Uli, als gestern das Gewitter auf uns zurollte, habe ich mir Gedanken über unser gemeinsames Leben gemacht.
Und jetzt stelle ich mir die Frage, sind wir und dieser Podcast am Ende auch nur ein Marketinginstrument des 1. FC Nürnberg oder für den 1. FC Nürnberg?
Über sowas machst du dir Gedanken.
Ich bin jetzt erstmal irritiert, weil ich dich sehe.
Ja, das ist schwierig, wenn man sich so sieht, weil wir sehen uns ja normalerweise nicht.
Und sitzen heute mal im Podcaststudio Auge in Auge gegenüber.
Das beschreibst du jetzt nur, um dir eine Antwort auf meine Frage überlegen zu können.
Da werden wir nie was absprechen.
Der Gloser hätte das mit einem Äh überbrückt.
Aber du hast es charmanter gemacht.
Trotzdem erwarte ich noch eine Antwort.
Du kannst dir auch noch länger Gedanken machen.
Ich bin jetzt gar nicht bei dem Gewitter von gestern.
Aber so schlimm war das doch gar nicht, oder?
Ich finde schon.
Aber weißt du was? Wir fragen einfach den Profi. Wir haben nämlich einen Gast heute hier im Podcaststudio.
Dirk Schlünz, Leiter der Vermarktung des 1. FC Nürnberg. Es gibt bestimmt irgendeinen hochoffiziellen Titel, den ich jetzt nicht mehr gegoogelt habe.
War schon sehr nah dran.
War schon sehr nah dran.
Also ist tatsächlich Geschäftsleiter Vermarktung. Aber die Titel sind nicht so richtig.
Das stimmt.
Die Menschen. Herzlich willkommen. Vielen Dank für den Besuch hier bei uns im Podcaststudio.
Vielen Dank für die Einladung.
Und kannst du Uli helfen? Sind wir, ist KADEP ein Marketing oder ist es das genaue Gegenteil?
Nein, seid ihr nicht. Ihr seid ja nicht von uns sozusagen eingesetzt.
Ihr seid Teil der 1. FC Nürnberg-Kultur.
Okay.
Mit allem, was dazugehört. Das würde ich aber schon sagen.
Kultur hat uns, glaube ich, noch keiner in Zusammenhang mit uns das Wort Kultur gebraucht.
Doch, das würde ich sagen.
Schön.
Freut uns. Der Feuilleton-Podcast von nordbayern.de sind wir jetzt neuerdings.
Das heißt, wir haben keine Aussicht darauf, irgendwie an den Vermarktungserlösen beteiligt zu werden,
weil wir da so super Sachen machen für den Club.
Das wird wahrscheinlich schwierig. In der Tat.
Okay. Das heißt, wir machen einfach so weiter.
Dann kassieren wir weiter nur von den Wirtschaften, deren Cordon Bleu wir empfehlen.
Ja, genau. Und das sind inzwischen erstaunlich viele auch, wenn viele auch sagen,
werdet endlich Vegetarier, ihr Holzköpfe. Aber noch halten wir einigermaßen durch.
Bist du Vegetarier oder?
Ich bin kein Vegetarier.
Nee.
Also ich versuche, die Ernährung in die Richtung zu schieben mit bedingtem Erfolg sozusagen.
Ja, in Franken ist es auch schon.
Ich wollte gerade sagen.
Irgendeine Cordon Bleu-Empfehlung oder ist das dann eher was, mit dem man dich nicht locken kann?
Landgausthaus Polster.
Ah, okay.
Bei uns in der Region. Also ich wohne ja in der Herzogenaurach und ungefähr fünf Kilometer davor.
Fragt mich jetzt nicht, wie der Ort genau heißt.
Das kriegen wir drauf.
Aber sehr empfehlenswert.
Okay.
Uli?
Aber wir müssen übrigens noch diesen Ausflug nach Bamberg machen.
Stimmt.
Den wir ausgelobt haben.
Ja.
Okay.
Also wir reden heute über die Vermarktung beim 1. FC Nürnberg.
Seit einem Jahr macht der Verein das jetzt wieder selbst.
Eigentlich ein cooler Zeitpunkt, um mal ein kleines Fazit zu ziehen.
Über was wir sonst noch reden, lassen wir uns einfallen.
Jetzt machen wir mal ganz Kadepp-Unlike gleich Werbung mit Thomas Korell und der Sparkasse.
Bis gleich.
Kadepp.
Der Club-Podcast von Nordbayern.de.
Präsentiert von Club-Community-Partner Sparkasse Nürnberg.
Ein kleiner Nachtrag zur letzten Ausgabe mit Jessica May und Florian Zenger habe ich noch.
Es ging um den Frauenfußball und ich habe ein paar Zuschriften bekommen, unter anderem von Matthias und von Otto,
wo man gut seine Töchter zum Fußballspielen bringen kann.
In Nürnberg, schreibt zumindest Otto, sind das der Postes V, die DJK Eibach, Eintracht Falkenheim und Eintracht Zabo,
wo unter anderem Uli Dickmeyer neuerdings Spielerinnenvater ist.
Deine Tochter geht jetzt auch zum Frauen-Mädchen-Fußball.
Die hat sich jetzt beschlossen, Fußball zu spielen.
Ja, und macht das bei Zabo Eintracht, weil die da wirklich gut unterwegs sind.
Und weil das bei uns sonst Eck ist und zwei Froninen da auch schon spielen.
Und ihr habt gestern Fußballschuhe gekauft?
Ja.
Und?
Schauen gut aus.
Adidas oder Adidas-Verein der 1. FC Nürnberg?
Ja, sie hat sich aber die Lilanen von einer anderen Marke ausgesucht.
Nike?
Auch nicht.
Decathlon.
Ah, Decathlon.
Okay.
Und da die Füße ja relativ schnell wachsen bei diesen Kindern, reicht das für das erste Jahr auch, glaube ich.
Und Schienbeinschoner.
Und Schienbeinschoner.
Echt?
Komplette Ausrüstung.
Okay.
Ist das wohl eine Kloppertruppe, in die sie da rein wechselt?
Ich glaube, sie geredet ein wenig nach ihrem Vater und ist ein wenig wehleidig.
Ah, okay.
Sind die Fußballerinnen des 1. FC Nürnberg das Beste, was dem 1. FC Nürnberg aus Vermarktungssicht hat passieren können im vergangenen Jahr?
Dirk Schlünz?
Ich weiß nicht, ob das aus Vermarktungssicht das Beste ist, was dem 1. FC Nürnberg passieren könnte.
Also erstmal war es ja auch vorher schon der 1. FC Nürnberg in der Frauen e.V.
und es ist aber in jedem Fall eine absolut großartige Geschichte aus vielen Gesichtspunkten.
Und mit Sicherheit auch ein Stück weit natürlich eine sportliche Erfolgsstory, die uns im Hinblick auf letzte Saison natürlich gut tut.
Ist ja keine Frage.
Aber man hat so den Eindruck, dass da tatsächlich auch Vermarktungspotenzial da ist.
Also es wird jetzt einen Kinofilm geben.
Die Fußballerinnen haben einen neuen Hauptsponsor, der so heißt wie der der Männer.
Richtig, ja.
Haben sich in relativ kurzer Zeit eine relativ große Fangemeinde erspielt.
Also wie kümmert sich deine Abteilung jetzt um die Fußballerinnen?
Und ich habe mal gehört, dass im Gesamtverein praktisch in jeder Abteilung jetzt mehr oder weniger einer oder eine auch für die Frauen arbeitet.
Ist das richtig?
Genau.
Also es gibt zum einen natürlich Lizensierungsauflagen, die man erfüllen muss als Verein gegenüber dem DFB.
Und da geht es nicht nur um den sportlichen Bereich und um finanzielle Bedingungen,
sondern da geht es eben auch, dass bestimmte Aufgaben fulltime und vollverantwortlich von bestimmten Personen wahrgenommen werden.
Damit das eben auch in dem Bereich entsprechend professionalisiert wird und auch professionell betrieben wird.
Und nicht womöglich ein Stück weit irgendwie nebenbei, was der Sache überhaupt nicht gerecht werden würde.
Also das betrifft auch die Vermarktung.
Das heißt, wir werden auch eine Person nominieren, die ausschließlich sich um die Frauen kümmert.
Und alle Belange, die die Vermarktung und das Marketing betreffen.
Und ja, ich sehe da sehr großes Potenzial, weil das eben eine super Geschichte ist und ein großartiger Erfolg.
Und wenn man mal bedenkt, dass das wirklich so eigenproduzierter Erfolg ist.
Also es gibt keinen nennenswerten Investor, der jetzt da irgendwie dahinter stehen würde,
wenn man sich andere Vereine anguckt, die erfolgreich im Frauenfußball sind.
Und das ist in der Regel eben auch getrieben und finanziert durch professionelle Kapitalgeber.
Das ist bei uns überhaupt nicht der Fall.
Und deswegen ist das umso erstaunlicher und umso, finde ich, ist der Erfolg auch noch höher einzuschätzen.
Weil das wirklich aus eigenen Mitteln, eigener Motivation bestritten wurde.
Und das, finde ich, ist schon ein echtes Pfund.
Ist das was, wo Vereine spätestens jetzt tätig werden müssen in dem Bereich Fußball der Frauen?
Weil es auch aus Vermarktungssicht und Wachstums...
Ich habe den Eindruck immer, dass es immer größer wird.
Auch was so die Berichterstattung über Champions League oder Länderspiele wird.
Man merkt es an der Basis noch nicht.
Auch das war einige Reaktionen auf unseren Podcast von letzter Woche.
Also es gibt noch nicht ausreichend fußballspielende Mädchen.
Aber ich habe immer den Eindruck, da entsteht was, was man auch an Zuschauerzahlen in der Bundesliga sieht und so weiter.
Merkt man das auch als Vermarkter, als Marketingmensch?
Also ich würde grundsätzlich auf der einen Seite ja sagen.
Auf der anderen Seite wird der Frauenfußball aus meiner Wahrnehmung weder bei uns noch bei anderen Vereinen in der Richtung deswegen jetzt gepusht,
weil man da irgendwie Vermarktungspotenzial sieht.
Sondern das ist wirklich bei uns ja auch so entstanden, der Glaube daran, dass das ein wichtiges Thema ist.
Und einfach sich auch Personen gefunden haben, die ursprünglich überhaupt nicht an Vermarktung gedacht haben,
sondern gesagt haben, wir wollen Fußball spielen.
Und wir Frauen können auch sensationelle Leistungen erbringen und dann eine ganz große Eigenmotivation haben.
Dass daraus dann am Ende ein Vermarktungspotenzial entsteht, ist ja erst der zweite Schritt.
Und ich glaube, dass jetzt in der Tat viele Vereine die Wichtigkeit von dem Thema erkennen,
aber nicht unbedingt, um jetzt damit zusätzlich Erlöse zu generieren,
sondern weil sie erkennen, dass es eben wichtig ist, wenn man als Verein sozusagen gesellschaftlich wahrgenommen werden will,
dass man dann eben auch sich im Frauenfußball engagieren muss.
Und da genauso Möglichkeiten bereitstellen muss an Trainern, an Trainingsmöglichkeiten, Infrastrukturen,
und alles, was es braucht, das glaube ich, ist der treibende Punkt.
Und das sieht man bei vielen Vereinen jetzt.
Das ist das Schöne jetzt.
Jetzt kann mir Uli Dietmar Handzeichen geben.
Und ich labere trotzdem nochmal drüber.
Du wolltest.
Also warst du überrascht, dass der Funke auch so übergesprungen ist in Nürnberg?
Es gibt ja Frauenponyflikisten, wo die Mannschaften weniger wahrgenommen werden als in Nürnberg.
Also man hat ja gesehen, was für ein Potenzial auch in der Fanszene da ist.
Die Ultras haben sich natürlich dann auch irgendwann entschieden, da mitzumischen, zu unterstützen.
Ist nicht unbedingt selbstverständlich, dass das so auf breiter Fläche dann auf Resonanz stößt.
Also mich hat es tatsächlich überhaupt nicht überrascht.
Weil vielleicht auch, weil ich das Thema jetzt dann auch bei uns schon ein bisschen verfolgt habe.
Und auch gesehen habe, mit welcher unfassbaren intrinsischen Motivation die Mädels und Osman das machen.
Und wie das vorangetrieben wird und wie viel Engagement und Energie da drin hängt.
Und dass dann das auch wirklich funktioniert und angenommen wird von den Fans, vom Publikum und auch von unserer organisierten Fanszene.
Das hat mich eigentlich nicht gewundert.
Also das war so ein bisschen erwartungsgemäß und ist eigentlich auch eine natürliche Reaktion.
Also weil das ist einfach großartig, was die geleistet haben.
Und das hätte mich jetzt eher gewundert, wenn das jetzt ignoriert werden würde.
Auch weil es so authentisch ist?
Ja, absolut.
Oder weil es aus sich selbst entstanden ist und nicht von außen besäuert?
Das glaube ich unbedingt, dass das registriert wird.
Macht es mehr Spaß im Moment, sich um den Frauenfußball beim 1. FC Nürnberg zu kümmern, als um den der Männer?
Nee, das würde ich nicht sagen.
Also das würde ich sagen, ist in der Arbeit, in der Vermarktung für den Klub tatsächlich für den Klub.
Und das ist eigentlich unabhängig, für welches konkrete Produkt oder Sparte, wie immer man das nennen will.
Produkt klingt immer so pauschal.
Also da gibt es ja auch E-Sports und am Ende gibt es den Amateurbereich.
Es gibt das NLZ, es gibt es die Frauenmannschaft, es gibt die Herrenmannschaft.
Das macht für alle gleich viel Spaß, aber es ist natürlich ein belebendes Element, das ist ja keine Frage.
Und wenn die aufsteigen in die 1. Bundesliga, dann ist das, natürlich macht das mehr Spaß.
Wir haben uns im vergangenen Jahr schon mal unterhalten und zu einem großen Interview getroffen.
Da hast du den sehr schönen, sehr wahren Satz gesagt, dass es mit der Vermarktung des Fußballs schwierig ist beim 1. FC Nürnberg.
Hat sich daran was geändert? Wahrscheinlich nicht.
Dass ein Fußballverein in der Vermarktung nur vom Fußball abhängig zu machen ist,
wahrscheinlich auch im Juni 2023 noch Quatsch, wenn man nicht der FC Bayern München ist.
Also den Satz hattest du ja auch später nochmal kritisch aufgenommen.
Also was ich damit sagen wollte, ist, natürlich vermarkten wir Fußball.
Da kann ich mich gar nicht dran erinnern.
Kritisch aufgenommen habe ich gleich erschrocken.
Ein Langzeit geht nicht besser.
Nein, also was ich damit sagen wollte, natürlich vermarkten wir Fußball.
Das ist ja unser Kerngeschäft.
Das ist ja sozusagen die Basis all dessen, was wir tun.
Es ist aber, wenn man sich überlegt, warum Partner letztendlich zu uns kommen,
dann ist es eben für die sekundär entscheidend,
ob wir jetzt besonders sportlich erfolgreich oder weniger erfolgreich spielen.
Sondern die wollen natürlich zwei Dinge vor allen Dingen.
Sie wollen die Menschen erreichen, die wir erreichen können,
nämlich die Menschen, die sich für den 1. FC Nürnberg interessieren.
Von denen, die sich extrem dafür interessieren und sozusagen heavy User sind,
bis zu denen, die ab und zu mal in die Zeitung gucken,
wie hat der Club gespielt und vielleicht mal im Fernsehen eine Zusammenfassung anschalten.
Weil die können wir erreichen.
In der Region, aber auch in ganz Deutschland.
Und zum anderen wollen Unternehmen natürlich sich mit einem Verein identifizieren,
der gewisse Werte vertritt.
Und wenn man jetzt als Unternehmen unbedingt einen Fußballverein nehmen möchte,
der sich unbedingt mit Gewinnen um jeden Preis verbinden lässt,
dann würde ich sagen, ist wahrscheinlich Bayern München die richtige Adresse.
Wenn es aber darum geht, um was heute nun mal wichtig ist,
um Gemeinschaft, um soziales Engagement, all das, für was wir stehen
und die Identifikation vieler Menschen mit dem 1. FC Nürnberg,
dann sind wir schon eine sehr gute Wahl.
Und das meinte ich damit.
Und zum anderen kann ich eben,
ich kann keinem Sponsor in Gesprächen sportlichen Erfolg versprechen.
Und deswegen mache ich das nicht zur Prämisse,
wenn ich mit jemandem spreche und sage,
Also nächste Saison steigen wir aber auf,
sonst zahlst du nur die Hälfte.
Also das wäre nicht im Sinne dessen, was wir vorhaben.
Aber der sportliche Erfolg bleibt wichtig,
weil nur dadurch viele Menschen auch erreicht werden können.
Also wenn der 1. FC Nürnberg jetzt ein langweiliger Fünftligist wäre,
dann ist natürlich auch die Zahl der Menschen,
die sich für ihn interessieren, nicht mehr allzu groß.
Ja, also das steht ja außer Frage.
Wenn wir sportlich erfolgreich sind, macht es allen mehr Spaß.
Und dann sind alle glücklich und dann ist das viel Rückenwind.
Und das hatten wir natürlich letzte Saison ein Stück weit nicht.
Und dann ist es alles ein bisschen zäher.
Das ist ja keine Frage.
Ich würde aber schon sagen,
dass für die meisten Fans,
und das zeigen jetzt auch aktuelle Zahlen,
so Dauerkartenverkauf und so weiter,
dass das nicht entscheidend ist,
ob wir in der 2. Liga zum Beispiel auf Platz 5
oder auf Platz 14 am Ende abschneiden.
Sondern es geht in meiner Wahrnehmung ganz vielen Menschen darum,
dass der 1. FC Nürnberg Teil ihres Lebens ist.
Und sie sich extrem damit identifizieren.
Und im Guten wie im Schlechten.
Es gab gute Zeiten und es gibt auch schwierige Zeiten.
Und ich weiß nicht, ob das der Gradmesser ist.
Aber natürlich, wenn man irgendwann in die Bedeutungslosigkeit abfallen würde,
dann ist natürlich klar.
Das ist schon die Maßgabe,
dass wir mindestens 2. Liga spielen.
Das ist klar.
Und es gibt natürlich immer einen gewissen Teil an Menschen,
die dann sehr reflexartig,
wenn der sportliche Erfolg ausbleibt,
das gleichsetzen mit irgendwelchen CSR-Maßnahmen zu sagen,
die sollen nicht Spielplätze aufräumen,
die sollen lieber mehr trainieren.
Was natürlich Quatsch ist,
weil das eine mit dem anderen ja überhaupt nichts zu tun hat.
Es ist ja manchmal ein bisschen frustrierend,
dass man trotzdem auch bei all den Bemühungen
letztlich immer am sportlichen Erfolg hängt.
Solange man gut spielt, ist das alles super.
Und sobald man schlecht spielt,
werden halt Sachen in Frage gestellt,
die eigentlich selbstverständlich sein sollten,
aber im Kontext dann halt eher negativ wahrgenommen werden.
Das ist so.
Und ganz ehrlich, das gehört dazu.
Und da müssen wir auch mit umgehen.
Weil wir lassen uns ja auch ein Stück weit feiern,
wenn wir gewinnen und wenn wir gut spielen,
wo wir genauso wenig dafür können.
Wir auch.
Und wenn es dann mal schleppen läuft,
dann kommt sowas natürlich eher mal auf den Tisch
und dann wird das kritisch gesehen.
Es hat nun tatsächlich nichts miteinander zu tun,
weil das, was wir machen, ist natürlich,
und was Katharina Fritsch mit ihrem Team ja großartig macht,
das ist ja kein Marketingkalkül,
sondern das ist die Überzeugung,
dass wir als Verein,
als größter, wichtigster Verein,
vielleicht sogar als größte und wichtigste Gemeinschaft
hier in der Region,
dass wir uns sozial und gesellschaftlich engagieren müssen
und auch wollen.
Also da steckt jetzt kein ausgeklügelter Marketingplan
und dann machen wir diese Aktion
und dann finden wir dafür einen Partner.
Das wäre schön, wenn es ein Stück weit so einfach wäre,
sondern das ist ein langer Prozess,
bis man so wahrgenommen wird
und unheimlich viel Investment.
Und was da die Kollegen wirklich arbeiten
und sich bemühen und auch Förderanträge stellen,
um da auch sozusagen,
was sie da an Glaubwürdigkeit und Nachweisen liefern müssen,
das ist schon enorm.
Und da kenne ich wirklich gesagt wenig bis gar keinen Verein,
der das in dem Maße macht.
Das wäre tatsächlich meine Frage gewesen,
kommen da andere Vereine dann manchmal zu euch und sagen,
wie macht ihr das eigentlich?
Oder ist da das Interesse bei anderen
noch gar nicht so ausgeprägt
an so gesellschaftlicher Verantwortung übernehmen?
Also ich glaube,
dass die Bereitschaft und das Verständnis,
sich gesellschaftlich verantwortlich zu zeigen,
das haben alle Vereine mittlerweile verstanden.
Die Frage ist nur,
wie viel macht man als Verein tatsächlich wirklich selbst?
Wie viele Leute stellt man dafür ein?
Wie viel Zeit investiert man?
Wie viele Ressourcen wendet man darauf?
Und da sind wir aus meiner Erfahrung extrem stark involviert
und sehr stark aufgestellt und investieren da wirklich viel Zeit
und auch Geld rein.
Und das würde ich sagen,
ist bei kaum einem anderen Verein der Fall.
Also es gibt viele CSR-Aktionen.
Oft ist es dann so,
dass man sich als Plattform für Dritte bereitstellt,
für andere,
die dann die Plattform Fußballverein nutzen,
um mal Themen zu spielen.
Aber sich selber in dem Maße zu engagieren
und erst recht in der zweiten Liga,
das ist schon, würde ich sagen,
fast einmalig aus meiner Wahrnehmung.
Der FC St. Pauli wird bei dir immer als Referenzgröße herangezogen werden,
weil du hast da mal gearbeitet.
Die sind schon ähnlich unterwegs,
oder würdest du aus deiner Erfahrung sagen,
nee, auch da ist der Klub ein bisschen weiter?
Da sind wir weiter.
Ja?
Ja, eindeutig.
Also der FC St. Pauli hat eine großartige Marke
und macht viele Dinge extrem richtig
und positioniert sich noch stärker,
politisch und gesellschaftlich klar.
Und,
aber vom Engagement,
also was man als Verein
tatsächlich selber macht,
selber organisiert,
selber anfasst,
selber umsetzt,
in der Stadtgemeinschaft,
sind wir deutlich,
deutlich weiter.
Okay.
Uli,
du eine,
oder soll ich,
du hast diesen Fragenkatalog da vor dir erledigen.
Nö,
das ist ein Fragenkatalog.
Das macht mich,
das macht dich nervös.
Das macht mich nervös, ja.
Du hast ja gerade noch einen Podcast mit,
Dirk Schleunz an gehört.
Ja, wir haben uns vollkommen untypisch,
haben uns vorbereitet auf einen Podcast,
das habe ich ganz auch noch nie gegeben.
Ja.
Ja.
Wirst du da mal irgendwas abarbeiten von deinem Zettel,
oder soll ich?
Ja, ich habe,
wie gesagt,
wirklich vor einem,
ja Konkurrenz-Podcast kann man nicht sagen,
Kollegen-Podcast,
mal kurz angehört,
dass du unter anderem gesagt hast,
du würdest nie zum FC Bayern gehen,
schöner Totenhosensong.
Ja,
danke.
Ohr,
ohr.
Ja,
danke.
Vielen Dank.
Weil ich das gar nicht reizen würde,
weil das so eine perfekt laufende,
funktionierende Maschine ist,
wo man eigentlich nicht mehr viel optimieren kann.
Dich reizt dann eher so ein Verein wie Nürnberg,
wo es immer noch Luft nach oben gibt in jeder Beziehung.
Kann man das so auf den Punkt bringen?
Du würdest schon zum FC Bayern gehen, oder?
Jeder würde doch zum FC Bayern gehen.
Also ich nicht.
Du auch nicht?
Nein.
Würdest du nicht über den FC Bayern podcasten?
Ich habe ja schon über den FC Bayern geschrieben,
das kann ich schon,
aber nie mit dem Herzblut.
Also das ist natürlich,
wäre schon sehr arrogant zu sagen.
Also sorry,
never ever.
Aber jetzt mal unter normalen Umständen,
würde ich das tatsächlich nicht machen.
Weil es,
wie ich damals auch gesagt habe,
das ist auf seine Art und Weise
eine perfekt funktionierende Maschine.
Und das Beste,
was ich da wahrscheinlich machen kann,
ist möglichst nichts kaputt zu machen.
Und das heißt aber nicht,
dass jetzt beim 1. FC Nürnberg
so vieles im Argen liegt
und dass man das jetzt irgendwie nach vorne bringen muss,
sondern das Spannende waren ja hier zwei Themen.
Das eine,
dass man nach einem Vierteljahrhundert
in die Eigenvermarktung geht.
Und so eine Eigenvermarktung aufzubauen,
bedeutet ja,
dass man Personal einstellt
und dass man Prozesse etabliert
und Umsetzung und Vertrieb
und Vertragsmanagement
und alles,
was dazugehört
und Kunden,
digitale Kunden,
Datenbanken und so weiter.
Es ist vor allen Dingen
aber auch ein riesiger kultureller,
eine riesige kulturelle Herausforderung
für eine Organisation,
wenn da also jetzt irgendwie 15 bis 20
Mädels und Jungs sozusagen
reinmarschieren und sagen,
Hallo,
Hi,
wir sind die Neun hier
und übrigens verkaufen wir jetzt hier.
So,
das ist die eigentliche Komplexität
bei so einem Thema
und dann,
das finde ich natürlich extrem spannend,
das ist so ein bisschen,
man stellt dann Leute ein
und man hat natürlich nicht unendlich viel Vorlauf,
weil am Ende ist es dann doch immer alles knapp
und dann ist es am Anfang
so ein bisschen Dschungelcamp,
dann sitzen da auf einmal irgendwie
10, 12 Jungs und Mädels zusammen
und sagen so,
was machen wir jetzt eigentlich hier?
Ja, wir müssen den Club vermarkten
und dann fängt man an
und dann lernt man die Kollegen kennen
und dann langsam lernt man die Strukturen
und das ist super spannend
und da kann man nach einem Jahr dann gucken,
was hat man erreicht
und was hat man verbockt
und was hat man total zerschossen
und das ist ganz spannend,
so,
dass man sieht,
okay,
daran hat man also gearbeitet
in den letzten 12 Monaten
und das finde ich,
das finde ich toll,
also das ist so,
das gibt Motivation,
jedenfalls bei mir das zu beobachten
und das andere Projekt ist eben,
was wir vorhaben,
also das Stadionprojekt,
aber auch sich selber
ein Stück weit an den Kirchturm zu hängen
und zu sagen,
wir wollen der nachhaltigste Verein der Welt werden,
am Anfang haben Leute noch drüber gelacht,
mittlerweile wird es,
ich immer noch ein bisschen,
mittlerweile ist,
ja,
aber wir sind da drüber schon fast hinweg,
also mittlerweile wird es ignoriert,
so,
also Gleichgültigkeit als höchstes Maß der Bestrafung,
das ist aber okay,
weil das ist natürlich kein kurzfristiges Ziel,
ne,
und ich sag mal,
wenn irgendwann in sechs oder sieben Jahren
da ein Stadion steht,
mit dem,
was so an Ideen im Kosmos ist,
bin ich relativ sicher,
dass sich da was ändern wird
und zwar nicht nur
in der Betrachtung deutschlandweit
oder europaweit,
sondern ich glaube,
weltweit wird das dann
ein Statement,
so,
und die Frage ist,
wird das passieren oder nicht,
ne,
das ist klar,
aber das ist halt die,
die Spannung so,
daran,
daran mitzuwirken.
Und?
Wird es passieren oder nicht?
Ich glaube,
also ich bin sehr skeptisch,
wirklich,
aber das ist mein,
also ich bin tatsächlich persönlich
restlos davon überzeugt,
ohne den letzten Zweifel,
dass das kommen wird.
Okay.
In dem Zeitraum auch?
Ja,
also in dem,
in dem Zeitraum,
ob das jetzt plus,
minus ein,
zwei Jahre ist,
aber das würde ich jetzt mal
noch den Zeitraum nennen wollen.
Okay.
Habe ich persönlich
keinen Zweifel,
dass das kommen wird.
Ihr müsst ja auch die Partner
ran schaffen,
sozusagen,
und das funktioniert?
Also Partner für,
jetzt generell Vermarktung
oder zum Thema Stadion?
Ich,
Stadion.
Also,
ja,
also,
man muss ja klar sagen,
dass das Thema Stadion intern
wird bei uns natürlich getrieben
durch,
auf der einen Seite natürlich
durch Nils Rosso,
der da den Anstoß gegeben hat,
und Stefan Heim,
der das großartig macht
und was der in den letzten Monaten
da entwickelt hat,
finde ich überragend
und hat meine Hoffnung
nur verstärkt.
Insofern sind wir jetzt
in der Vermarktung
nicht unmittelbar involviert,
da jetzt irgendwie
Partner zu akquirieren.
Das machen wir auch.
Immer mal ist das natürlich
Bestandteil von Gesprächen,
aber letztendlich ist das
noch viel zu früh.
Also,
wir sind ja jetzt
sozusagen im Status,
wo die Machbarkeitsstudie
zu Ende ist
und da jetzt
das irgendwann mal
in der Stadt beraten
und besprochen wird.
Insofern sind wir da ja nur
sozusagen
in Ideen
gebender Funktion tätig.
Und klar,
guckt man da mal
rechts und links,
aber
das ist jetzt nicht
ein ausgewiesenes Ziel,
kann es gar nicht sein.
Okay.
Uli,
Nachfragen?
Zum Starten jetzt natürlich,
ich würde gerne noch mal
zu dieser
Eigenvermarktung kommen.
Du hast ja
beide Seiten kennengelernt.
Du hast ja früher bei
Sport5,
mit dem Fall der Lagardère,
gearbeitet.
Jetzt betreibst du
die Eigenvermarktung.
Wir sind ja auf jeden Fall
so ein Erklär-Podcast.
Kannst du nochmal so
Sendung mit der Maus mäßig
vielleicht wirklich nochmal
erklären?
Auf jeden Fall.
Was so wichtig ist
an dieser Eigenvermarktung,
wann der Club davon
wirklich profitieren kann,
weil es erst hat ja mal
Geld gekostet,
um sich selbst vermarkten zu können.
Wann ist denn der Punkt,
wo sich das wirklich rentiert
für den Verein
und was ist der große Vorteil?
Man hat die Sicherheit nicht mehr,
aber man hat natürlich ganz andere
Möglichkeiten,
sich da zu entwickeln,
wenn man die Provisionen
nicht mehr hat.
Ganz kurz noch eine Frage,
die auch Martin Peters
gestellt hat.
Auf Twitter zahlt sich die
Eigenvermarktung schon jetzt aus
und wenn nein,
ab wann?
Also ist verwandt.
Die Frage ist,
was heißt,
zahlt sich aus?
Also wenn jetzt mal
die Frage ist,
haben wir das Geld,
was wir investiert haben,
um uns früher zu trennen,
schon reinverdient?
Dann ist die Antwort
nein, noch nicht.
Werden wir das sehr viel früher haben,
als ursprünglich geplant?
Sehr wahrscheinlich ja.
Also zum Ersten muss man sagen,
die Eigenvermarktung
versus eine Agenturvermarktung
hat verschiedene Aspekte.
Ich habe ja selber für die Agentur
15 Jahre gearbeitet.
Das ist erstmal
ein hervorragender Laden,
sonst hätte ich es da nicht
15 Jahre ausgehalten.
so.
Aber
jedes System hat natürlich
Vor- und Nachteile.
So.
Und Sport5 hat
nicht nur den ersten
FC Nürnberg als Verein gehabt,
sondern viele andere Vereine.
Und wenn man die Frage stellt,
hat man eine Agentur,
die sich um
viele
andere Vereine
auch kümmern muss,
auch
größere Vereine,
oder
macht man es selber
und kümmert sich ausschließlich
um sein eigenes Baby,
um seinen eigenen Verein
und entwickelt den
und
fiebert
wirklich unmittelbar
jedes Wochenende mit,
weil man eben
dauerhaft da ist
versus,
sagen wir mal,
ein Team,
was so im Schnitt
dann bei der Agentur
so
18 bis 20 Monate
in der Regel da ist
und dann wird das
durchgetauscht.
so.
Alleine
diese
Grundkonstruktionsfrage
gibt es schon
eine Idee darüber,
dass es in der Eigenvermarktung,
wenn man es denn richtig macht
und die richtigen Ressourcen
reingibt,
viel gewinnbringender
sein kann,
weil man einfach
sich viel stärker
und motivierter
um das eigene Produkt
kümmert.
So.
Und
das ist mal die,
das ist eigentlich
die entscheidende Frage.
Zum anderen
ist es so,
dass die Eigenvermarktung,
so wie wir sie jetzt
gebaut haben,
per se
günstiger ist
mit all den
Personalkosten
und Einstellungen
und alles,
was wir so brauchen,
als das,
was wir an
Sport5 gezahlt haben.
Die haben ja nicht
umsonst gearbeitet,
die haben ja eine
Provision gekriegt.
Und wenn diese
Provision nicht höher wäre,
als die Kosten,
die Sport5 hat,
dann hätten sie es ja
nicht gemacht.
Also mit anderen Worten,
diese Marge,
die eigentlich sonst
bei einer Agentur
bleibt,
die
bleibt jetzt bei uns.
Das heißt,
wir sind alleine
von den Kosten her
schon günstiger.
Und die Erfahrung
hat jetzt gezeigt,
im ersten Jahr,
wir haben jetzt im ersten Jahr,
das kann man schon sagen,
das ist ein Rekordumsatz
für die zweite Liga
beim ersten FC Nürnberg.
Das ist ein deutliches
Wachstum,
ohne jetzt konkrete
Zahlen zu nennen
im Vorgriff
auf die Mitgliederversammlung
und so.
gehört kaum jemand zu.
Nein,
das ist schon
im siebenstelligen Bereich
und
und zwar deutlich.
Und dazu kommen
eben auch die Kosten,
sozusagen
geringer sind.
Also
das würde ich sagen,
ist definitiv
ein Erfolg.
Also muss man,
ich wüsste jetzt nicht,
welches Kriterium
man anlegen könnte,
um zu sagen,
das war es nicht.
Es ist mehr Umsatz.
Wir haben noch ein paar
Zuschriften.
Ja,
ja,
ja,
das können wir gerne
drauf eingehen.
Aber erstmal,
auch die Diskussion
um die Partner
kenne ich natürlich,
wann kommen mal
die ganz Großen?
Aber wir haben
die Partneranzahl
erstmal verdoppelt.
Warum das auch so ist
und warum das auch
gar nicht so schlecht ist,
kann ich auch gleich
vielleicht nochmal sagen.
Sehr gerne.
Wir haben im
VIP-Bereich,
was immer schwer ist,
weil das kleinteilig ist,
also Tickets verkaufen,
haben wir fast 50 Prozent
mehr,
erlöst,
als im Jahr davor.
Also das,
wo man eigentlich immer sagt,
da ist eine Agentur stärker,
weil die dieses riesige
Netzwerk,
Vertriebsnetzwerk haben,
diese Hunderte,
diese Armee von Verkäufern
und so weiter.
Da wollte ich tatsächlich
gerade mal kurz einhaken,
falls es okay ist.
Es ist aber nicht für eine Agentur
erstens einfacher Personal zu finden,
weil die Agentur damit eben werben kann,
wir kümmern uns nicht nur
um einen Verein,
sondern du kannst theoretisch
deutschlandweit arbeiten
und dann natürlich
durch dieses deutschlandweite Arbeiten
hat die Agentur natürlich auch viel mehr Kontakt
mit potenziellen Kundinnen.
Das sind ja dann wieder zwei Sachen,
die eigentlich gegen die
Eigenvermarktung sprechen, oder?
Also ist es,
wie kompliziert ist es,
Personal zu finden
für eure Abteilung,
weil
ich kann mir vorstellen,
dass da manche sagen,
ja,
geil,
1. FC Nürnberg,
aber nee.
Also,
man sollte das denken,
dass die Agentur,
das ist ja das Prinzip,
dass die überall ihre Büros haben
und so und dann ganz weit vernetzt sind.
Die Realität ist aber eben anders.
Also die Vermarktungstätigkeit
auch von Spot5
war wahrscheinlich zu 95 Prozent,
das lokale Team,
hier vor Ort.
Und das haben auch eben,
also die Zahlen,
wir haben ja gesehen,
wie hat sich das entwickelt,
welche neuen Partner,
woher kamen die,
wer hat das angeleiert
und das war wirklich das,
in der Regel das lokale Team,
also dieser Mehrwert,
den hat vielleicht ein Borussia Dortmund,
weil wenn dann das Team in Berlin
auch mal Borussia Dortmund anbieten kann,
ist das was.
Aber in Hamburg
wird man nicht den 1. FC Nürnberg anbieten.
Also das ist ein Stück weit
gerne genannt von den Agenturen,
ist aber de facto in der Realität
eben eigentlich gar nicht so,
sondern es ist wirklich das lokale Team.
Und Personal finden
ist immer eine Herausforderung,
gute Leute finden,
ist immer für jeden, glaube ich,
eine Herausforderung.
Aber meine Erfahrung zeigt,
dass die jungen Menschen
oder auch nicht so junge wie ich
lieber beim Verein
tatsächlich direkt arbeiten,
weil man dann eben Teil des Ganzen ist,
anstatt sozusagen in einer Mittlerrolle,
die immer ein bisschen undankbar ist,
weil man muss unheimlich viel auch machen,
und dann ist man zwischen dem Kunden
und dem Verein
und beide ziehen einen
und meckern mal so.
Und wenn man beim Verein arbeitet,
dann weiß man wenigstens,
warum man sich das Meckern im Zweifel anhört.
Und dann kann man das auch leicht ertragen.
Also wir finden,
wir finden gute Mitarbeiter.
Und ich glaube,
wir haben es eher ein Stück weit einfacher,
weil wir eben direkt Fußball sind
und nicht sozusagen ein Werbeverkäufer.
Wäre so ein Konzept mit diesen Kleinsponsoren,
was so ein bisschen die Hamburger Schule auch ist,
umsetzbar gewesen mit einer Agentur
oder heben die wegen solchen Peanuts
gar nicht den Telefonhörer hoch?
Haben sich da doch eher auf die Big Player konzentriert?
Die Frage ist,
was ist entscheidend in der Vermarktung?
Also entscheidend für eine erfolgreiche Vermarktung
sind ja zwei Dinge.
Das eine ist,
dass entsprechende Umsätze generiert werden,
die helfen,
unseren Sport,
unser Kerngeschäft zu finanzieren,
aber auch unsere außersportlichen Aktivitäten
und Infrastruktur
und alles,
was man so entwickeln muss,
damit man überhaupt Fußball spielen kann.
und zum anderen natürlich,
dass man möglichst auch Partner an Bord kriegt,
mit denen man gerne zusammenarbeitet.
Also Stichwort
Tattoo-Studio.
Middle East Airlines,
so wie unsere bayerischen Kollegen.
Die Diskussionen haben wir nicht.
Jetzt kann man sagen,
ja gut,
die würden auch nie bei uns anklopfen,
aber wir haben ein sehr solides Portfolio
von, würde ich sagen,
hochklassigen
und sehr
moralisch,
fußballmoralisch anständigen Partnern.
Also wir haben keinen Partner,
von dem ich sage,
da haben wir aber Diskussionen
irgendwie auch mit Fans
oder mit anderen Zielgruppen.
Das haben wir nicht.
War ja auch schon anders beim 1. FC Nürnberg.
Ja.
Arre war zurückgelegt.
Genau.
Und das wird für uns natürlich auch irgendwann mal ein Test
unseres eigenen Leitbilds,
wie standhaft wir dann da sind.
Aber erstmal ist das sehr gut.
Und ja,
also die Frage nach dem großen Partner.
Die kommt tatsächlich von vielen Menschen.
Wo sind die Millionen?
Erwähne ich zumindest mal zwei, drei,
die das,
das Tarn hat,
das glaube ich gefragt auf Twitter.
Kai, mehr oder weniger,
weniger auch der Hüb.
Warum konnte man bei den großen regionalen Firmen
nicht ein gutes Sponsorengeld
in größerem Millionenumfang,
um finanziell erst Liga spielen zu können?
Markus schreibt,
ist man einem Premium-Sponsor dran?
Ja, also beschäftigt.
Sehr viele Menschen.
Warum kommt da
nichts bei rum?
Kann ich gut verstehen.
Frage ich mich auch.
Nein, Spaß beiseite.
Perfekt, okay.
Wir sind einfach nicht gut genug.
Das ist einfach so.
Das war Kadett-Folge 181.
Hat Spaß gemacht.
Danke.
Nein, also
natürlich arbeiten wir da dran.
Aber was ist ein großer Partner?
Ein großer Partner hat letztendlich
viele Inhalte von denen,
die ein kleiner Partner hat.
nichts anderes.
Also der hat eben
andere Nutzungsmöglichkeiten
rund um den 1. FC Nürnberg.
Und natürlich
sprechen wir mit Partnern,
wo wir
als Zielsetzung haben,
dass die auf einem gewissen Level
bei uns einsteigen.
Dass das schwieriger ist,
jemanden zu einem mehrjährigen Commitment
über
größere
sechsstellige Beträge zu kriegen
oder gar siebenstellige,
liegt ja auf der Hand.
so.
Der Vorteil ist aber,
dann sage ich mal,
auch bedingt.
Also was,
unsere Strategie ist ein bisschen
in dem Sinne,
dass wir
diversifizieren.
Das heißt,
wir wollen nicht irgendwie
nur drei Eier im
Körbchen haben,
sondern möglichst
30.
Denn wenn ein
eins mal kaputt geht
oder rausfällt,
dann ist eben nicht
ein Drittel weg,
sondern drei Prozent.
so.
Und das Schöne ist auch,
bei vielen kleinen Partnern,
die man am Anfang kriegt,
klein im Sinne von
dem finanziellen Invest,
dass die Tätigen
verglichen zu einem
Hauptsponsor,
dass man die dann
mit der Zeit entwickeln kann.
Die können wachsen.
Jemand,
der am gewissen Level
einsteigt,
ist dann auch sozusagen
schon am Limit
angekommen.
Da kann man dann
eigentlich nur noch
darauf hinarbeiten,
dass der möglichst
lange dabei bleibt.
Während ich bei
kleineren Partnern
oder die erstmal,
sagen wir mal,
als Starter sozusagen
einsteigen,
die kann ich entwickeln.
Und es tut nicht so weh,
wenn mal einer
abspringt oder
nicht weitermacht.
Aber sowas wie
Brezenkolb wird ja jetzt
wahrscheinlich kein
Global Player mehr.
Also wo sind da
die Entwicklungs...
Oh,
nichts gegen Brezenkolb.
Ich wollte gerade sagen.
Ich wollte gerade sagen.
Also...
Brezen,
aber
das
Entwicklungspotenzial
im,
in der
finanziellen
Unterstützung
des 1.
FC Nürnberg
sehe ich da nicht so.
Also es ist natürlich...
Also zum einen
bin ich extrem
stolz auf solche Partner,
weil die,
diese Inhaber
geführten
vermeintlich
kleineren
Unternehmen,
für die
ist es ein
wahrscheinlich
größeres
Risiko,
als für ein
großes Unternehmen,
was nicht
Inhaber geführt
ist,
dann mal
einen Teil
des Marketingbudgets
jetzt in unsere
Richtung zu schieben.
Für
solche
Unternehmer
ist das
ein
erstmal
größeres
Risiko.
Und die
machen das,
weil die uns
natürlich
ein Stück weit
irgendwie gut finden,
aber auch uns
vertrauen.
Insofern bin ich
extrem
stolz
darauf,
dass wir das
geschafft haben,
dass so viele
dann auch
zu uns kommen,
dass wir die
davon überzeugen
konnten.
Und zum
anderen ist es
natürlich dann
auch Teil der
Story,
dass wir
natürlich
davon mehr
brauchen.
Also dann
brauchen wir
wahrscheinlich
zehn von
denen,
um einen
großen
zu
kompensieren.
Die
haben wir
zum Teil
aber auch
gefunden.
Und zwar
nicht
zehn,
sondern eher
30 oder
35.
Und
unterm
Strich,
wie ich
eingangs
sagte,
sind
zwei
Dinge
eigentlich
entscheidend.
Die
Summe,
die
unterm
Strich
steht,
die
wir
bereitstellen
können,
an unsere
Kollegen
sozusagen,
und zum
anderen
sind
diese
Partner,
die
wir
an
Bord
haben,
in
Übereinstimmung
mit unserem
!
Beides
hat
funktioniert.
Und
natürlich
ist es
schön
und hat
auch eine
gewisse
Effizienz,
wenn man
einen Partner
findet,
der gleich
irgendwie
einen Riesenbetrag
auf den Tisch
legt.
Natürlich,
dagegen wehrt
sich ja auch
keiner.
Es hat
nur erstmal
keinen
unmittelbaren
Vorteil
gegenüber
zehn
Partnern,
die in
der Summe
sozusagen
für uns
gleichwertiges
Ergebnis
bringen.
Das ist
so.
Schauen wir
doch so ein
bisschen
nach
Heidenheim,
die
auch so ein
bisschen
diesen
Weg
vorgegeben.
Da steckt
natürlich
inzwischen
auch
anderes
Geld
drin,
ist
auch
klar,
aber
die
auch
über
viele
Jahre
diesen
kleinen
Sponsorenpool
aufgebaut
haben.
Also
es ist
natürlich
auch
ein
dynamischer
Prozess.
In der
Vergangenheit
war das
schon
anders,
dass
sozusagen
auch
Unternehmen
leichter
bereit
waren,
sich
längerfristig
über
größere
Summen
zu
committen.
Heute
wird
alles
kurzfristiger,
also
gerade
auch
in der
Werbeschaltung.
Ich denke,
das werdet
ihr auch
merken,
die
Commitments
werden immer
kürzer
und
etc.
Davon ist der
Sport nicht
ausgenommen.
Zum anderen
konzentriert sich
viel auf die
ganz großen
Player,
also die
großen globalen
Marken,
die gehen eben
zu Bayern München
und sagen,
der Rest ist
jetzt erstmal
für mich
weniger
interessant.
und davon
sind wir
natürlich
auch
betroffen,
also ein
Stück weit
müssen wir
auch
auf den
Markt
reagieren
und die
Frage ist
nur,
schaffen wir
es so
zu reagieren,
dass wir
trotzdem
wachsen
und das
haben wir
zumindest
jetzt mal
im ersten
Jahr
geschafft
und jetzt
geht es
ins
zweite
Jahr
und
da ist
die
Aufgabe
nicht
kleiner
und
man
sieht
auch,
wenn man
jetzt
das
Marktumfeld
anguckt,
Hertha
hat noch
kein
Trikot
für die
neue
Saison,
er wird
mittlerweile
auf Instagram
Werbung
für
geschaltet
von
Sport5,
Schalke
hat noch
keinen
Trikotpartner,
der
FB Stuttgart
hat noch
keinen
Trikotpartner,
hat noch
keinen
Ärmelsponsor,
KSC
hat noch
keinen
Ärmelsponsor,
ich könnte
jetzt noch
weitermachen.
Der
SDFZ Nürnberg
hat noch
keinen
Ärmelsponsor.
Richtig,
wir haben noch
keinen
Ärmelsponsor,
ich bin aber
guter Dinge,
dass wir
da
auch hier
die
sehr gute
Gelegenheit
kommen.
Cut
Depp
kommt
auf den
Ärmel,
das ist
ja unsere
Geheimat.
Das wäre
eine Idee.
Also
schwieriges
Marktumfeld.
Kommt
dazu,
das will
ich aber
immer
nicht
als
Entschuldigung
gelten
lassen,
weil das
ist immer
so leicht
gesagt,
die
haben
auch
keinen
und
generell,
sondern
wir müssen
auch
überzeugt
sein
von dem,
was wir
machen
und
da
glaube
ich
unbedingt
dran,
dass
wir
da
auch
erfolgreich
sein
werden
und
ich glaube
größere
Partner
finden,
die
sozusagen
auch
ein
Stück
weit
das
Selbstwertgefühl
auch
stärken.
Das
glaube ich,
darum geht es
auch einigen
zu sehen.
Es gibt
Partner,
die
glauben an
uns
und die
machen
da jetzt
einen großen
Einsatz.
Weil
rein
wirtschaftlich
betrachtet
gibt es
da
keine
Vorteile
von.
Aber
wenn
jetzt
eine
Fluglinie
aus
einem
vielleicht
nicht
ganz so
gut
beleumundeten
Staat
sich
interessieren
würde
für
den
1.
FC
Nürnberg,
dann würde
auch
der
zukünftig
nachhaltigste
Verein
der Welt
wahrscheinlich
nicht
Nein
sagen.
Das ist
eine
sehr
spannende
Frage.
Wenn es
der
Leiter
der
Vermarktung
machen
würde,
würde
er
wahrscheinlich
zwei
Tage
später
vom
Finanzvorstand
verabschieden.
Nein,
das glaube ich
nicht.
Ich glaube,
bei uns
werden die
Werte
schon
sehr
hoch
gehalten
und
sind
auch
nicht
so
leicht
aber
was
dann
ist,
damit
muss
man
sich
befassen.
Ich bin
überzeugt,
jetzt würde ich
sagen,
würden wir
wahrscheinlich
nicht
machen.
Das glaube ich
nicht.
Uli?
Ich kann
falsch
liegen.
Echt?
Es hängt
natürlich
immer
davon
ab,
das ist
eine
sehr
generische
pauschale
Beschreibung
eines
möglichen
Partners
gewesen.
über
wir
reden.
Also
wenn es
eine
Fütterfluglinie
wäre,
würde man
eher
nein
sagen.
Das
kann ich
komplett
auslesen.
Ja,
also
ich kann es
mir nicht
vorstellen,
dass
wir da,
also
im
Fußball
ist doch
jede
und jeder
ab
einem
gewissen
Betrag
käuflich.
Würden
wir uns
von
Saudi-Arabien
kaufen
lassen,
hier bei
Kadeb
eigentlich?
Oder?
Gut,
die Diskussion
müssen wir
gerade
nicht
führen.
Schauen wir
mal,
wer
zuerst
die
Entscheidung
zu
sich
treffen
muss.
Ja,
aber
das kann man
ja nicht,
oder?
Da würden
ja
wahrscheinlich
auch...
Das
wird
eine
schwierige
Auseinandersetzung,
weil man
natürlich
irgendwie
dann
abwägen
muss,
etc.
und so
weiter,
aber
eigentlich
kann man
das
dann
nicht
bringen,
weil man
dann
natürlich
mit
einem
Wisch
sozusagen
vieles
konterkariert,
was man
lange
erzählt hat.
Spannend.
Ich warte
jetzt auf
ein Angebot
von
potenziellen
Sponsoren
für den
1.
FC
Nürnberg.
Das
würde
mich
tatsächlich
interessieren.
Es würde
mich
vor allem
überraschen,
wenn der
1.
FC
Nürnberg
so
gefestigt
wäre,
dass er
dann
wirklich
sagen würde,
nee.
Also man
hat es
ja gesehen,
es gibt
ja Beispiele,
FC Schalke,
Gasprom,
Werder,
Bremen,
Wiesenhof.
Ja,
ich finde
das
Schalke-Beispiel
noch
exemplarischer.
Das sind
also im
Betrag
deutlich über
20 Millionen
gewesen
für das
Trikot
und
ein
Verein,
der
jetzt
nicht
finanziell
auf Rosen
gebettet
ist
und
der
nimmt
das
runter.
Im
Zweifel
unter
Inkaufnahme
dramatischer
kaufmännischer
Konsequenzen
für den
Verein.
Also
insofern
finde ich
gibt es
durchaus
Beispiele,
wo man
sagt,
das
macht man
eben
nicht,
trotz
extremen
finanziellen
Vorteils.
Wie
sind
wir
jetzt
da
hingekommen?
Das ist
schon der
zweite
Podcast
in Folge,
in dem
sich
unser
Redeanteil
in sehr
engen
Grenzen
hält.
Wir müssen
wieder die
Macht über
Kadep
zurück.
Wie
zufrieden
ist man
mit dem
Ausrüster
momentan?
Ist ja auch
ein beliebtes
Thema gewesen,
Trikots,
Ausrüstung.
Also
ich kann
das jetzt
nicht
beurteilen
aus
spieler
oder
technischer
Sicht.
Ich
finde,
es
ist schwer
für den
1.
FC Nürnberg
einen
anderen
Ausrüster
als
Adidas
in
Erwägung
zu
ziehen.
Das
ist
die
bestmögliche
Lösung
und der
bestmögliche
Partner,
den wir
haben
können.
Es
ist
ja nicht
direkt
Adidas
zu
чтобы
!
Ja!
Das
ist
immer mal
wieder
diskutiert
und
kritisiert
wird,
warum
man es
nicht
schafft.
Der
Begriff
Stangenware
ist hin und
wieder
gefallen
auf Twitter.
Also man kriegt jetzt kein von Adidas selbst konzipiertes Design des Trikots, sondern es wirkt immer so ein bisschen von der Stange, glaube ich, war der Begriff, den man auch auf Twitter benutzt hat.
Ich kann das verstehen auf der anderen Seite.
Also das Konstrukt ja auch mit Eleven Teamspots ist ja letztendlich auch ein Konstrukt, das Adidas und Eleven Teamspots uns in die Lage versetzt, ein bisschen flexibler zu handhaben.
Die Wahrheit ist ja, wir bewegen nicht die ganz großen Mengen, wie ein Real Madrid oder ein Chelsea etc.
Und dass dann natürlich auch ein Hersteller sagt, ich kann nur in einem bedingten Maße die letzten individuellen Wünsche irgendwie erfüllen, liegt einfach in der Natur der Sache.
Ich finde aber, dass wir extrem charmante, extrem coole und richtig kreative Trikots gemacht haben letzte Saison.
Also auch mit Blick auf die Sondertrikots.
Das ist schon, also finde ich richtig, fand ich richtig gut und die waren ja auch erfolgreich.
Also insofern, neben der Tatsache, dass ich selber ein großer Adidas-Fan bin, kann ich mir für den 1. FC Nürnberg keinen besseren Ausrüster wünschen.
Und in dem Zuge dann mit Eleven Teamspots, der das eben möglich macht, dass es in der Abwicklung funktioniert.
Da ist auch noch eine Frage bei Twitter von, tja, MK Wenner, keine Ahnung, Twitter-Handle vorlesen, ist eins meiner größten Hobbys.
Aber wird der Fan in Zukunft im Bereich Merch mehr eingebunden?
Zum Beispiel Fans reichen Trikot, Entwürfe, Einmann, Welt, ein paar zuvor, Auswahl und lässt die Fans abstimmen, wie es beim BVB gemacht wurde?
Hat der 1. FC Nürnberg da überhaupt Einfluss drauf?
Wie? Nee, ne?
Also ich sagte es ja eingangs schon, das Thema Merchandising ist jetzt nicht klassisches Thema der Vermarktung,
sondern das ist ein eigenständiger Bereich, den der Sebastian Seifert sehr gut bei uns macht.
Insofern bin ich da nicht im letzten Detail drin, was ich eben auch schon sagte.
Borussia Dortmund ist so ein Verein, der große Mengen bewegt.
Und da ist dann natürlich auch die Möglichkeit für einen Partner da, stärker individuell Dinge zu produzieren, viel größer als für uns.
Das ist eben so.
Und deswegen wird das wahrscheinlich schwierig, dass wir mal dahin kommen, dass selbst designte Vorschläge irgendwie zur Abstimmung kommen,
sondern dann, was ich mir immer vorstellen kann, dass Vorschläge, die zusammen mit Adidas erarbeitet wurden, dass die zur Abstimmung kommen.
Aber wirklich, dass jetzt einer anfängt zu malen und zu designen, das wahrscheinlich eher nicht.
Also das heißt, die Markenführung liegt gar nicht im Bereich der Vermarktung, sondern die liegt beim Herrn Seifert.
Also die Merchandising.
Das ist eine Frage, die viele umtreibt, auch hier, als ich gefragt habe, nach Fragen.
Ich frage zum Beispiel Max, wer ist für die Markenführung verantwortlich?
Die Dauerkarte ist einer der wichtigsten Touchpoints für Fans.
Und der ausgewiesene Auftrag des FCN Menschen zusammenbringen wird mit einer einzelnen Comicfigur für mich nicht übersetzt.
Don't get it. Und es gibt wirklich auch viele, die sich an veralteten Designs im Fanshop stören.
Also das ist vielleicht nochmal ein Punkt, um klarzustellen, was bedeutet Vermarktung im ersten FC Nürnberg.
Also wir sind in unserem Bereich verantwortlich für die Vermarktung von Partnerschaften, also alles, was Sponsoring ist etc.
und das gesamte VIP-Ticket, die Logen etc.
Im Zuge dessen auch ab und zu Lizenzen, dass jemand also irgendein Produkt unter dem Motto oder unter dem Namen FCN herstellt.
Das gehört auch hier und da dazu, wenn es im Rahmen einer Partnerschaft passiert.
Was aber gerade nicht dazu gehört, ist alles, was das Thema Merchandising angeht.
Also bis hin zum Trikot, auch unsere eigenen Produkte, Fanartikelprodukte, die jetzt nicht von Adidas kommen.
Und auch nicht das Ticketing.
Das heißt, und da sind wir beim Thema Dauerkarte, die zum Ticketing gehört.
Thema Markenführung ist bei uns ein Punkt, der so ein bisschen im Netzwerk verortet ist.
Also ein Stück weit bringt jeder sich da ein.
Kommunikation mit Katharina Fritsch, aber auch Merchandising macht natürlich am Ende ein bisschen was Marke.
Wir machen das.
Das ist momentan auch gewollt, auch ein bisschen diversifiziert.
Da gibt es nicht unbedingt eine absolute Einheitlichkeit.
Die wird ja auch in dem Tweet dann auch mal angesprochen.
Das ist aber momentan auch so gewollt, weil das ist ein Stück weit auch ein dynamischer Prozess.
Weil wir sind in der Phase, wo wir uns verändern.
Und das ist noch nicht ganz klar, in welche Richtung das geht.
Deswegen gibt es jetzt auch noch nicht diesen einheitlichen, perfekten, durchgestalten CI-Auftritt.
Das heißt aber nicht, dass es den irgendwann nicht mal gibt.
Momentan gibt es den de facto ja nicht.
Und wann gibt es ihn dann?
Das wird man sehen.
Das ist jetzt im Prozess.
Wir sind gerade wirklich in einem Status, wo sich unheimlich viel tut bei diesem Verein.
Elementares.
Und das ist übrigens auch eine der Dinge, die ich so extrem positiv finde.
Ich gehe wirklich gerne zum Club jeden Tag.
Weil eigentlich alle, die dort arbeiten und besonders angefangen jetzt mit Nils Rosso, mit dem ich viel zusammen mache, es eine klare Vision gibt.
Das Stadionprojekt, die Nachhaltigkeit, unser Leitbild und insgesamt den Verein zu professionalisieren.
Und ich habe das Gefühl, dass Woche für Woche kommen wir da einen Schritt voran.
Jetzt auch zuletzt ja die Meldung, dass wir das Grundstück, was für uns ein wichtiges Thema war.
Also das sind wirklich ganz, die Eigenvermatung zu etablieren, das sind wirklich ganz, ganz zählbare, ganz konkrete Projekte, wo es vorangeht.
Die aber nicht morgen sofort Früchte tragen, sondern das dauert ein bisschen.
Du warst 2001 ja schon mal für ein Jahr in Nürnberg tätig.
Wenn du die Entwicklung des Vereins vergleichst, damals war man ja zumindest noch ein Fahrstuhlverein, wo man heutzutage froh wäre.
Momentan ist man eigentlich nur noch ein mittelmäßiger Zweitligist.
Ist trotzdem nicht alle schlechter geworden, wenn du vergleichst.
Also sportlich gesehen, wie gesagt, waren wir damals näher an der Bundesliga als jetzt?
Oder waren wir sogar, ich habe so ein schlechtes Namensgesetze.
Also damals Bundesliga oder Zweite Liga gerade?
Das war ein lustiges Jahr, weil das war Augenthaler.
Meister, Zweite Liga geworden.
Am letzten Spieltag schon feststehend gegen St. Pauli, die gewinnen mussten und gewonnen haben.
Genau.
Und die Mannheimer, die dann damals Waldhof in die Röhre geguckt haben.
Das war natürlich sportlich besser, weil sie damals in die erste Liga dann aufgestiegen sind.
Aber von der Mentalität und von den Strukturen ist das wie Tag und Nacht.
Also das war halt ein Verein, damals so.
Das wirklich patriarchalisch geführt.
Wenig professionelle Strukturen, wenig Vision, wenig konzeptionell.
Hauptsache irgendwie, es läuft auf dem Platz.
Das ist mit heute, das ist wie eine andere Welt.
Also das würde ich absolut verneinen, dass das damals alles besser war.
Was das sportliche angeht, da kann ich nur so ein bisschen auf die Rahmenbedingungen gucken.
Und ich habe ja auch den Einblick jetzt zum Beispiel zu einem FC St. Pauli,
die ja von der Marke her extrem rausstechen.
Das war tatsächlich auch noch eine Frage, dass wir das auch noch ein bisschen vergleichen,
die Arbeit dort und hier.
Also im Hinblick auf die Vermarktung und die Erlöse,
das was St. Pauli, tatsächlich waren wir letztes Jahr bei den,
was die reinen Partner angeht, sehr vergleichbar.
Ich würde sagen, vielleicht sogar leicht die Nase vorn bei uns.
Was der Riesenunterschied ist, ist das VIP-Ticketing.
Also wir haben rund 1000 Plätze, St. Pauli hat 3300 Plätze.
In Hamburg gibt es ja auch viel mehr VIPs als in Nürnberg.
Ja, aber es gibt aber auch, weil die Stadt größer ist, die Stadt ist viermal so groß,
mit dem Umfeld zwei Millionen.
Aber es gibt eben auch den HSV, der nochmal irgendwie 5500 hat.
Und es gibt noch den ein oder anderen Event, der in Hamburg nicht ganz unspannend ist.
Also da wird auch nochmal…
Du hast das in unserem Interview in Zahlen ausgedruckt, welcher Betrag da dann ungefähr
dem 1. FC Nürnberg fehlt im Vergleich zu St. Pauli?
Das sind so 5 bis 6 Millionen Euro jedes Jahr.
Okay.
Und da ist, das wird ja immer begründet, auch das ist ein großes Argument für den Stadion.
Absolut.
Umbau, Neubau.
Und da ist tatsächlich auch eine Frage von Diego Armando Soprano, der leider hinter einem
Schloss versteckt ist auf Twitter.
Aber er fragt, gehen uns die zahlungskräftigen VIPs aus, weil zuletzt bei jedem Heimspiel
VIP-Tickets wie Sauerbier angeboten wurden, obwohl wir doch angeblich zu wenig Lotion-Business-Seeds
haben im Vergleich zu anderen.
Den Eindruck hatte man tatsächlich mal in der Endphase der Saison, dass es schwerfällt,
diese Tickets loszubekommen.
Nö.
Also wir haben, wie gesagt, wir haben tatsächlich, und das sind die Zahlen, 46 Prozent zugelegt
bei der Hospitality-Vermarktung.
Wir sind noch nicht komplett voll, aber annähernd Richtung Komplettauslastung.
und was wir in dem traditionellen VIP-Bereich, wir haben ja einen neuen VIP-Bereich gemacht,
da ist es relativ begrenzt.
Und da wüsste ich jetzt auch nicht, dass wir irgendwie Tickets da verschleudert hätten,
wenn der eine oder andere das irgendwie privat anbietet, dann mag das so sein, aber dann
hat er die vorher auch gekauft.
Ein falscher Eindruck.
Ja, also würde ich sagen, also ich wüsste nicht, dass wir große Rabattschlachten um unsere
VIP-Tickets gemacht haben, im Gegenteil, wir sind da eigentlich rigoros und sagen, es gibt
keine Rabatte bei VIP-Tickets, weil das natürlich auch ein Stück weit ist, wenn man in Teufelsküche
kommt, wenn man dem einen irgendwie einen Rabatt einräumt und den anderen 900 nicht.
Also das entspricht einfach nicht der Realität.
Noch eine kleine Zwischenfrage, weil ich es gerade vom Twitter-Schloss hatte.
Dein Account habe ich vorgestern mit großer Überraschung feststellen dürfen, auch hinter
einem Schloss verschwunden, der war mal öffentlich.
Ich habe ein paar Nazis auf Twitter beschimpft und hatte dann so einen angehenden Shitstorm und
habe dann mal abgestellt.
Ja, gut.
Herzlichen Glückwunsch.
Ein sehr cooler Grund, Nazis beschimpfen.
Aber irgendwann mache ich es dann wieder auf.
Ja.
War das ein Organisierter?
Ich bin ja mit Clan-Name da.
Ja.
Also insofern ist das dann, muss man dann nicht haben.
Und das ist dann nicht mehr auszuhalten wohl?
Also ist das dann was Organisiertes?
Ja, ich bin ja kein Riesentwitterer und habe dann keine Lust, dass die mir dann irgendwie
meine wenigen Tweets dann irgendwie mit Kommentaren voll hauen.
Irgendwie.
Dann schalte ich das einfach mal ab.
Okay.
Habe mich hinreißen lassen.
Ja.
Aber ab und zu muss man das mal machen.
Ja, finde ich auch.
Das ist eine schöne Regelmäßigkeit.
Darf ich denen mal sagen, dass sie Arschlöcher sind?
Ja, also.
Alles cool.
Gut.
Hat mich bloß jetzt persönlich interessiert, weil ich wollte nochmal gucken, ob du im Vorfeld
irgendwelche Beleidigungen auch in unsere Richtung getwittert hast, bevor du hier in den Podcast
kommst.
Nee, nee, nee.
Ich mag euch ja.
Mach ich auf dem Schloss.
Wie kriegt man denn dieses Schloss?
Ja, ich glaube.
Muss man sich das kaufen?
Du kannst es irgendwo, bei den Einstellungen kannst du irgendwo anklicken, irgendwie deine eigenen
Tweets schützen.
Ja.
Und dann können die nur Leute sehen, die, ja, wer kann das eigentlich noch sehen?
Kann das noch jemand sehen?
Die, die du dir folgen lässt.
Die mir, genau.
Ja.
Genau.
Also man müsste sich jetzt bewerben, um Follower zu werden.
Also ich bin stärker auch auf LinkedIn unterwegs.
Okay.
Also wenn ihr irgendwie Inhalte da sehen wollt, da ist mehr zu lesen von mir.
Echt?
Ja.
Ich wüsste nicht einmal, dass man da was schreiben kann bei LinkedIn, weil ich da tatsächlich
nett bin.
Hoffe ich zumindest.
Du kopierst dir Facebook schon.
Ja, eben.
Die zwei sind meine Endgegner.
Cool.
Ja.
Okay.
Also Nazis beschimpfen ist dann nochmal was anderes, als beim Fußball irgendwie in Shitstorm
zu geraten wahrscheinlich.
Nee, also das, also da ist ja auch eine gewisse Zurückhaltung geboten.
Na, so, also, das ist ja klar.
Aber ich finde, ich finde, nun wollen wir jetzt irgendwie beim Fußballverein arbeiten, der natürlich
eine gewisse Öffentlichkeit genießt, heißt das noch nicht, dass man sich nicht irgendwie
öffentlich, politisch auch als Privatmensch äußert.
Ich mache das ja nicht als FCN.
Halte ich mit meinem Account hier übrigens genauso, falls sich manchmal Menschen wundern
über den Schwachsinn, den ich da raushau.
Aber was war der konkrete Anlass?
Kannst du dich noch erinnern, welche Nazis du beschimpft hast?
Es war mit sehr großer Wahrscheinlichkeit irgendein AfD-Parteimitglied.
Ja, okay.
Ja, gerne beschimpfen, falls euch gerade langweilig ist.
Macht das auch uns von mir aus.
Aber HSV, St. Pauli, 1. FC Nürnberg, die Unterschiede in der Vermarktung waren wir, glaube
ich, stehen geblieben vor diesem sehr schönen Exkurs.
Was ist ein einfacher?
Würde ich so nicht entscheiden wollen, was einfacher ist.
Also beides hat seine Besonderheiten.
St. Pauli ist natürlich ein sehr spitzes Profil.
Das hat den Vorteil, dass es Unternehmen gibt, für die das attraktiv ist, die wahrscheinlich
sonst im Fußball nicht auftauchen.
Da gibt es ja auch einige Beispiele für.
Hat aber auch den Nachteil, dass es für einige oder für viele Unternehmen auch zu spitz ist.
Die dann nicht diese Polarisierung mitgehen wollen.
Das haben wir nicht.
Wir haben vielleicht das Problem, dass wir nicht ausdefiniert genug sind oder noch nicht.
Auf der anderen Seite sind wir natürlich viel breiter zugänglich für Unternehmen und was
unsere Zielgruppe angeht.
Unterschiedlich, unterschiedliche Erfahrungen.
Aber würde ich jetzt nicht sagen, das eine schwieriger und das andere leichter, sondern
eben anders.
Okay.
Uli?
Du bist ja gebürtiger Darmstädter.
Du hast wirklich recherchiert.
Ist das alles in diesem Podcast vorher erwähnt worden?
Das wusste ich gestern Abend sogar schon.
Ich wusste nicht, wie du die Linien im Blick hast.
Aber was haben denn die besser gemacht momentan?
Oder es war jetzt auch kein logischer Aufsteiger?
Das muss wahrscheinlich daran liegen, dass ich da von 1976 bis 1983 gespielt habe und
das einfach noch die Nachwirkungen sind von dem, was ich da als sportliches Erbe hinterlassen
habe.
Müssen wir mal nachrechnen.
War das dann schon Herrenbereich?
Nee, das war mehr so die Minis.
Okay.
Ich habe da schon Akzente gesetzt.
Nein.
Spaß beiseite.
Also ich verfolge die natürlich und habe nach wie vor auch Sympathien dafür.
Es ist eine Heimatstadt und eine Heimatverein.
Eine erstaunlich schöne Stadt.
Ich war dieses Jahr beim Aufsteiger.
Tatsächlich hatte ich auch keinerlei.
Das ist doch wegen einem Schwenkgrill.
Ich war schon ein paar Mal.
Aber diesmal bin ich mit dem Zug angekommen und dann ist gleich neben dem Bahnhof so ein
italienischer Supermarkt oder sowas, wo man gut Espresso trinken konnte.
Und dann bin ich da mit dem Straßenmann zum Stadion gefahren, am Schloss vorbei.
Ist es ein Schloss?
Ja.
Was ich auch nicht wusste, dass es ein Darmstadt ist.
Und die Strecke fand ich wirklich sehr schön und über den Marktplatz drüber und so.
Der Rest ist scheiße.
Also wir Darmstädter haben eigentlich irgendwie das Attribut Schönheit jetzt nicht irgendwie
so in den Vordergrund geschoben.
Vielleicht bin ich wirklich mit so niedrigen Erwartungen hingekommen.
Nein, also Darmstadt ist natürlich für mich Heimat, Jugend, Kindheit.
Es ist eine sehr studentische Stadt, sehr linksliberal und sehr offen und eine gute, lockere Kultur.
Also da kann man, die Leute sind relativ entspannt und easy.
Und wenn man mal wirklich irgendwie Stadtluft schnuppern will, dann muss man allerdings nach Frankfurt.
Meine erste Assoziation mit Darmstadt ist immer noch, dass die damals den Trombusch-Sohn getötet haben.
Oh ja.
Die Darmstadt-Hool vorbei, dann war es glaube ich ein kleiner Junge sogar.
Aber das ist hängen geblieben.
Aber wohlgemerkt nur in der Serie, ne?
Ja.
Allerdings, also bei mir ist es hängen geblieben, dass ich mal als Fan auf einer Auswärtsfahrt
in der Regionalliga-Zeiten war.
Und da die Darmstädter Hooligans sich, wollten eine Leuchttrakete in den Block der Nürnberger
schießen, haben aber ihr eigenes Haupttribünendach bloß getroffen und es dann wieder zu ihnen
zurückgefallen.
Das ist meine Erinnerung an Darmstadt.
Aber ja, wie ist Nürnberg im Vergleich zu Darmstadt auch so locker linksliberal?
Und wenn man eine Stadt sehen will, muss man nach Fürth fahren?
Ich wohne ja tatsächlich in Herzogenaurach.
Also Nürnberg erstmal ja, nehme ich auch eher als er liberal war, so im Kontext.
Und ich wohne aber tatsächlich in Herzogenaurach.
Also bei mir war das ja dann so, die Maßgabe mit Frau und drei kleinen Kindern hier runter
zu kommen.
Und dann haben wir gesagt, okay, jetzt haben wir in Tel Aviv gewohnt und in Hamburg.
Und wenn wir jetzt nach Franken kommen, dann genießen wir die grüne Landschaft.
Dann gehen wir raus und dann muss es ein Häuschen mit Garten sein, wo die Kleinen laufen können
und wir mit dem Fahrrad irgendwie in den Wald kommen und der Tennisverein 500 Meter vor
der Tür ist.
Würde ich aber heute vielleicht nicht unbedingt nochmal machen.
Weil Herzogenaurach ist doch super.
Infrastrukturell ja.
Also ich würde heute wahrscheinlich dann doch Nürnberg City machen.
Ja, okay.
Wir vermitteln doch auch Wohnungen.
Hat der Klose hier nicht mal irgendwie in...
Mal bei Raphael Schäfer anfragen.
Ja, genau.
Nach was er im Portfolio hat.
Der Klose hat doch hier mal Werbung für eine Wohnung gemacht oder für jemanden, der eine
Wohnung sucht oder sowas.
Ich habe es vergessen.
Wäre mal interessant, ob da was draus geworden ist durch unseren Aufruf.
Was steht denn noch auf deinem Zettel, Uli?
Haben wir irgendwelche Themen, die wir...
Also kritische nachfragen, wieder mal keine.
Sehr gut wird uns morgen...
Ja, ihr wart gnädig.
Sehr gnädig.
Ja, ja, ja.
Das zeichnet uns auf.
Das Wochenende steht vor der Tür.
Nö.
Also Vermarktung läuft super nach dem ersten Jahr.
Ist jetzt mein Fazit, mit dem ich hier rausgehe?
Ich finde, das kann man sagen.
Das heißt aber nicht, dass wir jetzt nicht auch vor Herausforderungen stehen.
Also in der Vermarktung ist es auch ein Stück weit so, dass natürlich die Stimmung,
die so ein bisschen vorherrscht, auch nachgelagert erst zum Tragen kommt.
Nicht unmittelbar.
Also die Leute werfen uns nicht ihre Verträge irgendwie vor die Füße, wenn irgendwie zweimal
nacheinander verloren wird.
Ist aber schon so, dass auch der eine oder andere sagt, klar, das war jetzt nicht so zufriedenstellend.
Und der eine sagt, ja, dann macht es auch nicht so Spaß, in den VIP-Bereich zu gehen,
wenn man halt öfter verliert, als man sich das wünscht.
Und das ist dann schon so.
Und da müssen wir jetzt zehnmal mit umgehen.
Und ja, es gibt auch den einen oder anderen Partner, der jetzt abspringt.
Wobei Abspringen das falsche Wort ist.
Also wenn man jetzt mal, ist ja auch bekannt, Audi und Exesol.
Also Audi, ich weiß nicht, wie lange die dabei waren.
Also zehn Jahre fast.
Wenn dann so einer mal sagt, und die Automobilindustrie ist ja auch nicht gerade ohne Probleme,
so in der jetzigen Phase.
Da einer sagt, wir machen mal was anderes oder fokussieren uns mal anders.
Dann ist das alles andere als dramatisch.
Dann ist das nicht toll und wünscht man sich nicht.
Aber das ist ganz normal.
Also Audi ist jetzt nicht lokal.
Aber warum fällt es nach wie vor so schwer?
Und das ist ja auch eine Diskussion, die man seit Jahrzehnten rund um den 1. FC Nürnberg führt.
Warum ist es so schwer, die Firmen, die hier ums Eck Weltmarktführer sind,
irgendwie dazu zu bewegen, sich beim 1. FC Nürnberg zu engagieren.
Und zwar finanziell zu engagieren, sodass es den Club reich macht.
Also grundsätzlich sind natürlich viele Unternehmen in Nürnberg,
die im Bereich Business to Business unterwegs sind.
Also die als Kunden andere Firmen haben.
Und wir als Kommunikationsplattform, als Werbeplattform, als Fußballverein ein Stück weit,
wir sprechen natürlich alle Menschen an.
Das heißt, wenn man jetzt Unternehmen hat, die eigentlich aber nicht an jedermann verkaufen,
ihr Produkt, dann muss man sich schon die Frage stellen,
warum sollten die denn bei uns überhaupt werben?
Was haben die denn davon?
Ja, aber sie werben ja oft trotzdem irgendwo im Sport oder sonst so.
Aber dann eben nur nicht beim 1. FC Nürnberg.
Ja, aber da kenne ich jetzt, also da würde ich mit dem konkreten...
Wenn man nach Herzogenau drauf schaut, zum Beispiel zu Schaeffler,
die ja doch auch in der Öffentlichkeit...
Also Schaeffler ist so ein klassisches Beispiel, ne?
Also ich weiß jetzt nicht, wie viele Kugellager du im letzten Monat gekauft hast.
Das weiß ich tatsächlich wahrscheinlich wieder zu viele.
Also aber nein, Spaß beiseite, ne?
Also die machen das natürlich dann aus gesellschaftlichem Engagement,
weil sie natürlich auch was als Unternehmen über die Umsatzsteuer,
die sie zahlen, zurückgeben müssen.
Das ist einfach so.
Weil wenn man heute als Unternehmen sich nicht mehr für das Gemeinwohl engagiert,
dann wird man irgendwann geschnitten von den Kunden.
Ist einfach so.
Weil jeder erwartet das, dass Unternehmen da was machen.
Es ist natürlich so.
Und da ist es natürlich auch an uns.
Deswegen, da müssen wir natürlich auch glaubhaft irgendwie Aktionen machen
und uns da positionieren, dass ein Unternehmen dann auch sagt,
Mensch, ihr seid so gesellschaftlich unterwegs,
dass ihr Fußballspiel finden wir toll
und dass ihr 30.000 im Stadion habt
oder vielleicht auch mal irgendwann 40.000 oder 50.000.
Nur das sind nicht meine Kunden.
Die können mein Produkt gar nicht kaufen.
Deswegen ist es für mich jetzt...
Ich mache das, wenn, dann aus anderen Gründen.
Und dafür müssen wir gute Argumente liefern.
Und da sind wir auf dem Weg.
Da sind wir vielleicht noch nicht.
Es gibt bei dem einen oder anderen auch sicherlich eine Historie.
Einen Club gibt es ja nicht erst seit gestern,
sondern da gab es natürlich auch Gespräche in der Vergangenheit.
Und hier und da ist auch mal nicht alles so rund gelaufen.
Also das sind natürlich auch Sachen, wo wir jetzt ein Erbe übernehmen
und hier und da auch Vertrauen neu gewinnen müssen.
Ist ja klar.
Also das gibt es so.
Aber die Grundthematik ist auf der einen Seite,
dass viele Firmen hier Produkte haben,
die normalsterbliche gar nicht kaufen können,
weil sie keine Verwendung haben.
Und zum anderen ist es ja so,
darf man ja nicht vergessen,
wir haben ja eine Menge Firmen mit großem Renommee.
Wir haben die Nürnberger Versicherung.
Es ist vielleicht der Player schlechthin in der Region,
der uns auserkoren hat,
sozusagen ihr Hauptsponsorship-Engagement mit uns einzugehen.
Und das ist eine große Auszeichnung für uns.
Und vor allen Dingen machen die es nicht erst seit zwei oder drei Jahren,
sondern wir haben ja auch mit denen letztes Jahr
den Vertrag verlängert für drei Jahre.
Wir haben auch mit fast allen anderen Großen,
mit Ausnahme von Audi,
verlängert.
Und das läuft immer so ein bisschen mit,
so nach dem Motto, wo sind denn die Neuen Großen?
Aber dass wir jetzt,
ich weiß nicht, wie lange wir mit den Partnern
alle schon verbandelt sind,
dass die so lange dabei bleiben,
ist kein Automatismus.
Wenn man mal anguckt,
in der Bundesliga und der Zweiten Liga,
wie lange sind die großen Partner bei jedem Verein
im Durchschnitt dabei,
bin ich sicher,
dass wir ganz, ganz weit vorne sind,
was die Dauer angeht,
des Hauptsponsors,
aber auch der anderen großen Partner.
Und das ist schon,
also da sind wir schon sehr gut aufgestellt.
Und wenn man guckt in den letzten Jahren,
also wir sind jetzt ein Jahr in der Eigenvermarktung,
es wird nach dem großen Partner gerufen.
Wenn man guckt in den letzten drei, vier, fünf Jahren,
wie viel da auch von Sport5 gebracht wurde,
ist das in den letzten fünf Jahren meines Wissens
ein großer Partner und das war Exasol.
Die Sparkasse, die auch dazu kam,
war schon damals ein sehr von Nils Rosso initiiertes Thema.
Wobei natürlich,
die müssen uns schon so viel zahlen,
der wird für den Club nicht mehr so viel.
Das ist das große Problem.
Das ist das eigentliche Thema,
das wir im Moment nicht wissen,
ob die gerade noch zahlen,
aber wir machen weiter.
Werbung hoffentlich erfährt,
dass die Werbeabteilung...
Also dafür möchte ich mich dann auch einsetzen,
dass die das mit euch weitermachen,
weil das finde ich ist ein...
Eine schöne Partnerschaft.
Ja, weil sie Sinn macht,
weil sie authentisch ist.
Und das fände ich gut.
Grüße an Benni Jung.
Grüße an Benni Jung.
Genau.
Gut.
Merchandise bleibt scheiße,
weil sich alle drum kümmern
und keiner so richtig oder...
Ich würde das überhaupt nicht als scheiße bezeichnen,
sondern...
Das dachte ich mir.
Ich finde die Sachen richtig gut.
Man guckt natürlich
und wahrscheinlich kommt auch da wieder die Frage mit St. Pauli.
St. Pauli hat eben den Totenkopf
und eine Ikone,
ein ikonisches Logo,
was sie in den 80er Jahren
von den Fans gekapert haben.
Ja.
So muss man das ja sagen.
Ja.
Und...
Gut, der 1. FC Nürnberg
hat auch schon ein paar Sachen
aus der Fanszene gekapert.
Haben wir das?
Was haben wir denn gekapert?
Liebe, Glaube, Leidenschaft zum Beispiel.
Ah, ist das tatsächlich?
Wir sind der Club,
den Claim gab es ja auch mal,
der aus der Kurve stammt ursprünglich.
Ja, wobei natürlich so Claims ist eine Sache,
aber so ein ikonisches Logo ist natürlich toll.
Und das macht ja auch 80 bis 90 Prozent
des Umsatzes Merchandising bei St. Pauli aus.
Also muss man fairerweise sagen.
Okay, also Merch ist nicht scheiße.
Halten wir dann auch noch fest.
Und der Weg zum nachhaltigsten Verein der Welt
dauert noch wie lange ungefähr?
Naja, also das geht natürlich...
Nachhaltigkeit beim Fußballverein sind zwei Themen.
Energieversorgung und Mobilität.
Und Mobilität können wir beeinflussen,
wie die Leute zum Stadion kommen,
aber nicht komplett entscheiden.
Und das andere ist eben die Energieversorgung.
Und da wird ein Stadion eine wesentliche Rolle spielen.
Und dann wird es aber auch nicht...
Das ist kein Prozess,
der irgendwie linear langsam nach oben läuft,
sondern das macht irgendwann mal plopp
und dann ist es ein Quantensprung.
Und ja, ich bleibe dabei.
Ich bleibe bei dem Zeitplan
und ich bleibe dabei,
dass das passieren wird.
Ich glaube, dann ist es hiermit offiziell beschlossen, oder?
Wenn es in Kadepp so geht, denkst du, dann ja.
Grüße an die Stadt Nürnberg
und alle Partnerinnen.
Das heißt ja nicht,
dass die das alleine machen.
Ich sage ja nur,
dass es am Ende dastehen wird.
Ja, alles gut.
Ist ein Abstiegskampf für ein Marketingmenschen
ähnlich stressig
wie für einen sportlich Verantwortlichen?
Mit Blick auf die Perspektiven,
auf die wirtschaftlichen Perspektiven?
Nein.
Ich glaube,
das, was da sportlich Verantwortliche
durchleiden müssen...
Das hängt ja zusammen.
Ja, aber...
In der dritten Liga wäre dieses Stadionthema
dann halt vielleicht doch etwas schwerer darzustellen.
Auf jeden Fall.
Ist ja gar keine Frage.
Ist ja gar keine Frage.
Aber da ist es vielleicht dann auch meine Erfahrung.
Also mir ist es irgendwie 23, 24 Jahre
und dann hat man eine gewisse Gelassenheit,
dass man trotzdem am nächsten Tag
dann auch dann noch lebend,
atmend aufstehen würde.
Aber dass das natürlich katastrophal wäre,
ist ja klar.
Aber ich glaube,
das, was sportlich Verantwortliche
dadurch leiden,
unmittelbar in so Spielen
und auch danach
und den Druck,
der da auf einem lastet,
das ist nicht zu vergleichen
mit dem,
wie wir da drauf schauen.
Das wäre vermessen.
Ja.
Schlusswort?
Ich würde nochmal an deine Eingangsfrage zurückkommen.
Jetzt habe ich ja über eine Stunde Zeit zu überlegen.
Ich kann mich überhaupt wieder an die Eingangsfrage erinnern.
Ob wir ein Marketinginstrument,
das erste Mal aufstehen,
aber wir könnten es doch werden.
Also ihr macht ja gerne Sondertrikots.
Ich glaube,
so ein CADEP-Sondertrikot
könnte ein echter Verkaufsschlag sein.
Ihr seid live dabei
bei Vertragsverhandlungen inzwischen.
Wir sind bereit,
wenn ihr es seid.
Ja.
Okay.
Gut.
Da gehen wir nochmal in die...
Bei uns soll es nicht scheitern.
Ja.
Da müssen wir nochmal die Werbeabteilung fragen.
Vielen Dank für den Besuch.
Es war ein Vergnügen.
Vielen Dank an euch.
Wir hören uns,
keine Ahnung,
irgendwann wieder,
ich glaube aus dem Trainingslager versucht,
Wolfgang Lars gemeinsam mit uns
dann mal wieder eine Aufnahme
online,
remote aufzunehmen.
Dann wieder mit super Tonqualität.
Und ohne anschauen.
Und ohne anschauen.
Ja.
Aber es ging jetzt einigermaßen.
Wenn man sich daran gewöhnt hat,
dann irgendwann geht es.
Ja.
Finde ich auch.
Und wir haben eine Codempleu-Empfehlung bekommen.
Ja.
Ich habe scheiße gesagt.
Alles cool.
Gelungener Podcast.
Gehen wir Nazis beschimpfen.
Jawohl.
Dann machen wir es.
Tschüss.
Bis bald.
Ciao.
Ciao.
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