Folge 216- Jannes Horn zu Gast
Und ansonsten darf ich an dieser Stelle auch direkt übergeben an die Protagonisten des Abends und zwar an den Sebastian Gloser, an Uli Diegmeier, Fadi Keblavi und in der Mitte, herzlich willkommen, Jannis Horn.
Lukas, läuft die Aufnahme? Dann kann ja technisch wirklich heute nichts mehr schief gehen.
Lol, wer es glaubt. Es ist Montag, der 18. März, circa 19.30 Uhr. Das ist Kadepp, der Ratgeber-Podcast des Verlags Nürnberger Presse.
Wir machen heute mal wieder eine Live-Ausgabe und freuen uns sehr, dass ein Spieler des 1. FC Nürnberg sich getraut hat in die Podcast-Hölle von Kadepp.
Jannis Horn, nochmal herzlich willkommen. Vielen Dank, dass du da bist und gleich diesen wunderschönen Stuhl eingenommen hast in der Mitte.
Wir haben lang diskutiert, ungefähr eine Stunde, wie wir das jetzt machen mit dem Sofa hier auf der Bühne und mit dem Sessel und dachten, der Gast muss in diesem gemütlichen Sessel sitzen.
Und wir haben mehr Vorbereitung auf das Setting auf der Bühne hellgeben als in Vorbereitung gesteckt, aber egal.
Du trägst ja viele Tattoos und damit soll es heute losgehen, weil du so viele Tattoos hast.
Ich war am Sonntag auf einer Geburtstagsfeier und da gab es so zur Auswahl für alle Partygäste Tattoos und wir machen immer gerne so Psychogramme bei uns im Podcast.
Wer würde was wählen? Magst du dir hier mal eins aussuchen und dann vielleicht sagen, weil die Leute, die es zu Hause hören, sehen es ja nicht.
Was ich mir gerne davon tätowieren lassen würde.
Genau, oder du kannst dir auch direkt eins auswählen, dass du es auch noch heute drauf machen.
Aha.
Hier gibt es noch ein paar zur Auswahl.
In letzter Zeit habe ich viel mit Stickern zu tun.
Mein kleiner Sohn ist auch gerade in dem Alter, wo viel gestickert wird.
Auf so einer Party war der Sebastian gestern ungefähr, glaube ich.
Es war ein 40. Geburtstag, glaube ich.
Ja.
Boah, das ist nicht ganz so leicht.
Ich glaube, ich würde vielleicht hier den Schneemann nehmen.
Okay, warum?
Ja, ich mag den Winter sehr gerne, auch wenn es jetzt langsam reicht.
Ich freue mich jetzt, wenn es wärmer wird, aber sonst bin ich schon ein Wintertyp.
Deswegen der Schneemann.
Ich denke, der passt ganz gut.
Okay, du darfst den Schneemann mit nach Hause nehmen.
Jetzt darfst du es mal an Fahli weiterreichen.
Der muss sich auch eins aussuchen.
Ich muss auch.
Muss ich den hier so abknübeln.
Ja, genau.
Sehr gut.
Wo kommt der hin?
Hast du noch Platz?
Ich habe noch Platz.
Das muss ich mir mal gut überlegen.
Man muss sozusagen, dass wir im Vorgespräch eigentlich beschlossen hatten, auf keinen Fall über die Tattoos zu sprechen, weil das jeder macht.
Und zack.
Erstes Ding.
Tattoo mit sehr viel Schweigen.
Und ich nehme, die sind alle relativ hässlich.
Naja, so ist es auf solchen Partys.
Wenn jemand 40 wird, bekommt er hässliche Tattoos.
Über Tattoos wollen wir tatsächlich später noch ein bisschen reden.
Ich glaube, der Uli hat dann da noch ein, zwei Fragen.
Aber das machen wir später.
Was hast du gewählt, Fahli?
Grüner Berg mit Schneespitze.
Fängt gut an, der Podcast.
Das gefällt mir.
Grüner Berg ist aber gewagt.
Ja.
Stimmt.
Grün-Weiß.
Du musst da reinsprechen, Podcast-Profi.
Okay.
Ziehen wir jetzt noch mehr in die Länge?
Und Uli darf auch noch aussuchen?
Einfach mal ein bisschen Dynamik reinbringen in den Podcast.
Uli, jetzt noch du.
Warum hast du das gewählt, Fahli?
Weil ich wollte, dass es schnell vorüber geht.
Ich weiß jetzt nicht, was es über mich aussagt.
Oder über dich.
Du hast ja kein Tattoo, ne?
Nee, tatsächlich nicht.
Also keins, von dem ich weiß.
Vielleicht hat mal irgendwann Nachtzieher was auf dem Rücken geballert.
Bei einer 40. Geburtstagsparty.
Ich nehme auf jeden Fall diesen, was ist denn das?
Ein schwarzer Wirbelsturm, glaube ich.
Naja, vielleicht ein Tornado.
Auch nicht schlecht.
Tornado, ja.
Schwarzer Tornado.
Das passt zu mir.
Alles klar.
Der gehört dir.
Danke.
Und jetzt fangen wir halt mal richtig an.
Was ist jetzt der Übergang, Fahli?
Es gibt keinen.
Du warst gerade beim Zahnarzt, haben wir gehört.
Ich komme gerade vom Zahnarzt, ja.
Meine Lippe ist auch noch ein bisschen taub.
Gut.
Aber ja, das sind halt so Termine, die mal gemacht werden müssen.
In der Länderspielpause bietet sich das an.
Podcast jetzt oder der Zahnarzt?
Der Zahnarzt, der Podcast natürlich.
Was wir immer gerne tun.
Der erste Mensch, der auf Schmerzmittel in den Podcast kommt, das finde ich auch gut.
Auch nicht schlecht.
Das ist der Spirit.
Ihr wisst ja gar nicht, was ich mir jedes Mal vorher reinpfeife.
Ja, sehr gut.
Also wenn es zu sehr weh tut hier oder die Zähne, dann heb einfach die Hand.
Mir geht es super.
Alles gut.
Ich habe schon gehört, hier in dem Podcast wird viel über gutes Essen geredet.
Stimmt das?
Wollen wir damit gleich anfangen?
Sehr gerne.
Ja.
Was ist deine Leibspeise?
Chili con carne habe ich vor kurzem mal.
Chili con carne, ja.
Echt?
Ja, esse ich gerne.
Von meiner Frau auch.
Okay.
Ja, das kann man schon sagen fast.
Das ist meine Leibspeise, ja.
Ist das eine Braunschweiger Spezialität, Chili con carne?
Nee, eher weniger.
Was ist man denn in Braunschweig?
In Braunschweig isst man Braunkohl, heißt das bei uns.
Okay.
Bekannt als Grünkohl wahrscheinlich, aber in Braunschweig sagt man Braunkohl mit einer
Bregenwurst.
Das ist so, was man so in Braunschweig isst, würde ich sagen.
Ja, was ich auch sehr gerne zur Winterzeit besonders esse von meiner Mama.
Okay.
Ja, das ist so meine Leibspeise in der Heimat.
Ein Braunschweiger-Jungen, hast du gesagt, nach dem Spiel gegen die Eintracht, kürzlich.
Ich habe letztes Jahr, letztes Jahr war es glaube ich, eure Hochzeitsfotos gesehen und
dachte mir, wer zum Teufel heiratet denn in Braunschweig?
Dann habe ich geguckt und dann habe ich gedacht, okay, Menschen, die in Braunschweig geboren
sind, vielleicht.
Ist doch eine ganz schöne Stadt.
Also ich war beim Auswärtsspielen in dieser Saison, bin da mal von Bahnhof bis zum Stadion
gelaufen.
Ui, ist aber ein ganz schönes Stück.
Ist ja ein ganz schönes Stück, ja.
Aber hat schon auch was, ne?
Ja, auf jeden Fall.
Wie gesagt, ich habe lange dort gelebt.
Ich glaube, bis zu meinem 19.
Lebensjahr auch in der Zeit, wo ich in Wolfsburg in der Jugend gespielt habe und bei den Profis
dann habe ich immer in Braunschweig gewohnt.
Auch eine eigene Wohnung dann.
Also nachdem ich ausgezogen bin zu Hause, bin ich in eine eigene Wohnung in Braunschweig
gezogen, weil einfach meine ganze Familie dort lebt und meine ganzen Freunde.
Und ja, deswegen war es für mich auch nie eine Option, nach Wolfsburg jetzt zu ziehen.
Und ja, ich fühle mich immer noch sehr wohl, wenn ich da bin.
Wie gesagt, Freunde, Familie, alle sind da.
Aber habe ich auch gesagt im Interview, dass ich sehr, sehr froh bin, hier in Nürnberg
zu sein, weil ich mich sehr wohl fühle, mit meiner Familie auch.
Und ja, wir sind aktuell sehr, sehr glücklich.
Für den Braunschweiger eine relativ kuriose Karriere, nach Wolfsburg zu wechseln und später
mal in Hannover Fußball zu spielen.
Da dribbelst du die Rivalitäten aus.
Ja, also man muss ganz klar sagen, in der Jugend ist auf jeden Fall Wolfsburg besser als
Braunschweig.
Das war für mich dann einfach ausschlaggebend, dass ich gesagt habe, okay, wenn ich die Chance
kriege, in Wolfsburg zu spielen, dann will ich sie auch nutzen, weil du einfach eine
noch bessere Ausbildung genießen kannst.
Und ja, die Laie nach Hannover war dann zu der Zeit einfach wichtig für mich.
Da habe ich in Köln in der Phase nicht ganz so viel in der Bundesliga gespielt und habe
mich dafür dann entschieden, mich nach Hannover ausleihen zu lassen.
Und ja, war nah an Braunschweig, hatte auch ein gutes Jahr dort.
Ja, aber trotzdem.
Wie haben die Leute in Braunschweig reagiert?
Freude strahlend.
Ja, wahrscheinlich nicht.
Du wurdest zu jedem Training nach Hannover gefahren?
Wahrscheinlich nicht.
Nein, das war aber einfach für mich persönlich die beste Option zu der Zeit.
Ich hatte noch zwei, drei andere Angebote.
Aber ja, Hannover mit der Heimatnähe ist natürlich auch ein großer Verein.
Da braucht man nicht kleinreden jetzt.
Aber ganz klar, ich bin trotzdem Braunschweiger jung und möchte auch später in meiner Karriere
nochmal vielleicht zum Ende der Karriere, das ist auch mit der Family besprochen, gerne
meine Karriere vielleicht dort ausklingen lassen oder einfach nochmal Fußball spielen
für die Eintracht, weil das habe ich ja noch nie in meiner Karriere.
Und mein Bruder ist halt auch dort Physiotherapeut, falls einige es nicht wissen.
Und ja, mich dann nochmal von ihm behandeln zu lassen, wäre auch nicht schlecht.
Das wissen vermutlich alle in Deutschland, weil ich habe mir schon oft überlegt, man könnte
so ein Spiel machen, dass man immer einen kurzen trinkt.
Jedes Mal, wenn der Sky-Moderator, Kommentator das Ganze erwähnt mit dem Bruder.
Ja, also ich habe es glaube ich schon zwölf Mal gehört ungefähr bei Sky.
Und du hast dann auch jedes Mal einen getrunken?
Ich habe dann auch jedes Mal einen getrunken, aber dadurch, dass die Spiele ein bisschen
auseinander liegen, ist es ja ganz okay.
Ja, habe ich auch schon gehört, haben mir auch einige schon gesagt, wurde ein paar Mal
erwähnt.
Ja, das Spiel war dann noch lange bei uns Thema auch in der Familie, weil ich habe ja
auch den Elfmeter rausgeholt mit meinem Schuss, der gegen den Arm ging.
Ja, ausgerechnet gegen Eintracht.
Habe schon gesagt, bin froh, dass ich das Spiel hinter mir habe, aber Gott sei Dank haben
wir es nicht direkt reingegangen.
Das wäre Wahnsinn, weil allzu oft mache ich keine Tore.
Ja, das wäre dann ein Jubiläum.
Ja.
Habt ihr davor irgendwelche Wetten laufen oder irgendwelche Challenges?
Ja, tatsächlich.
Er hat gesagt, er zahlt jetzt die Flüge nach Lissabon.
Wir heiraten groß in Lissabon jetzt, wo auch einige aus der Mannschaft kommen werden
und viele alte Freunde, auch Fußballerkollegen.
Und ja, da hat mein Bruder gesagt, er will jetzt die Flüge zahlen.
Für alle oder nur für euch beide dann?
Ja, ich glaube, mein Vater hat gesagt für alle, aber jetzt mittlerweile ist es nur noch
für mich und ihn, denke ich.
Wie schafft man das als Fußballprofi, so eine Verbindung zur Heimat aufrecht zu erhalten?
Das stelle ich mir relativ schwierig vor.
Man wird mehr oder weniger wechselt quer durch die Republik.
Wie hält man da die Verbindung zur Basis?
Indem man jedes spielfreie Wochenende heimfährt, jeden spielfreien Tag oder trainingsfreien Tag?
Nee, gar nicht.
Also das mache ich gar nicht.
Aber ja, es ist bei mir einfach so, wie ich schon erwähnt habe, meine ganze Familie lebt dort.
Auch einige enge Freunde noch.
Und dann ist es für mich einfach immer so gewesen, dass ich in der Länderspielpause nach Braunschweig fahre.
Als ich die vier, fünf Jahre in Köln gespielt und gelebt habe, war es noch ein Stück näher dran als Nürnberg jetzt.
Und da hat es sich schon mal angeboten, auch für ein, zwei Tage mal runterzufahren.
Jetzt von Nürnberg ist es ein Stück weiter.
Und auch mit der Familie, mit meinem kleinen Sohn, dann ist es halt so, dass du nicht mehr auf die Schnelle sagen kannst,
okay, wir fahren jetzt nach Braunschweig.
Aber wie gesagt, ich bin einfach Heimat.
Also ich mag meine Heimat extrem.
Das war schon immer so, es wird so bleiben.
Aber hauptsächlich, weil meine Familie einfach dort lebt und ja, alle aus der Familie.
Wie ist es mit den Freunden im Fußball, wenn wir da vielleicht mal,
wir haben uns ungefähr ein Thema überlegt für die heutige Ausgabe hier.
Essen.
Das Nebenessen hier im Clubhaus, wo wir auf Einladung der Sparkasse, um das nochmal zu erwähnen, sein dürfen.
Ja, wie ist das so mit Freundschaften?
Also ich meine, kann mir vorstellen, so in der Jugend sind die ja eh vielleicht noch ein bisschen enger.
Da ist man länger zusammen auch in den Mannschaften.
Wie ist es dann, wenn man das erste Mal eben wechselt?
Du hast schon gesagt, so die Perspektive war in Wolfsburg dann besser.
Gut, das ist noch relativ nah.
Hast du auch schon gesagt, hast eine Zeit lang auch noch zu Hause gewohnt.
Aber wie ist es dann irgendwann, wenn man weiterzieht und die Leute da irgendwie zurückbleiben,
mit denen man davor vielleicht viele Jahre verbracht hat?
Meinst du die Freundschaften im Fußball, in der Mannschaft oder die normalen Freundschaften außerhalb vom Fußball?
Beide, würde ich sagen.
Also ich, so als grundsätzliches Ding stelle ich es mir erstmal schwierig vor.
Die Jugendfreundschaften, du hast ja in Braunschweig, würde ich jetzt mal sagen, in einem relativ normalen kleinen Verein gespielt,
ehe du nach Wolfsburg gegangen bist.
Hast du aus der Zeit noch Freunde?
Weil da stelle ich mir die unterschiedliche Entwicklung schon krass vor,
was Arbeitszeiten betrifft, was Einkommen betrifft,
was die vorhandene verfügbare Zeit auch betrifft.
Also kann man die aufrechterhalten?
Ja, ich habe beim kleinen Verein gespielt in Braunschweig, genau, Rot-Weiß-Braunschweig.
Und tatsächlich habe ich da mit meinem immer noch besten Freund angefangen, Fußball zu spielen.
Bin dann mit ihm zusammen nach Wolfsburg auch gewechselt.
Wir hatten damals eine echt gute Dorfmannschaft, sage ich jetzt mal.
In Wolfsburg?
Das hast du jetzt gesagt.
Nein, Rot-Weiß-Braunschweig war eine sehr gute Dorfmannschaft.
Und sind dann mit vier Mann nach Wolfsburg gewechselt.
Jahr für Jahr ist leider immer einer rausgeflogen, auch mein bester Freund.
Aber zudem habe ich immer noch jeden Tag Kontakt.
Er ist auch der Patenonkel von meinem Sohn.
Wie gesagt, das ist so eine Freundschaft, auf die ich sehr, sehr stolz bin,
weil die ist jetzt schon seit 24 Jahren.
Wir waren zusammen im Kindergarten auch.
Ja, das ist aber so einer, wo ich sage, okay,
viel mehr so aus der Rot-Weiß-Braunschweig-Zeit sind jetzt auch nicht geblieben,
weil da war ich einfach noch jung.
Ich bin mit elf dann nach Wolfsburg gewechselt.
In Wolfsburg habe ich dann auch einige Jungs kennengelernt,
mit denen ich immer noch Kontakt habe, klar.
Aber ich würde sagen, als Fußballer, wenn du in mehreren Vereinen schon gespielt hast wie ich,
dann verstehst du dich in der Mannschaft immer super.
Also ich würde sagen, ich verstehe mich mit jedem super,
weil ich einfach ein umgänglicher Typ bin, würde ich selbst von ihm behaupten.
Aber dass du so Freundschaften pflegen kannst, viele, ist auch sehr, sehr schwer.
Also vielleicht aus jeder Mannschaft nimmst du so ein, zwei Jungs mit,
mit denen du dann immer noch oft schreibst.
Aber zu mehr den Kontakt zu halten, ist einfach nicht leicht,
weil man kann ja nicht mit der ganzen Welt schreiben.
Wie war das mit dem besten Freund, als der dann gemerkt hat,
für ihn geht es nicht als Profi weiter und sieht,
du startest da irgendwie durch und spielst in Bundesliga.
Also das ist ja schon auch eine Belastung für eine Freundschaft, glaube ich, oder?
Weil der hat endlich viel investiert wahrscheinlich in diese Karriere
und sieht dann seinen Traum zerplatzen und du darfst ihn weiterleben.
Ja, das ist so das, was ich an der Freundschaft am meisten bewundere oder bewundert habe,
dass es bei ihm nie so war, okay, du schaffst es, ich schaffe es nicht.
Es ist blöd gelaufen, das habe ich nie gemerkt bei ihm.
Er hat sich einfach für mich extrem gefreut.
Und ja, er hatte auch den Traum, Fußballer zu werden,
hat dann aus verschiedenen Gründen nicht geklappt,
hat es bis zur Regionalliga geschafft, aber weiter dann halt nicht.
Aber ich weiß ganz genau, dass er mindestens genauso viel dafür getan hat wie ich.
Aber ja, Fußball ist es halt so.
Du musst an der richtigen Zeit, zu der richtigen Zeit musst du die richtige Leistung abliefern,
weil wenn da ein Scout ist und du performst nicht,
dann kriegst du vielleicht nicht das Angebot und schaffst es vielleicht nicht.
Fußball ist auch Glückssache irgendwo.
Ja, er hat es nicht geschafft, ist jetzt trotzdem als Berater noch tätig.
Dir rät er dich, oder?
Nee, tatsächlich nicht, aber er ist jetzt so in den Anfängen,
seit knapp einem Jahr, glaube ich.
Und ja, ich wusste auch, dass er im Fußball bleiben will,
weil es ist nicht ganz so einfach, wenn du deine ganze Jugend immer nur Fußball im Kopf hast.
Fußballer, ich will Fußballer werden, ich mache das, ich gehe nicht auf Partys,
weil ich habe am nächsten Tag Training.
Er hat es, wie gesagt, genauso gemacht wie ich und hat es halt nicht geschafft.
Deswegen war für mich klar, okay, der wird eh im Fußball bleiben,
weil er einfach, dass seine Leidenschaft ist
und er dort am besten ist.
Wie habt ihr es geschafft, diese Freundschaft aufrechtzuerhalten?
Du hast schon gesagt, ihr habt eigentlich immer noch jeden Tag Kontakt,
aber so auf die Ferne, so Leben,
also so richtig Leben kriegt man ja so in Freundschaften nicht rein.
Also die meisten, die dann vielleicht lange bleiben,
sind eben, weil man mal zusammen
eben auf, du hast gesagt, Partys, auf die man verzichtet hat,
auf die man eben sonst so zusammen geht,
Urlaube, die man vielleicht zusammen verbringt.
Wie habt ihr das geschafft, eben das so mit Leben zu füllen?
Ja, bei uns war es auch so, als ich damals dann nach Köln gewechselt bin, 2017,
ja, hat er gesagt, pass auf, ich habe auch gerade keinen Verein
und ich komme mit dir mit nach Köln.
Dann haben wir zusammen in Köln gelebt ein Jahr.
Zu der Zeit war ich noch nicht mit meiner Frau zusammen.
Deswegen habe ich dort mit Eddie dann gelebt.
Das ist der Name von ihm.
Grüße.
Der muss ihn bestimmt jetzt auch anhören, den Podcast.
Genau, der muss den Podcast auf jeden Fall hören,
so gut, wie ich hier über ihn rede.
Nein, haben wir zusammen gelebt.
Er hat hier dann noch in der, ich glaube, Oberliga gespielt.
Blau-Weiß-Friesdorf, glaube ich, war der Name,
in Bonn in der Nähe.
Und ja, hat es dann dort auch leider nicht geschafft.
Aber für mich war er auch extrem wichtig.
Wie gesagt, es war das erste Mal, dass ich raus aus Braunschweig war
und war da nicht ganz so alleine.
Nach dem Training war er da.
Wir haben viel unternommen.
Und ja, danach ist er wieder zurück nach Braunschweig gegangen
und lebt jetzt tatsächlich wieder in Köln.
Also ihm hat es so gut gefallen,
dass er jetzt mit seiner Freundin wieder nach Köln gegangen ist.
Und ja, meine Frau kommt auch aus Köln.
Das heißt, wenn man mal nach Köln geht, trifft man sich dann.
Und ja, wie gesagt, wir waren schon oft zusammen im Urlaub.
Seine Mama ist die beste Freundin von meiner Mama.
Also das ist wirklich wie Familie.
Spielt er noch Fußball?
Nee, tatsächlich nicht mehr.
Er macht jetzt nur noch Berater und studiert nebenbei.
Und ja, will jetzt auf diesem Weg glücklich werden.
Glaubst du, du würdest noch Fußball spielen,
wenn es damals irgendwann ein Ende gefunden hätte mit der Profikarriere?
Also wenn ich es nicht geschafft hätte?
Ja.
Ja, ich hätte, glaube ich, auf jeden Fall noch Fußball gespielt.
Auch wenn es nur bei meinem Dorfverein jetzt wäre.
Ich glaube, da ist bei mir einfach die Lust zu groß.
Ich liebe Fußball.
Es macht mir einfach extrem Spaß, jeden Tag.
Deswegen, ich hätte es nicht geschafft, glaube ich, aufzuhören.
Uli, wollte dir was sagen?
Ja.
Hattest du ja in den letzten Jahren doch einige Stationen, Profivereine.
Ist es da umso schwerer dann, wenn man auch nur so eine überschaubare Zeit beim Verein ist,
da auch richtige Freundschaften zu knüpfen, die dann auch im Vereinswechsel überstehen?
Oder sind es einfach kollegiale Beziehungen, die er meistens hat?
Und mit der Meinung versteht man sich besser, mit dem anderen weniger gut.
Aber so richtig tiefgehend ist es dann halt aufgrund der Zeit auch gar nicht möglich.
Ja, das war ja zum Beispiel in Bochum so, wo ich ein halbes Jahr war.
Da habe ich mich auch mit jedem super verstanden.
Aber es ist einfach in einem halben Jahr schwer, wie du schon gesagt hast,
so eine Freundschaft dann einfach aufzubauen.
Zu zwei, drei Jungs habe ich immer noch oft Kontakt.
Aber ja, es ist auch so, mit dem einen geht es einfach schneller.
Zum Beispiel, wenn wir jetzt hier auf Jan Jammerer, auf Jumbo kommen zum Beispiel.
Bei uns hat es direkt nach einer Woche harmoniert und wir wussten,
okay, wir passen wie die Faust aufs Auge.
Wir verstehen uns extrem gut, unsere Familien verstehen sich extrem gut.
Wir sind Nachbarn, also ja, das gehört halt auch dazu.
Aber zum Beispiel in Köln war ich fünf Jahre.
Und über die Zeit haben sich dann halt auch einfach Freundschaften entwickelt.
Aber die Fußballwelt ist halt auch so klein.
Dann gibt es einen, mit dem habe ich in Hannover gespielt,
dann wieder in Köln.
Man trifft immer wieder alte Gesichter.
Und ja, das ist einfach das Schöne am Fußball.
Wie ist es, wenn du das erste Mal so in eine Kabine reinkommst,
bei einer neuen Mannschaft?
Merkst du sofort, hast du inzwischen ein Gespür dafür?
Sorry.
Mit wem du dich da vielleicht gut verstehen könntest?
Hast du so ein Radar dafür und denkst dir bei manchen anderen,
okay, ich setze mich gleich mal irgendwie drei Plätze weiter rüber,
damit ich nicht im Mannschaftsbus neben ihm sitzen muss?
Nein, also es ist wirklich so, es ist nicht nur so dahergesagt.
In einer Fußballmannschaft, also in der ich bisher gespielt habe,
ich habe mich mit jedem verstanden.
Also es gab keinen, wo ich sage, mit dem würde ich jetzt nicht reden.
Wirklich?
Wirklich, das ist nicht gelogen.
Also in einer Fußballmannschaft wahrscheinlich auch viele ähnliche Charaktere.
Und es ist einfach so, dass es jetzt keinen gibt, wo ich sage,
boah, mit dem würde ich jetzt niemals was essen gehen oder so.
Klar, mit dem einen machst du mehr, mit dem anderen weniger.
Aber ja, viele ticken gleich auf jeden Fall im Fußballgeschäft.
Und ja, deswegen.
Was war nochmal deine Frage vorher?
Wenn ich das wüsste, hätte ich auch gerade vergessen.
Ich habe jetzt einfach...
Das würde nicht zu uns passen.
Aber sucht man sich die engen Freundinnen der Mannschaft
dann wenigstens ein bisschen positionsbezogen aus?
Also dass man jetzt sagt,
muss nicht unbedingt einer von den drei anderen Innenverteidigern,
linken Verteidigern sein?
Das habe ich gar nicht.
Also das ist bei mir gar nicht der Fall.
In Köln war ich sehr, sehr gut mit Jonas Hector befreundet,
der auch Linksverteidiger war.
Ähnliches Profil, ja.
Genau, ein sehr, sehr guter Linksverteidiger.
Mit Noah Katterbach, der jetzt beim HSV spielt,
bin ich immer noch sehr, sehr gut befreundet.
Und Ismail Jakobs spielt jetzt in Monaco,
ist auch mit meinem bester Freund, mit Eddy zusammen.
Also das waren alles Linksverteidiger.
Also das heißt, du machst die andere Strategie
und die Konkurrenten einfach umarmen.
Genau, so mache ich.
Das mache ich andersrum.
Clever.
Aber das würde ich tatsächlich gerne nochmal fragen.
Wenn sich dann so ein bisschen vielleicht Klicken bilden in so einem Team,
also du sagst jetzt, du kommst mit fast allen gut zurecht,
dann gibt es ja vielleicht auch andere, bei denen ist das nicht der Fall.
Ist das manchmal schwierig, wenn dann eben so Teile in der Mannschaft
dann viel privat machen, weil die dann auch nochmal so ein eigenes Ding fahren,
vielleicht im Training oder bei Spielen?
Nö, schwierig ist das nicht.
Also es ist ja auch immer so, in der Fußballmannschaft zum Beispiel hier in Nürnberg
sind viele Jungs da, die Familie haben.
Wir haben viele Jungs, die kleine Kinder haben im Alter von meinem Sohn.
Das ist dann einfach so, dass die Beziehungen dann einfach enger sind.
Meine Frau ist dann befreundet mit der Frau vom Hübner zum Beispiel.
Ich verstehe mich auch super mit Hübi.
Das heißt, wir treffen uns dann auch mal so und gehen zusammen was essen,
weil es einfach besser harmoniert.
Und ja, im Wipperei spielen dann die Kinder zusammen.
Dadurch reden die Frauen.
Ich verstehe mich dann auch mit den Jungs und ja, dann machen wir was zusammen.
Und ich denke auch, es ist ein Stück weit normal, dass ich jetzt,
ja, alt bin ich noch nicht, aber jetzt 27 bin,
dass ich jetzt vielleicht nicht, ja, mit einem Finn Jeltsch als Beispiel jetzt
zum Beispiel alleine essen gehe.
Nein, Tischer, wenn du das mit ihm zusammenspielen musst, dann...
Ich verstehe mich super mit ihm, ein super Junge, super Fußballer,
aber ja, ich habe meine Familie, ich mache dann gern was mit meiner Familie.
Finn ist 17, der hat noch ganz andere Hobbys vielleicht auch.
Ja, da ist man dann einfach ein bisschen anders.
Und wie gesagt, ich verbringe viel Zeit mit der Familie und dann halt mit den Kindern
und ja, dann auch meist mit Jungs, die auch Kinder haben.
Ich habe Jumbo letzte Woche gefragt, was er denn an dir besonders schätzt.
Und da meinte er, du bist so wahnsinnig lustig.
Ja?
Ja.
So komme ich gerade bestimmt.
Merken wir noch gar nicht.
Ich bin sehr ernst hier, ne?
Ja, es liegt an uns.
Wir lassen hier keine anderen Witzigkeiten zu.
Erzähl doch mal einen Witz.
Oh, da bin ich ganz schlecht drin.
Jetzt hast du mich auch auf einen falschen Fuß erwischt.
Aber auf welcher Humorebene trefft ihr euch denn?
Ui.
Ui, ui, ui.
Wir sind hier bei Kadett, du kannst alles sagen.
Ja, genau.
Das hört keiner.
Boah.
Ja, ich glaube, wir haben ein bisschen, wenn man uns zuhört, dann schüttelt man nur mit dem Kopf wahrscheinlich.
In der Fußballkabine.
Das kennen wir, ja.
Ja, in der Fußballkabine wird auch sehr viel dummes Zeug geredet.
Und ja, das ist einfach so, ne?
Wir hocken den ganzen Tag aufeinander.
Und ja, vielleicht auch ein bisschen traurig, ne?
Weil wenn man jetzt vielleicht im Büro arbeitet oder so, hat man vielleicht doch ein bisschen ernstere Themen.
Bei uns im Fußball redet man dann über, ja, was gab es zum Mittagessen, was gibt es zum Abendessen.
Dann, wer mag lieber Spinat, wer nicht.
Unsere Themen.
Ja, du kannst bei uns anfangen.
Also wenn du mal deine Karriere beendest, du bist eingeladen.
Sehr gut.
Oder ihr kommt mal zu uns in der Kabine.
Ja, auch eine Möglichkeit.
Würden wir machen, aber ich glaube, da gibt es ein paar Leute, die hätten was dagegen.
Er hört ja auch die gleiche Musik.
Wir hatten Jan Schamare ja auch schon mal im Podcast zu Gast bei uns und haben da auch über viel Musik gesprochen.
Gleiche Musik?
Ja, tatsächlich auch.
Ja, ich höre gerne seine Musik, weil er hört ja gern Afro.
Also die afrikanische Musik höre ich auch gerne.
Hat er mich ein bisschen angesteckt.
Uns auch.
Ja?
Ja.
Sehr gut.
Weil, ja, wie gesagt, wir fahren auch ab und zu zusammen zum Training oder ich nehme ihn mal mit, dann manchmal eher mich.
Deswegen hören wir dann oft Musik.
Hören gerne auch Luciano, den Deutschrapper, hören wir auch gerne.
Und ja, waren auch schon zusammen hier auf einem Konzert von ihm in Nürnberg.
Ja, ich denke, wir sind sehr ähnlich und deswegen bei ihm habe ich sofort gemerkt, dass das bei uns matcht.
Weil, weiß nicht.
Manchmal hat man ja auch die gleichen Freunde.
Ich wusste erst mit einem guten Freund von mir, ist er auch befreundet.
Deswegen wusste ich einfach, okay, wenn die sich verstehen, werde ich mich wahrscheinlich auch mit ihm verstehen.
Ja.
Wir mochten ihn auch sofort, deshalb wir können das sehr gut nachvollziehen.
Wie ist es dann aber, wenn man den Verein wieder wechseln muss und dann hat man vielleicht jemanden gerade auch irgendwie ein bisschen Schätzen gelernt und dann heißt es, okay, Laie, Verkauf, was auch immer.
Oder man selber entscheidet sich einfach wegzugehen oder der andere.
Wie ist es dann so?
Dann sagt man wahrscheinlich immer, nee, komm, wir bleiben in Kontakt.
Und dann merkt man irgendwann, okay, bei fünf Leuten hat es halt mit eingeklappt.
Ja, so ist es in der Regel eigentlich schon.
Wie gesagt, ich habe zu sechs, sieben Jungs, würde ich sagen, noch sehr, sehr guten Kontakt, die ich auch zu meiner Hochzeit einlade.
Aus verschiedenen Vereinen, aus Hannover, aus Köln, aus Wolfsburg.
Jumbo nicht.
Jumbo doch.
Und Jumbo ist auch einer, da weiß ich ganz genau, wenn einer den Verein mal wechseln sollte in 100 Jahren, dann werden wir auch noch Kontakt haben auf jeden Fall, weil, wie gesagt, unsere Familien auch einfach befreundet sind.
Und ja, ist auch auf jeden Fall auf der Hochzeit dabei, wie noch andere aus der Mannschaft auch.
Und ja, freuen wir uns auch.
Kanntest du in Nürnberg jemanden, als du hierher gekommen bist?
Ja, ich kannte Tim Handwerker, kannte ich, aus meiner Köln-Zeit.
Und jetzt muss ich mal überlegen, wen ich noch kannte.
Die Taikin kannte ich aus Wolfsburg, Olaf Rewe aus Wolfsburg und Karl Klaus aus Wolfsburg auch noch.
Ja, ich glaube, das war es so, wenn ich jetzt überlege.
Also eigentlich, wenn ich jetzt so die ersten Zweitliga-Clubs durchgehe, kenne ich eigentlich bei jedem Verein mindestens drei, vier Jungs.
Deswegen waren es bei Nürnberg echt nicht so viele.
Okay, aber schon kurios eigentlich, dass man da irgendwo hinwechseln kann und dann denkt man sich, ach, mit dem habe ich vor fünf Jahren.
Und das hat bei mir auch was damit zu tun, glaube ich.
Ich hatte ja das Privileg, alle Jugendnationalmannschaften durchlaufen zu dürfen.
Und da ist das auch einfach so.
Da lernst du den kennen, der spielt in Freiburg, der in Hoffenheim.
Und ja, durch diese Zeit lernt man dann auch viele Jungs kennen.
Und ja, freut sich dann, wenn man immer einen kennt in der Mannschaft.
Es ist natürlich leichter dann auch anzukommen.
Ganz klar.
Und wenn dann Krise ist, dann sind die Freundschaften auch auf die Probe gestellt.
Krise inwiefern?
Sportliche Krise, meine ich.
Also man hat ja schon immer so den Eindruck, dass natürlich die Stimmung wie in jeder Firma wahrscheinlich besser ist, wenn irgendwas gut läuft und sowas.
Ja, finde ich aber eigentlich nicht.
Also wenn man jetzt eine Krise hat, zum Beispiel bei uns im Verein, dann finde ich, leidet da nicht die Freundschaft runter.
Also auf gar keinen Fall.
Da haben wir dann schon auch noch andere Themen, wo wir drüber reden.
Ja, Jumbo ist auch jemand, mit dem ich, wie gesagt, als Beispiel jetzt über alles reden kann und nicht nur über den Fußball.
Und ja, deswegen leidet in einer sportlichen Krise auf jeden Fall die Freundschaft nicht.
Ist dann sogar zu viel Harmonie im Verein, in der Mannschaft?
Wie bitte?
Ist zu viel Harmonie vielleicht sogar in der Mannschaft?
Muss es nicht auch ein paar so kleine Brandherde geben?
Nee, zu viel Harmonie auf gar keinen Fall.
Ich denke, bei uns in der Mannschaft ist eine gesunde Harmonie.
Also die Mannschaft ist auf jeden Fall intakt.
Das Trainerteam ist intakt.
Da passt alles, der Mix.
Es gibt keine Störfaktoren.
Natürlich gehört es auch mal dazu, dass es im Training dann auch mal knallt und sich auch mal angemacht wird.
Das, finde ich, gehört zu einer gesunden Harmonie dazu.
Weil wenn alles zu lieb ist, dann ist auch irgendwas falsch.
Und ja, das passt bei uns.
Da knallt es auch mal im Training.
Bist du einer derjenigen, die auch mal verbal dazwischen gehen?
Also ich habe jetzt die Szene im Kopf.
Kürzlich als Erdige Wegkehrser mal auf dem Platz.
Für alle ist sehr deutlich sichtbar.
Can U so ein bisschen die Meinung.
gesagt hat.
Bist du auch einer derjenigen, die dann vielleicht eher intern in der Kabine, vielleicht nicht
unbedingt auf dem Platz vor 30.000 Leuten.
Ja, schon.
Aber da mal auch das Wort ergreift als einer der älteren Spieler ist, in Anführungszeichen.
Ja, schon.
Das ist auch eine Sache, woran ich arbeiten muss.
Ich bin manchmal auch, wenn es zum Beispiel im Training oder im Spiel nicht läuft, vielleicht
auch zu negativ.
Dass ich dann vielleicht öfter mal sagen muss, okay Jungs, weiter geht's.
Anstatt mal zu sagen, was machst du da?
Also da muss ich selber an mir arbeiten und einfach lernen, dann die positiven Dinge wieder
mehr im Kopf zu haben.
Das sagt mir der Valentini auch sehr oft.
Von ihm kann ich mir auf jeden Fall da sehr viel abgucken, weil er ein hervorragender Kapitän
ist.
Und ja, wie gesagt, ich bin aber schon einer, der mal dazwischenhaut und auch mal seine
Meinung sagt, weil so bin ich vom Typ her.
Meine Frau sagt immer, zu Hause bin ich da ganz anders, aber auf dem Platz bin ich auf
jeden Fall einer, der mal dazwischenhaut oder was sagt.
Also wir finden das immer in der Mixzone ganz erfrischend, wenn du nach Niederlagen kommst.
Ganz erfrischend?
Ja, doch immer relativ deutlich, was auch die Spielanalyse betrifft.
Das erinnere mich an das Spiel in Hannover, wo du dann in die Mixzone kamst und du, glaube
ich, so eine fünfminütige Brandrede gehalten hast, dass es so gar nicht geht.
Ja, das stimmt.
Ja, das gehört dazu.
Ich bin auch einer, der sich nach einem Spiel, nach einem schlechten Spiel sehr, sehr viel
Gedanken macht.
Vielleicht auch zu viel.
Ich gucke mir mein ganzes Spiel nochmal in Ruhe an, jede Szene und gucke, was kann ich
vielleicht besser machen.
Ja, da sind andere Jungs aus der Mannschaft oder aus meinen vorherigen Mannschaften einfach
anders.
Die sagen dann, okay, ich bin zu Hause, jetzt bin ich auch zu Hause.
Das kann ich einfach nicht.
Ich liebe da vielleicht meinen Job zu sehr und es ist einfach auch schon mein Leben.
Manchmal wünsche ich mir auch, ich wäre anders und würde sagen, okay, jetzt muss ich mal
abschalten, auch wenn ich jetzt mal ein schlechtes Spiel gemacht habe.
Aber ja, das wäre dann nicht der Janis Horn, der er ist.
Und ja, manchmal ist es gut so, manchmal ist es schlecht.
Wir schalten manchmal sogar während eines Podcasts ab, wie man den beiden gerade sieht.
Kann man zum Trainer eine Freundschaft aufbauen oder ist das einfach zu sehr vorgesetzten
Verhältnis?
Eine Freundschaft aufbauen ist vielleicht der falsche Begriff.
Also mit Fielo zum Beispiel verstehen wir uns extrem gut.
Und er ist auch einfach ein Trainer, der ja noch ungefähr unser Alter hat.
Er ist jetzt keine 50, ich weiß nicht, wie alt er geworden ist.
Das ist ja auch kein Schande.
Wie bitte?
Nichts.
Ja, er ist ja noch ein junger Trainer und weiß, wie er mit uns Jungs zu reden hat.
Deswegen kann man mit ihm auch ganz locker reden.
Eine Freundschaft aufbauen ist natürlich jetzt schwer in der aktiven Karriere.
Aber ja, er ist einfach Trainer, er ist unser Chef und deswegen hat man da einfach Respekt
vor ihm und hört, was er sagt.
Deswegen eine richtige Freundschaft aufzubauen ist einfach schwer zum Trainer.
Uli hat ein Entweder-Oder-Spiel vorbereitet und will das seit ungefähr 20 Minuten endlich
anbringen.
Wollen wir das jetzt machen?
Ich habe die Hälfte Ischer gecrashed, weil er irgendwie fünf Sachen Ischer gefragt hat,
die ich hatte.
Naja, schon.
Vorbereitung ist alles.
Ja, das hat gute alte Tradition bei uns schon bei Live-Podcasts.
Ein kleines Entweder-Oder.
Natürlich.
Ganz kurz antworten, wir können auch in die Tiefe gehen, je nachdem.
Dürfen wir da auch mitmachen?
Oder nee, wir schweigen jetzt?
Wir gehen dann in die Tiefe.
Ah, okay.
Ich fange mal über das Sportliche an.
Softer Einstieg.
Linksverteidiger oder Innenverteidiger?
Innenverteidiger.
Soll ich es begründen?
Ja.
Ich denke, ich bin besser, wenn ich das Spiel vor mir einfach habe.
Also wenn ich andere bin kann und meinen linken Fuß gut zeigen kann, gute diagonale
Pässe spielen kann.
Wie am Samstag da gegen St. Paul.
Ich wollte es gerade selber sagen, der war nicht so gut.
Aber ja, das sind ja eigentlich meine Stärken.
Da hat es leider nicht geklappt.
Aber ja, ich denke, ich bin mutig von hinten heraus.
Habe gerne den Ball am Fuß.
Und ja, habe, wie gesagt, das Spiel einfach noch lieber komplett vor mir geöffnet.
Als Ausverteidiger bist du ja ein bisschen eingeschränkt.
Dann haben wir auch das Thema schon abgehakt.
Wir kriegen ja viele Turschriften von Lesern.
Und ein Vorschlag, Leser, Hörer in dem Sinn, war, dass man doch jetzt eigentlich Jannis Horn
auf links spielen lassen könnte, weil Nene eh weg ist.
Und dann könnte man Marquez mit Jenfelsch, mit Finn Jelsch, Jenfelsch ist auch schön, in
der Innenverteidigung spielen lassen.
Marquez ein bisschen bei Laune zu halten, also wäre jetzt nicht so deine Wunschvorstellung.
Also wie gesagt, das ist jetzt zwar ein Spruch, den ihr wahrscheinlich nicht gerne hören
werdet, aber ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt.
Das ist ganz klar.
Den höre ich sehr gerne.
Nein, ich spiele einfach selber lieber Innenverteidiger, am liebsten in der Dreierkette.
Aber ja, ich habe meine ganze Karriere vorher auf der Linksverteidigerposition gespielt.
Und ja, deswegen, wenn der Trainer dann sagen würde, okay, Jannis, du spielst jetzt links,
dann bin ich auch nicht traurig und gebe dort mein Bestes.
Wir haben vorab in unserer Facebook-Gruppe von Kadepp auch gefragt, ob noch jemand Fragen
an dich hat.
Da war eben auch ein Thema, ob du dir vorstellen kannst, nach dem Wecken von Nene Brown wieder
auf links zu wechseln.
Das hast du beantwortet.
Ein sogenannter Tschuggi, vielleicht ist er auch heute Abend hier vor Ort.
Nein.
Alles schweigen zumindest.
Ich würde ja auch gerne wissen, mit welchem Innenverteidiger du am liebsten zusammenspielst.
Jetzt kannst du bisher noch für die Stimmung in der Kabine...
Ja, das kann ich nicht so sagen.
Also wie gesagt, ich muss einfach meinen Hut davor ziehen, wie der Fynn Jeltsches macht.
Mit 17 Jahren so weit zu sein, das ist nicht ganz so schlecht.
Ich spiele sehr, sehr gerne momentan mit ihm zusammen.
Er ist sehr weit im Kopf und sehr clever, zweikampfstark, mutig.
Also ja, ich glaube, ihn da gerade rauszunehmen ist einfach schwer.
Deswegen, er macht es sehr, sehr gut.
Wir verstehen uns außerhalb des Platzes auch sehr, sehr gut.
Deswegen, ich bin gerade glücklich, so wie es ist.
Ich hoffe, ich spreche es richtig aus.
Jetzt komme ich zum kulinarischen Teil.
Uhlen und Apen oder Lebkuchen?
Lebkuchen.
Dieser Taxfix-Bot läuft auf doppelter Geschwindigkeit,
weil wir wissen, dass du keine Lust hast, deine Zeit mit der Steuer zu verschwenden.
Mit Tafix machst du nämlich die Steuer einfach und schnell selbst
oder kannst sie sogar von einer Expertin komplett für dich erledigen lassen.
Und mit dem Code STEUER26 schaust du dabei 5 Euro.
Lade einfach die App runter, telle deine Dokumente und beantworte ein paar Fragen.
Ganz flexibel und genau so, wie es dir passt.
Über 800 Euro Steuererklärung wurden schon mit Taxfix eingereicht.
Und 9 von 10 haben eine Erstattung erhalten.
Hol auch du dir einfach im Schmitt 1172 Euro für eine Steuer zu holen.
Und damit schreiben wir noch mal den wichtigsten Teil.
Ganz in Ruhe.
Mit dem Code STEUER26 sparst du jetzt 5 Euro.
Taxfix.
Steuern einfach machen.
Jetzt musst du uns aber noch erklären, was Uhlen und Apen sind.
Ja, das wollte ich dich gerade fragen.
Also ich weiß nur, braunschweigisches Backwerk.
Wie heißt das?
Uhlen und Apen.
Boah, das, entweder ich blamier mich jetzt komplett,
aber ich hab's, glaube ich, noch nie gehört.
Ich tipp da auch eher auf Uli.
Das ist Uli.
Also würde bei Wikipedia als Braunschweiger Backspezialität.
Ja, okay, da muss ich.
Hört man mich noch?
Ja.
Da muss ich meine Mama mal fragen.
Ich weiß es wirklich nicht.
Also entweder, wie gesagt, ich blamier mich oder du blamierst dich.
Kommen wir zu den fieseren Fragen.
Ja.
So langsam.
Achim Bayer-Lorzer oder Bertram Bayer-Lorzer?
Achim Bayer-Lorzer oder?
Bertram Bayer-Lorzer.
Wer ist das?
Sein Bruder, der hat auch beim 1. FC Nürnberg
und anderen gespielt.
Also du weißt, worauf die Frage abzielt?
Ja.
Dich nicht.
Vielleicht, weil ich unter Achim Bayer-Lorzer nicht gespielt habe
und aussortiert wurde.
Ja, das ist jetzt schwer zu sagen.
Ich kenne den Bruder nicht, deswegen sage ich Achim Bayer-Lorzer.
Vielleicht ist er noch schlimmer.
Nein.
Als Mensch war Achim Bayer-Lorzer echt gut.
Ich kam auch gut mit ihm klar, aber es hat er nicht gepasst.
Er hat gesagt, ich spiele bei ihm nicht.
Und dann wollte ich mich umorientieren und habe es auch gemacht.
Deswegen sage ich Achim Bayer-Lorzer.
Das müssen wir dann einfach aushalten, solche Sprüche.
Also es kommt ein Trainer und sagt, du nicht mehr.
Ja, manchmal ist es halt so im Fußball.
Zu der Zeit dachte ich auch, das kann nicht sein,
weil ich habe echt gut trainiert auch unter ihm, fand ich.
Und dachte eigentlich, ich kriege jetzt wieder meine Chance in Köln.
Aber er hat mir ganz klar gesagt, nein, du wirst keine Chance bei mir kriegen.
Und ja, dann bin ich auch keiner, der sagt, okay, ich habe jetzt hier noch Vertrag.
Ich sitze jetzt in meinem Vertrag aus, weil ich kriege gutes Geld.
Sondern ich bin Fußballer durch und durch.
Ich will auf dem Platz stehen, Spiele gewinnen.
Und ja, deswegen war für mich auch ganz klar, dass ich wechseln will.
Was sind das für Gespräche?
Begründen das die Trainer dann ausführlich?
Oder sagen die, so im Vorbeigehen mal den einen Satz.
Übrigens, du spielst hier nie wieder, solange ich noch Trainer bin.
Damals kann ich auch so klar sagen, finde ich, hätte ich mir schon gewünscht,
dass man es mir klarer sagt, weil eine Begründung wichtig war es auch nicht.
Klar, Jonas Hektor hat oft dann auch auf der Linksverteidigerposition gespielt.
Da musste ich mich auch oft hinten anstellen, weil er einfach Nationalspieler war,
ein mega Linksverteidiger war und dann ihn nicht rankam.
Ich habe trotzdem meine 80 Spiele, glaube ich, circa in Köln gemacht,
weil er dann oft auf die 6 gewechselt ist.
Aber ja, begründet worden war es eigentlich gar nicht richtig zu der Zeit.
Ich habe mir nur gesagt, ich werde nicht spielen.
Und dann war für mich klar, okay, wenn das so ist, dann gehe ich nochmal in die zweite Liga.
Da habe ich kein Problem mit.
Wie abhängig ist man von so einem guten Timing in so einer Fußballkirche?
Weil, keine Ahnung, Leute mit normaleren Jobs, die sagen halt,
okay, das ist vielleicht der Arbeitgeber, der mich irgendwie interessiert und wo ich weiterkomme.
Und dann kann es da eigentlich auch ganz gut funktionieren.
Als Fußballprofi denkst du dir, okay, die Station könnte funktionieren.
Dann kommst du hin, dann geht der Trainer aber weg oder wird weggeschickt.
Und man ist vielleicht ständig am falschen Ort, obwohl man eigentlich vielleicht für den Verein insgesamt der Richtige wäre.
Wie schwierig ist das so auszuhalten?
Ja, das musst du halt aushalten als Fußballer.
Das ist so in deinem Job.
Ich hatte schon sehr, sehr viele Trainer.
Und na klar, ein neuer Trainer heißt auch eine neue Chance.
Aber es ist auch so, wenn ein neuer Trainer kommt und du spielst davor,
heißt es auch, du musst dich wieder neu beweisen.
Also es ist immer für die Jungs, die wahrscheinlich zu der Zeit nicht spielen,
ist es gut, wenn ein neuer Trainer kommt, weil sie sich neu beweisen müssen.
Aber auch die Jungs, die spielen, müssen sich neu beweisen.
Also es ist ja immer im Fußball so.
Und ich habe es einfach geliebt.
Ich mag den Konkurrenzkampf.
Der pusht mich auch einfach nach vorne, weil ohne wäre man vielleicht auch ein bisschen einfach zufrieden
und würde sich sagen, okay, ich spiele ja eh, es gibt ja keinen.
Und deswegen, ich persönlich habe gerne einen Konkurrenzkampf.
Und wenn ich merke, ich bin gerade hinten dran, dann bin ich auch keiner,
der da viel rumdiskutiert und sagt, warum nicht und bla bla.
Ich bin da sehr selbstkritisch und weiß, ob ich es gerade verdient habe zu spielen oder auch nicht.
Und ja, aber ich finde, das gehört einfach dazu, der Konkurrenzkampf.
Das ist auch wichtig.
Gewöhnt man sich daran, dass im Fußball der direkte Vorgesetzte praktisch jederzeit rausfliegen kann?
Also nimmt man das dann irgendwann hin und denkt sich, ja, ist halt so, das ist dieses Business.
Ja, schon, weil ich auch in Köln und in Wolfsburg gemerkt habe, wie schnell das gehen kann.
Da hat es immer einen Trainer drei Monate, dann ist er wieder raus, dann kommt ein neuer,
dann kommt ein neuer Sportvorstand, dann ist alles neu gewürfelt.
Ja, besonders halt bei einem großen Verein wie in Köln zum Beispiel,
da hatte man dann auch in der jüngsten Vergangenheit, okay, mit Steffen Baumgart schon,
aber davor halt auch einfach nicht die Geduld.
Wenn es dann mal drei Monate nicht lief, dann wurde der Trainer ausgetauscht oder der Sportvorstand.
Und ja, bei so Traditionsklubs ist das ja vielleicht noch öfter der Fall.
Und ja, natürlich ist es nicht immer leicht, aber so ist halt das.
Hat man dann Mitleid oder denkt man sich, wie im Fall Bayer-Lotzer,
okay, anders als könnte der jederzeit auch mich irgendwie auf die Banktribüne und sonst was sitzen
und deshalb nehme ich das halt schulterzuckend hin?
Ja, ich glaube, da bin ich zu sehr Mensch.
Da habe ich persönlich auch Mitleid.
Wenn ich dann weiß, okay, vielleicht hängt da die ganze Familie dran,
die haben sich jetzt ein neues Heim gesucht in Köln und dann nach drei Monaten müssen sie wieder wegziehen.
Das ist halt der Job, aber es ist extrem hart.
Aber ja, als Trainer weißt du ja auch einfach, dass es der Erste ist wahrscheinlich,
wenn es mal nicht läuft, der dann fliegt.
Wie macht man das mit Abschieden im Fußball?
Also wenn du sagst, du verstehst dich, du hast dich eigentlich in jeder Mannschaft
immer mit sehr vielen oder allen verstanden.
Und wenn du dann wechseln musstest, durftest, geht man dann nochmal in die Kabine
und spricht ein paar kluge Worte oder packt man Koffer und verlässt die Stadt so schnell wie möglich?
Nee, also in Köln zum Beispiel, da war ich ja meine längste Zeit in der Karriere.
Da war es schon sehr schwer.
Ja, sind auch ein paar Tränen gekullert, weil ich mit den Jungs einfach Freundschaften geschlossen habe fürs Leben,
viele Erinnerungen.
Ich habe meine Frau dort kennengelernt.
Und immer noch viele Freunde dort einfach auch.
Und ja, die Zeit war einfach extrem schön.
Und da bin ich auch sehr emotional.
Und ja klar, in Bochum zum Beispiel, da war ich ein halbes Jahr.
Da war es jetzt nicht so schlimm.
Da wollte ich auch unbedingt weg.
Ich habe nicht gespielt.
Und da war es dann einfach nicht emotional, gebe ich auch ganz offen und ehrlich zu.
Hatte einfach nicht so eine Bindung aufgebaut zu der Stadt wie mit Köln einfach.
Ich denke, das ist normal.
Aber ja, jetzt sind wir einfach in einer Zeit, wo wir sagen, okay, wir wollen jetzt auch mal wieder irgendwo ankommen.
Und ja, das kann man hier auf jeden Fall in Nürnberg.
Wir haben da ein Entweder-Oder ein bisschen torpediert.
Aber gutes Stichwort Köln.
Kölner Karneval oder Fasnacht in Franken?
Man kann auch beides ablehnen.
Kölner Karneval.
Aktiv richtig mitgefeiert?
Ja, wir waren auch jetzt tatsächlich Karneval feiern.
Als was gehst du an Karnevals?
Als was bin ich denn jetzt gegangen?
Als Hippie tatsächlich.
So 70er Jahre Hippie.
Und meine Frau auch.
Dann waren wir so im Partnerkostüm.
Das war cool.
Als ich frisch nach Köln gekommen bin, war ich kein Karneval-Fan.
Weil das, ja.
Und dann hat mich die Stadt gebrochen.
Dann hat mich die Stadt gepackt.
Und dann, ja.
Jetzt macht es mir einfach Spaß.
Und sehr viele alte Gesichter.
Deswegen ist es cool.
Wir hatten es vorhin schon von Chili con Kale.
Lieferando oder Chefkoch.de?
Früher Lieferando.
Sehr, sehr viel.
Als ich alleine gelebt habe.
Sehr, sehr viel.
Aber jetzt ist meine Frau die Chefköchin und macht das auch hervorragend.
Musst du ja sagen, sie ist mit dir.
Natürlich, sie sitzt hier.
Deswegen.
Sonst hätte ich was anderes gesagt.
Nein, natürlich nicht.
Nein, nein.
Sie macht das schon wirklich super.
Auch oft.
Kommen wir zur Abteilung Kultur.
Tatort oder Breaking Bad?
Oh, Breaking Bad.
Tatort.
Guckt meine Familie viel.
Auch meine Eltern.
Aber bin ich noch nicht zugekommen.
Und vielleicht bin ich noch nicht in dem Alter.
Ich bin noch ein bisschen zu jung.
Danke.
Wir haben uns heute darüber unterhalten.
Eine aktuelle.
Du hast es, oder?
Golotze, der eine Serie sucht.
Gerade auf Netflix.
Hast du eine Empfehlung?
Eine aktuelle?
Oh, welche haben wir jetzt geguckt?
Ich hatte eine gute Serie.
Aber ich bin so vergisslich.
Ich weiß es nicht mehr.
Aber ich habe viel geguckt.
Die Klassiker auch.
Haus des Geldes zum Beispiel.
Finde ich gut.
Breaking Bad.
Prison Break.
Natürlich.
Aber gebt mir noch mal ein paar Minuten.
Dann denke ich noch mal ein bisschen nach.
Dann sage ich euch noch ein paar.
In eurem Kölner Haus hattest du eine schöne Spiele-Ecke, habe ich gesehen.
Call of Duty oder Super Mario Kart?
Call of Duty.
Ich spiele auch viel mit meinen Jungs aus der Heimat.
Spiele ich viel Call of Duty.
Tatsächlich nachher auch noch.
Davon weiß meine Frau noch nichts.
Aber nachher auch noch.
Aber ja, Call of Duty spiele ich sehr gerne.
Du weißt noch nicht, wie lange der Abend hier geht.
Wir werden das jetzt verhindern.
Ja, bitte nicht.
Hast du noch mal ein bisschen mehr Platz zum Spielen?
Ja, tatsächlich.
Damals hatte ich eine sehr kleine Spiele-Ecke.
Jetzt habe ich ein ganzes Zimmer für mich.
Ja, ein schönes Haus, viel Platz.
Und da habe ich meinen eigenen Bereich.
Auch eine Etage über meiner Frau und meinem Sohn.
Deswegen kann ich da auch ein bisschen rumschreien.
Aber verdient man beim Klub eindeutig besser als in Köln?
Oder die Mieten sind günstiger?
Die Mieten sind günstiger, ja.
Clever.
Wie schaut es mit FIFA aus?
Er ist ja unter Profifußball dann eigentlich Pflicht.
FC heißt es ja jetzt.
Genau.
Habe ich früher sehr viel gespielt.
Jetzt tatsächlich gar nicht mehr.
Ich weiß nicht.
Irgendwie habe ich jetzt nur das Call of Duty,
was ich mit meinen Jungs spiele.
Und FIFA gar nicht mehr.
Ich habe einmal gegen Jumbo gespielt.
Habe 3-0 nach 30 Minuten zurückgelegen.
Und dann habe ich gesagt, okay, das war es.
Verlieren kann ich gar nicht.
Es gab beim 1. FC Nürnberg eine relativ große Gruppe,
die immer Formel 1, ich glaube, Martenia war da auch dabei.
Aber die gibt es nicht mehr.
Habe ich auf jeden Fall noch nichts von gehört, Formel 1.
Die Jungs spielen ja immer Wizard.
Falls einer kennt das, Karten spielen die jeden Tag.
Da bin ich auch nicht so drin.
Aber in den einen Jungs.
Das hat man gemerkt jetzt, ja.
Aber wenn eine neue FIFA-Ausgabe rauskommt,
dann schaut man schon zuerst mal,
ob man gut getroffen ist, ob man sich erkennt.
Nee, gar nicht mehr.
Das war so, als ich dann das erste Mal beim FIFA dabei war.
Da war ich ganz nervös.
Ich habe direkt das Spiel gekauft und habe geguckt,
wie sehe ich aus.
Da hatte ich ja noch nicht dieses In-Game-Face.
Das gibt es ja jetzt als In-Game-Face,
dass es ein echtes Gesicht ist.
Das habe ich ja mittlerweile.
Und habe ich dann einmal gesehen, habe ich mich gefreut.
Aber ich spiele halt jetzt nicht mehr deswegen.
Ich weiß auf jeden Fall,
dass ich, glaube ich, ganz gute Werte
im Schnelligkeitsbereich habe.
Also schreiben mir Leute oft bei Instagram,
dass du das, was ich mitkriege.
Okay.
Bleiben wir beim Sportlichen.
Nürnberg-Falkens oder Miami Heat?
Boah, Nürnberg-Falkens.
Ich habe wirklich nicht,
dass du mir jetzt ein paar Basketball-Fragen stellst.
Fast gar keine Ahnung von Basketball.
Ich auch nicht.
Okay, gut.
Sebastian Gloser ist ja ein großer Experte.
Ja, ich gar nicht.
Du kannst ihm jetzt all die Fragen stellen,
die du schon immer stellen wolltest.
Das heißt, du hast eine Einlage bekommen
und gesagt bekommen,
komm, geh mal am Sonntag zum Basketball,
hopp dich da in die erste Reihe.
Es war so tatsächlich,
wir wurden eingeladen
und haben dann gesagt,
okay, gucken wir uns gerne mal an.
Sind dann in die Halle da gefahren.
Ich glaube,
Kia Metropole Arena heißt der,
wenn ich mich irre.
und wir hatten einfach einen richtig schönen Abend.
Die Jungs haben leider verloren,
aber es hatte richtig viel Spaß gemacht.
Wir hatten super Sitzplätze.
Der Service war mega.
Das Spiel an sich,
Basketball ist schon sehr, sehr cool.
Wie gesagt,
jetzt mittlerweile verstehe ich auch das meiste.
Aber wir waren jetzt auch schon zweimal da
und wollen gerne auch noch ein drittes Mal gehen.
Wir sind da so eine Gruppe mit Flicky, Schleimer.
Und wer war noch dabei?
Ich glaube nur Flicky und Schleimer
und ich, genau.
Aber wir drei gehen sehr gerne.
Irgendwer für das war noch mal dabei.
Ich glaube,
Low Camper war auch einmal da.
Felix.
Ja.
Aber ich komme auch nicht mehr drauf.
Tim Handwerker, glaube ich, war es.
Das stimmt.
Ja, genau.
Genau, genau.
Ja, es macht schon Spaß.
Und die haben alle keine Ahnung von diesem Sport?
Das weiß ich gar nicht.
Mit Flicky habe ich tatsächlich heute darüber gesprochen.
Er meinte auch,
er hat keine Ahnung.
Und Schleimer, glaube ich, auch nicht.
Du gehst bei Fußball?
Bei Fußball?
Haben alle Ahnung.
Ja.
Ich hoffe doch.
Ich hoffe doch.
Ich hätte den Job verfehlt.
Nein.
Ja, Fußball gucke ich auch viel persönlich.
Sehr viel.
Champions League und so immer.
Bundesliga gucke ich oft.
Weißt du, wer der aktuelle Rechtsverteidiger
bei Borussia Dortmund ist?
Marius Wolf.
Und Rechtsverteidiger noch?
Boah, warte mal.
Marius Wolf hat im letzten Spiel gespielt.
Sonst?
An dieser Frage sind in dem Podcast
Sühle.
Schau ein paar Menschen.
Sühle hat kürzlich auch mal.
Da merkst du, ne?
Ich bin mich aus.
Top.
Wir sind nämlich nicht mehr so drin in diesem Bundesliga-Gameball.
Nein?
Ein Verein hier betreuen, der seit vielen Jahren in der zweiten Liga spielt.
Ich weiß.
Das weiß ich.
Ja, aber ein paar Jahre noch.
Wann kriegen wir es hin?
Ein paar Jahre?
Ja, wer weiß.
Dieses Jahr wahrscheinlich nicht.
Aber warum nicht nächstes Jahr oder übernächstes?
Vielleicht steckt man sich dann mal andere Ziele.
Aufstieg abgesagt.
Freut mich schon in diesem Podcast.
Das ist wirklich die größte Niederlage.
Es muss einfach auch der Anspruch vom Klub sein,
früher oder später wieder Bundesliga zu spielen.
Ist ja ganz klar.
Deswegen bin ich auch hierher gekommen.
Da mache ich auch kein Hegel draus.
Und ja, diese Saison wird es ja wahrscheinlich nichts.
So ehrlich muss man auch sein.
Aber in den nächsten Jahren mal oben anzugreifen,
muss das Ziel sein.
Und ja, darauf bereiten wir uns dann auch vor ab Sommer.
Also nächstes Jahr habe ich das jetzt richtig verstanden,
dass wir uns darauf geeinigt haben.
Wenn du mich fragst, möchte ich natürlich hier aufsteigen.
Saisonziel formuliert.
Vielen Dank.
Ja, ich bin ganz offen und ehrlich.
Es ist jetzt nicht Saisonziel für nächstes Jahr.
Aber ja, natürlich will ich aufsteigen.
Klar, das will mich hier.
Ja.
Den Folgentitel haben wir auch für die Folgen.
Nächstes Jahr sind wir oben.
Ich glaube, so hat er es gesagt.
Bei ein paar Jahren noch ist dem Finanzvorstand wahrscheinlich gerade Schweiß ausgebrochen auf der Stirn.
Aber hinter uns, das kann man vielleicht mal sagen,
diejenigen, die heute Abend da sind,
sehen das ja zumindest so ein bisschen flimmerig.
laufen hier immer historische Szenen des 1. FC Nürnbergs.
So kann man es vielleicht mal grob umschreiben.
Frank Baumann ist da gerade einer der Hauptstelle.
Das ist die Sekunde.
Frank Baumann, der ja den Abstieg besiegelt aus der Bundesliga.
Es kommt dann aber auch später mal der DFB-Pokalsieg.
Wenn du eine Szene jetzt dir vorstellen kannst, die du noch in den nächsten Jahren hier schaffst,
die irgendwann in diesen Film mit reingeschnitten wird, der hinter uns läuft,
was ist da zu sehen?
Eine Aufstiegsfeier mit Bierdusche oder was?
Oder vielleicht einfach ein Pokalsieg oder so?
Nö, der Aufstieg.
Auf jeden Fall.
Und du mit Kapitänsbinde?
Ja, das wäre schön.
Natürlich, ich übernehme sehr gerne Verantwortung.
Aber der Walle macht so gut und ich hoffe, der spielt noch ein paar Jahre.
Deswegen, der ist ein sehr, sehr guter Kapitän.
Musstest du am Sonntag was ausgeben?
Bei Samstag?
Ich muss jetzt noch was in die Mannschaftskasse zahlen.
Also zählt das auch, wenn man während des Spiels die Binde bekommt, dann kostet das trotzdem.
Ja.
Und du bist nicht schnell genug weggekommen, als Walle mit dir gekommen ist?
Nee.
Wie meinst du das?
Dass du es nicht nimmst, dass du nichts zahlen musst.
Nein, ich habe mich gefreut.
Wie gesagt, Kapitänsbinde tragen zu dürfen für den Klub ist etwas ganz Besonderes.
Das hat mich sehr gefreut.
Ich habe dann leider direkt den Fehlpass gemacht.
Deswegen war die Binde vielleicht ein bisschen schwer.
Aber es war ein schönes Gefühl.
Sehr, sehr schönes Gefühl.
Und vielleicht in Zukunft nochmal öfter.
Würde ich mich sehr freuen, natürlich.
Aber Walle, wie gesagt, macht das sehr, sehr gut.
Und sein Vertreter, Jumbo und Martenia auch.
Und wenn du nochmal diese Filmszene denkst, wer ist noch mit dir aus der aktuellen Mannschaft auf diesem Video?
Alle.
Alle Jungs.
Ich stehe neben Jumbo.
Genau.
Okay.
Okay.
Lautsprecher oder leise Träter?
Lautsprecher.
Ja.
Also war auch eine Sache, die Jumbo gesagt hat.
Er hat gesagt, er redet so unglaublich viel.
Es gibt keinen der Mannschaft, der so viel redet.
Also auch in der Kabine.
Ja.
Das ist auch immer eine Diskussion.
Wenn wir jetzt wieder beim Thema sind, über was redet er in der Kabine, reden wir auch sehr viel darüber, wer mehr redet.
Er oder ich.
Ich würde sagen er.
Aber er sagt ich.
Deswegen.
Fifty-fifty.
Modemuffel oder Trendsetter?
Boah, Trendsetter weiß ich jetzt nicht.
Ja, gehe schon gern shoppen.
Probiere mich, ja, für mich ganz gut zu kleiden.
Muss nicht jedem gefallen.
Ich bin da, ja, vielleicht so.
Ja, ich entscheide für mich einfach, was ich denke, was mir steht, was nicht.
Und ja, Modemuffel auf gar keinen Fall.
In Köln gab es ja so einen Menschen, der dann zu dir nach Hause gekommen ist und dann Sachen mitgebracht hat, die ihr euch dann ausgesucht habt.
Gibt es sowas in Nürnberg auch?
Der kommt tatsächlich aus Nürnberg.
Der kam damals schon aus Nürnberg und ist nach Köln gefahren?
Ja, das war lustig.
Der kommt aus Nürnberg tatsächlich.
Brian heißt der, liebe Grüße.
Grüße?
Genau.
Der Nächste, der sich den Podcast anhören muss.
Das ist super.
Vor allem eine neue Zielgruppe.
Kann der mal zu uns in die Redaktion kommen.
Wir hätten auch noch wieder Arsch.
Weil wir heute Abend wieder sieben.
Ja, der hat hier in einem Store in Nürnberg gearbeitet.
Und ja, macht jetzt für sehr, sehr viele auch bekannte Fußballer wie Erling Haaland zum Beispiel.
Ja, auch ein bisschen so den Style.
Die Jungs, die da Lust drauf haben.
Und ja, er kam dann ab und zu nach Köln mit einem Berg voller Klamotten.
Dann kamen acht, neun Mann aus meiner Mannschaft damals in Köln.
Und zu mir in die Wohnung, haben sie sich ein paar Sachen ausgesucht.
Und ja, dann ist er wieder gefahren.
Aber ich bin auch trotzdem sehr gut mit ihm befreundet.
Also es war nicht nur, dass er bezüglich der Sachen nach Köln kam, sondern einfach, weil man sich auch so gut versteht.
Also eine Art Tupperparty mit T-Shirts.
Ja, genau.
Bitte weiter, manchmal gibt es so Momente.
Ja, was hatte ich denn noch?
Die Frage Hip-Hop oder Heavy Metal haben wir ja schon geklärt.
Hip-Hop.
Hat da schon mal jemand Heavy Metal gesagt?
Nee.
Der Uli selbst.
Martinia, oder?
Ich glaube, Martinia hört sowas, ne?
Der Chris, ja, oder?
Oder täusche ich mich da?
Ich glaube, der hört sowas oft.
Zurzeit bestimmt noch mal mehr.
Aber der geht auch zu Helene Fischer, glaube ich, oder?
Kann auch sein.
Das ist jetzt nah am Rufmord, was wir hier veranstalten.
Aber gut, dafür sind wir berühmt.
Wäre es bei euch der Kabinendj?
Boah, ich glaube, vor den Spielen macht das Geil, sieht tatsächlich die Musik.
Also Helene Fischer?
Nee, da läuft gar nicht Helene Fischer.
Da läuft eigentlich so ein Mix aus Charts, aus ein paar Klassiker, die dich motivieren vor dem Spiel.
Für mich ist das persönlich jetzt nichts.
Ich höre meine eigene Musik.
Das wollte ich gerade fragen.
Macht das nicht Latsch dann inzwischen eh jeder mit seinem eigenen Kopfhörer rum?
Das ist unterschiedlich.
Ich würde sagen, Hälfte, Hälfte.
Johannes Geist denkt immer noch, erste Kabinendjahre.
Und alle hören einfach irgendwas Alternatives.
Vielleicht sollte ihm das mal jemand, vielleicht soll er sich auch mal den Podcast anhören,
dass er sich das sparen kann, die Mühe.
Bringt immer seine Schaltladen mit von zu Hause.
Ich weiß gar nicht tatsächlich.
Also ich habe immer meine eigenen Kopfhörer auf.
Wenn ich so durch die Kabine schaue, sehe ich auch viele mit ihren Kopfhörer auf.
Aber ein paar Jungs haben auch keine auf.
Deswegen ist es schon gut, dass er das noch macht.
Das ist ja auch immer so ein guter Trick, um an Journalisten vorbeizukommen.
Er hat einfach irgendwelche Kopfhörer auf und schaut aufs Handy und keiner spricht dann an.
Ah, merke ich mir.
Und nach dem Spiel ist es dann ein anderer oder der Kabinendjahre?
Ich glaube, da darf jeder mal bei uns tatsächlich.
Also wenn du nach dem Training auch in die Kabine kommst, dann macht der Ammo auch manchmal Musik,
der Thailan, wenn du in den Kraftraum gehst, ist der Joseph Hangbo, der immer seine Musik laufen lässt.
Ich mache auch oft meine Musik da im Kraftraum.
Also das ist echt unterschiedlich bei uns.
Da gibt es gar nicht so den klassischen DJ, würde ich sagen.
Und in Magdeburg kommt dann mal der Trainer kurz rein und sagt, könnt ihr mal ganz kurz leiser stellen?
Wir müssten dann auch eine Pressekonferenz abhalten.
Ja.
Hast du nicht mitbekommen?
Nein.
Die Kabine war ja neben dem Pressekonferenzraum und dann musste Christian Fjell nochmal rüber
und Geisi oder wem auch immer sagen, bitte mal ein bisschen leiser.
War schön.
Das wusste ich gar nicht.
Und der Kabinendjahre ist immer einer, der weiß, dass er heute eh nicht spielen wird
und der hat dann Zeit, sich vorher vorzubereiten?
Nein.
Nein.
Nein.
Das war gemein.
Jetzt?
Du sagst, er ist angekommen in dem Podcast.
Nein, natürlich nicht.
Der Geisi macht das einfach hervorragend.
Aber es war auch so, dass der Geisi…
Du weißt das ja gar nicht.
Du hörst ja dann zu.
Also…
Ja, aber das Feedback, was ich von den Jungs kriege, ist, glaube ich, in Ordnung.
Aber nee, ich glaube, es war auch tatsächlich bei einem Spiel mal, da war Geisi nicht dabei.
Da war es sogar unser Doc, der die Musik angemacht hat.
Also bei uns ist es echt komplett der Mix.
Da darf jeder mal ran.
Da kannst du auch mal reinkommen.
Okay.
Jetzt wissen wir zumindest, warum Geisi nicht vertragen.
Da müssen wir Kadep hören.
Vor dem Spiel Kadep wäre auch mal eine…
Wie viele Fragen hast du noch?
Weil in fünf Minuten, das müssen wir jetzt allen dazu sagen, ist hier gleich Shutdown im Clubhouse.
Da wird dann einmal alle Lichter und der ganze Strom geht aus.
Echt?
Und dann geht es aber vielleicht noch weiter.
Müssen wir mal gucken.
Bibel oder Bild-Zeitung?
Bibel.
Hat natürlich im Hintergrund die Frage, also die Bibel steht bei dir auf dem Nachttisch.
Genau.
Du bist ein gläubiger Mensch.
Ja, ich bin ein gläubiger Mensch.
Ich bin jetzt keiner, der…
Also man kann auch glauben, was in der Bild-Zeitung steht, aber das ist wieder ein anderes Thema.
Ja, ich bin jetzt keiner, der täglich in der Bibel liest, aber ich habe schon mein Glauben
und habe da so meine Rituale vor dem Spiel, vor dem Schlafen gehen.
Ja, das ist mir einfach wichtig, weil ich einfach dankbar bin für das, was ich alles habe.
Man muss das auch auf jeden Fall schätzen.
Ja, wir haben ein sehr, sehr privilegiertes Leben, meine Familie und ich.
Deswegen, es kommt nicht irgendwo her, denke ich mir.
Und ja, ich habe da meinen Glauben.
Wie ist das innerhalb der Mannschaften?
Ist das ein Thema, wo man den anderen eher auf die Nerven geht?
Oder beim Klub ist es, glaube ich, auch Enrico Valentini, der so eine Art, keine Ahnung, was das so, Bibelkreise auch abhält.
Genau, da gibt es eine WhatsApp-Gruppe.
Bist du da auch mit drin?
Ja, da bin ich auch mit drin.
Tatsächlich haben wir es aber noch nicht geschafft, dass wir mal alle zusammen sind.
Aber der Walle schreibt dann immer rein, dass ein Hauskreis bei ihm zu Hause ist.
Und da treffen sich dann, ich glaube, in der Gruppe sind sechs, sieben, acht Mann.
Und ja, muss ich unbedingt mal hin, nehme ich mir immer vor.
Aber es hat einfach in den letzten Wochen nicht geklappt.
Und ja, Walle ist auch sehr gläubig.
Und ja, ist doch schön.
Aber sind das noch viele Spieler?
Kriegst du das mit?
Oder ist das eher was wie in der kompletten Gesellschaft, was weniger wird?
Ja, es ist jetzt nicht so ein Thema, wo man offen drüber spricht, würde ich sagen, in der Mannschaft.
Eigentlich schade.
Aber bei manchen merkst du es halt eher zum Beispiel.
Ich habe auch mit einigen Brasilianern zusammengespielt.
Bei denen merkst du es ja einfach, wie gläubig die sind.
Beim Ritual, wie die auf den Platz gehen.
Oder anhand der Tätowierung auch schon.
Luis Gustavo als Beispiel oder so.
Da merkst du das einfach, dass die einen starken Glauben besitzen.
Aber ich denke, es gibt auch viele in der Mannschaft, die ihren Glauben haben.
Aber halt nicht drüber reden.
Muss ja jeder oder kann ja jeder so machen, wie er mag.
Und ja, umso mehr Leute wir im Hauskreis dann mal sind, desto besser.
Dankeschön.
Betest du auch, wenn du auf den Platz gehst?
Ja, ich habe da meine Sachen, die ich mir sage.
Auch vom Schlafen gehen immer.
Und ja, das sind so meine Sachen, ohne die ich, oder meine Ritualien, ohne die ich nicht schlafen kann, nicht arbeiten kann.
Ja, das ist so bei mir im Kopf.
War das schon immer so?
Wurdest du besonders christlich erzogen oder kam das dann jetzt erst so im Alter?
Damals mit 14 habe ich auch noch den Konfirmationsunterricht abgebrochen,
weil mir das einfach damals in meinem Leben noch keine Rolle gespielt hat.
Ich hatte viel um die Ohren, Schule, Fußball und war einfach noch nicht so in meinem Leben.
Aber dann, als ich Profi wurde, war es halt für mich so, wie ich schon erwähnt habe,
dass es für mich so war, okay, warum habe ich es geschafft, warum andere nicht?
Und bin einfach ein sehr, sehr dankbarer Mensch.
Und ja, bedanke mich dann meinem lieben Gott, dass ich es geschafft habe,
dass ich das Glück hatte, zu der Zeit entdeckt worden zu sein.
Und ja, das ist so bei mir.
Ich habe eigentlich nur noch eine Frage.
Was war die größte Leistung von Olaf Rebbe?
Janis Horn für sieben Millionen von Wolfsburg nach Köln zu verkaufen
oder für etwas weniger Geld von Bochum zum Klub zu holen?
Ja, von Bochum zum Klub zu holen, ne?
Wie gesagt, ich bin sehr, sehr froh, hier zu sein.
Er hatte damals schon ein gutes Verhältnis zu Olaf und zu Dieter.
Und ja, der Schritt nach Nürnberg war echt sehr, sehr gut.
Und wir sind sehr, sehr froh, hier zu sein.
Wie geht man als junger Spieler um mit so einem sieben Millionen Bürde
oder so einem Rucksack, den man dann doch mit sich trägt,
so eine hohe Ablösesumme in verhältnismäßig jungen Jahren?
Hatte ich das irgendwie belastet oder war das nie ein Thema?
Ja, am Anfang dachte ich eigentlich, dass es mich nicht belastet,
weil vorher in meiner Karriere eigentlich immer alles bergauf ging.
Und als dann der Wechsel kam, habe ich erst mal gemerkt,
dass es im Fußball auch einige Schattenseiten gibt.
Haben wir in der ersten Saison Arsenal geschlagen in der Euroleague.
Und im gleichen Jahr steigen wir aber ab.
Also da habe ich schon gemerkt, wie nah der Fußball beieinander liegt.
Habe dann auch nicht immer gespielt im ersten Jahr.
Und ja, dann war es natürlich schwer.
Damals habe ich mich dann auch noch ein bisschen beeinflussen lassen
von medialen Sachen, was geschrieben wurde oder so.
Hatte dann auch mit einem Mentaltrainer aber gearbeitet für ein, zwei Jahre.
Danach hatte ich die Probleme gar nicht mehr.
Und ja, wie gesagt, die Summe konnte ich mir ja nicht aussuchen.
Das ist ja was, was die Vereine unter sich klären.
Aber natürlich im Nachhinein würde ich sagen,
dass es schon nicht ganz einfach war für mich, damit umzugehen.
Was sagt der Mentaltrainer zu einem?
Mach einfach das scheiß Internet aus und liest keine Zeitung mehr?
Ja, nein, so ungefähr.
Er hat mich immer daran erinnert, an meine Stärken einfach zu denken
und nicht an meine Schwächen nach einer schlechten Aktion
vielleicht nicht den Kopf runterzumachen
und darauf zu hören, was die Fans machen.
Weil ja, das ist Fußball, das gehört dazu.
Das ist dein Job und damit musst du klarkommen.
Ja, würde keiner einen Fehler machen, dann dir das Spiel 0-0 ausgehen.
Fehler gehören dazu.
Und ja, sowas hat mich einfach gestärkt.
Ja, deswegen.
Jetzt habe ich damit gar keine Probleme.
Und für mich war es auf jeden Fall der richtige Schritt,
mit einem zusammenzuarbeiten.
Würdest du sagen, es ist eine gute Karriere?
Also das ist eine Karriere, die tausende Menschen nicht hinbekommen haben,
Millionen Menschen, die Fußball spielen?
Ja, wie gesagt, ich bin selten zufrieden zu kriegen.
Also auch wenn ich ein sehr gutes Spiel mache,
finde ich immer noch Sachen, wo ich sage,
okay, da muss ich mich auf jeden Fall verbessern.
Deswegen, ich will auf jeden Fall noch mal Bundesliga spielen.
Das ist mein Ziel, auch wenn ich jetzt 27 bin,
nicht mehr der Jüngste, aber auch jetzt noch nicht alt.
Möchte ich auf jeden Fall noch mal Bundesliga spielen.
Das ist mein ganz klares Ziel.
Und ja, man weiß ja nie, wo es da noch hingeht.
Und mein erstes Ziel ist jetzt auf jeden Fall erstmal...
Aufsteigen nächstes Jahr.
Das hast du jetzt gesagt, da habe ich mich jetzt in was verrannt.
Nein.
Wie gesagt, eine gute Saison spielen, verletzungsfrei bleiben
und dann im nächsten Jahr gucken, wo es hingeht.
Sagen wir es so.
Wie lange soll die Karriere gehen?
Also kannst du dir auch vorstellen,
wie in Rico Valentini weit in den 30ern noch Fußball zu spielen?
Oder hast du dir da selbst schon mal so ein Ende gesetzt und sagst,
ab da und da habe ich dann keinen Bock mehr?
Nee, also für mich ist ganz klar, solange der Körper es mitmacht,
solange ich merke, okay, ich komme noch hinterher
und kann noch der Mannschaft helfen,
solange will ich auch spielen.
Also wenn es Ende 30 ist, dann gerne Ende 30.
Aber wenn ich mit 33, 34 merke, okay, es klappt nicht mehr so, wie ich will,
dann würde ich auch anerkennen, okay, vielleicht machst du mal was anderes.
Aber ich liebe den Fußball zu sehr, um einfach zu sagen, okay, es reicht jetzt.
Der FC St. Pauli ist eine Mannschaft,
die wahrscheinlich nächste Saison in dieser ersten Bundesliga spielen wird.
Vielleicht kannst du nochmal mit Blick auf das vergangene Wochenende
nochmal kurz erklären, was die so viel besser machen,
als vielleicht dann ihr in dem Spiel oder auch in der ganzen Saison?
Ja, ich habe es nach dem Spiel schon gesagt.
Es ist natürlich auch eine Sache von Selbstvertrauen bei den Jungs.
Die spielen eine sehr, sehr stabile Saison.
Wenig Ausfälle auch im Team.
Okay, jetzt haben ein paar Spieler gefehlt,
aber sonst spielen die einfach eigentlich immer fast mit derselben Elf
und sind einfach sehr eingespielt, haben sehr guten Trainer,
ein sehr gutes Konzept, sehr gute Bewegung, Gegenbewegung im Offensivbereich.
Jeder weiß, was er zu tun hat, wie er pressen muss.
Also da spielt einfach alles eine Rolle bei denen
und haben einfach gerade das Selbstvertrauen.
Und um jetzt aufs Spiel zu kommen, war es für uns einfach so,
dass ich eigentlich nach einer halben Stunde dachte,
okay, wenn du mit 0-0 in die Halbzeit gehst,
dann wird es vielleicht so ein Spiel wie gegen Magdeburg.
Natürlich hatten wir nicht viel dem Ball
und war wahrscheinlich für den Zuschauer auch jetzt kein tolles Spiel anzusehen
gegen Magdeburg, ist ganz klar.
Aber wenn du so die Punkte holst, dann ist es einfach so,
dann kriegst du den Gegentreffer kurz vor der Halbzeit.
Das war natürlich extrem bitter und auch vermeidbar, wie ich finde,
weil allzu viele Torchans in der ersten Halbzeit hatten sie jetzt auch nicht.
Und ja, dann lade ich die Jungs noch ein zum 2-0.
Dann wird es natürlich noch schwerer.
Geht auf meine Kappe.
Aber ja, St. Pauli ist einfach im Moment, wie ich gesagt habe, besser als wir.
Das müssen wir anerkennen.
Aber ja, deswegen, die stehen ja nicht umsonst da auf 1
und werden wahrscheinlich auch aufsteigen.
Ja, da sind wir gerade aktuell ein Stück weit entfernt,
aber müssen wir daran arbeiten.
Nächste Saison.
Darf ich doch schnell, weil wir jetzt bei diesem Spiel sind,
darf ich schnell das Spieltagsgedicht vorlesen,
das wir heute Vormittag bei der Aufnahme vergessen haben
und Felix Wenzel soll nicht umsonst gedichtet haben?
Ja, wir haben immer ein Spieltagsgedicht von einem Klubfan.
Ja, lebt in England, kommt hier aus der Gegend
und hat irgendwann angefangen,
die Spiele des 1. FC Nürnberg in Gedichtformen zusammenzufassen.
Und die lesen wir vor, wenn wir es nicht vergessen.
Und das wollen wir dann heute unbedingt auch noch machen.
Also Felix Wenzel.
Alles gut, meinte der Cloud-Experte,
ich muss sagen, Pauli Schott.
Und ich dachte, sicher, Digga.
Denn wenn alles gut ist, dann bin auch ich fein damit.
Und solange alles gut ist, bin ich fein.
Jetzt wird es hier ein bisschen speziell,
vor allem in der Umgebung, in der ich das vorlese.
Aber gut, mein Verein wird einfach Club genannt.
Der ist weltbekannt, hat peinliches Merchandise.
Und ich weiß, ich weiß eins ganz genau,
eure Eltern gehen zum HSV.
Das mit dem Merchandise hat man jetzt gar nicht so gehört, oder?
Hier im Clubhaus, dass er lauter schöne Sachen um uns herum hängt.
Felix war schon lange nicht mehr hier, glaube ich.
Ich gehe jetzt noch shoppen nach der Aufnahme hier.
Wir kaufen den Laden leer.
Wann ist denn dein Call of Duty?
Nee, was war es?
Call of Duty, richtig, ja.
Wann ist dein Date?
22 Uhr.
Na ja, okay.
Dann haben wir ja noch eineinhalb Stunden.
War jetzt dieser Zusammenbruch der Technik eigentlich schon?
Echt?
Wahnsinn.
Das ist ärgerlich.
Dann ist es nimmer Kadepp.
Dann ist es nimmer Kadepp.
Welche Themen haben wir noch?
Keine mehr, ne?
Wir müssen noch einen Gerch und einen Schorsch auflösen in der Folge.
In der Folge, stimmt.
Ich kann mich schon an beide nicht mehr erinnern.
Wir mussten heute Vormittag schon welche erraten.
Auch das ist ein ständiges Element in diesem Podcast,
dass ehemalige Klubspieler verfremdet vorgetragen werden.
Und einer trägt es vor und die anderen beiden müssen raten,
wer es war anhand der Stationen.
Also irgendwann in ferner Zukunft wird vielleicht auch mal
Janis Horn in dieser Kategorie auftauchen.
Aber da hatten wir heute Morgen mit Lauter Engelhardt zu Besuch.
Weißt du nimmer, wer es war, oder?
Nein.
Ivan Knesevich war der Schorsch.
Und der Gerch, sie hat nämlich zwei gemacht.
Und der Gerch war Erik Engelhardt.
Ja, gut.
Also für alle, die diese Aufnahme dann hören.
Das war die Auflösung.
Ja, dann machen wir Schluss, oder?
Ja, außer es fällt uns noch irgendein guter Gag ein.
Wolltest du jetzt noch einen Witz erzählen?
Ich habe keinen.
Du wolltest noch Serien empfehlen?
Die kommt auch nächste.
Serie, ja, die sage ich euch wirklich nach dem Podcast.
Weil gerade fällt mir nichts ein, sonst müsste ich jetzt auf mein Handy schauen.
Ach, das darfst du.
Das ist das Element des Podcasts, dass man auf sein Handy schaut.
Dann gib mir zehn Sekunden, dann habe ich sie für euch.
Kriegst du auch 20.
Schweigen halten unsere HörerInnen gut aus.
Ja, wir schneiden das meistens raus, dann fällt es gar nicht auf.
Das ist wirklich nicht gut.
Das ist in der ganzen Runde, wenn wir mal schweigen, glaube ich.
Wie fandet ihr bei den Janis Horn?
In ewiger Schuld.
Bitte?
In ewiger Schuld.
In ewiger Schuld?
Ja.
Einfach mal merken und gucken und dann an mich denken, weil es ist wirklich gut.
Wirklich gut?
Ja, es ist wirklich gut.
Gruselig oder er hört sich nett nach einem Gag-Feuerwerk an, ne?
Ja, gruselig eigentlich nicht.
Er so, wie beschreibt man das?
Krimi-mäßig.
Ein bisschen spannend.
Mordfall, wer war's, bla bla bla.
Schaust du dir auch lustige Sachen an oder langt dir der Jan Schammerer in deinem Leben?
Da reicht mir der Jumbo, ja.
Das habe ich den ganzen Tag an der Backe, das reicht mir dann.
Alles klar.
Dann hören wir jetzt auf, oder?
Nachdem wir heute zwei Podcasts aufgenommen haben, bin ich auch echt leer geredet.
Danke für die Einladung.
Wir haben zu danken fürs Kommen.
Danke der Sparkasse.
Danke dem 1. FC Nürnberg, dass er uns das Clubhaus aufgesperrt hat.
Und danke den Menschen, die hier diesen Schwachsinn sich angehört haben und trotzdem fröhlich geblieben sind.
Bis in Bälde, würde ich sagen.
Ich weiß gar nicht, wann wir das nächste Mal aufnehmen.
Deshalb nach dem Spiel bei Hertha.
Genau.
Bis dahin.
Ciao.
Tschüss.
Tschüss.
Mehr von uns gibt's auf nordbayern.de und nn.de.