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Folge 282- König-in Depp

01:14:18.640 3167 Segmente mlx-community/whisper-large-v3-turbo
Kein Gerch in dieser Episode

Wir sind Kadep und haben heute zum Glück Gästinnen mit auf der Bühne.

Wer uns nicht kennt, wir drei Clowns reden normalerweise jeden Montag über den 1. FC Nürnberg.

Wir tun das meistens über die Männer, immer wieder auch über die Frauen.

Und gerade stand das Motto noch hinter uns, das ist jetzt auch gedimmt worden.

Weißt du es auswendig? Das ist die Frage.

Genau. Ich glaube, der Arbeitstitel, der dann auch zur Aufführung gekommen ist,

heißt der Fußball der Frauen damals und heute.

Und deswegen haben wir uns zwei Vertreterinnen eingeladen,

die vielleicht diese beiden Welten uns ein bisschen näher bringen können.

Bevor ihr, aber wir haben ein Mikro zu wenig, oder?

Sehe ich das richtig, dass wir immer ein bisschen hier switchen müssen?

Alles klar, kriegen wir hin.

Bevor wir aber mit euch einsteigen, trotzdem noch erst mal drei Fragen an Fadi und Uli.

Die erste Frage könnt ihr gemeinsam beantworten, wenn ihr es denn könnt.

Und wie viele Titel hat denn die deutsche Nationalmannschaft der Frauen bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften?

Zwei Weltmeister, acht Europameister.

Okay, gut, gut.

Fadi schwitzt gerade noch ein bisschen näher.

Alles gut.

Ich wusste, dass sowas in der Richtung kommt.

Ich habe den ganzen Tag damit verbracht, die Gruppen auswendig zu lernen bei dieser EM.

Dazu kommt keine Frage, schade.

Gut, dann vergesse ich es hiermit wieder.

Du hättest einfach nochmal Wikipedia komplett lesen sollen.

Das hättet ihr vielleicht kommen.

Wie viele Länderspiele hat denn die DDR-Auswahl der Frauen absolviert?

Könnte das hier auch jemand beantworten?

Steht das irgendwo im Internet?

Das steht im Internet.

Drei.

Ja, nah dran.

Vier.

Nicht mal ganz so nah dran.

Eins.

Oh, gegen?

Ein einziges.

Gegen?

Tschechien.

Oder die Tschechoslowakei, glaube ich, noch zu dem Zeitpunkt.

Und dritte Frage und dann erlöse ich euch gleich und wir steigen ins Gespräch ein.

Wer ist denn Rekordmeister in der Bundesliga?

FSV Frankfurt.

Ja, so ähnlich.

FFC.

FFC, meine ich.

Entschuldigung.

Er fängt gut an.

Aber nicht alleine, sondern inzwischen mit?

VfL Wolfsburg.

Ja, sehr gut.

Und dann...

Aber unangenehmer Einstiege.

Das ist wirklich...

Dafür sind wir bekannt, oder?

Ja.

Wenn wir keinen Nierenstein dabei haben, dann müssen wir halt anders.

Da war drin.

Und nur, damit ich es auch richtig ausspreche, SSG Bergisch Gladbach hat noch mehr Titel.

Das war aber noch in einer anderen Zeit.

Ich glaube, das ist...

Und es zählt dann nicht, oder?

Ja, es ist irgendwie...

Wird es anders gerechnet.

Fragt mich nicht, warum.

Aber da müsste ich jetzt noch tiefer einsteigen.

Okay.

Ich empfehle an dieser Stelle schon mal, bevor wir das vergessen, es hängen hier auch zum Teil Plakate da,

einen anderen Podcast, wie wir es ja auch sehr gerne machen, dass wir andere Podcasts empfehlen.

Nämlich Verboten Gut heißt der Den.

Eine Frau, die wir auch schon gerade kennengelernt haben, vor allem gemacht hat.

Nämlich die Isa und der Kicker.

Und da sind noch viele andere Menschen beteiligt, die ich jetzt nicht alle aufzählen will.

Heute ist die letzte Folge erschienen.

Ich glaube, die sechste Folge.

Ja.

Wer sich also noch ein bisschen weiter eingraben will in das Thema, der tut es mit diesem Podcast.

Denn er ist sehr gelungen, wie ich finde.

Und ja.

Einige Fragen sind mir auch beim Hören dieses Podcasts gekommen.

Jetzt kommen wir endlich zu unseren Gästinnen.

Erstmal schön, dass ihr da seid.

Wir haben sehr viel und darum gerungen, zwei Gästinnen hier zu bekommen, die uns was erzählen können aus der alten Zeit und aus der neuen Zeit.

Und mit etwas Anlauf ist es uns gelungen.

Deswegen mussten wir aber auch noch mal ein bisschen die Slots tauschen.

Also sorry für all diejenigen, die jetzt auf ihr Panel bis 19 Uhr warten müssen.

Aber ich hoffe, ihr haltet durch.

Und sorry an die, die erst um 19 Uhr kommen, weil sie denken, wir finden dann statt.

Ja.

Die hören das jetzt aber höchstens auf der Aufnahme dann irgendwann zeitversetzt.

Ja, der Fußball damals und heute.

Ich habe in dem Podcast, den ich gerade erwähnt habe, habe ich viele bekannte Fußballerinnen, deutsche Fußballerinnen gehört,

die alle erzählt haben, dass sie eigentlich nur Männer als Vorbilder hatten,

weil es entweder zu ihrer Zeit einfach noch keine bekannten Fußballerinnen gab

oder sie halt trotzdem auch später über den Männerfußball im Prinzip zu diesem Sport gefunden haben.

Wie war es denn bei Silke Grob, wenn ich da mal fragen darf?

Ja, also ich hatte natürlich auch Vorbilder, aber es waren glaube ich tatsächlich auch keine Frauen, würde ich jetzt mal sagen.

Wer war es denn damals so?

Ja, eher so, ich würde mal sagen so Andreas Köpke.

Also ich bin kein Torwart, aber es war trotzdem so, der war halt hier aus der Gegend oder hat hier gespielt

und das war für mich dann so ein, ja schon so ein Vorbild.

Aber ansonsten glaube ich, waren die Vorbilder eher so in, würde ich sagen, in meinem privaten Umfeld tatsächlich,

wo ich auch mit Fußball aufgewachsen bin und von daher glaube ich war das nicht so diese großen Vorbilder,

sondern eher so in meiner Familie oder einfach bei Freunden und Bekannten

und das waren eher so die Vorbilder, die mich auch so zum Fußball gebracht haben einfach.

Wie ist es bei Luisa? War es da schon anders ein paar Jahre später?

Ich würde sagen, ein bisschen anders vielleicht.

Ich habe trotzdem den Frauenfußball schon mehr sehen können, als es in der vorherigen Generation war.

Ich weiß, dass mir Nadine Kessler einfach als junge Spielerin schon immer ein Name war

und die hat man dann auch gesehen und dann auch den, ich weiß nicht, ob das Ballon d'Or damals schon hieß,

aber sie wurde glaube ich mal Weltfußballerin dann auch.

Das war so ein bisschen mein erster großer Berührungspunkt mit dem Frauenfußball,

aber sonst auch bei mir noch sehr männliche Vorbilder.

Ähnlich aber auch in der Familie einfach viel, weil die Bezugspunkte da einfach enger waren und persönlicher waren.

Wir machen in diesem Podcast immer gerne Top-Dreis oder ich mache die gerne.

Andreas Köpke habe ich gerade schon gehört, gerade haben wir noch jemanden gehört.

Vielleicht noch weitere Namen, um eine Top-Drei zu vervollständigen?

Kann auch Schwester, Bruder, zählt alles.

Ja, dann würde ich meinem Bruder sagen, der einfach ein paar Jahre älter ist,

der schon viel weiter war als wie ich und der schon da auch gut war

und würde ich sagen, wäre der einer meiner Vorbilder, definitiv.

Der hat aber nicht beim Club gespielt?

Nee, der hat nicht beim Club gespielt.

So gut war er dann doch nicht.

Sondern wo?

Bei Südwest damals, ich glaube auch Bezirksoberliga, also schon auch etwas höher auf jeden Fall.

Mein All-Time-Favorite ist Andres Iniesta, schon immer.

Ich war relativ früh ein Barcelona-Fan.

Ja, bis heute noch mein Lieblingsspieler.

Ein meiner auch tatsächlich, wenn ich das mal so sagen kann.

Habe ich das schon jemals erwähnt in all den Jahren?

Nee.

Vielleicht sollten wir auch mal Top-Dreiß.

Unsere Vorbilder, die uns zum Fußball gebracht haben.

Oder zum Journalismus.

Nicht zum Fußball gebracht haben.

Ja, gute Idee.

Die beschissenste Frage des Abends stelle immer ich.

Jetzt schon?

Ja, jetzt schon.

Und zwar, ich hoffe, dass die Frage nicht mehr lange gestellt werden muss.

Aber ich stelle sie trotzdem nochmal, wie seid ihr zum Fußball gekommen?

Ist, glaube ich, vor allem bei Silke zu ihrer Zeit dann doch noch eher ungewöhnlich so viel.

Das hatten wir gerade.

So viele fußballspielende Frauen, vor allem so viele sichtbare fußballspielende Frauen gab es da ja nicht.

Also es gab nicht so die Role Models.

Ich weiß, es ist eine Frage, die man Männern nie stellt.

Aber ich mache es trotzdem.

Also wie ich zum Fußball gekommen bin.

Ja, schon gesagt.

Bruder, Cousin, die haben alle Fußball gespielt.

Wir haben alle in einem Haus gewohnt.

Und irgendwann habe ich mir gedacht, okay, ich möchte auch mal mit zum Fußball gehen.

Das war irgendwie so toll.

Und dann bin ich mit fünf dann mal mitgegangen und habe dann im Endeffekt, ja, damals in meinem Heimatverein in Schweinau angefangen zum Fußball spielen.

Und habe bis zur D-Jugend auch bei den Jungs gespielt.

Bin da dann danach, damals zu Deutenbach.

Ich weiß nicht, ob das jemandem was sagt.

Aber es war so ein kleiner Verein und tatsächlich zu einer Mädchenmannschaft.

Und dann mit 15 von da zum Club gewechselt.

Und ab da dann in der Frauenmannschaft vom Club gespielt.

Mit 15 dann?

Mit 15, genau.

Also es gab halt damals auch noch nicht so viel, wie es jetzt gibt, diese Juniorenmannschaften so unterteilt in U17, in U15.

Das gab es damals eigentlich nicht so wirklich.

Und von daher war das mit 15 dann, ja, so im Endeffekt direkt in die Frauenmannschaft.

Wie wurde man in Deutenbach entdeckt?

Kam dann da jemand vom Club auf dich zu, der dich gesehen hat und gesagt hat, wir hätten dich gerne?

Oder gibt es da noch so eine Art Talenttage?

Es gab Talenttage und dann hat man in damals mittelfränkischen Auswahl gespielt.

Dann ging es weiter in die Bayern-Auswahl.

Und ja, das hat sich dann, glaube ich, so ein bisschen rumgesprochen.

Und von daher ist dann irgendwann der Club auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich kommen möchte.

Und dann habe ich mir gedacht, ja, warum nicht?

Das Vertragsangebot war so gut.

Ja, ja, es war so mega.

Also da konnte man nicht Nein sagen.

Also von daher, ja, also gleich Schule geschmissen und gleich da zum Club gewechselt.

Natürlich.

Deswegen arbeitest du jetzt bei der Stadt.

Genau, deswegen arbeite ich jetzt bei der Stadt, weil mein Verdienst da so gut war beim Club.

Also von daher, ja.

Naja, Technik bei Kadepp.

Wäre nicht wir, wenn nicht irgendwas umfällt.

Ich sehe da hinten gar nichts, weil ich so geblendet bin von den Scheinwerfern.

Da ist einfach nur, naja, wir lassen uns nicht irritieren.

Bei dir ähnlich, oder?

Wir haben, man muss als kleinen Disclaimer sagen, wir haben dieses Gespräch so ähnlich vor ungefähr vier Monaten schon mal geführt.

Mit Kerstin Hofmann, auch vom 1. FC Nürnberg.

Deshalb wollte ich mich heute eigentlich einfach nur zurückhalten und euren Fragen so lauschen.

Aber die eine Frage wollte ich loswerden.

Wir sind als Kadepp bezahlt worden hier.

Wir müssen alle drei.

Es ist vertraglich zugesichert, dass wir hier sitzen.

Ich kann vor allem überprüfen, wo Lisa die gleichen Antworten gibt wie damals oder komplett neue jetzt erfindet.

Ja, soll ich es mal testen?

Ja.

Probieren wir mal aus.

Ne.

Sehr ähnlich.

Ich bin auch ein Dorfkind.

Dann über die Familie, fußballbegeisterte Familie.

Mein Papa hat gespielt.

Onkels haben gespielt.

Dann ist man einfach mit Freunden nach der Schule auf dem Bolzplatz runter.

Das ist ganz normal gewesen.

Und dann auch lang bei den Jungs gekickt.

Auch fast bis zur C-Jugend oder C-Jugend noch gespielt.

Und dann irgendwann ist der Schritt dann zu den Mädels gekommen.

Aber so der erste Erstkontakt war eigentlich genau das gleiche.

Dorf.

Und wenn jeder um dich rum Fußball spielt, dann bin ich immer mitgerannt.

Ich weiß, meine Mama hat immer gesagt in den Schulen, jede Pause.

Meine Lehrer haben immer gesagt, Luisa ist immer bei den Jungs dabei und kickt damit rum.

Aber das war ganz normal, weil man mit denen groß geworden ist im Dorf.

Dann geht man auf die Schule zusammen und dann spielt man zusammen Fußball.

Also es war eigentlich sehr, sehr ähnlich wie jetzt bei dir auch.

War das bei dir normal, Silke, dass du ein paar Jahre vorher in diesem Sport gestartet bist?

Oder musstest du dich auch als Kind Heranwachsende vielleicht manchmal rechtfertigen dafür,

dass du diesen damals noch viel mehr Jungssport machen willst?

Rechtfertigen würde ich eigentlich nicht sagen.

Also ich glaube so, klar, meine Mama hätte sich gewünscht, dass ich kein Fußball spiele.

Die hätte sich ein richtiges Mädchen gewünscht.

Aber das war halt dann nicht so irgendwie.

Aber ich glaube, sonst musste ich mich nicht rechtfertigen.

Also ich glaube, ich bin...

Klar war es damals nicht so üblich, wie es heute ist.

Es war einfach eine andere Zeit.

Es war eher so die Ausnahme, dass Mädchen Fußball spielen.

Aber wie es auch bei dir war, die ganzen Freunde haben Fußball gespielt.

Deswegen war das eigentlich so normal.

Und es war am Anfang vielleicht ein bisschen komisch, aber dann eigentlich nicht mehr wirklich.

Also ich bin so gut da aufgenommen worden, so akzeptiert worden unter den ganzen Jungs.

Und von daher kann ich jetzt nicht sagen, dass ich da irgendwie komisch behandelt wurde

oder dass das irgendwie eine komische Situation war.

Würde ich nicht sagen, nein.

Das ist ja dann immerhin schon eine positive Entwicklung,

weil wer den bereits erwähnten Podcast und ich werde ihn heute noch siebenmal erwähnen,

verboten gut hört, der weiß noch so von den Anfängen.

Also da gibt es die markante Stelle.

Frauen wurden am Anfang, Fußball spielende Frauen wurden am Anfang noch mit Steinen beworfen

von irgendwie Männern am Rand.

Es gibt O-Töne noch relativ dann schon fortgeschritten von der Zeit her von Kollegen von uns,

muss man dann sagen, die, was weiß ich, im ZDF Sportstudio das Ganze auch noch sehr belächelt haben

und auf sehr unangenehme Weise sozusagen berichtet haben.

Das habt ihr offenbar jetzt schon zumindest so ein bisschen anders erlebt.

Gab es trotzdem noch irgendwelche doofen Sprüche, die ihr euch anhören musstet

oder war das tatsächlich jetzt dann vielleicht schon in eurer Zeit,

ja, schon ein gewisser Wandel dann zu spüren?

Also ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern, dass ich irgendwie mal einen doofen Spruch abbekommen habe.

Klar, wenn man irgendwo mal Auswärtsspiel hatte mit den Jungs und dann ist man da aufs Feld gekommen,

dann war schon mal vielleicht eine Aussage, da spielt ein Mädchen mit oder irgendwie so.

Aber das war es dann eigentlich auch.

Und ich glaube, nach ein paar Minuten, nachdem das Spiel angefangen hat,

glaube ich, waren die Sprüche dann irgendwie nicht mehr so.

Also von daher kann ich mich nicht daran erinnern, dass irgendwie außerdem mal irgendwas gewesen wäre.

Die kannten auch deine Namen, weil Julia Quinn hat kürzlich mal in einem Interview gesagt,

dass sie immer auf der Liste immer nur stand, das Mädchen.

Nee, das glaube ich war jetzt bei mir nicht so, aber ich könnte jetzt auch nicht sagen,

ob es da Listen gegeben hat früher irgendwie.

Also ich glaube, das war vor 20 Jahren, 25 Jahren, war das vielleicht noch nicht ganz so extrem

mit irgendwelchen Listen oder irgendwas.

Auch da sehr ähnlich.

Ich glaube sogar, ich hatte das Glück, dass ich sehr lange mit den gleichen Jungs zusammengespielt habe.

Das heißt, wenn da irgendwann mal ein blöder Spruch gekommen wäre,

dann hätten die mich auch wirklich verteidigt.

Das war schon immer sehr schön auch.

Ich kann mich, glaube ich, einmal noch daran erinnern,

da hat man einen Elternteil reingerufen zu seinem Sohn,

er soll doch jetzt mal mich umhauen.

Aber das war es dann auch schon.

Also das sind Kleinigkeiten.

Ich glaube, da ist es jetzt eher präsenter, wenn man mal auf Social Media oder so guckt.

Da hat man dann Kommentare, die vielleicht mal geschmissen werden.

Aber auch da, ich bin kein großer Kommentareleser.

Aber da ist es vielleicht noch eher jetzt, als es früher als Kind war.

Das ist ja tatsächlich eine neue Ebene.

Also 1999 war jetzt Social Media noch nicht so ausgeprägt,

wenn ich mich richtig erinnere.

Wie ist es so, wenn du die ersten Kommentare mal gelesen hast,

wie schnell kann man das irgendwie runterschlucken?

Wie schnell schiebt man das weg?

Wann hört man auf, Kommentare zu lesen?

Ich glaube, es ist ganz unterschiedlich.

Ich glaube, es gibt bestimmt Spielerinnen, die das sehr arg durchlesen.

Und das kann schon auch einen Impact haben auf die Spielerinnen,

wenn man dann bestimmte Sachen liest.

Also ich weiß, es wird immer in den Raum geschmissen,

dass gesagt wird, ja, es kommen Kommentare wie,

du gehörst in die Küche, aber die kommen halt leider.

Und dementsprechend glaube ich, bei mir war es immer so,

ja, es ist schön, wenn man sich einen Fake-Account machen kann

und den Kommentar reinpfeffert unter dem Post.

Da nehme ich nicht viel mit, weil ich für mich sage,

okay, wenn jemand ein Gespräch mit mir haben möchte,

wo man sich wirklich drüber unterhält,

dann können wir das gerne machen.

Und sonst denke ich mir, es kommen eh immer die gleichen Sachen,

wie zum Beispiel die Küche oder wie schlecht wir doch sind

und warum wir denn so viel fordern.

Das sind dann die Klassiker.

Aber ich persönlich lese nicht viel.

Und ich glaube, ich kenne auch nicht viele,

die extrem viele Kommentare lesen.

Wie ist das bei dir, Fadi?

Ich lese ja jeden Kommentar mit großer Freude.

Ich wurde allerdings noch nie aufgefordert,

in der Küche zu verschwinden,

sondern einfach von diesem Planeten wegzugehen.

Das ist auch so ein Ding.

Zum Beispiel von uns.

Ich habe immer den Eindruck,

wenn es um den Fußball der Frauen geht,

geht es immer auch so um gesellschaftspolitische Diskussionen

bis Kämpfe,

die auch von den Spielerinnen erwartet werden,

dass sie die führen.

Nervt das?

Glaubst du, glaubt ihr, das hört irgendwann mal auf?

Oder ist es doch eigentlich ganz cool,

dass man inzwischen als Erstligaspielerin auch in der Position ist,

indem man zum Beispiel hier auf einer Bühne uns drei vorführen kann

und damit irgendwie vielleicht auch einen Wandel bewirkt

bei den Menschen,

die gestern noch unter eure Insta-Videos kommentiert haben?

Ab in die Küche.

Ich glaube,

also nerven tut es mich nicht.

Ich bin ehrlich,

ich habe auch,

wir haben uns da schon mal unterhalten,

ich habe ja auch Politikwissenschaften studiert.

Deswegen,

diskutieren fällt mir jetzt nicht so schwer.

Mag ich auch manchmal,

ganz interessant auch manchmal andere Meinungen zu hören

und zu wissen,

was eigentlich so in anderen Köpfen vor sich geht.

Deswegen,

ich habe da kein Problem mit.

Ich glaube,

wenn alles auf einer respektvollen Basis abläuft,

dann ist das auch interessant.

Es gibt andere Ansatzpunkte.

Bei manchen Sachen,

klar muss man dann einfach ein bisschen weglachen auch,

aber generell nerven,

nein,

es ist trotzdem eine Unterhaltung

und wenn wir,

wenn sich Leute über den Frauenfußball unterhalten,

dann haben wir trotzdem schon was geschafft

und dann ist es halt auch so,

dass man sich manchmal mit anderen Meinungen auseinandersetzen muss.

Aber das ist ja völlig okay

und es ist auch,

es darf ja jeder seine Meinung haben.

Ich zwinge oder wir zwingen keinen,

den Frauenfußball anzugucken.

Wer sich den Frauenfußball anschaut,

soll das machen

und wer sich den Frauenfußball nicht anschauen möchte,

weil er einfach denkt,

der ist wirklich beschissen,

dann werde ich den aber auch nicht davon überzeugen

in einem Gespräch.

Deswegen,

ja,

da bin ich immer relativ entspannt,

wenn es dann auch solche Themen geht.

Darf ich noch mal?

Hattet ihr,

ihr damals Silke,

so den Eindruck

oder auch den Wunsch,

dass ihr was verändert

für den Fußballfrauen,

als ihr dann beim 1. Nächsten Nürnberg

auf dem höchsten Niveau

dann auch Fußball gespielt habt?

Also,

spielt ihr das irgendwie eine Rolle,

dass ihr denkt,

ihr macht diesen,

diesen Sport jetzt noch bekannter

und ebnet vielleicht auch Wege

für Mädchen in den Fußballereien?

Oder war es einfach nur Fußballspielen?

Ich glaube,

damals war das tatsächlich nicht so ein Thema,

weil halt auch diese,

diese Social Media,

diese mediale Aufmerksamkeit

einfach nicht so war.

Von daher glaube ich,

ist das heutzutage tatsächlich was anderes.

Man hat viel mehr Außenwirkung

und hat dadurch natürlich auch

eine ganz andere Präsenz.

Das war aber zum damaligen Zeitpunkt

tatsächlich nicht so.

Also,

dass wir jetzt sagen,

oh,

wir haben uns da jetzt als Botschafterinnen gefühlt

oder irgendwie,

dass Mädchen in den Fußball kommen,

ich glaube,

dazu war einfach die Aufmerksamkeit

zu gering.

Wenn du die Entwicklung siehst

in den letzten Jahren oder Jahrzehnten,

würdest du dir manchmal wünschen,

20 Jahre später geboren zu sein?

Ich meine,

die Frauen spielen jetzt in der Bundesliga

im Max-Morlock-Stadion.

Ihr habt am Pfalz-Nawaija gespielt

als Bundesligist.

Warst du wahrscheinlich froh,

wenn ihr den Hauptplanplatz bekommen habt.

Bedauert mir so ein bisschen,

dass man in der Zeit groß geworden ist,

wo eben der Frauenfußball noch nicht so,

es ist ja noch lange nicht alles perfekt,

muss man auch mal sagen,

aber doch mehr Aufmerksamkeit bekommen hat

und auch mehr Möglichkeiten gehabt hat,

sich zu entwickeln?

Bedauern würde ich,

glaube ich,

tatsächlich nicht sagen.

Nein,

weil es war einfach

eine super tolle Zeit

und eine super Erfahrung,

die ich einfach nicht missen möchte

und wo wir auch ganz oft

daran zurückdenken.

Und von daher,

klar hat man jetzt einfach

mehr Aufmerksamkeit

und schon bestimmt mehr Vorteile

als wie damals.

und ein ganz anderes Umfeld

als wie damals.

Aber man muss halt sagen,

wir haben das als Hobby gemacht.

Das war für uns,

ja,

es war halt so nebenher irgendwie.

Es war nicht so,

wie es jetzt ist

mit diesen professionellen Strukturen.

Und von daher war,

nee,

ich möchte es eigentlich nicht tauschen

und ich hatte eine super Mannschaft

und ich habe viele Freunde dadurch gewonnen

und ich möchte eigentlich,

nee,

wenn ich darüber nachdenke,

würde ich sagen,

nein.

Hat man damals auch schon

in der Bundesliga

in einem einen Jahr

einen Unterschied gemerkt

zu den Top-Vereinen.

Also Duisburg ist damals

Meister gewesen.

FCR Duisburg

gibt es, glaube ich,

in der Art gar nicht mehr.

Nee, gibt es nicht mehr.

Aber war das schon spürbar,

dass da auch die Schere

auseinander geht

und manche Vereine

halt einfach schon damals

mehr investiert haben,

mehr Augenmerk draufgelegt haben

und ihr wart halt

der kleine FC Nürnberg,

der da ein bisschen

ein Jahr versucht hat

mitzuhalten.

Und?

Steuer schon gemacht?

Nö, habe ich nicht.

Okay, Ausrede?

Ich habe jetzt das Stricken

angefangen.

Ich habe eine Mütze gestrickt.

Also ich habe.

Und?

War es schwer?

Nö, Taxfix.

1.172 Euro

habe ich zurückbekommen.

Ach was.

Ja, einfach Dokumente

hochgeladen,

Fragen beantwortet,

Expertin,

alles regeln lassen.

Aha, sehr spannend.

4 Milliarden Euro

haben die zurückgeholt.

Und gibt es einen Code?

Klar,

Audio 26.

Sehr gut.

Jetzt Taxfix runterladen

und mit dem Code

Audio 26

5 Euro sparen.

Taxfix.

Steuern.

Einfach machen.

Definitiv.

Also ich glaube,

das ist wie jetzt halt auch,

wie jetzt Wolfsburg

oder Bayern.

Gab es halt damals

Duisburg und FFC Frankfurt,

die einfach die Top-Vereine waren,

wo im Endeffekt

die Top-Spielerinnen

auch gespielt haben.

Wenn ich daran denke,

wir spielen gegen Frankfurt

und dann kommt da,

was weiß ich,

Birgit Prinz,

Steffi Jones

und die wir aus dem Fernsehen

gekannt haben

und für uns so

eigentlich total

ist es total utopisch,

selber gegen die zu spielen.

Und dann trifft man auf die

und kommt Steffi Jones

mit fast zwei Meter groß,

die neben dir steht,

wo ihr Oberschenkel

irgendwie so fast

an deinem Kopf ist

und dann schaust du natürlich

schon erstmal so

und okay.

Und die hatten natürlich

ganz andere Strukturen,

die hatten viel mehr Möglichkeiten,

viel mehr Geld

und das hat man natürlich gemerkt.

So Vereine wie wir dann,

Club oder andere Vereine noch,

ich weiß nicht,

wie Niederkirchen,

die so auf unserem Niveau

ungefähr waren,

ja,

die mussten sich

auch wie jetzt,

sag ich mal,

da behaupten

und versuchen irgendwie

durchzukämpfen.

Ich glaube,

da hat sich gar nicht

so viel daran geändert,

dass es einfach immer

zwei, drei Vereine,

Top-Vereine gibt,

die viel Geld investieren

oder viel Geld

in die Hand nehmen

und die anderen halt so

versuchen irgendwie

da mit zu schwimmen.

Aber jetzt ganz kurz noch,

dann darfst du wieder.

Klar, red weiter.

Aber ganz interessant ist,

es damals auch noch

so kleine Vereine

in der Bundesliga gab.

Also ich habe mal geschaut,

Namen, die einem heute

nichts mehr sagen.

FFC Fläsheim-Hillen,

Niederkirchen hast du angesprochen,

da sind wir ruhig abgestiegen,

Grün-Weiß-Brauweiler.

Also das war so eine Zeit,

wo sie so kleine Vereine

ein bisschen etablieren konnten.

Das ist eigentlich

heute undenkbar.

Also es sind ja fast

zwei Frauenvertretungen

von Bundesligisten ausschließlich.

Genau, ich glaube,

das hat sich schon geändert.

Ich meine, klar,

FFC Frankfurt,

meines Wissens nach,

glaube ich,

jetzt hat Eintracht Frankfurt

und ich glaube,

in der Bundesliga

gibt es ja jetzt

nur noch eine Mannschaft,

die tatsächlich nicht

von dem Profiverein irgendwie ist,

Essen, glaube ich.

Und der Rest sind alles

auch von Männer-Profi-Mannschaften.

Von daher,

das war damals ganz anders.

Konnte man sich überhaupt

nicht vorstellen,

dass irgendwie so ein Männerverein,

da waren wir mit der 1. FC Nürnberg

wahrscheinlich schon die,

so fast die einzigen,

die halt auch

zumindest den Namen hatten.

Und ihr hattet den Namen,

aber hattet ihr innerhalb,

weil du vorhin gesagt hast,

ihr hattet nicht so die Aufmerksamkeit,

hattet ihr innerhalb des Vereins

Aufmerksamkeit oder

ne?

Sorry, dass ich lache.

Nein,

hatten wir nicht.

Wie war es damals

beim 1. FC Nürnberg,

Fußball der Frauen

1. Liga zu spielen?

Was hat euch der Verein gegeben?

Und was hat er...

Was hat euch genommen vor?

Genau, was hat euch...

Es war so ungefähr,

als wie wenn ich in Schweinau

Fußball gespielt hätte,

würde ich jetzt mal sagen.

Also rein von der Aufmerksamkeit her

oder von der Unterstützung her.

Also wenn ich noch dran denke,

wir waren letztens beim Club

und haben die zweite Mannschaft

angeguckt und haben dann festgestellt,

oh, da gibt es jetzt nochmal

einen Kunstrasenplatz,

ein ganz toller.

Ich weiß noch,

das war ein Sandplatz,

also vor einigen Jahren.

Wir, die Damenmannschaft,

durften dann immer

auf dem Sandplatz trainieren.

Also das...

Ich meine,

wir haben Bundesliga gespielt

und dürfen auf dem Sandplatz trainieren.

Das, wenn man heutzutage

ja jemandem sagt,

die fragen sich,

ja, ob man schon wegen spinnt.

Also das war aber damals normal

und von daher,

wir hatten keine große Unterstützung.

Klar durften wir auch den Bus nehmen,

zu Auswärts spielen,

aber das war es halt

zum Großteil auch schon.

Also von daher

hat man nicht gemerkt,

dass man in so einem großen Verein

tatsächlich

unterwegs ist.

1989 haben die

die

Europameisterinnen

erstmals Europameister geworden,

haben vom DFB damals

bekanntlich ein

40-teiliges Kaffeeservice

und ein Bügelbrett gekriegt

als Prämie.

Was war denn eure Aufstiegsprämie damals?

Zweiteiliges Kaffeeset.

Nee.

Nichts, würde ich mal sagen.

Okay, wir haben,

doch, wir haben eine Fahrt,

also wir haben eine Aufstiegsfahrt bekommen.

Damals nach Jesselow,

durften da zusammen

als Mannschaft hinfahren,

sind mit dem Bus hingefahren worden

und das

ja, war super

tatsächlich.

Also

war total schön

und was wir auch bekommen haben,

ich weiß nicht,

ich sehe jetzt

Aufstiegsprämie,

aber

in der Saison,

wo wir dann aufgestiegen sind,

haben wir Autos bekommen

tatsächlich.

Smart.

Geht total toll,

irgendwie halt

ein Auto zu bekommen,

wo außen ein Aufkleber

vom 1. FC Nürnberg war

und so

wir damit,

sag ich mal,

durch die Stadt fahren durften.

Also das war dann

trotzdem ganz,

ganz nett auf jeden Fall.

Steffi Jones

gar nicht reingepasst?

Nee, die hätte da glaube ich

nicht reingepasst.

Da wäre es ihnen glaube ich

ein bisschen zu groß

dafür gewesen.

Habt ihr eine

Aufstiegsprämie bekommen?

Ihr seid gerade

zum zweiten Mal

in drei Jahren

aufgestiegen.

Eine Prämie

nicht direkt,

wir waren aber

als Mannschaft

auf Malle.

Also ähnlich.

War ein schöner Trip.

Nee,

ist ein schöner Abschluss

aus Mannschaft,

schweißt nochmal zusammen

und man konnte

die Abgänge dann auch

nochmal

Gebühren verabschieden.

War eine runde Sache.

Willst du mal wieder

Gulotze?

Ich wollte nur da,

weil wir über Geld reden,

erwähnen,

dass wir auch

einen Sponsor haben

unseres Podcasts.

Ich weiß nicht,

ob wir den hier

erwähnen dürfen,

weil vielleicht

sponsert ja ein Konkurrent

diese Veranstaltung hier,

aber bei uns

wäre es die Sparkasse

Nürnberg.

Wir blenden das jetzt

im Podcast ein

und erwähnen es hier

einmal kurz.

Falls jemand von

der Konkurrenz da ist,

dann sorry.

Kadepp,

der Club-Podcast

des Verlags

Nürnberger Presse.

Präsentiert

von Club-Community-Partner

Sparkasse Nürnberg.

In dem von mir

schon viel zitierten

Podcast

gab es einen

schönen Satz,

jetzt muss ich nur

kurz nachschauen,

wer ihn gesagt hat.

Linda Presonik

hat ihn gesagt.

Er hat gesagt,

ja,

erstens,

wir haben ja einfach

gar nicht so viel verdient

wie die Männer

und bei uns war es

einfach völlig klar,

dass wir irgendwas

nebenher arbeiten,

studieren,

Ausbildung machen.

Ich glaube,

die Männer

werden irgendwann

verblöden.

Wie ist es denn,

Luisa,

wenn du so ein bisschen

rumläufst

über das V1-Gelände

und die männlichen

Kollegen siehst

oder mal deren

Insta-Accounts

durchgehst oder so?

Gilt dieser Satz

bis heute noch?

Jetzt kriegt der Linus Angst.

Ja,

jetzt schwitzt gerade

jemand noch mehr

als wir hier auf der Büch.

Wer ist denn

der Dümmste?

über den Top 3

der Dümmsten?

Wenn ich da eine Antwort gebe,

dann muss ich runter.

Nee,

muss ich ehrlich sagen,

bei den Jungs

gibt es sogar auch

einige,

die auch studieren.

Das hast du sehr schön formuliert.

Nee,

um Gottes willen,

über das Privatleben generell.

Also wir haben

natürlich Schnittpunkte

mit der Männermannschaft.

Man sieht sich,

man kann sich unterhalten,

aber es ist jetzt nicht so,

dass man sich extrem gut kennt.

Ich glaube,

so wenig,

die wissen wahrscheinlich auch nicht,

dass bei uns einige

Lehramts studieren zum Beispiel.

Also kann ich jetzt wirklich

auch gar nicht so viel dazu sagen.

Außer,

dass ich glaube,

dass wirklich ein paar

auch ein Studium machen nebenbei.

Sind aber auch wirklich

sehr interessierte Männer.

Also sie fragen auch nach,

wie es bei uns läuft,

wie es denn so ist

in der Bundesliga,

wie die Strukturen sind.

Also ich glaube,

da gibt es mehr Interesse,

als man vielleicht

als Außenstehender

manchmal denkt.

Und das ist aber auch schön,

wenn man das im Verein

dann auch so hat.

Und das ist

auch nochmal mehr geworden.

und das freut uns

natürlich auch,

wenn man einfach ein bisschen

mehr Kontakt zueinander hat.

Ich will da jetzt noch gar nicht

über Bezahlung oder so reden,

aber trotzdem,

es ist ja da,

also manche gehen damit auch

gar nicht nach außen,

aber manche sind da ja wirklich präsent,

was ihre Reisen angeht,

was vielleicht die Autos angeht,

die sie sich dann sehr schnell,

sehr früh leisten können.

Das sind ja trotzdem

einfach nochmal so komplett

andere Welten.

Also wie blickt man damit um?

Man ist jetzt zwar inzwischen

wieder ein Verein,

über die Strukturen

können wir vielleicht auch noch

ein bisschen sprechen,

wie sie sich verändert haben

inzwischen beim 1. FC Nürnberg.

Aber trotzdem,

wie geht man damit um,

dass da halt manche

dann mit einem Auto

vorfahren,

dass man sich

nicht in 40 Jahren

Karriere leisten können wird?

Auch da, ich glaube,

wenn man sich für den Frauenfußball

oder wenn man sagt,

man möchte,

dass das Karriere verfolgen,

dann weiß man schon auch,

auf was man sich einlässt.

Und so gehe ich zumindest

immer an die Sache ran.

Das ist bei uns ganz klar,

dass man nebenbei was macht,

sowohl Studium als auch Arbeiten,

weil man einfach weiß,

es wird auch nicht

für das ganze Leben lang reichen.

Also ich werde mir nichts

zur Seite legen können,

deswegen will ich mich auch

für meinen Karriereweg danach

vorbereiten.

Und das sind die meisten.

Deswegen,

wenn ich dann

einen Männerprofi

vorbeifahren sehe

und er hat vielleicht

ein großes Auto

oder er ist zweimal

weiter weg in Urlaub,

finde ich das nicht schlimm.

Im Endeffekt,

das ist einfach ein anderer Markt

und sie haben,

da vergleiche ich jetzt

eigentlich wenig,

weil das macht dann

auch wenig Sinn,

wenn man da einen Vergleich sieht,

weil man kann es einfach

wirklich nicht vergleichen.

Also würdest du Alicia Lehmann

nicht recht geben,

die ja so ein bisschen

gleiche Bezahlung

für die Frauen gefordert hat,

sehr offensiv?

Ich glaube,

in ihrem Beispiel

muss man jetzt dazu sagen,

sie hat ein unglaubliches

Vermarktungspotenzial.

Also wenn eine Person

wie sie eine Gleichbezahlung

fordert,

dann verstehe ich das noch mehr.

Ich glaube,

wie viele?

14 Millionen Follower

auf Instagram.

Also ihre Reichweite

ist ja teilweise

schon deutlich höher

als auch manche Männerprofis.

Also in ihrem speziellen

Beispiel jetzt

verstehe ich dann schon,

dass sie sagt,

sie möchte gerne

ähnliche Gelder haben,

was ihre Vermarktung angeht.

Ob sie jetzt da

auf die Bezahlung

im Fußball selbst

angespielt hat,

das weiß ich nicht.

Ich habe das Thema

auch natürlich gelesen,

aber ich habe mich da

jetzt nicht so extrem

informiert darüber,

was denn genau gesagt wurde.

Silke hat gesagt,

dass damals

der Fußball,

nee, die Frage geht an dich,

dass damals der Fußball

der Frauen beim Klub

mehr oder weniger

gar nicht wahrgenommen wird.

Würdest du sagen,

der Klub ist heute

ein Verein auch der Frauen

und nicht nur

der fußballspielenden Männer

oder fehlt da immer noch was?

Also die Voraussetzungen

und eure Arbeitsbedingungen,

glaube ich,

haben sich ja doch

grundlegend geändert,

auch im Vergleich zu der Zeit,

als du deine Karriere

im Erwachsenenbereich

gestartet hast

und eben nicht zum Klub bist,

weil da

es noch eher ähnlich

wie Anfang des Jahrtausends war,

sondern du dann eben

nach München gegangen bist.

Und ist es inzwischen,

sind die Strukturen

für den Fußball

der Frauen

beim Klub inzwischen so,

dass man sagt,

zumindest die Strukturen

sind auf einem Level

mit denen der Männer?

Ich würde sagen,

mittlerweile ja.

Wir haben jetzt auch

infrastrukturell

noch ein paar Veränderungen,

die dieses Jahr jetzt stattfinden

mit dem Umbau der Kabine

und solche Sachen.

Wir haben auch Zugang

zu manchen Sachen,

die die Profis auch haben.

Also das muss man dazu sagen,

jetzt auch in,

ich bin jetzt fast drei Jahre

auch schon hier,

auch in der Zeit

hat sich deutlich was

nochmal getan.

Klar, wir sind jetzt dann

zum zweiten Mal aufgestiegen.

Das sind dann auch alles

nochmal Sachen,

die das vorantreiben.

Das ist ganz klar,

eine erste Bundesliga

ist einfach auch

für den Verein attraktiver.

Aber ich würde sagen,

es ist einiges vorangeschritten

und was die Infrastruktur

und die Bedingungen sind,

da können wir uns

wirklich nicht beschweren.

Da schaue ich,

ich kenne viele andere Vereine auch

oder ich habe Freunde

in anderen Vereinen,

da brauchen wir uns nicht verstecken

und das darf man dann auch

mal so sagen,

dass die Bedingungen

wirklich gut sind.

Ihr habt,

Silke,

damals in der Bundesliga,

glaube ich,

tatsächlich seid ihr manchmal

noch in der Nacht

oder am Abend davor

zu Auswärtsspielen gefahren,

weil es vielleicht auch

logistisch gar nicht anders ging.

Also ohne Hotel mehr oder weniger.

Was waren das so für Bedingungen,

wenn man dann da

am nächsten Tag

auf dem Platz stand?

Keine guten,

kann man sich vorstellen,

würde ich jetzt mal sagen.

Wie ging es in Duisburg

und Frankfurt aus damals?

Ja,

Duisburg,

da sind wir nachts

tatsächlich um drei oder vier

oder irgendwas los.

Ich kann das Ergebnis

nicht mehr sagen,

ich weiß es nicht.

Verdringt.

Ja,

würde ich jetzt mal sagen.

Frankfurt,

ich glaube,

wir waren unter zehn,

aber ich könnte es jetzt

auch nicht beschwören,

tatsächlich.

natürlich.

Aber ja,

da gibt es Geschichten

vor dem Frankfurt-Spiel,

dass,

ja,

das,

man wusste,

wenn man da hinfährt,

man holt da nichts.

Und,

ja,

teilweise ist man auch so

irgendwie in das Spiel

gegangen.

Das heißt,

ihr wart noch feiern

am Abend davor.

Das kommentiere ich jetzt nicht.

Könnte sein.

Inzwischen ist es auch

ein bisschen anders.

Ich glaube,

also,

erstens,

was den,

vielleicht den Bus angeht

und auch die Hotelsituation.

Also,

ihr seid da inzwischen

zumindest formal,

glaube ich,

auch gleichgestellt,

wenn ich das richtig

verstanden habe.

Ja,

Unterkunft,

Bus,

Reisen.

Also,

ich wüsste jetzt nicht,

wo man da noch

Verbesserungspotenzial hat.

Wie gesagt,

tiptop vorbereitet

für die Spiele.

Also,

unterm Hilton

geht nichts mehr

bei Auswärtsspielen.

Vielleicht,

vielleicht nehmen wir das.

Ich nehme es mal mit.

Ist man dann schon beim

Ich will,

ich will,

ich will,

ich will,

Ist man schon beim

Equal,

also Equal Pay,

haben wir gesagt,

ist schwierig.

Equal Play ist ja

das andere Ziel.

Ist man dem schon

relativ nahe

oder wo siehst du

trotzdem noch

Verbesserungsmöglichkeiten,

wo du sagst,

da ist halt schon noch

ein sehr großes

Ungleichgewicht da?

Boah,

jetzt so aus dem

Stehgreif raus.

Ich glaube,

das Equal Play

sind ja auch

wirklich die Bedingungen

und

minimalste Sachen

könnte man

vielleicht noch sagen,

dass man in den

Regenerationsbereich

reinschaut,

dass,

klar,

wir haben jetzt

keine Sauna,

wir haben keine

Cold Tub

oder solche Sachen,

aber das sind dann

auch wirklich

minimale

Verbesserungsmöglichkeiten,

die es da noch

auszuschöpfen gibt.

Aber auch da ist

jeder Spieler

einfach unterschiedlich.

Ich glaube,

es gibt nicht 25 Spieler

im Kader,

die sagen,

ich möchte nach dem

Training gerne in die

Eistonne,

die aber nicht eine

Regentonne ist,

die ich mit Eis befülle,

sondern die am besten

noch sprudelt unten.

Ist da auch der Anspruch

eigentlich wirklich nicht so

von den Spielerinnen,

die dann sagen,

das brauche ich noch,

das brauche ich noch,

das brauche ich noch,

sondern man kann auch

wirklich mit dem,

was man hat.

Und wir haben sehr,

sehr viel,

sehr gut klarkommen

und einfach auch das Beste

daraus machen.

Deswegen an das Equal Play,

wenn ich da denke,

klar,

es gibt immer

Verbesserungsmöglichkeiten,

braucht man nicht lügen,

aber ich persönlich

und ich bin jemand,

der nicht immer so

super zufrieden ist

mit allem,

also ich bin schon auch

gerne jemand,

der versucht zu pushen,

weil es einfach wichtig ist,

dass man vorankommt,

aber was das angeht,

minimalste Bereiche noch,

würde ich jetzt sagen.

Ist es ja immer

dieser Vergleich dann da

und dann guckt man,

irgendwann ist das jetzt

vielleicht einigermaßen

auf einer ähnlichen Ebene.

Was könnte man denn

vielleicht nicht lernen

vom Fußball der Männer?

Also es gibt ja auch

viele Entwicklungen,

die in den letzten Jahren

auch kritisch gesehen werden,

wo sich der Sport

dahin entwickelt

oder wo sich das Geschäft

Fußball hin entwickelt.

Was seht ihr da vielleicht

für Punkte,

wo ihr euch denkt,

das müssen wir jetzt

nicht unbedingt kopieren

oder irgendwann

unbedingt gleichziehen?

Ja gut,

ich glaube,

der Frauenfußball,

was ihn ausmacht,

ist schon auch

eine gewisse Nahbarkeit.

Ich finde,

die hat der Männerfußball

in einer Art und Weise

schon verloren.

Das ist aber auch

die Kommerzialisierung

einfach des Fußballs

und die Summen,

die da geschmissen werden.

Ich glaube,

das ist sehr, sehr schwer,

das zu greifen

als Fan auch

und es wird alles teurer.

Ich weiß es noch früher,

wenn ich als Kind

ein Trikot wollte,

dann war das

noch relativ okay

zu kaufen.

Und du hast eins gekriegt?

Ja, genau.

Das auch.

Aber es war noch

relativ erschwinglich.

Nochmal danke

an meine Eltern.

Ich habe das auch bekommen,

aber ich hatte auch oft

die billigeren Varianten davon.

Aber ich glaube,

so diese ganzen Sachen

machen es ein bisschen schwierig,

manchmal noch so ein richtiger Fan

eines Fußballclubs zu bleiben

und das ist ein bisschen schade

und ich hoffe,

dass generell der Frauenfußball

diese Nahbarkeit

nicht ganz verliert.

Auch die Greifbarkeit

der Spielerinnen.

Ich glaube,

wir haben da ein bisschen,

auch aufgrund der Masse natürlich,

wir haben nicht die Masse der Fans,

aber wir haben noch ein bisschen

einen persönlichen Kontakt

auch zum Fan

und ich finde das eigentlich

was Besonderes

und ich hoffe,

dass das nicht verloren geht.

Wie ist es bei dir?

Du bist schon ein bisschen länger

jetzt aus dem Betrieb

da sozusagen raus,

aber Stichwort auch,

die Männer spielen in Katar,

in Saudi-Arabien,

vielleicht jetzt Länder,

wo dann sowieso keine

Frauenturniere stattfinden werden,

aber trotzdem,

was kann man sich vielleicht auch

noch nicht abschauen

vom Männerfußball?

Ja,

da schließe ich mich eigentlich

der Luisa an,

weil im Endeffekt

ist das wirklich,

glaube ich,

das größte Problem.

Was man als Außenstehender sieht,

was Männer aktuell verdienen

im Fußball,

das ist einfach nicht mehr

verhältnismäßig

und das kann man auch

keinem Fan, glaube ich,

verkaufen

und deswegen,

glaube ich,

ist das,

dass das Verhältnis

Fan,

Verein,

Fanspieler,

diese Schere geht irgendwie

immer weiter auseinander

und wenn man dann auch sieht,

es werden Turniere

nach Katar vergeben,

nur weil man da dann

am meisten Geld verdient,

man schiebt es dann

in den Winter,

also weil es da dann

kühler ist,

das sind halt so Sachen,

wo ich mir denke,

ja nur um irgendwie

Geld zu machen,

ich glaube,

dass die Fans da einfach

nicht mehr mitgehen

und wie du es auch schon gesagt hast,

es wird alles teurer

und die verdienen immer mehr

und wollen immer mehr

und wenn ich dann höre,

was weiß ich,

keine Ahnung,

irgendein Sané,

der sagt,

ja aber für 12 Millionen,

da kommen die Spiele nicht mehr

oder,

also das ist irgendwie,

das kann man sich als Außenstehender,

kann man sich das einfach

nicht vorstellen

und glaube deswegen,

da soll es bei den Frauen

nicht hingehen

und wie du sagst,

dieses Nahbare,

ich glaube,

das ist auch genau das,

was den Frauenfußball auch

tatsächlich ausmacht

gegenüber dem Männerfußball.

Aber glaubt ihr,

der Fußball der Frauen

kann diesen Weg vermeiden,

also er hat ja jetzt

schon eine enorme Entwicklung,

auch was die Kommerzialisierung betrifft,

genommen in den vergangenen Jahren

und irgendwann merken die Funktionäre

dann doch auch

bei FIFA und UEFA,

da geht noch mehr.

Ja,

es kann sein,

dass das irgendwann auch

den Weg geht,

also ich glaube,

das wird noch lange dauern,

auch dass es dahin kommt,

also man hat jetzt schon mal gesehen,

in den letzten 20 Jahren,

wie sie es entwickelt hat,

klar,

es hat sich entwickelt,

aber jetzt auch nicht

in einer Megaschnelligkeit,

wo man sagt,

ja,

das heißt,

es wird auch die nächsten Jahre

sich eher langsamer entwickeln

und also ich hoffe nicht,

dass es in diese Richtung geht,

aber natürlich,

klar,

UEFA,

FIFA,

die wollen Geld verdienen

und deswegen kann das natürlich

auch irgendwann der Weg sein

bei den Frauen,

aber wie gesagt,

ich hoffe es eigentlich eher nicht.

Hast du dir deine Liebe

zum Fußball trotzdem bewahren können?

Ich wollte die Antwort von der Luisa

eigentlich auch noch hören.

Danke.

Ja,

ich glaube,

das ist ein bisschen,

das ist nicht so einfach

immer zu differenzieren.

Ich glaube,

auf der einen Seite

braucht der Frauenfußball

auch den Push,

dass UEFA und FIFA realisieren

und sagen,

hey,

da kann man Geld mit machen,

weil wenn man

nach mehr Bezahlung ruft

oder sagt,

man möchte mehr Geldfluss

im Frauenfußball haben,

dann muss ich das Produkt

auch verkaufen.

Ich glaube,

das ist so ein bisschen

die eine Seite des Ganzen,

aber auf der anderen Seite

sollte sich der Kern

des Frauenfußballs

meiner Meinung nach

nicht verändern

und das ist ein bisschen

die Art und Weise,

wie ich mich verkaufe

auf dem Fußballfeld,

wie ich den Sport spiele

und das meine ich auch

mit Naba.

Ich habe manchmal das Gefühl,

bei uns ist es nicht so

ein arges Schauspiel,

auch wenn es jetzt

ein bisschen hart klingt,

sondern man spielt

wirklich den Fußball

und man spielt

diese 90 Minuten

und ja,

klar,

im Männerfußball

musst du das Produkt

anders verkaufen,

weil einfach,

es ist wie so ein

moderner Gladiatorenkampf,

manchmal habe ich das Gefühl,

aber es kann natürlich

aufgrund dessen,

dass man das Produkt

einfach noch mehr

pushen muss,

kann es natürlich

in eine Richtung gehen,

die auch dem Männerfußball

ähnlicher wird.

Jetzt nochmal du, Uli.

Was wollte ich denn wissen?

Nee, konntest du dir

die Liebe zum Fußball bewahren,

trotz der Entwicklungen,

die du jetzt angesprochen hast?

Also gehst du noch ins Stadion,

gehst du zu den Männern,

gehst du zu den Frauen?

Also ich bin definitiv

weiterhin fußballbegeistert

und wir schauen uns zu Hause

auch viele Fußballspiele an

im Fernsehen.

Wir waren auch schon öfters

bei den Frauen,

wir waren auch bei den Männern

in der Saison ein paar Mal,

von daher, ja,

also definitiv fußballbegeistert,

auch auf unteren Ebenen.

Also, wie gesagt,

wir haben uns vor ein paar Wochen

mal die zweite Mannschaft

von den Klubdamen angeguckt.

Ja, mein Mann war bei Etzelsdorf

im Damentrainer

und da sind wir auch,

also man beschäftigt sich einfach

mit dem Fußball

und ja, von daher weiterhin

fußballbegeistert.

Ich versuche nur rauszufinden,

ob du noch bei uns bist

oder schon zerflossen oder so.

Die Einschaltquoten

bei der Nationalmannschaft

sind zum Teil gigantisch,

vor allem natürlich dann

bei den großen Turnieren.

Wir haben vor einigen Wochen

bei uns im Podcast

Osman Csangkaya auch zu Gast gehabt

und haben da auch

so ein bisschen drüber geredet,

wie ist es möglich,

diese große Menge von Menschen,

die da offenbar zuschaut.

Es ist natürlich klar,

Nationalmannschaft,

große Turniere ist immer

eine höhere Quote,

das ist bei den Männern

jetzt auch erstmal nicht anders,

aber bei den Frauen

geht es dann zur Bundesliga

oder so schon nochmal

deutlich auseinander,

die Schere.

Wie kann es denn vielleicht gelingen,

mal von dieser obersten Ebene

sozusagen das auch noch

ein bisschen runterzuziehen?

Geht es da um andere Vermarktungen

oder geht es vielleicht auch nie,

weil das einfach normal ist,

dass da halt einfach

mehr Menschen zuschauen?

Ich glaube,

Punkt Nummer eins

ist die Liga attraktiver machen.

In der Nationalmannschaft

natürlich,

da hast du die Elite,

die Crème de la Crème,

da spielen sie in einer Mannschaft,

deswegen,

wenn die sich gegen die Besten

dann messen,

dann sind das auch wirklich

sehr, sehr attraktive Spiele.

Du musst es aber

in den Ligaalltag

ein bisschen rüberbringen können

und ich glaube,

so eine Liga ist sehr lange

und da den Zuschauerschnitt

hoch zu halten,

ist glaube ich wirklich eine Aufgabe.

Ich glaube,

ich persönlich finde die Aufstockung

einen guten ersten Schritt.

Ich glaube,

man muss einfach ein bisschen mehr

die Liga auch auseinanderziehen,

was sowohl den Abstiegskampf

als auch oben

den Kampf um die Meisterschaft

beinhaltet.

Sonst ist das schon eigentlich vorher,

wenn man sich die Konstellationen anschaut,

dann ist es eigentlich immer

wirklich total klar,

wo das dann ist

und da muss man gucken,

hey,

kann ich vielleicht vier,

fünf Mannschaften jetzt dann,

die um den Abstieg spielen,

drin haben

und kann ich vielleicht

drei, vier Mannschaften haben,

die sich da oben

um die Meisterschaft

und die Champions League Plätze kämpfen.

Ich glaube,

das macht das Ganze einfach

noch ein bisschen attraktiver

für den Zuschauer auch

und da ist der erste Schritt

jetzt meiner Meinung nach getan.

Man muss jetzt gucken,

wie sich die Liga dann verhält

mit der Aufstockung.

Natürlich sind es mehr Spiele,

du hast mehr Mannschaften,

die Schere könnte ein bisschen

mehr auseinandergehen am Anfang.

Das ist mit Aufsteigern

dann einfach,

besonders in der Hinrunde,

dann einfach,

ja,

schon nochmal ein anderes Level,

wo man reinkommen muss.

Aber so diesen Hype

der Nationalmannschaft,

der ist sehr,

sehr wichtig für die Liga,

den rüberzubringen.

Das ist eine super Aufgabe

für den DFB

und für die Vermarktung.

Aber wichtig ist

und auch jetzt

bei der Europameisterschaft,

dass die deutsche Mannschaft

gut abschneidet,

weil dann kannst du

einen Hype mitnehmen

und dann wollen die

die jungen Mädels

oder ja auch viele Jungs

ins Stadion kommen

und eine Julia Gewinn

spielen sehen

oder eine Lea Schüller.

Und das ist extrem wichtig

für die Liga

und du hast viele

deutsche Nationalspieler

in der ersten Bundesliga

und wenn du die richtig

vermarktest

und sie jetzt erfolgreich spielen,

dann erhoffe ich mir

dann schon in der nächsten Saison

den Schwung

da mit reinzunehmen.

Geht das da,

glaube ich,

eher so über Persönlichkeiten

oder müssen jetzt vielleicht,

wir haben es vorhin angesprochen,

inzwischen besteht diese Liga

fast ausschließlich aus Klubs,

bei denen auch die Männer

in den ersten zwei Ligen spielen

oder kann man das eben

durch die Marken dieser Klubs

noch besser hinkriegen,

dass man das stärkt?

Muss der Wettbewerb

vielleicht besser werden,

dass eben nicht nur

der FC Bayern

und der VfL Wolfsburg

die Titel unter sich ausmachen?

Ich glaube beides.

Ich glaube,

zum einen braucht es diese Zugpferde,

sage ich es jetzt mal,

die schon auch

Aushängeschild der Liga sind

und das sind einfach

die Nationalspieler,

die eine gewisse Vermarktung

schon innehaben

und dann auf der anderen Seite

glaube ich auch,

dass es schon auch

auf die Hauptvereine

drauf ankommt,

die Frauen zu vermarkten

und richtig zu vermarkten.

Es ist trotzdem auch eine Nische,

die man bedienen muss.

Also ich glaube,

der Frauenfußball ist jetzt

nicht so zu vermarkten

wie der Männerfußball

und da ist es schon wichtig,

dass man sich da gut aufstellt,

aber ich glaube,

dass der DFB da auch

gut unterwegs ist,

das zu pushen

und aber für mich

mit am wichtigsten

ist wirklich,

ja,

jetzt in diesem Sommer

die Frauen-Nationalmannschaft.

Wie lange dürfen wir

eigentlich hier oben sitzen?

Weiß es jemand?

Bis uns jemand rausschmeißt.

Okay, cool.

Dann immer weiter.

Der Club ist jetzt

ein Leuchtturm

natürlich in der Region

oder in der erweiterten Region

jetzt aktuell

dann auch als Aufsteiger.

Wie sieht es denn

so ein bisschen drunter aus

in der Basis?

Also gibt es dann irgendwann

vielleicht wieder nur noch

diese großen Clubs

oder hast du das Gefühl,

kriegst du da Rückmeldungen

oder ihr beide,

wie es da so an der Basis aussieht,

sind die Vereine,

die du früher

noch kennengelernt hast,

sind die noch da,

sind die aktiv

im Frauen- und Mädchenfußball

oder ballt sich das jetzt

gerade so bei den großen Vereinen?

Ich glaube,

und das soll nicht pessimistisch klingen

für die eigenständigen

Frauenvereine,

aber ich glaube,

wenn man jetzt sieht,

auch was andere Vereine

mittlerweile in den

Frauenfußball reinstecken,

glaube ich,

wird es schon sehr schwer,

wenn man einen finanzkräftigen

Hauptmännerverein

nicht hinter sich hat.

Also ich denke da jetzt

ganz schnell auch an den

VfB Stucka,

der jetzt mittlerweile

in der zweiten Liga spielt.

Borussia Dortmund

ist jetzt in die Regionalliga

aufgestiegen.

Das sind schon

große Zugpferde.

Ich glaube,

Schalke 04

hat mit Dortmund

um den Aufstieg gekämpft

in die Regionalliga.

Das sind jetzt Mannschaften,

die werden nicht lange brauchen,

bis sie oben ankommen,

weil dort einfach

die finanziellen Strukturen

sehr, sehr gut sind,

die Infrastruktur auch.

Und jetzt bereits

auch Erstligaspieler

in diese Vereine

schon abwandern.

Und das sind Ballungsräume,

wo dann ja auch

eine SGS Essen

wahrscheinlich langfristig

drunter leiden wird,

weil Dortmund ist

ein Katzensprung weg.

Und wenn dort die Bedingung

und die Bezahlung

einfach deutlich über dem liegt,

was vielleicht Essen

bieten kann,

dann wird es wahrscheinlich

schwierig.

Aber nicht wegzunehmen,

was Essen für eine

grandiose Arbeit

auch im Nachwuchs leistet.

Also das ist schon

Hut ab,

was die da über die Jahre

hinbekommen haben.

Ich glaube trotzdem,

dass es sich jetzt dann

relativ schnell

auf die finanzkräftigen

Männervereine umlegen wird.

Wenn wir hier so

im Großraum

auf die Basis schauen,

also glaubt ihr da,

ist es auch so,

dass jetzt einfach dann

alle nur noch

zum 1. FC Nürnberg rennen

oder gibt es dann

schon auch so in der Fläche

vielleicht die Anlaufstellen?

Ja, ich glaube,

wenn jemand Talent hat

und wenn jemand ambitioniert ist,

ist wahrscheinlich tatsächlich

der Klub der erste

Anlaufverein überhaupt,

wo man ja auch sagen muss,

dass wir in der Umgebung

jetzt mit beispielsweise

Weinberg auch einen

super Verein haben,

der über Jahre,

also der war schon zu meiner

Zeit,

war der schon wirklich top

und jetzt auch in der

2. Liga war,

leider abgestiegen ist.

Aber natürlich,

die haben nicht diese

professionellen Strukturen

wie es jetzt

und vielleicht auch nicht

diese Finanzkraft im Hintergrund

wie jetzt der Klub

oder vielleicht jemand anders.

Aber deswegen,

ich glaube,

es ist schon schaffbar,

auch in einem kleineren Verein

was aufzuziehen.

Aber das bedarf natürlich

trotzdem viel Geduld

und natürlich auch Sponsoren,

um da auch Leute

irgendwie ranzukriegen.

Aber ich würde nicht sagen,

also klar,

die Finanzkräftigen,

die haben natürlich Vorteile,

aber es gibt auch kleine,

auch hier gerade im Raum,

finde ich,

die schon auch was leiden,

und wirklich gut sind

und die man vielleicht

auch ein bisschen mehr

unterstützen müsste.

Habt ihr einen Überblick,

wie schaut das aus

in den Vereinen?

Also ihr habt beide gesagt,

ihr habt relativ lange

mit Jungs gemeinsam

gespielt.

Ist das,

was ihr glaubt,

sich in Zukunft ändern muss

oder schon geändert hat,

dass es für

fußballspielende Mädchen

früher möglich ist,

eben mit anderen Mädchen

Fußball zu spielen?

oder glaubt ihr,

es ist wurscht,

weil ihr habt euch durchgesetzt

und in Jungsmannschaften

und dann können die das auch?

Also ich,

aus meiner Sicht,

würde es jedem empfehlen,

in Jungsmannschaften

zu spielen.

Also ich kann nur

für mich sprechen.

Das war einfach,

man lernt ganz viel,

also sei es mit Schnelligkeit,

sei es mit Zweikampfstärke,

Robustheit,

sich durchzusetzen.

Das sind,

glaube ich,

alles Attribute,

die einem zugutekommen,

umso älter man wird.

Wenn man aber jetzt zum Beispiel,

ich sage jetzt mal,

die Frauen von Barcelona sieht,

die da jetzt das komplett

umgestellt haben,

die eigentlich schon von klein auf

praktisch nur unter Frauen spielen

und wenn man sieht,

wie erfolgreich die sind

und was die für Top-Talente

rausbringen,

ist das natürlich auch ein Weg.

Also ich möchte nicht sagen,

der eine ist besser

als der andere.

Ich kann aus meiner Erfahrung sagen,

ich fand es super

und mir hat es total viel gebracht,

aber bestimmt ist der andere Weg

jetzt auch nicht der schlechteste,

wenn man jetzt zum Beispiel

Barcelona anschaut.

Aber deswegen, ja.

Was sagst du?

Ich habe manchmal so den Eindruck,

aber vielleicht täusche ich mich

da auch komplett,

dass manche Mädchen

sich vielleicht auch ein bisschen

abgeschreckt fühlen,

wenn sie bei den ersten

Gehversuchen irgendwie

nur mit Jungs spielen wollen,

die ich glaube auch heute noch

oftmals viel mehr

Bolzplatz-Erfahrung haben

in der Breite auch auf jeden Fall.

Aber vielleicht ist auch

ein Trugschluss,

ich habe keine Ahnung.

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Ja, sehr ähnlich.

Ich habe auch immer

bei den Jungs gekickt.

Ich glaube,

die Frage,

die man sich da irgendwann

stellen muss,

und das ist jetzt auch

was, was wir

oder was ich jetzt

in manchen Nachwuchsmannschaften

auch, wenn ich mal

Spiele angucke, sehe.

Ich glaube,

es kommt darauf an,

wenn das Mädel da mitspielt

und man sagt,

super, die sind alle voll schnell

und voll stark

und ich muss mich da durchsetzen,

aber ich hatte zwei Ballkontakte

im Spiel,

weil ich nicht mitkomme

oder weil sie mich nicht anspielen.

Ja gut,

dann macht das wenig Sinn.

Ich hätte jetzt auch

das Beispiel Spanien gebracht.

Da ist es wirklich so,

dass die sehr früh anfangen,

die Mädels mit Mädchen

spielen zu lassen,

aber gegen Jungs.

Das ist ja jetzt bei uns

auch ein bisschen umgestellt worden.

Es gibt die Juniorinnen

im Bundesliga nicht mehr,

sondern die Mädels

werden eingruppiert

in eine Jungsliga

und spielen dann gegen Jungs.

Dieses Jahr war das

noch ohne Wertung,

jetzt bei uns im Nachwuchs.

Und dann messen sie sich

ja auch gegen die Jungs,

aber spielen mit Mädchen.

Das ist jetzt auch ein Weg,

der ein bisschen eingeschlagen wurde,

um zu sehen,

wie es da funktioniert.

Ich glaube,

schwer einzuschätzen,

weil ich das nie so hatte.

Ich war einfach bei den Jungs dabei,

ich verstehe aber beide Seiten.

Und ich glaube,

wenn man jetzt andere Nationen sieht,

wie die auch im Nachwuchs arbeiten,

hat der DFB, glaube ich,

schon die Augen ein bisschen

auch aufgemacht und gesagt,

okay, hey,

vielleicht muss man doch

in bestimmten Situationen umdenken

oder was Neues versuchen.

Und ja,

ist ja nicht schlecht.

Also Spanien macht das

ja jetzt nicht gerade schlecht,

wenn man sich

nicht nur Barcelona anschaut,

sondern auch die

A-Nationalmannschaft von Spanien.

Ich glaube,

gestern war auch wieder

eine 19-Jährige,

die für mich eine der besten Spielerinnen

am Feld war.

Deswegen,

ganz so schlecht machen sie nicht.

Da ist es ganz gut,

wenn man da mal hinguckt.

Wie macht ihr das

beim 1. FC Nürnberg?

Du arbeitest da auch ein bisschen

nebenher,

mehr oder weniger

neben deinem Hauptding

als Kapitänin der ersten Mannschaft

im Nachwuchsbereich.

Ich meine,

und ihr strukturiert gerade

ein bisschen was um.

Wie weit geht es bei euch

nach unten,

der Fußball,

der dann Mädchen?

Genau,

also wir haben drei

Nachwuchsmannschaften,

wir haben eine U16,

U17 und jetzt umstrukturiert

auf eine U19.

Da ist es auch

mit dem Hintergrund,

dass man sagt,

natürlich in den ganz jungen Jahrgängen

will man sie jetzt nicht

regional auch entwurzeln.

Also ich kann nicht verlangen

von einer Elf-, Zwölfjährigen,

dass sie doch bitte

dreimal die Woche

nach Nürnberg fährt

und den Eltern dann sagt,

ja,

ihr schafft das schon

in der Art.

das ist nicht sinnig

und sie auch einfach

regional noch zu Hause lassen,

in den Schulen lassen,

das ist schon gut so.

Aber trotzdem dann auch schaut,

dass man sich regional

einfach ein bisschen

besser aufstellt

und Möglichkeiten hat,

die Mädels trotzdem

in gute Ausbildungsvereine

zu bekommen.

Und das ist jetzt gerade

der Ansatz,

den wir ein bisschen verfolgen

und ja,

mit der Umstrukturierung

auf die U19

einfach auch schauen,

dass die jungen Spielerinnen

so viel Spielpraxis

wie möglich sammeln.

Ich glaube,

das ist egal,

ich brauche mich nicht

auf die Bank setzen

und wenn ich mit 16, 17

wirklich zwei Jahre

Vollgas durchspielst,

dann hilft mir das

viel, viel mehr,

wie wenn ich auf der Bank

sitze irgendwo.

Deswegen war das jetzt

auch so ein Punkt,

warum man gesagt hat,

man schaut sich da

die Strukturen

innerhalb des Nachwuchs

ein bisschen an

und ja,

habe ich jetzt seit

einem guten Jahr

die Möglichkeit,

auch ein bisschen

Einblicke zu bekommen

und sehr interessant,

was da alles so passiert.

Ich wollte euch jetzt

nochmal ein paar Fragen stellen.

Nee, Spaß.

Hast du nicht noch

so ein kleines Spiel

mitgebracht oder so?

Ja, kann man noch.

Ich hätte aber noch

auch noch ein paar

andere Fragen.

Na klar,

die können ja auch.

Ich habe noch ein paar

Gastro-Tipps.

Du hast Gastro-Tipps?

Nein, heute nicht.

Ich wollte nochmal,

ihr startet morgen

in die Vorbereitung

auf die erste Liga.

So,

ungefähr das Programm,

was da jetzt in den nächsten

Wochen auf euch zukommt.

Ihr habt nach dem ersten

Aufstieg in die erste Liga

vor zwei Jahren

habt ihr umgestellt

mehr oder weniger

von diesem

Feierabend-Trainingsbetrieb

auf einen

profihaften

Trainingsbetrieb.

Ist jetzt immer noch so?

Habt ihr in der zweiten

Liga beibehalten?

Und wie schauen eure

die Wochen bis zum

Bundesliga-Start

in etwa aus?

Kannst du das mal skizzieren,

um dann vielleicht zu sehen,

wie das

wie das 99

war?

Die waren halt

vorher, glaube ich.

Habe ich so vorhin

gehört.

Ja, das ist beibehalten

worden.

Wir sind,

wir haben

jetzt knapp

neun Wochen

bis Saisonstart.

Der ist noch nicht

terminiert worden,

aber um Anfang

September dürfte es

losgehen.

Das dauert immer ein

bisschen, bis der DFB

da die Terminierung

rausgibt.

Woran liegt das?

Woran liegt das?

Das ist eine sehr gute

Frage.

Könnte ich jetzt

Linus fragen.

Ich weiß nicht,

ob er es auch weiß,

aber nee,

das ist vom DFB.

Ich glaube,

die Spieltage werden

ja auch immer alle

vier Tage dann

zeitlich,

vier Wochen zeitlich

terminiert.

Ist in der ersten

Liga so.

Ich habe keine

Antwort drauf,

aber genau,

das heißt,

wir haben ungefähr

acht Wochen

Vorbereitung,

acht, neun Wochen.

Ja, ganz klassisch

einmal die Woche

frei, zweimal die

Woche Doppeltrainingstag

und ja,

es wird rund gehen.

Wir haben einige

sehr coole

Testspiele,

die auf uns zukommen.

Wir fahren ins

Trainingslager nach

Herzogen.

Genau,

wir haben wieder die

Möglichkeit, zu Adidas

ins Trainingslager zu

fahren.

Ihr dürft im Sommer

hin,

die Männer müssen

im Winter hin.

Nee,

da freuen wir uns

wirklich,

das ist brutal.

Also dieses

Gelände und was

da möglich gemacht

wird,

für uns auch,

das wissen wir

wertzuschätzen,

weil,

also wir,

ich glaube,

eine kleine Anekdote,

die Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen

dort hatten,

dann zwischenzeitlich

mal gesagt,

ob wir denn bitte

unsere Sachen stehen

lassen können,

weil sie haben

sonst nichts

zu tun

und das machen

die Männervereine

auch immer.

Ja,

das war ganz surreal,

weil was man da

alles bekommt

und was da

stattfindet

und was,

brutal.

Da sind schon die

Augen aufgegangen

und deswegen,

das haben wir

dieses Jahr wieder,

das ist super,

das ist auch relativ

kurz vor dem

Saisonstart,

das ist nochmal

ein guter

Zeitpunkt

und ja,

sonst geht es

jetzt dann

wirklich acht

Wochen rund.

Viele

Trainingseinheiten,

viele Videoanalysen,

viel Vorbereitung,

viel Teamtalks,

aber ich bin jetzt

ready,

es war eine lange

Sommerpause,

fast sieben Wochen

glaube ich sogar,

sechs, sieben Wochen

kommt hin,

ja,

da brennt es

jetzt dann schon wieder,

reicht dann auch

mit dem individuellen

Workoutplan.

Wie sah eure

Vorbereitung auf die

Bundesliga-Saison aus?

Trainingslager,

zweimal Training am Tag

und solche Dinge

oder?

Nein,

also wir hatten

kein Trainingslager,

wir hatten auch

kein zweimal

am Tag Training,

wir hatten

viermal die Woche

tatsächlich Training,

also immer

abends dann,

klar,

nach Schule,

nach Arbeit,

nach Studium,

von daher,

das war natürlich

trotzdem auch

ein Stress,

weil halt viele

auch von,

tatsächlich von

außerhalb kamen,

nicht so wie ich

jetzt aus Nürnberg,

wir hatten Leute,

die aus Augsburg,

aus Regensburg,

aus Weiden kamen

und die mussten halt

natürlich auch

drei,

viermal die Woche

da sein,

also so sah die

Vorbereitung im

Endeffekt aus,

viermal die Woche

abends Training,

am Wochenende

ein Testspiel

und ja,

das war's.

Eine zweigeteilte

Frage auch,

es ist auffällig,

dass bei den Frauen

manche ihre Karriere

sehr früh beenden,

jetzt an Madeleine Steck

denke oder auch

Jessie May,

die doch in sehr

jungen Jahren

die Schuhe an den

Nagel gehängt haben,

wie man so schön sagt,

woran liegt das

und wie war das,

eine Phrase muss sein,

wie war das bei dir,

Siki,

wie lange hast du

eigentlich gespielt

und wann war dann

wirklich der Punkt

erreicht,

wo du sagst,

es war Hobby,

hast du vorhin gesagt,

man kann kein Geld

damit verdienen,

jetzt ist der Punkt

für mich erreicht,

wo ich im Leben

andere Prioritäten

setzen möchte.

Also ich habe

tatsächlich aufgehört

dann mit 28,

würde ich sagen,

habe aber ja

beim Clubshow

aufgehört mit 22,

damals aufgrund

von einer Verletzung,

habe dann ganz

aufgehört zum

Fußballspielen

erstmal und bin dann

wieder eingestiegen

bei einem kleinen

Verein in Müggeldorf

und habe da angefangen

und haben da was

aufgebaut und sind

da bis in die

Bayernliga hoch

und da bis 28

und dann mit 28

tatsächlich aufgehört,

aber ich glaube schon,

dass es bei den

Frauen einfach so ist,

dass das halt einfach

früher Schluss ist,

aus verschiedenen

Gründen,

sei es familiär,

sei es körperlich,

da finde ich trotzdem,

dass halt,

ja ich weiß nicht,

der Frauenkörper

ist halt anders

und irgendwann geht es

halt dann auch nicht mehr,

also zumindest nicht

auf einem hohen Niveau.

Das ist bei Männerkörpern

manchmal auch nicht anders.

Ja, das kann durchaus sein,

aber ich kenne auch Frauen,

die sind 40

und spielen noch,

also das ist so,

vielleicht kann man es

auch gar nicht pauschalisieren,

aber ich glaube,

die Tendenz geht eher

in die Richtung

früher aufhören

als bei Männer.

Ja, ich glaube,

jetzt werden dieses Jahr

wieder mit Madeleine Steck,

die sich dazu entschieden hat,

ihre Karriere zu beenden,

ich glaube,

die Gründe dafür

sind oft ja sehr unterschiedlich

auch,

es gibt Spielerinnen

wie jetzt eine Jessie,

die gesagt hat,

ja okay,

ich habe mein Grundschullerrenstudium

jetzt abgeschlossen,

ich möchte jetzt dann

auch meinem Beruf nachgehen

und einfach ins Referendariat starten,

das sind dann einfach

auch Entscheidungen

für die Karriere danach,

wie ich vorhin schon gesagt habe,

ich habe die Möglichkeit

jetzt auch nebenbei

beim 1. FC Nürnberg

zu arbeiten,

auch das sind die ersten Schritte,

dass man sagt,

ich möchte mich einfach

auch für danach vorbereiten

und ich glaube,

das ist bei uns Frauen

einfach sehr,

viel präsenter,

einfach auch aufgrund

von finanziellen Mitteln,

die während der Zeit sind

und bei uns studieren

eigentlich fast alle nebenbei

und dann kommt irgendwann

die Entscheidung zu sagen,

okay,

jetzt will ich vielleicht

einfach mit dem Studium

auch was anfangen

aber es gibt auch

in anderen Vereinen

dann deutlich auch Spielern,

die bis 34, 35

auf Topniveau

noch weiterspielen,

also sehr unterschiedlich,

ich glaube,

sehr persönliche Entscheidungen

teilweise auch,

wo die Spielerinnen sagen,

hey,

war eine wunderschöne Zeit,

aber ich möchte mein Leben

jetzt nicht immer nur

dem Sport unterordnen

und einfach auch mal

ein normaleres Leben leben,

also wir haben natürlich

einen zeitlichen Umfang

oder Zeitaufwand,

der ist wie bei den Männern,

der ist schon auch enorm

und dann gibt es dann

Spielerinnen,

die dann einfach sagen,

hey,

es war wirklich top,

aber jetzt ist an der Zeit

den nächsten Schritt zu gehen

und dann die dritte Komponente

ist das Körperliche,

freilich,

wenn man mit Verletzungen

geplagt ist

oder einfach sagt,

hey,

dieser Trainingsaufwand,

der kann schon was auch machen

mit einem Körper,

dann sind das natürlich die Punkte,

die wahrscheinlich bei uns

einen Ticken früher kommen,

ja.

wie war denn eure medizinische Versorgung

damals war das zumindest

einigermaßen auf einem Level

oder

Eisspray,

genau,

Eisspray,

Pflaster oder

Telefonnummer vom Hausarzt

um die Ecke.

So in der Art,

nee,

aber da muss man tatsächlich sagen,

dass wir,

wir hatten einen Physiotherapeut,

der auch oft mal beim Training

da war,

aber bei den Spielen

auf jeden Fall

und

aber es war halt eine Person,

also es ist wahrscheinlich

trotzdem auch zu wenig,

aber

man kann nicht sagen,

wir hatten gar nichts,

also von daher,

ja,

können wir uns da,

glaube ich,

jetzt gar nicht beschweren.

Ich denke nur über den Ventilator

hier neben mir nach,

dass es wieder so ein typisches

Kadepp-Ton-Fail wird

und mir das jetzt erst auffällt,

nachdem Uli es ja geschafft hat,

diese Woche in seinem anderen Podcast

Love is,

Neues,

auch mit Ventilator aufzunehmen

und immer wenn Uli sprechen muss,

hat man

und dann war wieder Ruhe,

wenn die beiden anderen

gesprochen haben.

Was den Podcast qualitativ

jetzt nicht verschlechtert hat?

Ne,

das stimmt.

Ich bin,

ich bin ausgefragt tatsächlich,

ich glaube,

ich habe alle,

man muss Luisa fragen,

ob ich alle Fragen,

die ich damals gestellt habe,

jetzt auch wieder gestellt habe

oder ob ich

im Gegenteil

alles wieder vergessen habe,

ne,

war schon in etwa.

Also ich kann die Bühne

schlichtweg deswegen nicht verlassen,

weil ich an einem Stuhl festklebe,

aber das ist ein anderes Thema.

Ich werde also bei dem Panel

um 19 Uhr,

werde ich einfach weiter hier sitzen,

auch mit diskutieren.

Uli,

hattest du nicht noch irgendwas vorbereitet?

Wollen wir das noch machen?

Ja,

so kleine...

Ich habe ein bisschen Angst davor.

Ich glaube,

der Uli hat auch Angst davor,

deshalb hat das jetzt...

Und darum geht es doch...

Das haben wir auch schon abgehandelt,

das muss ich ein bisschen aussieben.

Außerdem kann ich es nicht lesen,

aber egal.

Ah,

hier,

ich kriege gerade die Erinnerung,

Kettab live heute um 19 Uhr,

habe ich immer

Handy stehen.

Ich habe aus der WhatsApp

vom Veranstalter,

wir sollen jetzt endlich

weggehen.

Ja,

zum Glück ist der Lukas

heute nicht da

und kann nicht dauernd

wieder aufs Tempo drücken.

Ne,

wir haben ja

bei unserem

Stammpodcast

immer das

Entweder-Oder-Spiel,

du kennst das schon,

warst ja auch schon bei uns zu Gast,

würde ich jetzt

ein paar Sachen noch machen,

die ihr beide beantworten dürft.

Ein paar?

Nein,

das geht nur bis daher.

Ach so.

Da unten habe ich mir aufgeschrieben,

dass Deutschland

zweimal Weltmeister

und achtmal Europameister war.

Okay.

Das ist wirklich

mit dem Licht

gar nicht so einfach.

Du kannst es auch

einen Kolotze vorlesen lassen,

wenn du...

Equal Pay

oder Equal Play

haben wir eigentlich schon

beantwortet,

abgehandelt.

Waldlauf

oder Kraftraum?

Gar nichts

von beiden.

Wahrscheinlich

eher Waldlauf

als wie Kraftraum.

Ich fand die Antwort gut.

Bei mir ganz,

ganz klar

der Kraftraum.

Also diese Läufe

ist nicht so meins.

Max-Morlock-Stadion

oder Max-Morlock-Platz?

Schwierig.

Darf man da antworten

oder muss man

also man muss sich entscheiden?

Ja.

Dann nehme ich

weil wir es dieses Jahr spielen

ins Max-Morlock-Stadion.

Der Asche-Platz.

Der Asche-Platz.

Nee,

ich werde tatsächlich

für den Max-Morlock-Platz.

Ist kleiner

und

ein bisschen intimer.

Instagram

oder TikTok?

Instagram.

Ich habe kein TikTok.

Ja,

bei mir auch Instagram.

Ich glaube,

bei uns haben viele TikTok,

aber da bin ich

dann auch schon

ein bisschen raus

aus der App.

125 Jahre

Jubiläumstrikot

oder

Sondertrikot

Club Frauen?

Ich muss sagen,

das 125 Jahre

Trikot

ist schon

sehr,

sehr,

sehr schön.

Isa,

wenn du noch mal

aufstehen möchtest,

vielleicht.

Es kommt,

glaube ich,

im November.

Zum 150-Jährigen.

Du hast ja nur geliehen,

ne?

Ein Leasing-Trikot.

Ich muss sagen,

für den persönlichen Bezug

würde ich

das Club Frauen-Trikot

nehmen, ja.

Das war auch sehr schön

mit schwarz.

Ich würde das

gestreifte

nehmen.

Hätte es auch

gerne.

Linus,

vielleicht hast du das

auch

ewig

nicht bekommen.

Männer

haben wir

mittlerweile eins,

für mich

keins.

Imposter

oder Kniffel?

Kniffel.

Das dachte ich mir,

es war früher so,

das Spiel bei

Auswärtsfahrten.

Ja,

Kniffel ist super,

also auch,

wenn wir in Urlaub fahren,

zum Beispiel,

Kniffel ist immer dabei.

Und die Luisa

eher Imposter?

Ja,

weil wir es auch

vor kurzem erst

spielen durften,

würde ich jetzt mal

Imposter sagen,

ja.

Kennen das alle

überhaupt?

Ich kenne es nur

durch meine Töchter,

sonst wäre ich da

jetzt auch komplett blank.

Kennst du das,

Kukulotzi?

Nee,

ich warte auf eine

sonderfreudige

Kniffel,

dass wir wirklich

das durchspielen

und alle

zuhören müssen.

Als Trainer

lieber ein Mann

oder eine Frau?

Bin ich komplett neutral.

Wäre auch immer,

ein Gutes ist gut.

Du hattest bislang

hauptsächlich Männer

als Trainer?

Beides.

Beides, ja.

Ich glaube,

war in Neumark

dein erster Trainer

oder deine erste Trainerin?

Meine erste Trainerin

war Auswahlmannschaft.

Das war dann so

das erste Mal

eine Trainerin.

Sonst in den Jungsvereinen

ist es schon eher

ein Männertrainer, ja.

Ich hatte auch nur Männer,

aber ich würde jetzt auch sagen,

also mir wäre es grundsätzlich

egal,

solange die Qualität stimmt,

wurscht.

Alicia Lehmann

oder Julia Quinn?

Definitiv Julia Quinn,

ja.

Ja, schließe ich mich an.

Ich habe auch mal

mit ihr spielen dürfen.

Ja, brutale Kickerin.

Birgit Prinz

oder Miroslav Klose?

Sind beide

WM-Rekord-Torjäger

und WM-Rekord-Torjägerin?

Ja.

Ja, war es hin, ne?

Habe ich in meinem Mikro

aus?

Weißt du,

wie viele WM-Tore

Miroslav Klose geschossen hat?

Bitte?

Wie viele WM-Tore

Miroslav Klose geschossen hat?

16.

Und Birgit Prinz?

23.

14.

14.

Mist.

Klose.

Weil?

Das kommt jetzt wieder

auf den Punkt zurück,

dass er einfach viel präsenter

in den Medien war.

Also ich glaube,

ich habe fast gar keine

Birgit Prinz Spiele

irgendwann mal sehen können.

Also ich weiß von ihr

und von der Nationalmannschaft

und brutale Spielerinnen,

aber Klose war viel präsenter

für mich auch in meiner Jugend.

Birgit Prinz,

weil es meine Generation war

und ich mehrere Spiele

gegen sie gemacht habe

und auch ein paar schöne

Erlebnisse irgendwie

mit ihr hatte

und von daher

definitiv Birgit Prinz.

Was waren die schönen Erlebnisse?

0 zu 9?

Nicht 2 0 zu 9

oder irgendwas,

ja und

nee,

das ist so eine lustige

Anekdote,

wo wir irgendwie,

wo ich,

hatten wir ein,

ich weiß gar nicht,

es war glaube ich

ein Freundschaftsspiel

gegen damals Frankfurt

und ich hatte vorher

mit meinem Papa,

er hat gesagt,

ja,

der Birgit Prinz,

der gibt es den Beinschuss

und ich so,

ja okay,

schauen wir mal

und dann tatsächlich

hat es sich ergeben

im Spiel

und das war so,

wir haben uns so gefreut

irgendwie,

wir waren dann

auf dem Spielfeld

so,

ja und

5 Euro bekommen

von meinem Papa

und das hat sich rentiert

und das ist die für mich so,

immer wenn ich an sie denke,

denke ich an den Beinschuss

irgendwie halt.

Wann ist damals

nicht noch 5 Mark?

Vielleicht waren es auch

noch 5 Mark,

das kann sein.

Letzte Frage,

schauen wir auf heute Abend,

Deutschland oder Polen?

Definitiv Deutschland,

klar.

Also Tipp für heute Abend?

Tipp,

3-1

für uns.

Spannend,

also ich glaube,

Deutschland wird gewinnen,

ich muss ein bisschen grinsen,

weil wir haben einen Neuzugang,

die spielt für Polen,

deswegen,

ich drücke ihr die Daumen,

aber ich glaube,

das wird,

ich gehe mal mit einem

4-1 für Deutschland.

Und Gesamtfavorit EM,

Spanien ist glaube ich

so bei den Buchmachern

am weitesten oben.

Ja,

ich würde auch sagen,

Spanien,

Spanien,

England,

Deutschland würde ich mal

reinschmeißen in den Topf.

Ja,

Spanien war gestern

schon gut,

obwohl ich Portugal

jetzt nicht so gut fand,

deswegen vielleicht

lag es auch daran,

aber ich hätte auch gesagt,

Spanien,

definitiv Frankreich

ist für mich auch noch

so ein Tipp

und Deutschland.

Klaus,

bei den Wettanbietern

bezeichnet sich noch jemand

als Buchmacher?

Buchmacherin?

Oder als Buchmacherin?

Wenn sie die Crew

noch an den Nagel gehängt haben,

dann vielleicht.

Ja,

hat uns zwar noch immer

niemand von der Bühne geholt,

aber...

Ja,

das war ein bisschen.

Ja.

Danke.

Aber wie schnell.

Lass uns ja noch

ein bisschen nachdenken.

Ich bin ja auch gelauert

seit einer dreiviertel Stunde.

Der Uli hat noch drei Gags

auf seinem Zettel stehen.

Ja,

bevor uns die Isar

hier runterholt,

können wir auf jeden Fall

schon mal vielen Dank

beim Z-Bau sagen

für die Einladung.

Ihr bleibt bestimmt noch alle da

und schaut euch die weiteren

schönen, ja, was ist das alles,

Diskussionsrunden,

Vorträge,

Workshops,

alles an.

Es sind,

das kann man euch jetzt

nicht vorwerfen,

weil ihr seid da,

aber es sind viel zu wenige

Menschen da für diese

schöne Veranstaltung.

Also falls jetzt unser Podcast

dann noch irgendwann

ausgestrahlt wird,

das ist an euch,

die ihr heute zu Hause

geblieben seid.

Nächstes Jahr.

Das nächste Mal.

Ja.

Oder kommt halt morgen,

auch wenn es bis dahin

niemand hört.

Gut, dann

vielen Dank

an unsere Gästinnen

und

vielen Dank fürs Zuhören.

Tschüss,

sagen wir dann immer.

Tschüss.

Applaus

Applaus

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