stenway.

Georgia Stenway.

Ich hoffe mal, dass es Engländerin ist.

Die maltretierte da gefühlt zehn Minuten lang den Elfmeterpunkt.

Und es protestierte wieder mal niemand von den Nürnbergerinnen so richtig,

sondern man hat es hingenommen.

Ja, Medina Riesig hat dann gesagt, es war ihr mehr oder weniger egal.

Sie wusste, egal was die da jetzt macht, sie haut das Ding jetzt rein.

Das hat sie dann sehr souverän gemacht.

Eine typische FC Bayern-Aktion.

Ich fand überhaupt das Auftreten teilweise sehr fragwürdig.

Also das Trainerteam des FC Bayern, die standen gefühlt das komplette Spiel irgendwo im Spielfeld

und waren nur am Lamentieren und nur am Schimpfen und nur für die Offizielle einzureden.

Also das fand ich ganz furchtbar.

Wie jeder andere Verein, da wird man halt mal auf die Tribüne geschickt

oder kriegt mal eine Ermahnung.

Als dann Clubtrainer Thomas Ostendorp sich auch mal erhoben hat, kam sofort jemand

und hat ihn da zurechtgewiesen.

Also ich fand das schon, habe ich dann auch lautsteig kundgetan da oben.

Ja.

Da war mir dann ein wenig peinlich.

Mehr Pöbeln auf der Pressetribüne.

Ich würde auch mal was sagen.

Pöbelst du im Stadion?

Ja.

Ja.

Ja.

Sehr gut.

Deine Top-3-Beleidigungen, das wäre jetzt wahrscheinlich sehr gemeint.

Pöbelst du eher gegen die andere Mannschaft oder gegen Schiedsrichter, wie wir es hier immer machen?

Gegen alles und jeden.

Gegen alles und jeden.

Eigene Spielerinnen, alles.

Okay.

Finde ich sehr sympathisch.

Also wie gesagt, wir dürfen hier beschimpft werden, hat Oßmann letzte Woche nochmal unter Beweis gestellt.

Perfektioniert, würde ich sogar sagen.

Er hat es perfektioniert, ja.

Also ich war dann sehr froh, als ich nicht hier war bei dem Podcast.

Das war sehr schön.

Wir waren sehr froh, als es vorbei war, aber es hat den Menschen gefallen.

Sie sehen es gerne oder hören es gerne, wenn wir fertig gemacht werden.

Man kann es, das ist ein kleiner Werbeblog, man kann es sich uns wieder live anschauen,

haben wir vielleicht schon mal erwähnt, am 17. Januar.

In Pegnitz, in der Böheimbrauerei.

Aber es gibt nur noch vier Karten.

Also man muss schnell sein.

Hast du dir schon eine gekauft?

Nee, niemand fährt.

Ohne Auto nach Pegnitz ist das nicht schwierig.

Es geht, aber ich habe recherchiert und man kommt sogar mit der S-Bahn wieder nach Hause um 22.

Es ist noch ein Verkehrsverbund.

Losraum in Nürnberg.

Also überleg es dir.

Es geht los um 19 Uhr, glaube ich.

Und wir machen unseren Vorrundenrückblick.

Und da ja dann wahrscheinlich wieder keine Tondatei existiert, muss man das eigentlich live vor Ort sehen,

wenn man wissen will, was wir über diese Vorrunde denken, der Frauen und der Männer.

Ja, 1-1.

Sehr wert bin ich heute unterwegs.

Das stringent sind wir gerade nicht in unserer Spielanalyse.

Nee, aber wir steigern uns von Spiel zu Spiel.

Ja, 1-1.

Und danach hat man so das Gefühl, FC Bayern war so ein bisschen irritiert,

weil das in den Planungen nicht vorgesehen war, ein Gegentor zu kriegen.

Und dann hatten sie aber wirklich keine richtigen Lösungen mehr.

Also sind dann mehr oder weniger angerannt und waren natürlich immer noch Feldüberlegen.

Aber so richtig eingefallen ist ihnen nichts mehr.

Und die Klubfrauen haben das halt schon sehr leidenschaftlich dann verteidigt.

Also haben auch richtig gemerkt, wie ihnen das Selbstvertrauen nochmal gegeben hat.

Und haben es dann meiner Meinung nach auch, hatten sogar schon ansatzweise ein paar Chancen,

bei Kontern vielleicht sogar noch das Zweite zu machen.

Gut, das wäre dann vielleicht ein bisschen zu viel des Guten gewesen.

Na, auf keinen Fall.

Gegen den FC Bayern gibt es keinen zu viel des Guten.

Haben sie dann aber wirklich mit viel Herzblut und mit viel Engagement,

so wie man sie halt auch kennt, haben sie dann diesen Vorsprung selbst über diese,

schon bereits erwähnte, 10-minütige Skandal.

Ja, da kannst du den Namen der Schiedsrichterin nochmal sagen.

Sina Dickmann, aber der Name gefällt mir eigentlich.

Ja.

Hat halt Eier nicht aus, Meier nicht ausschreiben können und deshalb Mann genommen, aber gut.

Ja, also damit ist der Klassenverbleib safe.

Können wir jetzt hier auch schon mal verkünden.

Es fehlt jetzt bloß noch der Sieg, zwei Siege gegen Duisburg und einer gegen Leipzig im Rückspiel.

Und dann war es das, ja.

Nein, das war wirklich ein Bonuspunkt, ich glaube, den musste man jetzt nicht auf der Rechnung haben.

Ja.

Und wenn man dann noch ein paar so Bonuspunkte vielleicht irgendwie mal holt

und diese Spiele gegen Duisburg und Leipzig dann vielleicht gewinnt,

dann schaut das doch gar nicht so schlecht aus.

Ja.

Hast du Osman noch getroffen im...

Ja, natürlich.

Er hat mich noch darauf hingewiesen, das darf ich sogar zitieren,

dass der Klub gegen die Bayern in der Bundesliga noch nie verloren hat.

Das stimmt.

Ja.

Perfekte Bilanz.

Und ich muss dann bei meiner Tochter Abbitte leisten,

die nämlich auf der Hinfahrt zum Stadion mir erzählt hat,

dass das Spiel 1-1 ausgeht.

Und ich habe dann gesagt, naja, also sei aber nicht enttäuscht,

wenn es vielleicht dann halt...

Was wiederum ein Argument ist für mehr Frauen in Fußballpodcasts und in der Fußballanalyse.

Also ich bin eindeutig in der Familie nicht derjenige mit dem meistens Fußball-Sachverstand.

Ja.

Ja.

Trost.

Aber ich glaube noch ganz kurz...

Ja, bitte.

Was das Spiel so besonders gemacht hat, klar, das war jetzt der erste Heimpunkt

und das war ein Derby, das erste Bundesliga-Derby.

Und vor allem, glaube ich, haben sie aber einfach begriffen,

dass sie halt nicht aus Zufall in der Bundesliga sind.

Ja.

Und das war, glaube ich, so ein kleiner Befreiungsschlag auch,

was wir einfach gemerkt haben.

Ja, wir können auch selbst mit einem FC Bayern,

Medina Dessi, ich meine ja dann eine der fünf besten oder vier besten Mannschaften der Welt.

So ist es.

Selbst mit denen kann man halt mithalten irgendwo.

Braucht für sich ein bisschen Glück und braucht so dieses berühmte Momentum,

aber sie müssen sich vor keiner Mannschaft verstecken.

Ja.

Und ich glaube, das war so das Wesentliche an dem Spiel,

dieses Bewusstsein, wir können es doch und wir können damit halten.

Ja.

Traust du ihnen den Klassenverbleib zu?

Ja.

Ja.

Weil?

Ganz klar, weil sie es sich verdienen.

Ja.

Und das einfach sich erkämpfen werden und mutig bis zum Schluss spielen.

Ja, ein super Slogan.

Den müsste mal jemand auf T-Shirts oder auf Haut drucken.

Ja.

Und ich glaube einfach, dass der Zusammenhalt jetzt dann,

vielleicht auch durch das Spiel jetzt gegen die Bayern,

nochmal wächst und auch das eigene Selbstvertrauen,

wie du gerade gesagt hast, Uli.

Und sie ist dann irgendwie über den Strich schaffen.

Ja, wie man es dann auch gesehen hat nach dem Spiel,

wie sie da zusammen gefeiert haben.

Und man sieht da einfach, das ist ein Mann.

Also das klingt jetzt so floskelmäßig,

aber es ist halt wirklich ein Team.

Und wenn du dann siehst, wie eine verletzte Lea Paulik,

die Christine Krammer irgendwie in den Arm nimmt

und ihr da Mut zuspricht oder Trausten musste sie ja dann nicht mehr,

ist ja alles gut gegangen.

Aber das zeigt schon, dass da wirklich ein großer Teamspirit ist,

auch wenn die Mannschaft ein bisschen verändert ist zum letzten Jahr.

Und das könnte halt schon viel wert sein.

Christine Krammer übrigens eine von drei Österreichern in der Mannschaft.

Ja, hast du gelernt das letzte Mal?

Grüße.

Weißt du, für wen Medina Desic aufläuft in der Zahnmannschaft?

Mache ich einen auf Osman.

Weißt du, Bosnian-Herzegowina?

Fast.

Mist.

Montenegro.

Montenegro.

Und ist sie Nationalspielerin aktuell?

Ja.

Das heißt, sie geht auch immer auf Länderspielreisen.

Bestimmt.

Du schaust jetzt aber nicht mehr so überzeugt aus,

bevor ich die Frage gestellt habe.

Die war ja auch verletzt.

Mal nachschauen, was das letzte Länderspiel war.

Wer es besser weiß, schreibt uns.

Und 4000 ZuschauerInnen finde ich jetzt auch mal ein ordentliches.

Mootwind.

Wobei auf die ganz rechts hätten wir auch verzichten können.

Es gab sogar ein bisschen Gepöbel für ein Frauenspiel.

Die Bayern-Fans?

Die Bayern-Fans haben sich dann so mit den Club-Fans im Nebenblock so ein bisschen mal,

gaben auch ein paar durchaus rüde Fouls von Bayern.

Und da gab es dann auch so ein kleines Wortgefecht, wie man es halt bei den Männern kennt.

Welche Mannschaft ist dir die unsympathischste im Weltfußball?

Wir diskutieren gerade schon etwas länger über diesen anderen Verein.

Ich wusste jetzt nicht, ob man als Akademie der Fußballkultur,

ob man da auch Feindbilder hegen und fliegen darf.

Naja, Pöbeln gehört ja dazu.

Also das ist ja Fußballkultur.

Solange es nicht beleidigend wird, solange es nicht rassistisch wird,

solange es nicht sexistisch wird, gehört Pöbeln doch zum Fußball mit dazu.

Wie sind da deine Stadion-Erfahrungen?

Wir hatten ja mal hier diese Sendung mit Elia,

der so seine Perspektive oder seine Erlebnisse geschildert hat.

Ist es inzwischen normal und entspannt als Frau ins Stadion zu gehen?

Also ich hatte noch nie schlechte Erfahrungen als Frau.

Klar, irgendwie so ein blöder Spruch mal von der Seite, den kriegt man immer.

Das schon, aber ansonsten waren immer alles wirklich nett.

Wir waren früher mit meiner besten Freundin, ihrer Mama und ihrer Schwester zu viert als vier Frauen

jahrelang oben auf der Gegenrade gesessen und das war immer grandios.

Okay.

Aber ich glaube, es ist halt gegen gerade.

Also auch nochmal was anderes, ob man dann wirklich als Frau im Fanblock steht oder nicht.

Ja.

Deswegen, ich hatte bisher nur gute Erfahrungen, auch im Ausland, wenn ich da im Stadion war.

Du beschäftigst dich auch so ein bisschen mit Fan-Tum und sowas.

Wie schätzt du das ein?

Frauen in Ultra-Gruppen ist das nach wie vor so ein Minderheiten-Ding auf jeden Fall natürlich.

Aber tut sich da was oder ist das auch noch?

Doch, da tut sich schon auch viel.

Ich bin ein Teil des Netzwerks Frauen im Fußball, Finn.

Und da sind auch einige weibliche Ultras mit dabei, die teilweise zu kämpfen haben, klar.

Die Fan-Projekte machen auch genug und tolle Arbeit auch für Mädels in den Fanszenen.

Ich glaube, es kommt auch immer sehr, sehr stark auf den Verein an.

Also es gibt die Negativbeispiele wie Hansa Rostock und dann gibt es positive Beispiele.

Ich glaube, das ist einfach, wie sich die Fanszene selber sieht, wie die Fanszene an sich aufgestellt ist.

Ja, auch da gibt es einen Podcast vom Millan Thun FC St. Pauli.

Ich glaube, der heißt Female St. Pauli oder so, wo immer mal wieder Frauen aus der Fanszene sich vorstellen.

Kann man sich überall anhören, wo es einen Podcast gibt und ist auch sehr, sehr interessant.

Noch was zu dem Spiel?

Ich weiß es nicht.

Zum Leben?

Zum Leben.

Oder gehen wir schon mal zum Spiel?

Gehen wir zu dem, haken wir das schöne Thema ab und gehen zum anderen.

Es war ja auch nicht unschön, das andere.

Nein, es war nicht unschön.

Vom Ergebnis her war es halt nicht so schön.

Ein 0 zu 2 gegen den Hamburger SV.

Wir machen unseren Vorrundenrückblick erst in Pegnitz.

Aber bist du cool mit der Vorrunde des 1. FC Nürnberg?

Vollkommen.

Ja, weil...

Also ich hätte es nicht erwartet, dass man mit 24 Punkten aus der Vorrunde rausgeht.

Nach den letzten Jahren.

Ich finde den Trainer unglaublich sympathisch.

Was der aus dieser Mannschaft holt, ist spannend.

Also man weiß, ich schwanke immer noch so zwischen, war die gute Phase einfach eine sehr, sehr gute Phase oder wie geht es jetzt weiter.

Aber alleine spielerisch macht es einfach viel mehr Spaß.

Endlich kann man die Spiele wieder gucken und sagen, ach ja, das ist guter Fußball.

Damit vertrittst du die Mehrheitsmeinung im Podcast.

Und deswegen bin ich völlig zufrieden mit der Hintergrund.

Diese Ausreißer hätten nicht sein müssen.

Ja.

Die hohen Niederlagen hätten nicht sein müssen.

Aber...

Vielleicht gehört das einfach dazu, auch zu diesem Stil, dass dann mal ein paar Dinge komplett in die Hose gehen oder so.

Ja, ich habe mich öfter gefragt, ob das jetzt eigentlich noch mein Club ist, den ich da anschaue.

Dann kam wieder so ein Spiel und dann dachte ich, das ist er.

Er hat sich wieder in Erinnerung...

Entwarnung.

...in Erinnerung gerufen.

Was war das für ein Spiel am Samstag?

War das eins, mit dem du okay warst oder du hast nicht so viel sehen können?

Gegen den HSV kann man verlieren.

Es hätte auch anders ausgehen können, wenn einer von diesen Schüssen reingegangen wäre, die dann an die Latte gegangen sind.

Also Okonuki war das mit dem Lattentreffer, der dann an die...

Hayashi.

Hayashi war es, genau.

Der dann an die Unterlatte knallt und dann rausspringt.

Die Goller-Chance hätte er auch machen können.

Die obligatorische, wir haben es letzte Woche eingeführt.

Ich musste wirklich genau in dieser Szene an den letzten Podcasts sagen, wo du singemäß sagtest,

das Spannende ist ja, man weiß ja, dass er scheitert, wenn er allein auf dem Tor zu läuft,

aber es ist immer wieder spannend, wie er scheitert.

Diesmal ließ er sich noch einfangen.

Das ist immer schöner gescheitert mit dem Lattenschuss.

Ja, das stimmt, aber es war halt wieder ein Scheitern.

Und ich bin im Benny-Goller-Fan-Club inzwischen, weil er ja trotzdem immer wieder in diese Situationen kommt.

Deshalb ist es überhaupt nicht despektierlich gemeint, obwohl es despektierlich ist.

Vor allem hätte er in der Szene, ich weiß nicht, warum er dann einfach sein Tempo weiter ausnutzt und sich den Ball einfach weiter vorlegt.

Ich glaube, weil die Hamburger auch so schnell waren.

Wollen wir von Anfang an durch das Spiel gehen?

Ich sehe, Felicitas hat Notizen dabei, was wir sonst nur von Uli Dickmeier kennen.

Sehr gut, mit allen Chancen.

Ich aber, ich auch.

Ach komm.

Sechs neue in der Startformation?

Wart ihr davon überrascht?

Ne.

Johannes Geis war in der Startformation.

Johannes Geis war natürlich schon überraschend.

Ja.

Das ist auf jeden Fall.

Und bei den anderen hat es sich angedeutet, Kastrop und Usun, dass sie vielleicht wieder ausfallen.

Ja.

Aber dann Geis war schon die Überraschung.

Und hätte fast die Geschichte des Spiels geschrieben mit seinem Pfostenschuss.

Wenn der reingeht, dann hätten wir alle die große, die beste Geis aller Zeiten geschrieben.

Das ist eine 27. Minute überraschend.

Der Trainer hatte den Eindruck, es passt für dieses Spiel, hat Dieter Hecking danach gesagt, zur Startelf-Nominierung von Johannes Geis.

Glaubst du, Johannes Geis spielt in der Rückrunde noch Fußball für den 1. FC Nürnberg?

Ich glaube nicht.

Du glaubst nicht?

Ich glaube nicht.

Uli?

Also man hat ja auch in dem Spiel wieder gesehen, was man an Johannes Geis hat und was man an Johannes Geis nicht hat.

Ja.

Da waren schon auch einige Szenen wieder, wo man halt dann schon weiß, warum er halt in letzter Zeit nicht mehr so viel gespielt hat.

Und man muss jetzt ehrlicherweise sagen, dass Florian Flick die letzten Spiele das auch nicht so wirklich überragend gemacht hat.

Oh Gott, jetzt haben wir ein Sechser-Problem.

Nein, der ist auch noch jung. Der war lang verletzt. Also das ist vielleicht auch normal, dass man in so ein kleines Formtief kommt.

Und ich glaube aber auch eher, dass die Zukunft von Johannes Geis nicht in Nürnberg liegen wird.

Das erste Mal seit dem zweiten Spieltag hat zumindest der Sky-Moderator behauptet, stand er in der Startelf.

Ich habe das dann ungeprüft übernommen und werde das hier auch weiter transportieren.

Aber kriegt man den denn los, so einen Spieler, Johannes Geis? Also los, ja.

Kommt drauf an, was er vielleicht auch bereit ist, ein bisschen Abstriche zu machen, finanziell.

Hättest du einen Verein?

Ich denke schon, dass es einen Markt gibt.

Nee.

Nee.

Einen Verein nicht.

Das ist mir auch schwierig vor.

Aber in Deutschland sehe ich ihn jetzt auch nicht. Aber es gibt ja auch noch.

Es gibt im Ausland ja ein paar.

Genau.

Er hat ja Auslandserfahrung wahrscheinlich. Spanien.

Saudi-Arabien.

Ja, oder Österreich.

Ah, okay.

Da wäre die Sprachbarriere vielleicht auch nicht.

So, ja, okay.

Also wir...

Aber man muss, um das noch abschließend, man muss ihm schon zugutehalten, er hat sich schon reingekaut.

Also wo er diesen einen Block da macht mal gegen Glatzl.

Ich kann dir die Minute sagen.

Echt?

Mit Hübner abfeiert irgendwie.

Also kann ich mir jetzt sicher nicht vorwerfen, dass er da nicht alles gibt.

Aber merkt man.

Nee, ich kann es dir doch nicht sagen.

Doch, 66.

Von der Dynamik und vom Zweikampf her.

Ja, aber es hat tatsächlich gepasst gut zum Nürnberger Spiel, die es immer wieder geschafft haben.

So habe ich das zumindest am Fernseher den Eindruck gehabt, das Spiel so zu verlagern,

dass das sogenannte Pressing des HSV irgendwie ins Leere lief.

Und dann lief halt auf der rechten Seite Goller immer alleine in Richtung Tor.

Also war schon ein okayer Ansatz, den Christian Fjell da gewählt hat, oder?

Ich finde auch, sie wurden schneller.

Also das merkt man schon auch, dass die ganze Mannschaft schneller umschalten kann,

dass die Beiverlagerungen besser ankommen.

Und dann einfach geschwindigkeitsmäßig das doch angenehmer zu schauen ist als noch letztes Jahr.

Ja, es ist alles angenehmer als letztes Jahr da.

Gut, Grüße an Markus Weinzierl.

Hat der jetzt eigentlich schon wieder einen neuen Job?

Nee, ne?

Nicht, dass ich wüsste.

Bis darauf, dass einer bei der Fränkischen Landeszeitung so heißt und ich jedes Mal erschrecke,

wenn ich den Namen lese.

Robert hat einen neuen Verein, ne?

Dein Kumpel.

Rapid, ja.

Das erste Spiel hat er gewonnen und danach habe ich ihn aus den Augen verloren.

Weißt du da mehr, weißt du, wie die Bilanz von...

Nee, ne?

Nee.

Ja.

Du, Uli?

Nee.

Nee.

Googelt.

Ergebnisse.

In der sechsten Minute hatte der HSV die erste Chance nach einer Ecke und Yatta traf aus

zu spitzen Winkeln nicht ins Tor.

Und nach acht Minuten schoss dann Hayashi mal aus Elfmetern Wolli drüber.

Und es entwickelte sich doch ein sehr okayes Spiel auf Augenhöhe, oder?

Ja.

Also ich habe mich geärgert dann eigentlich eher.

Also ich muss gestehen, das zweite Tor habe ich nicht mehr gesehen, weil ich ein bisschen

eher, ich war privat da und ein bisschen eher gegangen bin wegen einer Weihnachtsfeier.

90 plus 7 ist das Tor.

Ja, da war ich kurz vorm Auto.

Ja.

Okay.

Und habe dann erstmal gedacht, das ist der Ausgleich, weil doch recht lauter Jubel zu

hören war.

Mhm.

Und habe dann einfach nach einem Blick aufs Handy festgestellt, dass es dem nicht so ist.

Aber ich habe mich schon ein bisschen geärgert, weil es wirklich ein Spiel ist, das du nicht

verlieren musst.

Und außerdem hätte es mich sehr gefreut, einfach vielleicht, wenn Tim Walter nach dem Spiel

rausgeflogen wäre.

Ja.

Grüße.

Ja, Grüße.

Und ja.

Deine Meinung zu Tim Walter?

Ich bin ja hin und her gerissen, weil ich finde es ja cool, dass er eine eigene Idee

vom Fußball hat so und halt ein bisschen wahnsinnig Fußball spielen lässt und auch so wahnsinnig

neben des Platzes daherkommt.

Deshalb er regt mich sehr auf, aber andererseits finde ich es auch okay.

Ich bin froh, dass ich nicht mit ihm arbeiten muss.

Ja.

Oder Pressekonferenzen.

Das finde ich auch spannend, ja.

Von ihm.

Moderieren soll.

Ja.

Oder auch als Journalistin drin sitzen muss.

Ja.

Ja, aber er darf wahrscheinlich bleiben jetzt, oder?

Da langt er Sieg in Nürnberg, um sich das zu.

Wo waren wir stehen geblieben?

Dass man das Spiel hätte gewinnen können.

Ah ja, stimmt.

Also 20. Minute Goller allein aufs Tor eingeholt.

Das war die Goller-Chance.

Hast du dir noch mehr Dinge aufgeschrieben auf deinen klugen Zetteln als ich auf meinen?

Dann kriegen wir das Spiel diesmal vielleicht.

Also ich habe gefühlt nichts aufgeschrieben.

Also ich habe nicht gefühlt, ich habe nichts aufgeschrieben.

Aber gefühlt irgendwie noch 10 Halbchancen von Hayashi im Kopf, der immer mal wieder in Position gebracht wurde und dann aber immer irgendwelche seltsamen Zeitfallzieher oder sonstiges versucht hat.

Ja.

Ich habe nochmal gedacht, hättest du vielleicht einen Robert Glatzl in der Mannschaft, der halt dann einfach auch nicht viel gemacht hat.

Aber wenn du in der einen Situation einfach das Ding machst, dann verlierst du vielleicht so ein Spiel auch nicht.

Würdest du sagen, der 1. FC Nürnberg braucht einen richtigen Mittelstürmer?

Also sowas wie Julian Kania?

Der wieder nicht im Kader war.

Der wieder nicht im Kader war, ja.

Naja, wenn man so die letzten Mittelstürmer sich anschaut, die beim Klub waren, würde ich sagen nein.

Ja, finde ich gut.

Tatsächlich, also wir denken da an Schäffler, Kutschke. Gab es sonst noch einen Mittelstürmer beim 1. FC Nürnberg?

Thomas Peckert hätte ich auch.

Thomas Peckert, ja.

Thomas Peckert, der Fußballgott.

Ja.

Der hat in seiner ersten Saison war gar nicht so schlecht getroffen.

Das wird immer erzählt, immer wenn ich sage, dass Peckert so schrecklich war, weil er dann immer auf dem Flügel.

Ja.

Also der hat auch in dem Spiel getroffen, wenn dem Raffa Schäfer den Elfmeter gehalten hat.

Gegen Eintracht Braunschweig?

Da müsste eigentlich auch, soweit ich mich erinnere, hat er da auch getroffen.

Ja, aber von dem habe ich…

Das könnte jetzt natürlich auch völlig falsch sein, aber…

Das googeln wir.

Aber ja, Thomas Peckert habe ich auch nicht in guter…

Wer war denn der letzte…

Der letzte richtig gute Mittelstürmer.

Wobei Thomas Peckert jetzt gar nicht so schlecht ist.

Ja, das ist ja dieses…

Ja, Michael Ischak, wenn man den als Mittelstürmer nehmen…

Vor seiner Verletzung.

Der jetzt in Polen, glaube ich, irgendwie 500 Tore geschossen hat.

Ja, es gab schon den einen oder anderen.

War Markus Schroth ein guter Mittelstürmer?

Ja.

Zu der Zeit schon.

Pokalsieger, 3-0 gegen Bayern.

Aber es wird ja tatsächlich jetzt die ganze Zeit diskutiert, dass der 1. FC Nürnberg viel besser

dastünde, wenn er einen richtigen Mittelstürmer hätte.

Tatsächlich ein Tor beim 2-1 gegen Eintracht Braunschweig.

Ich weiß gar nicht, ob man es unbedingt auf die Position so festlegen muss.

Dir fehlt halt einfach einer, der dir 10, 15 Tore in der Saison garantiert.

Aber…

Das ist eine Diskussion, die ich seit Jahrhundert für.

Weil immer die Mannschaften, die aufsteigen, halt meistens so einen, genau so einen haben.

Irgendeinen Terrotte oder einen Glatz.

Aber jetzt komme ich mit so einem Datenscheiß ums Eck, den mir der Zänger wahrscheinlich heute

Abend spätestens ums Ohr hauen wird.

Der Klub hat ja mehr Tore geschossen, als es von den Expected Goals Werten her zu erwarten

gewesen wäre.

Das spricht ja dann eigentlich eher dafür, dass du ein Defizit im Kreieren der Chancen

hast, als im Verwerten, oder?

Ich finde auch, der Glatzl kriegt halt auch den Ball perfekt vor den Fuß gespielt.

Ja, aber er nimmt ihn halt mit der Brust runter und schießt ihn rein.

Und Hayashi hätte wahrscheinlich eine Pirouette gedreht und einen Falldreht zurückgemacht.

Oder sich versucht hat, faulen zu lassen.

Ich glaube übrigens, dass diese Expected Goals in fünf Jahren genauso durch sein werden,

wie jetzt die berühmte Packing-Rate, über die kein Mensch mehr spricht.

Ja, das stimmt. Sagt der Zänger aber auch immer, dass es immer noch ein Behelfswert

ist und sie alle selbst hoffen, dass da irgendwann mal bessere Dings. Aber im Moment gibt es

halt nichts Besseres, mit dem er arbeiten kann. Und das ist dann doch erstaunlich, dass

alle sagen, es muss ein Mittelstürmer her, obwohl der Klub mehr Tore schießt, als die

Möglichkeiten hergeben.

Also in dem Spiel hatte ich schon in Gedanken, jetzt da vorne mal einen drin, der das halt

gelernt hat vom Fach, dann magst du halt auch vielleicht aus den Chancen, die ja vorhanden

waren durchaus. Und es kamen ja immer wieder ein paar gute Zuspiele. Und Hayashi, ich mag

den eigentlich, der haut sich rein. Und dass das Ding dann an die Latte geht, an die Unterkante,

das ist halt Pech. Also das ist wirklich, hat jetzt nichts mit Unvermögen zu tun.

Großartig, dass dann der Klärungsversuch auch noch am Pfosten landet von diesem Hamburger.

Ja, das war auch großartig, ja.

Aber Felicitas und ich bleiben skeptisch wegen in der Mittelstürmer-Sache.

Ich bin halt ein wenig älter, ich kenne es halt noch mit linker Läufer und Vorstopper und

Mittelstürmer, das ist halt meine Fußballwelt und das hätte ich gern alles so wieder.

Ja.

Nichts mit abgebieten Sexern und ich will ja da.

Ja, kommt nicht wieder, ne? Ach, es kommt alles irgendwann wieder. Wo siehst du den meisten

Handlungsbedarf beim 1. FC Nürnberg? Oder bist du mit dieser Mannschaft so zufrieden, dass

du sagst, einfach durch und.

Ich glaube, wenn jetzt die Verletzten wieder zurückkommen, dann kann man mit den Spielern

schon was anfangen.

Blühende Landschaften, ja.

Wer ist denn frei? Also ich glaube, das ist es ja auch im Winter einfach immer das große

Problem. Welche Spieler kannst du dir denn überhaupt leisten? Wirst du noch welche von

deinen eigenen los? Und dann eben die nächste Frage, wer ist denn, wer fühlt sich denn in

der Lage, nach Nürnberg zu kommen, der einem wirklich helfen kann und im Winter helfen ist

auch immer.

Die Geschichte der Wintertransfers und des 1. FC Nürnberg ist keine glorreiche. Ich

habe, ich glaube, letztes Jahr mal die Mühe gemacht, die Wintertransfers der letzten

20 Jahre durchzuschauen und da war jetzt, glaube ich, keiner dabei.

Mein Gerch wird ein Wintertransfer. Das steht ja auch drin.

Gott, ich habe schon wieder vergessen, dass wir heute einen, also an alle, die sich letzte

Woche beschwert haben, weil wir keinen Gerch gemacht haben, obwohl ich einen aufgeschrieben

hatte.

Könnt ihr bitte den Gerch vom letzten Mal auflösen, weil ich den immer noch nicht weiß?

Und ich habe mir die Folge nur bis zum Schluss angehört, habe das letzte Mal, wo ich nicht

da war.

Heute müssen wir ihn ja auflösen, fällt mir gerade auf.

Wenn der Gerch war und dann habe ich das nicht aufgelöst.

Ja, weil es der Golotze selber nicht mehr wusste. Das war das Problem. Und ich hatte

ihn ja auch nicht erraten. Es hat ihn mir aber bestimmt jemand geschrieben. Das schaue

ich jetzt gleich, kann ich den gleich auflösen oder Horst?

Oder wir gehen mal schnell eine Runde zum Golotze, aber der weiß ihn wahrscheinlich immer noch

nicht.

Werner Heck war der letzte.

Werner, den hatte ich noch überlegt, aber irgendwas hat er nicht hingekauft.

Das mit den Werner Brothers war doch da so schlecht.

Den hatte ich mir sogar noch gedacht, aber irgendwas hat er nicht gepasst.

Ja, egal.

Egal.

Also wir beschließen damit bei Kadepp, dass es keine Wintertransfers, zumindest keine Neuzugänge

beim 1. FC Nürnberg gibt. Habe ich das richtig verstanden?

Naja, wenn wir den einen oder anderen Spieler noch abgeben können, dann doch.

Dann doch.

Dann doch. Welcher war der schlechteste Wintertransfer aller Zeiten?

Da kommt jetzt wahrscheinlich wieder Ivo Iliciewicz, der arme Kerl, der da immer gleich reflexartig

gemacht hat.

Er hat sich ein Denkmal gesetzt.

Nennen wir es so? Denkmal gesetzt? Egal.

Es gab mal, das ist schon lange her, da hat der Klub mal, glaube ich, in der Winterpause

Viko Hellinger und Elroy Krom her.

Und der langsamste Mensch der Welt war Elroy Krom her. Das war wirklich beeindruckend.

Das war ein gewohrreicher Wintertransfer, glaube ich.

Was war deine erste Saison mit dem 1. FC Nürnberg, die du bewusst wahrgenommen hast?

Die Pokalsiegssaison.

Ah, auch die schlechteste.

Das erste Mal im Stadion das Jahr davor und dann so bewusst war das die Pokalsiegssaison.

Okay, du dachtest also, der 1. FC Nürnberg ist eine international erfolgreiche Fußballmannschaft

und es geht immer so weiter?

Nee, nee.

Hast du dich kundig gemacht?

Ich wusste schon, was ich mir da antue.

Eine schöne erste Saison.

Ja.

Mein erstes Spiel war ein Minthei-Tor, das war auch schön.

Ah, okay.

Es bleibt gut in der Rinderung.

Ich habe mal die Großeltern meiner Frau mit ins Stadion genommen und der Klub gewann

gegen Wolfsburg 4-0, glaube ich, und hat irgendwie alle Tore in der ersten Halbzeit gefühlt geschossen.

Das war auch deren Stadionpremiere und die dachten auch, oh, krasse Mannschaft.

Meine Stadionpremiere war Abstiegsjahr.

Ein vollkommen trostloses Spiel gegen Borussia Dortmund.

Ach, Uli.

Da war eigentlich schon klar, dass das nichts wird.

Es muss dir doch auch mal was Gutes widerfahren sein in deinem Leben.

Ist es auch, oder?

Ja, 2007 dann halt.

Hat halt ein paar Jahrzehnte gedauert.

Das war schon schön.

Marik Minter hat übrigens, weil du es gerade genannt hast, gestern in Diebstdorf einen lebenden

Karpfen abgeholt.

Wollte ich jetzt einfach mal erwähnt haben.

Habe ich jetzt gerade gelesen, soll man nicht machen, in der SZ am Wochenende stand

das, dass es in Tschechien und dann wahrscheinlich auch in der Slowakei ein Brauch ist, sich ein

paar Tage vor Weihnachten einen lebenden Karpfen abzuholen und den dann bis Weihnachten in

der Badewanne zu parken.

Die schwimmen dann in der Badewanne rum und die Leute können erstens nicht mehr baden,

zweitens haben die Karpfen Probleme wegen des Chlor im Wasser.

Und deshalb will die tschechische Regierung jetzt diesen Brauch irgendwie zumindest mit

einem Plädoyer etwas abmildern.

Aber Marik Minter scheint sich nicht dran zu halten.

Importiert die slowakischen Weihnachtsbräuche hier.

Ja.

Interessant, das wusste ich gar nicht.

Ja.

Und er wird dann frittiert, was wiederum...

Der Karpfen.

Ja.

Der Minterl wird nicht frittiert, nicht in Franken.

Wir frittieren auch viele Sachen, aber nicht in Minterl.

Also, was gibt es bei euch an Weihnachten zu essen?

Heiligabend gibt es...

An Heiligabend?

Würstchen.

Ah, okay.

Würstchen und Kartoffeln sind halt.

Die traurige Version eines Weihnachtsessens pflegt die Familie meiner Frau auch und ich

und meine Tochter essen dann immer parallel dazu Ente.

und das sorgt immer für Verwünschungen, aber wir ziehen immer mehr der Familie meiner

Frau viel mehr Mitglieder auf unsere Seite rüber.

Ist das nicht traurig, einfach nur Würstchen und Kartoffelsalat zu essen?

Den Braten gibt es dann am ersten Weihnachtsfeiertag.

Ja, bei uns ja auch.

Das ist ja die Win-Win-Situation, dass ich dann den Braten am nächsten Tag auch noch habe.

Ja, und zweimal für 40 Leute kochen ist dann halt...

40 Leute?

Hey, das ist eine Riesenfamilie.

Das ist ja toll.

Okay, und bei euch, Uli, warte mal, ich überlege mir gerade, ob ich es wissen will.

Oder...

Soll ich es wieder heißen.

Ich habe schon große Angst, wenn wir da im Januar nach Picknitz fahren.

Gehen wir da irgendwo was essen?

Ich werde es organisieren.

Ich tippe auf Rouladen mit Wienerle.

Ja, ich befürchte es.

Ich befürchte, dass sie in Picknitz einfach in alles Wienerle reinpacken.

Aber ich muss das noch einmal...

In Bier.

Ich muss das jetzt noch einmal...

In Schokolade.

Ja.

Was wir noch nie dazugekommen sind, das mit den Wienerle in

Rouladen ist...

Also ich habe da noch einmal nachrecherchiert.

Das ist jetzt keine fränkische Tradition, sondern...

Sondern tschechische.

Ja, aus Sudetenland.

Also das kam von meinem Vater, die Mutter praktisch.

Die hat das importiert.

Okay.

Also es ist mit Trockenauerspüren.

Macht es das irgendwie besser?

Ich finde es nicht.

Okay, also es ist dort nicht...

Man muss zumindest die Rouladen nicht eine Woche vorher in der Badewanne rumschwimmen.

Probiert es mal.

Vielleicht entsteht da eine neue Trockenauertradition.

Und dann frittiert er die Rouladen einfach.

Wie esst ihr die Rouladen zu Hause?

Ohne Wienerle.

Ohne Wienerle.

Sehr gut.

Und was gibt es jetzt bei euch?

Achso, bei uns gibt es Schinken im Brotteig.

Jahrelang immer Fondue, die Tradition.

Aber das haben wir jetzt an Silvester schon.

Und dann gibt es Weihnachten Schinken im Brotteig.

Schinken im Brotteig.

Hört sich unspektakulär an.

Isst man das dann mit Soße?

Oder ist das durch den Brotteig so saftig?

Ja.

Der Schinken...

Ja, braucht man eigentlich keine Soße.

Braucht man keine Soße.

Das, wenn Luana Valentini jetzt wieder mitbekommt.

Und ich hatte mit ihr diese Woche, glaube ich, Grüße einen WhatsApp-Austausch über deine kulinarischen Vorlieben.

Schön, über was ihr euch so unterhalten.

Ja, das beschäftigt sie sehr.

Und sie hat immer noch die Hoffnung, dass sie dich irgendwann zu einem richtig Gourmet macht.

Ja, muss mich nur einladen.

Ja.

Das wollte ich noch erwähnen.

Die Entenstuben, die uns ja das letzte Mal das Bier hier in die Redaktion geschickt haben,

hatten auch einen...

Es war auch ein Brief in diesem Bierpaket dabei, den ich dann erst am Ende gesehen habe.

Und es wurde Kritik geübt an unserem kulinarischen Sachverstand.

Und deshalb sind wir eingeladen, mal in die Entenstuben zu kommen,

um dort mal richtiges Essen beim Sternekoch zu probieren.

Das lassen wir uns doch nicht zu warm sein.

Das machen wir noch.

Ja.

Grüße und vielen Dank nochmal fürs Bier.

Warst du schon mal in den Entenstuben?

Noch nie.

Noch nie.

Ich auch nicht.

Ich kannte sie nicht, aber geht da hin.

Werbeblock.

Ende.

So, jetzt aber wieder Fußball.

Oder ihr habt noch irgendwas anderes auf dem...

Wo waren wir denn stehen geblieben?

Bei den vielen Hayashi-Chancen, die er vergeben hat

und den Mittelstürmer, den der Klub bräuchte.

In der zweiten Halbzeit dann diese Riesenchance an die Latte.

Klärungsversuch an Pfosten.

Und dann kam da dann noch irgendwas vom 1. FC Nürnberg.

Was steht auf deinem Zettel?

Das finde ich super, dass wir heute alle Zettel haben.

Nur der Uli hat die Chance nicht aufgeschrieben.

Deshalb wir können ihn vor uns her treiben.

Da steht dann das Gegentor.

Ja.

80. Minute.

Es war ein Nürnberger Angriff, wenn ich mich recht entsinne.

Und Lohkemper war auch so ein bisschen Gollermäßig unterwegs

und verlor auch den Ball.

Hat er sich eigentlich schön durchgespielt.

Nur mit inklusive Beinschuss beim Verteidiger.

Und dann kam aber halt nur so ein Schüsschen raus.

Und der direkte Gegenzug.

Wer war...

Der direkte Gegenzug.

Ich bilde mir ein, dass es der direkte Gegenzug behauptet ist.

Wir können ja hier alles behaupten.

Wer war schuld?

Wir brauchen hier immer Schuldige, die wir durchs Dorf treiben.

Also sag mal einen.

Karl Klaus war nicht schuld.

Karl Klaus war nicht schuld.

Der übrigens einen Ding sehr gut kalten hat, fand ich.

Das habe ich jetzt nochmal angeschaut.

Gegen Jatta in der ersten Halbzeit.

Wo er die Hand noch hochreißt.

War eine gute Parade.

Das ist ein untergegangen.

33. Minute.

Jatta alleine und Klaus hält.

Stimmt.

Da stürmt er so halbrechts.

Ja, und macht dann den Arm hoch.

Ja.

War gut.

Wer ist der bessere Torwart?

Karl Klaus oder Christian Marten?

Ja?

Du kannst heute all die wirklich wichtigen Fragen hier beantworten und wir können dann auf dich verweisen und sagen, das waren nett wir.

Ich finde es.

Wir haben einen zweiten Torwart, der da gut mit reinpasst und wenn Martenia ausfällt, das wirklich gut macht.

Aber Martenia klare Nummer eins, auch in deinen Augen.

Ja, eigentlich schon.

Okay.

Also Klaus war nicht schuld.

Wer war dann schuld?

Naja, es tut mir ein wenig leid, weil das bis dahin wirklich gut gemacht hat, aber Florian Hübner verschätzt sich halt einfach.

Ja.

Springt unter dem Ball durch und dann ist halt die Glatzel dahinter frei und kann das Ding in aller Ruhe reinschießen.

Du unterschreibst das?

Ja.

Ich unterschreibe das.

Ich habe mir auch aufgeschrieben, dass er einfach im Duell nicht an den Ball kommt.

Ja.

Wenn er springt, springt er halt, wie du sagst, unten durch und dann hat Glatzel einfach sehr viel Zeit und sehr viel Platz abzuschießen.

Und damit war das Ding eigentlich verloren, oder?

Dann kam nicht mehr viel vom 1. FC Nürnberg, außer dass Hübner dann wieder mal diesen Mittelstürmer geben durfte.

Irgendwas hat mich noch empört, aber das habe ich leider wieder vergessen.

Irgendwas, was ich noch schlimmer finde, als dieses sich hinter die Mauer legen.

Aber ich komme nicht drauf.

Aber ihr wisst jetzt, dass ich mich über irgendwas empört habe.

Ganz furchtbar.

Es scheint sehr wichtig gewesen zu sein.

Ja, und dann noch das 0,2 in der 90 plus 7.

Und das habe ich schon gar nicht mehr wirklich mitbekommen.

Da habe ich meinen Text fertig geschrieben.

Deshalb wollt ihr mir das nochmal schildern?

Nürnberg macht auf.

Und Dompey rennt.

Dompey rennt und rennt und rennt.

Und hat dann einfach den Platz, zieht dann Handwerker vorbei und schießt dann halt rechts oben.

Ach ja, daran kann ich mich, da habe ich dann anscheinend aufgeblickt.

Daran kann ich mich wieder erinnern.

Die Bürt, die Bürt, die Bürt, derby, Dimi.

So ein schöner Fränkchen.

Vielleicht nehme ich das als, als habe ich wieder keinen Stift dabei.

Würde ich als Folgentitel.

Ah, vielen Dank.

Du bist eine sehr gute Gästin.

Und er schreibt auch so schön.

Ganz anders.

Ist das ein Stift aus der Fußballakademie?

Nein, das ist ein Stift aus meinem Privatgebrauch.

Ah, okay.

Vielen Dank.

Okay.

Dompey, du Bürt, derby.

Aber muss ich dann Dimi auch mit D schreiben.

Es war trotzdem wieder ein besseres Spiel als die 1, 2, 3, 4 zuvor, oder?

Also Karlsruhe, Düsseldorf, Karlslautern und Elversberg.

Ja, auf jeden Fall.

Also ich war auch fast ein bisschen positiv überrascht, dass es noch einmal zum Jahresausklang ein Spiel gibt,

das wieder so ein bisschen erinnert hat an den Klub vor diesen vier Spielen.

Also können wir uns entspannt in diese Winterpause begeben.

Fliegt jemand von euch ins Trainingslager?

Das wäre eigentlich cool, wenn es so Trainingslager auch für normale Angestellte geben würde

und wir dann immer im Winter nach Marbella fliegen und nochmal schreiben und Podcasten lernen oder sonst was.

Ja, okay.

Das Spiel durch.

Wir durch.

Wir wollten noch über die Akademie sprechen.

Wir wollten auch noch vielleicht über die Fans sprechen.

Über die Fans.

Ach, schau an.

Also wissen wir nicht, aber...

Drei Spielunterbrechungen gab es.

Wolfgang hat drei gezählt, ne?

Ja.

Waren es wirklich drei?

Ich glaube aber auch, ja.

Drei.

Diesmal Tennisbälle, keine Münzen, diesmal kein eigener Spieler getroffen.

Protestiert wieder gegen die DFL, was wir ja unterstützen.

Es droht aber wieder eine Geldstrafe für den 1. FC Nürnberg.

Nimmt man sowas in Kauf, Felicitas?

Weil, um der Sache willen, kann der Klub schon mal entstanden, es waren abenteuerliche Summen im Raum gestanden.

500 Euro pro Ball?

Pro Tennisball.

Das würde teuer.

Ja.

Also...

Ich finde es immer schwierig, wenn Sachen aufs Spielfeld fliegen.

Und die müssen ja wirklich weit fliegen in Nürnberg.

In Nürnberg sehr weit, das stimmt, ja.

Das ist immer wieder beeindruckend.

Deswegen haben sie ja keine Medizinbele geschmissen.

Das wäre auch ein bisschen schwierig, die, glaube ich, mit ins Stadion zu bringen.

Ich traue den organisierten Fanszene inzwischen alles zu.

Aber ja, also Sachen aufs Spielfeld schmeißen.

Die ersten zwölf Minuten völlig richtig.

Schweigen.

Keinerlei Support, keinerlei organisierten Support.

Aber sobald dann einfach was fliegt, egal wie harmlos, ist es nicht mehr cool.

Ist es nicht mehr cool.

Und der Kollege Wolfgang Laas hat es ja richtig festgestellt.

Der Klub hat sich ja sogar gegen diesen Investorendeal ausgesprochen.

Ist aber letztlich jetzt wieder derjenige, der bestraft wird, weil er jetzt wieder die Strafen bezahlen muss.

Egal wie hoch.

Der Klub hat halt kein Geld.

Und da tut halt auch jede Geldstrafe weh.

Und irgendwie verstehe ich das dann.

Also ich verstehe die Proteste, absolut.

Die Art und Weise des Protests verstehe ich nicht.

Denkbar knapp ist diese Entscheidung der DFL zustande gekommen mit der Stimme.

eines Vereins und wahrscheinlich der Stimme von Hannover 96.

Eine kuriose Geschichte wie dieser Abstimmen.

Der Verein ist dagegen, aber Martin Kind ist dafür und dann wird dafür gestimmt.

Und keiner kann, empört dich sowas noch, wenn du sowas liest?

Oder bist du inzwischen auch?

Man ist ja schon abgestumpft.

Ja.

Also es gibt ja genug Sachen, bei denen man sagt, warum schaue ich mir das denn eigentlich noch an?

Mhm.

Als es dann hieß, letzte Woche, die Abstimmung ist geheim und mit Urne, da ahnte man schon, dass es danach sehr viele Diskussionen geben wird.

Ja.

Und wie es dann war, ist halt einfach, wenn es wirklich Kind war, dann ist es einfach schwierig, das mit 50 plus 1 noch irgendwie in Verbindung zu bekommen.

Ja.

Und auch wenn die alten Männer entscheiden, wie der Fußball in den nächsten 20 Jahren wird.

Weiß nicht, ob das so richtig ist.

Aber gut, was läuft im Fußball noch richtig?

Der Fußball von Christian Fjell vielleicht, aber ansonsten, bist du sehr kulturpessimistisch, was die Entwicklung des Fußballes angeht?

Ich bin immer wieder froh, dass ich Club-Fan bin und mit dem ganz großen Geld wirklich was zu tun habe.

Das habe ich tatsächlich heute auch meinem Friseur, der sich nicht wirklich für Fußball interessiert, aber mich dann halt immer so pflichtschuldig fragt, was mit dem Club los ist.

Und der hat mich dann auch gefragt, ob das überhaupt noch Spaß macht, zum Fußball zu gehen.

Und da habe ich gesagt, ja, so die ganz großen Sachen auch nimmer, aber so ein Zweitligaspiel mit dem Club vor dem halbleeren Stadion, das dann in der 90. 0-1 verloren geht, das finde ich schon immer noch irgendwie okay.

Man freut sich, wenn es gewinnen wird.

Oder 1-0 gewonnen wird.

Genau.

Weil ich natürlich auch sagen muss, es entbärt schon auch nicht einer gewissen Ironie, die HSV-Fans haben ja auch mit protestiert, halt ohne Tennisbälle.

Ja.

Wie viele Millionen hat Kühne beim HSV reingesteckt?

Ja.

Also es ist ja auch immer ein bisschen heuchlerisch.

Ich bin d'accord, also ich finde es auch so eine gute Idee.

Du legst dich immer gerne ein bisschen mit der organisierten Fanszene an, ne?

Nö, ich habe halt meine Meinung.

Ja.

Wie gesagt, ich finde den Protest absolut in Ordnung.

Ja.

Aber wie gesagt, die Art und Weise finde ich halt einfach fragwürdig, wenn es dann den eigenen Verein bestraft, der in dem Fall auch wirklich gar nichts dafür kann.

Wenn mir dann so das, ich weiß nicht, das eigene, was soll ich das jetzt nennen, die eigenen Befindlichkeiten halt dann über dem Wohl des Vereins gehen.

Ja, aber.

Nein, man kann ja, man soll und kann ja protestieren.

Aber ihr sagt beide, die zwölf Minuten schweigen hätten genügt und dann, ja.

Ja.

Okay.

Muss man halt mal kreativ sein.

Kann sich ja mal was anderes einfallen lassen.

Zum Beispiel, mach mal Vorschläge.

Deine Top drei Protestformen in Fußballstadien.

Ich erinnere mich da immer gerne an, kurz vor der Corona-Pandemie.

Da war ja die ganze Dietmar Hopp-Geschichte.

Ja.

Und der quasi Schulterschluss zwischen den Bayern und den Hoffenheim-Spielern auf dem Platz.

War das eine schöne Zeit.

Und dann der Spieltag danach, da waren fantastische Banner in den Kurven gehangen.

Ja.

Ich kann mich nicht mehr erinnern.

Adi, meld dich, wenn du eine Spielunterbrechung brauchst in Frankfurt.

Und das war wirklich unglaublich kreativ.

Ja.

Und ich mir dachte, ja, das macht die Fußball- und die Fankultur aus.

Das ist gut durchdacht, das ist nicht beleidigend.

Du wirfst nichts auf den Platz, aber du zeigst deine Meinung.

Ja.

Also das ist immer noch ...

Okay, also das heißt, sie müssen an ihrer Kreativität arbeiten.

Das spricht mich dann wieder an, ja.

Ja, die sie immer mal wieder unter Beweis stellen, aber halt oft auch nicht.

Okay, dann habt ihr mich damit überzeugt.

Lasst euch Sachen einfallen.

Der Uli denkt noch darüber nach, was er macht.

Vielleicht auch das mit der Medizin-Bilden.

Die man dann einfach wütend vor sich auf dem Boden plumpsen lässt im Block.

Und wenn man einen Zaun drüber plumpsen lässt.

Aber da stehen ja die Ordner innen und dann sind die wieder ...

Das ist nur im Oberrang, weil da ist es dann ...

Ja, auch.

Wackeln wieder.

Genau.

Das wäre mal interessant, ob die Statik des Stadions dafür ausgelegt ist,

dass 10.000 Menschen ihren Medizinballen mitbringen

oder ob dann wieder Blöcke gesperrt werden müssen.

Und die alle vorher reinbringen, ne?

Ja.

Mein Kumpel hat ein wenig zugenommen.

Macht den Einlass noch einmal schwieriger,

wenn alle sich durch diese Drehkreuze zwängen müssen.

Okay.

Noch was zu dem Thema?

Noch irgendwelche Hot Takes zur deutschen Fußballliga?

Wie ist denn euer Verhältnis bei der Akademie zur deutschen Fußballliga?

Wir haben Kontaktpersonen, mit denen man sehr, sehr, sehr gut arbeiten kann.

Okay.

Mit denen wir auch sehr gerne arbeiten.

Das ist auch beim DFB so.

Ja.

Es gibt in beiden Verbänden genug Menschen, die wirklich tolle Arbeit ...

Mit Verstand.

Mit Verstand.

Mit Verstand, die tolle Arbeit machen.

Weltenthüllung bei Kat Depp.

Die dann aber halt leider ganz oben nichts zu sagen haben.

Ja.

Und bei denen man dann auch merkt, manchmal ist es verlorene Mühe, die sie da mit reinbringen.

Ja.

Wie das bei den Verbänden halt häufig der Fall ist.

Und wahrscheinlich auch in vielen anderen Unternehmen.

Bist du cool mit der ...

Wie Frauen beim 1. FC Nürnberg repräsentiert sind?

Also es gibt Katharina Fritsch, die sehr öffentlich arbeitet ...

Die auch tolle Arbeit macht.

Die tolle Arbeit macht.

Auch was den CSR-Bereich beim Club angeht.

Das ist ja wirklich, wirklich schön.

Auch nicht zu viel.

Das ist ja auch oft die Fandiskussion machen, die zu viel stadtintern.

Das finde ich tatsächlich auch eine absurde Diskussion.

Also es gäbe es da einen zu viel.

Und wenn es mir zu viel ist, dann schaue ich mir halt die Aktion nicht an.

Ich glaube, der fällt immer auf, wenn der sportliche Erfolg fehlt,

dann wird immer dieser reflexartig daraus Schlussgezogen,

dass sie sich zu sehr auf andere Sachen konzentrieren.

Das natürlich totaler Quatsch ist, weil die Fußballer ja trotzdem trainieren

und die anderen halt ihr Zeug machen.

Also die Diskussion ist ja eh müßig.

Aber es ist schon so reflexartig so, dass viele Leute dann das, glaube ich,

immer so als Aufhänger nehmen, darauf hinzuweisen,

dass wir doch ein Fußballverein sind.

Ja.

Ansonsten hat man das ja oft bei vielen Vereinen,

dass die Social-Media-Kanäle der Frauen und der Männer getrennt sind.

Auch beim 1. FC Nürnberg.

Auch beim 1. FC Nürnberg.

Da merkt man auch bei Vereinen, die das als Eins haben,

ist es dann doch nochmal eine andere Aufmerksamkeit auch auf dem Frauenteam.

Das fände ich mal schön, wenn dann der FCN da vorangeht.

Aber hast du einen Überblick, ist es dann auch wirklich ungefähr gleichberechtigt,

was da ausgespielt wird?

Was läuft halt über den gleichen Kanal und hat deswegen schon mehr Aufmerksamkeit

und mehr Reichweite, als wenn es über zwei getrennte Kanäle geht.

Aber sonst sind beim Klub auch in der Geschäftsstelle sehr, sehr, sehr gute Frauen mit dabei.

Es könnten immer mehr sein, aber das ist ja überall so im Fußball.

Wann sehen wir in Nürnberg die erste Sportvorständin?

Als direkte Nachfolgerin von Dieter Hecking oder?

Was hattet ihr letztes Mal gesagt?

Wie viele Sportvorstände kommen in den nächsten?

Das habe ich natürlich längst wieder vergessen in unserer Jubiläumsausgabe.

Du hattest, glaube ich, auf sieben oder so?

Ich glaube, ich habe acht Trainer, was mir dann rückblickend auch ein bisschen viel erschien.

Bis zur 300. Folge oder was war das da?

Naja, okay. Ja, ich habe glaube ich…

Vielleicht ist eine mit dabei.

Ja. Wir hoffen mal und lassen uns überraschen. Hast du mal vor, Sportvorständin zu werden?

Da ist mein Marketingwissen leider zu nicht existent.

Aufsichtsräte werden wir doch immer gesucht beim Klub.

Das wird dann aus Portugal auch relativ schwer, glaube ich.

Ja, mit Zoom geht heutzutage auch alles.

Das stimmt allerdings. Ja, das…

Ja. Okay.

Noch was zum…

Was habe ich noch vergessen?

Nachdem ihr mich jetzt hier ständig auf Themen hinweist.

Ich bin heute echt miserabel in Form, aber das…

Fangt ihr locker auf.

Ich habe…

Glotze schreibt mir eine…

WhatsApp, der heute nicht dabei ist, weil er arbeiten muss.

Das war seine Begründung, was auch geil ist.

Was denkt er, was wir hier machen?

Aber es gibt theoretisch noch ein paar Tickets mehr für diesen Live-Podcast.

Also es gibt noch ein paar mehr als diese vier.

Falls ihr da keine mehr bekommt unter der Internetadresse, die wir irgendwo veröffentlichen nach diesem Podcast,

dann könnt ihr uns auch auf Twitter schreiben.

Also wir sind jetzt doch in die Oberfrankenhalle Beirut umgezogen.

Wahrscheinlich, ja. Wir sind abgegradet worden.

Ja.

Was steht noch auf deinem Zettel?

Ich habe einen Gerch.

Ja, machen wir einen Gerch.

Haben wir jetzt den anderen schon aufgelöst?

Werner Heck.

Ist das sehr schwierig? Was würdest du sagen?

Und wie schwierig ist es dir gefallen, während du den Gerch aufgeschrieben hast,

immer auch wirklich Gerch zu schreiben und nicht aus Versehen…

Das ging sehr gut.

Ja?

Okay.

Ich habe sehr viele Schachtelsätze drin.

Ich bin mal sehr gespannt, wann ihr aussteigt.

Ich tippe auf den ersten Absatz.

Ja.

Dadurch, für unseren Podcast, wenn du untypisch kein Handy dabei hast,

würde ich dir, wenn ich weiß, das einfach so oldschoolmäßig auf ein Blatt Papier schreiben.

Das würde ich auch machen, wenn ich deinen Stift nochmal haben kann.

Dankeschön.

Brauchst du ein Blatt Papier?

Nee, habe ich.

Okay.

Aufgewachsen ca. 500 Kilometer von der Hauptstadt seines Bundesstaates

im flächenmäßig fünftgrößten Land der Welt entfernt,

machte Gerch seine ersten richtigen fußballerischen Karriereschritte

bei zwei der größten und traditionsreichsten Vereine seines Heimatlandes.

Im Alter von 22 Jahren wechselte der einmalige Nationalspieler

im Winter auf Leihbasis zum 1. FC Nürnberg.

Nach der Verletzung des etatmäßigen Innenverteidigers

bekam er vom Trainer, der nur zwei Monate vor Gerchs Ankunft ebenfalls neu verpflichtet wurde,

eine Chance und bestritt in seiner Premiersaison zwölf Erstligaspiele für den Klub,

in denen die Nürnberger 23 Punkte sammelten und so von Platz 15 auf Platz 8 kletterten.

Im Anschluss wechselte er fest nach Franken.

Auch seine erste komplette Saison beim FCN startete erfolgreich.

Als Stammspieler gehörte er fest zur Mannschaft.

Bei seinen 16 Pflichtspieleinsätzen in der Hinrunde,

in denen er nur bei zwei Spielen nicht über die komplette Spielzeit auf dem Platz stand,

sorgte er mit seinem Teamkollegen, dessen Heimatland eine Landesgrenze mit Gerchs Heimat teilt,

sowie zwei Nürnberger Eigengewächsen für Rückhalt in der Defensive.

Zum Ende der Hinrunde verletzte sich Gerch.

Bis dahin standen allerdings fünf Pflichtspielsiege,

neun Unentschieden und nur zwei Niederlagen auf dem Papier.

Das ist fies, dass du immer die Bilanzen mit reinballernst.

Nach seinem Comeback im April kam Gerch noch auf sechs Einsätze,

musste allerdings im finalen Spiel der Saison nach einem Schlag auf den Fuß aussetzen

und konnte das wohl wichtigste Spiel des Jahres nur von hinter der Auswechselbank verfolgen.

Rückhalt erhielt Gerch während dieser Zeit von seinem Trainer,

den er aufgrund von Sprachschwierigkeiten zwar nicht immer verstand, der aber an ihn glaubte.

Nach einigen Spielerwechseln konnte der FCN in der nächsten Saison

nicht an die Erfolge der vorherigen Spielzeit anknüpfen

und auch für Gerch lief es nicht gut.

Nur fünf der ersten zehn Spiele stand er auf dem Feld, ein einziges davon über 90 Minuten.

Im Saisonendspurt setzte der Trainer auf ein anderes Innenverteidiger-Duo,

weshalb Gerch nach dem 27. Spieltag nicht mehr helfen durfte, den Abstieg zu vermeiden.

Ich will es auch zeigen.

Yeah!

Ich war schneller.

Mit dem Abstieg in die zweite Liga lief nach 60 Pflichtspieleinsätzen zudem Gerchs Vertrag beim Klub aus.

Mit der kommenden Saison wechselte der Gerch nach England zu einem Verein,

der zur selben Zeit eine neue Ära des Fußballs einleitete.

Bei seinem neuen Klub hatte er von Anfang an fußballerisch einen schweren Stand,

gilt aber trotzdem noch als Kultspieler.

Zwar saß Gerch in ganzen 20 Spielen ohne einen Einsatz auf der Bank,

trotzdem war er als unsichtbarer Mann bekannt und bei Fans, Staff und Mannschaft beliebt.

Im letzten Spiel der Saison wurde Gerch unter Sprechkörn in der 85. Minute eingewechselt

und bei jeder Ballberührung gefeiert.

Ich bin mir nicht sicher, ob das jemals in Nürnberg der Fall war.

Ach!

Ah ja.

Zwei Absätze noch?

Er ist wirklich sehr lang.

Er ist wirklich sehr lang.

Im Anschluss an das Jahr in England kehrte er für eine Saison in sein Heimatland zurück,

bevor er zu einem ehemaligen UEFA Cup Gegner des FCN wechselte und dort auf 50 Einsätze kam.

Für seine letzte Station als Spieler wechselte er auf die andere Seite des Atlantiks.

Nach 15 Einsätzen für das MLS-Team aus der Hauptstadt des Bundesstaates Ohio

beendete Gerch nach einem Kreuzbandriss seine Karriere als aktiver Spieler.

Gerch, der zusätzlich noch die italienische Staatsbürgerschaft besitzt,

kehrte in seine Heimat zurück und eröffnete mit seiner Familie ein Restaurant in seiner Heimatstadt.

Auch dem Fußball blieb Gerch weiter erhalten.

Er ist als Spielerberater, heute als Sportdirektor eines der ältesten Vereine des Landes.

Vielen, vielen Dank, dass ich Ihnen erraten durfte.

Oh, das kostet mich wieder.

Das kostet euch beide, oder?

Das kostet uns beide, ja.

Ja, das stimmt.

Aber ich habe es nochmal neu geschrieben, weil ich mir dachte, das kann man nicht lesen,

was ich da geschrieben habe.

Also sind wir ungefähr, wir haben ja gleichzeitig angefangen zu schreiben.

Und ich stelle mir das sehr schön vor, dass der Gerch jetzt ein fränkisches Spezialitätenrestaurant

in seiner Heimat betreibt, aber tut er wahrscheinlich nicht mehr.

Nee.

Nee.

Vielen Dank.

Sehr schön.

Vielen Dank fürs Vorbeischauen.

Viel Spaß in Portugal.

Vielen Dank.

Wenn wir mal eine Kadepp-Auswärtsreise, wenn Kadepp irgendwann mal international gehört wird,

dann machen wir mal.

Wenn der Klub mal wieder international spielt.

Ja, genau.

Dann kommen wir auf jeden Fall nach Portugal und machen da einen Live-Podcast.

Warst du zufrieden, Uli?

Ja.

Warst du zufrieden, Felicitas?

Oder dachtest du, was für Schwachköpfe und warum habe ich mich jetzt eigentlich eine

Stunde hier reingesetzt?

Also mir wurden nicht beschimpft und beleidigt.

Das stimmt, ja.

Willst du uns abschließend noch beleidigt?

Nein, aber ich soll noch Grüße ausrichten von meiner Mama.

Dankeschön.

Grüße zurück.

Eine inzwischen einigermaßen treue Zuhörerin.

Das ist sehr schön.

Vielen Dank dann euch allen.

Wir hören uns wieder am...

In Pegnitz?

Aus Pegnitz.

Oder?

Vorher nimmer, ne?

Ich glaube, vorher nimmer.

Wobei der Kolotze schon nochmal wollte, aber...

Da müssen wir arbeiten.

Da müssen wir arbeiten.

Bis dahin, frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr.

Von mir auch.

Tschüss.

Ciao.

Ciao.

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