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#228 Folge 228- Die Superheldin geht- Lea Paulick sagt Tschüss
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Uli, glaubst du, Lea Paulik ist bescheuert?

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Super Einstiegsfrage.

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Gerne.

00:00:08

Nein.

00:00:09

Nein.

00:00:09

Aber warum nicht?

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Wie käme man darauf?

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Super Heldinnen-Status beim 1. FC Nürnberg in der Stadt und jetzt wechselt sie einfach so zur Eintracht Frankfurt.

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Ist das nicht ein bisschen wenigstens bescheuert?

00:00:26

Ich würde es ambitioniert nennen.

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Wir fragen sich mal selbst, Lea Paulik, bist du bescheuert?

00:00:31

Hallo, herzlich willkommen.

00:00:34

Ich freue mich hier zu sein.

00:00:36

Immer noch, ne?

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Ja, ich habe mir schon ein bisschen überlegt, auf was ich mich einstellen muss.

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Du hast gesagt, ihr seid seriös.

00:00:45

Genau.

00:00:46

Du bist ja an die Pressestelle von Eintracht Frankfurt, die das nochmal anhören will.

00:00:51

Ne, also bescheuert bin ich, ja.

00:00:53

Aber diesbezüglich würde ich sagen, nicht.

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Der Uli hat es schon gesagt, ambitioniert.

00:00:59

Aber so ganz einfach, wie du es gerade eben gesagt hast, war die Entscheidung nicht.

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Ich bin nicht einfach so nach Frankfurt jetzt gewechselt, sondern es ist mir schon schwer gefallen,

00:01:11

weil, ja, ich denke, es ist klar, was ich finde, Geschichte mit diesem Verein verbinde,

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auch mit dieser Stadt verbinde und es war auf jeden Fall nicht einfach.

00:01:22

Okay, darüber wollen wir reden.

00:01:24

Es ist Folge 228, glaube ich, von Kadepp.

00:01:28

Eine rührselige Abschiedsfolge wird es von Lea Paulik, oder Uli?

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Das war unsere selbstauferlegte Sommerpause, die ist irgendwie komplett geknickt.

00:01:39

Die haben wir komplett in die Tonne geknickt.

00:01:41

Habt ihr eigentlich Taschentücher dabei?

00:01:42

Nee.

00:01:43

Ich habe Taschentuch dabei.

00:01:44

Du hast mich vorhin noch darauf hingewiesen, dass es mir aus der großen Tasche...

00:01:47

Aber es benutzt wahrscheinlich.

00:01:49

Ach so, für dich?

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Nein, ich meine nur, falls ich heulen muss.

00:01:52

Ich glaube tatsächlich, dass ich welche habe.

00:01:55

Wie viele Anläufe hast du für ein Abschiedsvideo gebraucht?

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Boah, also echt viele, viele, viele, viele, viele.

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Und es ist nicht einfach gewesen, da irgendwie die richtigen Worte zu finden, um meine Entscheidung

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irgendwie zu erklären, aber nicht in diesen Rechtfertigungsmodus zu verfallen, weil ich

00:02:15

muss mich für nichts rechtfertigen.

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Ich stehe auch zu 100 Prozent hinter dieser Entscheidung und trotzdem sollte auch einfach

00:02:22

in diesem Video klar werden, wie viel mir dieser Verein bedeutet, wie viel mir die Fans bedeuten.

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und dass es schon auch auf jeden Fall ein schmerzhafter Abschied ist.

00:02:32

Dass ich aber auch stolz bin, dass mir so eine Möglichkeit geboten wurde und dass ich mich auch

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einfach auf die Chance jetzt freue.

00:02:39

Das wird die Challenge heute.

00:02:40

Wer als erstes weint?

00:02:41

Weint.

00:02:43

Accepted.

00:02:44

Bin ich sehr gespannt.

00:02:46

Lass uns gleich mal, bevor wir das Jingle machen und Sonstiges in 15 Minuten, tatsächlich,

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wir wollen über deine Karriere hier in Nürnberg sprechen.

00:02:55

Aber über diesen Abschied können wir eigentlich gleich am Anfang sprechen.

00:03:01

Warum der Schritt?

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Ich habe es ein bisschen ironisch überhöht, aber es ist ja schon nahe dran.

00:03:08

Du auch in Nürnberg hast dir so einen Heldinnen-Status erspielt in den letzten Jahren.

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Hätte man da nicht noch einen Abstieg in die zweite Liga nochmal mitnehmen können und sich

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gemütlich hier im Tor einrichten und dann nächstes Jahr einfach wieder aufsteigen?

00:03:24

Also erstmal danke, dass du das sagst mit dem Heldinnen-Status.

00:03:28

Das müssen natürlich andere beurteilen.

00:03:29

Das würde ich niemals irgendwie über mich selber sagen.

00:03:32

Von daher danke.

00:03:34

Boah.

00:03:37

Schwierige Frage.

00:03:38

Ich habe im Endeffekt auf jeden Fall die Entscheidung jetzt nicht von heute auf morgen getroffen, weil dafür ist sie einfach zu groß und zu einschneidend für mich.

00:03:48

Ich habe jetzt die letzten acht Jahre lang alles mit diesem Verein erlebt.

00:03:55

Ich bin hergekommen, da war ich 16, da hat mich der Osman geholt und da hatten wir halt wirklich nichts.

00:04:01

Und wir waren komplett unsichtbar.

00:04:04

Keiner wusste, dass der 1. FC Nürnberg überhaupt eine Frauenmannschaft hat, wie hoch oder tief die spielen.

00:04:10

Und ich bin diesen ganzen Weg halt von Beginn an mitgegangen.

00:04:14

Wir haben damals noch auf dem Kunstrasenplatz bei der Bertolt Brecht Schule gespielt.

00:04:18

Dann haben wir irgendwann auf dem Kunstrasenplatz am Pfalz-Navaya dann trainiert.

00:04:24

Und ja, acht Jahre später habe ich halt Bundesliga-Max-Morlock-Stadion gespielt.

00:04:31

Und davor saß ich halt immer als Fan auf den Rängen und habe den Männern zugeschaut.

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Und dann kommt man da in die Kabine, sieht sein Trikot da hängen.

00:04:40

Und das ist einfach eine unglaublich krasse Story, die ich mit diesem Verein einfach teile.

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Wie gesagt, zwei Aufstiege, alles erlebt.

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Und du hast ja auch gerade eben gesagt, warum ich dann nicht mir das quasi so kuschelig mich eingerichtet habe im Tor, jetzt nochmal in der zweiten Liga.

00:04:59

Ich hätte es doch gemacht.

00:05:01

Ja, das wäre auch verständlich.

00:05:04

Aber vielleicht, weil ich nicht ambitioniert bin.

00:05:06

Wäre auch verständlich gewesen.

00:05:07

Und ich habe mir auf jeden Fall natürlich darüber Gedanken gemacht, wie mein weiteres Leben als Sportlerin, aber auch als Mensch eben aussehen soll.

00:05:15

Ich werde es dieses Jahr 25.

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Und habe mir halt die Frage gestellt, so bin ich jemand, der sich in der Comfortzone wohlfühlt?

00:05:26

Und ich fühle mich auf jeden Fall wohl.

00:05:29

Ich fühle mich hier wohl in Nürnberg.

00:05:30

Ich fühle mich wohl in diesem Verein.

00:05:31

Aber ich fühle mich einfach auch ultra krass gechallenged durch diese Möglichkeit, die mir geboten wurde.

00:05:39

Und das war der Grund, warum ich das letztendlich auch gemacht habe.

00:05:44

Ja, ich hätte mich hier kuschelig einrichten können.

00:05:46

Und ich hätte weiter, ja, mit diesem Verein weiter Geschichte schreiben können.

00:05:51

Und das hätte auch was Romantisches.

00:05:53

Aber ich hatte mich jetzt auf jeden Fall dazu entschieden, ich will aus meiner Comfortzone nochmal raus.

00:06:00

Ich will mich selber challengen.

00:06:01

Ich will mich auf sportlicher Ebene challengen.

00:06:04

Und auch als Mensch challengen.

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Und will halt gucken, was ich eben noch erreichen kann.

00:06:12

Und das war jetzt keine Entscheidung gegen Nürnberg.

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Sondern das war eine Entscheidung für mein persönliches Abenteuer, für meine persönliche Challenge.

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Und der Ausbruch aus der Comfortzone.

00:06:26

Es gibt ja dann doch Leute, die aber glauben, darüber richten zu müssen oder richten zu können.

00:06:30

Gerade auf Social Media.

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Ein kleiner Einschub von mir noch.

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Ich glaube, wir können gar nicht weinen, weil wir so viel schwitzen einfach, dass wir für Tränen.

00:06:37

Ja, ich glaube auch, keine Flüssigkeit mehr vorhanden.

00:06:39

Ja.

00:06:41

Gerade auf Social Media gab es dann ja den einen oder anderen Beitrag.

00:06:45

Wahrscheinlich von Leuten, die noch nie ein Frauenfußballspiel gesehen haben von euch.

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Aber natürlich, die das dann ein bisschen um die Ohren gekaut haben.

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Dass du dich ja trotzdem immer so als, ja, du warst halt das Gesicht dieser Mannschaft,

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dieses Frauenfußball in Nürnberg lange Zeit.

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Du hast dich da immer sehr deutlich bekannt dazu.

00:07:01

Schmerzt es dann, wenn man das Gefühl hat, es gibt halt auch ein paar Leute, die es nicht verstehen wollen.

00:07:04

Und dann sollen diese automatischen Reflexe auch verfallen.

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Oder ist es anders als auch ein bisschen eine Bestätigung, also wenn es keinen ärgern würde, dass du gehst,

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dann hätte es ja auch irgendwas falsch gemacht.

00:07:13

Ja, also ich bin ein Mensch, der, also ich bin extrem emotional.

00:07:18

Und mich fassen Sachen emotional enorm an.

00:07:24

Und ich wünschte manchmal, ich würde mir über alles drumherum nicht so viel Gedanken machen.

00:07:30

Dann würde mich das vielleicht alles nicht so sehr tangieren oder vielleicht auch verletzen.

00:07:34

Aber also mir war schon bewusst, dass wenn diese Entscheidung quasi verkündet wird,

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dass es da durchaus den einen oder anderen gibt, der das nicht cool findet, der das vielleicht scheiße findet

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oder der das auch einfach nicht nachvollziehen kann, der sauer ist.

00:07:49

Diese Leute können ihre Meinung frei und offen äußern.

00:07:54

Das haben sie ja auch getan.

00:07:57

Grüße.

00:07:58

Grüße, genau. Grüße an diese Leute.

00:08:01

Aber trotzdem, ja, ich habe auch versucht, nicht so viel zu lesen.

00:08:04

Man kommt aber leider irgendwie trotzdem nicht drumherum.

00:08:06

Und natürlich waren auch manche Sachen geschrieben, die mich schon auch einfach verletzt haben.

00:08:14

Weil eigentlich, wenn man meine Geschichte mit diesem Verein und dieser Stadt verfolgt,

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dann kann man nicht irgendwie schreiben, so schon mal was von Vereinstreue gehört.

00:08:27

Weil ich habe mich immer klar zu diesem Verein committed.

00:08:32

Und das werde ich auch weiterhin tun, weil Nürnberg ist, oder der 1. FC Nürnberg ist mein Herzensverein.

00:08:42

Und diese Liebe und diese Verbundenheit, die ich über die letzten acht Jahre hierzu aufgebaut habe,

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das geht nicht von heute auf morgen weg, nur weil ich jetzt bei Frankfurt unterschrieben habe.

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So, das wäre einfach unauthentisch.

00:08:56

Das würde überhaupt gar nicht zu mir passen.

00:08:57

Und ich werde weiterhin Club-Fan sein, weil ich das einfach fühle und lebe.

00:09:05

Ich werde weiterhin die Spiele von den Männern verfolgen, von den Frauen verfolgen.

00:09:10

Nürnberg ist mein Zuhause.

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So, hier sind meine ganzen Freunde und ich verbinde einfach unglaublich viel damit.

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Und dann tut es schon weh, wenn Leute das anzweifeln.

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Das frage stellen oder sagen, das war alles fake.

00:09:23

Aber trotzdem, unterm Strich, war die Resonanz zu 90 Prozent ganz herzergreifend.

00:09:33

Emotional und ganz warme Worte wurden gewählt.

00:09:37

Und das hat mir schon auch gezeigt, dass ich schon noch einfach einiges in den letzten acht Jahren richtig gemacht habe.

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Und gerade, wenn mir dann Eltern irgendwie schreiben, dass sie mir dankbar sind, dass ich ihre Tochter oder ihren Sohn zum Fußball gebracht habe,

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dann sind das halt so Nachrichten, die mir total in Erinnerung bleiben, die ich in mein Herz geschlossen habe.

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Und das ist das auch, was ich hier erreichen wollte.

00:10:03

Dass wir als Clubfrauen Menschen, Kinder ins Stadion bringen und emotionalisieren.

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Und das ist auch das, woran ich immer denken werde, wenn ich hier zurückkomme.

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Ihr habt ja auch uns ins Stadion gebracht und emotionalisiert.

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Also das muss man erst mal schaffen, wo die Männer genau in die entgegengesetzte Richtung arbeiten.

00:10:27

Ich mal wieder auf der Pressetribüne Leute beschimpfe, das hätte ich mir nicht träumen lassen.

00:10:32

Wem deine Entscheidung mitzuteilen war am schwierigsten?

00:10:37

Eine großartige Satzkonstruktion, die ich da hatte.

00:10:43

Oder war es überhaupt nicht schwierig, sondern bist du da mal zu allen hin und hast gesagt, ja, tschö.

00:10:48

Nein, überhaupt nicht.

00:10:49

Also ich bin halt auch echt ein Mensch, der ultra nah am Wasser gebaut ist.

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Und es gab dann, ja, für mich ein sehr emotionaler oder der emotionalste Moment war eigentlich,

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als ich es der Mannschaft quasi mitgeteilt habe, so im engsten Kreis.

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Ich hatte mir eigentlich ein paar Worte irgendwie so im Kopf zurechtgelegt,

00:11:11

aber mich haben dann, ja, die ganzen Emotionen dann so übermannt,

00:11:15

dass ich da das ein oder andere mal abbrechen musste.

00:11:19

Aber das war so für mich schon mit das Emotionalste,

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einfach das dem engsten Kreis mitzuteilen.

00:11:27

Aber auch die Resonanz, die es dann gab von allen Mitspielerinnen, Trainern, Staff, Mitgliedern,

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ganz viel Wertschätzung, Respekt, Anerkennung und einfach Unterstützung.

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Und das bedeutet mir einfach mit am meisten so, dass man da einfach sagen kann,

00:11:47

okay, ich gehe hier total im Guten und kein böses Blut.

00:11:54

Und ich habe einfach so ultra schöne Erinnerungen an all das hier.

00:12:00

Und deshalb, ja, macht es den Abschied nicht weniger schmerzhaft,

00:12:05

aber trotzdem ist es schön.

00:12:06

Ist Franzi Mai überhaupt lebensfähig ohne dich?

00:12:09

Und du ohne sie?

00:12:11

Das ist, das ist die, ja, eine sehr gute Frage.

00:12:15

Aber man muss ja dazu sagen, dass Freundschaft ja…

00:12:19

Warte ja auch im Urlaub miteinander, glaube ich.

00:12:20

Ja, genau, genau.

00:12:21

Und die plaudert wieder Instagram.

00:12:23

Ja, ja.

00:12:24

Nee, also das ist eine Freundschaft, die geht über jegliche Distanz.

00:12:29

Und das war in Jena damals so, als ich früher gegangen bin als sie.

00:12:33

Und sie ist dann glücklicherweise nachgekommen nach Nürnberg.

00:12:35

Okay, das war sie nächste Saison.

00:12:37

Gut, reich freundlich.

00:12:39

Das will ich jetzt nicht sagen.

00:12:41

Nee, aber wir sind eigenständige Menschen.

00:12:43

Aber so eine Freundschaft geht auf jeden Fall über jegliche Distanz.

00:12:47

Täuscht das, dass im Frauenfußball diese Freundschaften vielleicht intensiver sind als im Männerfußball?

00:12:51

Also es gab jetzt ja auch eine Gruppe, die miteinander im Urlaub war, auf Instagram zu sehen.

00:12:56

Das ist auf jeden Fall im Instagram drin.

00:12:59

Wow.

00:12:59

Aber es ist ja doch eher im Männerfußball, das ist ja eher untypisch, dass sich da wirklich so Freundschaften entwickeln über viele Jahre.

00:13:07

Das glaubst du?

00:13:08

Das glaube ich nicht.

00:13:10

Ich glaube, dass...

00:13:11

Uli ballert wieder die Klischees.

00:13:13

Ich glaube, dass Freundschaften, die durch den Sport entstehen, extrem intensiv und emotional sind.

00:13:20

Ich erkenne das von meinem Papa damals, der war früher Radsportprofi.

00:13:24

Und die treffen sich halt heute noch minimum einmal im Jahr und fahren zusammen halt Rad.

00:13:29

Und das jetzt halt auch schon über 30 Jahre.

00:13:31

So, und ich...

00:13:33

Ja, das kann ich jetzt nicht so pauschalisieren, dass man sagt, so Männerfußball ist es nicht so.

00:13:37

Oder Frauenfußball ist es mehr.

00:13:40

Wie pflegst du deine Freundschaften, Uli?

00:13:42

Ich habe keine Freundschaften.

00:13:43

Grüße an alle.

00:13:44

Nur Bekannte.

00:13:45

Nur Fadi.

00:13:47

Nur Kollegen und Bekannte.

00:13:50

Ja.

00:13:50

Ich hatte noch eine Frage, fällt mir aber, glaube ich, nicht ein.

00:13:56

Deshalb machen wir jetzt einfach mal...

00:13:58

Doch, jetzt fällt sie mir wieder ein.

00:14:00

Nee, wir machen jetzt doch noch den Schingel.

00:14:01

Wir brauchen schon eine Viertelstunde ungefähr.

00:14:03

Flänkt den Fadi nicht ab, sonst vergisst er die Frage wieder.

00:14:06

Ich bin schon so lange nicht mehr umgezogen.

00:14:07

Ja, ich auch nicht.

00:14:09

Ja, und?

00:14:10

Wie ist es?

00:14:11

Hast du eine Wohnung in Frankfurt?

00:14:15

Also, ich sage mal so, der Wohnungsmarkt in Frankfurt ist ein bisschen angespannt.

00:14:18

Es wird jetzt alles ein bisschen knapp, aber das wird sich auf jeden Fall alles ergeben,

00:14:24

dass ich nicht im Bahnhofsviertel auf der Straße schlafen muss.

00:14:27

Oder bei Can Uli auf der Couch.

00:14:29

Ja, oder genau.

00:14:30

Nee, nee.

00:14:31

Wird sich schon was finden.

00:14:32

Nee, aber, also ist noch im vollen Gange, aber ich packe jetzt langsam meine Umzugskartons.

00:14:40

Es ist, ja man, es ist schon einfach, es ist schon auch traurig, ne?

00:14:45

Ja.

00:14:45

Die ganzen, ich bin dann so vom Gelände mit einer großen Kiste quasi dann nach Hause gefahren.

00:14:52

Diese Kiste so angeguckt und da lagen Trikots drin, die Kapitänsbinde drin, Bilder drin, Zeitungsartikel

00:14:58

drin und dann denkt man sich so, yo, die letzten acht Jahre sind jetzt in dieser Kiste drin.

00:15:04

Und es ist mir, ja, mal wieder eine Träne über die Wange gerollt.

00:15:09

Aber es sind, ja, fast durchweg nur schöne Erinnerungen, die da drin sind.

00:15:14

Hier immer noch keine Tränen, deshalb machen wir jetzt Werbung.

00:15:17

Ich schwitze so viel, ich kann, glaube ich, nicht mehr weinen heute.

00:15:20

Ehrlich, aber gut, wir halten die vier Stunden durch, die wir uns vorgenommen haben.

00:15:23

Bis gleich.

00:15:24

Ich habe mich tatsächlich so halbherzig umgehört vor dieser Podcast-Aufnahme und bei Menschen,

00:15:48

die dich kennen.

00:15:49

Osman Schankaya.

00:15:50

Osman Schankaya.

00:15:50

Ja, das ist doch klar.

00:15:52

Grüße.

00:15:55

Ich soll, ohne ihn zu nennen, unbedingt fragen nach der ersten Trainingseinheit beim 1.

00:16:00

FC Nürnberg und wie deine Gefühle nach dieser ersten Trainingseinheit gewesen sind.

00:16:06

Und er, ohne dass ich ihn nennen soll, ist sehr gespannt, ob du die wahre Geschichte erzählst,

00:16:11

die ich jetzt kenne.

00:16:13

Die kennst du?

00:16:13

Oder dir eine andere einfallen lässt.

00:16:19

Erstes Training beim 1.

00:16:20

FC Nürnberg war wann?

00:16:21

Weißt du es noch?

00:16:22

Das war, boah, boah, boah, Rock'n'Pack.

00:16:25

Das war zu Rock'n'Pack.

00:16:27

Das ist ein Teil der Geschichte, glaube ich.

00:16:28

Genau, das war, also soll ich jetzt echt die wahre Geschichte erzählen?

00:16:30

Tja.

00:16:31

Was gibt denn das für ein Bild ab?

00:16:33

Ist ja jetzt wurscht.

00:16:34

Ja.

00:16:35

Naja, wir sind ja hier.

00:16:36

Du bist bei Kadett, wir sind unter uns.

00:16:38

Wir sind ja hier, ja genau, unter uns.

00:16:40

Die Pressestelle von Antrag Frankfurt ist spätestens vor zehn Minuten ausgestiegen.

00:16:43

Und wir waren noch nicht beim Cordon Bleu-Content.

00:16:46

Ja, um Gottes Willen.

00:16:47

Naja, wir sind ja hier alle authentisch.

00:16:49

Also auf jeden Fall war es zu Rock'n'Pack.

00:16:52

Und dementsprechend waren auch die, ich weiß nicht, ob ich das erzählen kann.

00:16:59

Sagen wir es so, ein paar Mitspielerinnen waren bei Rock'n'Pack.

00:17:04

Genau.

00:17:04

Und danach waren sie im Training.

00:17:06

Lassen wir das so stehen.

00:17:08

Stellt euch jetzt vor, wie ihr im Training wärt, wenn ihr gerade von Rock'n'Pack kämet.

00:17:12

Genau.

00:17:14

Hypothetisch natürlich.

00:17:15

Ja, genau.

00:17:16

Genau.

00:17:16

Naja, auf jeden Fall kam ich dann da hin.

00:17:21

Quasi als 16-jähriges Mädchen von der Sportschule in Jena, wo man jeder mit Alkohol noch irgendwelchen

00:17:28

anderen Sachen quasi in Verbindung gekommen ist.

00:17:31

Und ja, hab dann da meine Einheit absolviert und bin danach eigentlich direkt zu meinen Eltern

00:17:39

und hab gesagt so, also wir können jetzt direkt wieder heimfahren, weil das war's hier für

00:17:46

mich.

00:17:46

Und dann hatte Osman uns noch quasi aufgehalten und hat uns nochmal zum Gespräch quasi gebeten.

00:17:57

Und das Resultat dieses Gesprächs war, dass ich Nürnberg eine Zusage gegeben habe und

00:18:04

ganz unbedingt nach Nürnberg wechseln wollte.

00:18:06

In den Rock'n'Pack.

00:18:07

Genau, weil er mir quasi für das Jahr drauf Rock'n'Pack Tickets schon versprochen hatte

00:18:13

und deshalb hab ich gesagt so, boah, das Angebot kann ich nicht ablehnen.

00:18:16

Das machen wir so.

00:18:17

Nee, auf jeden Fall war dann die Quintessenz dieses Gesprächs, boah ja, mega geil.

00:18:22

Ich hatte Bock.

00:18:23

Und ja gut, dass Osman gut reden kann, ist klar.

00:18:28

Ja, bestimmt.

00:18:29

Das wissen wir alle.

00:18:31

Aber nee, er hat mich tatsächlich überzeugen können mit, damals war es noch eine Vision,

00:18:37

die jetzt tatsächlich im Laufe der Jahre Wirklichkeit geworden ist.

00:18:42

Und das hat lange gedauert.

00:18:44

Es hat wirklich lange gedauert.

00:18:46

Aber das, was wir jetzt als Klubfrauen geschaffen haben unter der Leitung von Osman, ist genau

00:18:53

das, worüber wir damals 2016 halt gesprochen haben.

00:18:57

Und ich bin da so unglaublich stolz darauf, da ein Teil davon, auch ein prägender Teil

00:19:05

davon gewesen zu sein.

00:19:06

Weil im Endeffekt das, was wir jetzt geschaffen haben, ist nicht nur, dass wir Erstliga-Fußball,

00:19:15

Erstliga-Frauenfußball wieder in Nürnberg quasi ins Leben gerufen haben, sondern dass wir

00:19:20

jetzt auch einfach einen riesigen Grundstein für erfolgreichen, nachhaltigen, professionellen

00:19:27

Frauenfußball in Nürnberg halt gelegt haben.

00:19:31

Und damit halt auch den nachfolgenden Generationen, den kleinen Kindern, die jetzt noch zu uns

00:19:36

in den Stadion gekommen sind, die dann selber auch Fußball spielen, dass wir denen halt

00:19:41

den Weg geebnet haben.

00:19:43

Und ja, das so zu realisieren, dass wir das alles geschafft haben, ist schon groß.

00:19:51

Nicht so schlecht.

00:19:52

Warum hast du es ihm geglaubt?

00:19:54

Also da, und man muss dazu sagen, es war damals noch keine Erstliga-Mannschaft oder

00:19:58

Zweitliga-Mannschaft, es waren noch andere Strukturen, vielleicht auch eine andere sportliche

00:20:03

Ambition.

00:20:04

War sehr amateurhaft und rudimentär, nennen wir es jetzt mal.

00:20:08

Und deshalb ist es wahrscheinlich auch normal, dass da irgendjemand vielleicht mal vor dem

00:20:11

Rock im Park dann ins Training kommt und sowas.

00:20:15

Aber warum hast du ihm damals geglaubt, dass er nicht nur Quatsch schön erzählend verpackt?

00:20:22

Also der Osman und ich sind uns relativ ähnlich.

00:20:27

Wir sind beide sehr, sehr emotionale Menschen.

00:20:31

Und der hat mich einfach gepackt.

00:20:34

Der hat mich mit dieser Vision und dieser Geschichte gepackt, dass ich 100 Prozent davon überzeugt

00:20:43

war, davon ein Teil sein zu wollen.

00:20:45

Und deswegen kommen auch immer wieder Spielerinnen zum Club.

00:20:51

Genau deswegen, weil sie mit diesen ganzen Emotionen 100 Prozent Lust haben, ein Teil nicht

00:21:00

nur dieses Vereins, sondern eben dieser Geschichte zu sein.

00:21:04

Weil man einfach das Gefühl hat so, hey, wir können hier was schaffen, wir können hier

00:21:08

was bewegen und ich möchte da dabei sein.

00:21:11

Und das hat er damals bei mir geschafft und das schafft er jetzt auch immer wieder.

00:21:16

Und ja.

00:21:17

Aber gab es da irgendwelche Indizien dafür, dass das wirklich funktionieren könnte?

00:21:19

Also du hast es ja vorhin selber mal gesagt, es wusste in Nürnberg niemand, dass es den

00:21:23

Fußball der Frauen beim Club noch gibt.

00:21:25

Also es wussten zehn Menschen, die da eben zur Bertolt Brecht Schule gekommen sind, um sich

00:21:29

die Spiele anzugucken und sowas.

00:21:32

Also ich würde mal sagen, so wie die Strukturen damals waren, war das eigentlich nicht absehbar.

00:21:37

Ja.

00:21:38

War es nicht.

00:21:38

Und deshalb so im Nachhinein denke ich mir auch so, krass, dass ich mich trotzdem dafür

00:21:44

entschieden habe.

00:21:45

Aber ich bin auch einfach ultra froh, dass ich zu dem Zeitpunkt eingestiegen bin und das

00:21:52

alles miterlebt habe.

00:21:53

Ich kenne jetzt diesen Kontrast von Kunstrasenplatz, Bertolt Brecht Schule zu einfach krankes Max-Morlock-Stadion.

00:22:02

Und das ist geil.

00:22:04

Wie war das damals beim Club Fußball der Frauen?

00:22:07

Musst ihr dir wirklich eure Trikots selber kaufen?

00:22:09

Selber waschen auf jeden Fall.

00:22:12

Selber alles machen auf jeden Fall.

00:22:15

Wir haben noch bis in die zweite Bundesliga zu jedem Heimspiel Kuchen gebacken, Butterbrezen

00:22:24

beschmiert.

00:22:27

Ferienfußballcamp für Kinder.

00:22:29

Genau.

00:22:29

Genau.

00:22:30

Ferienfußballcamp waren wir als Trainerinnen tätig.

00:22:33

Und das ist aber überhaupt nicht abwertend jetzt gemeint, sondern das sind Sachen, die

00:22:39

einen erden und die auch einfach Spaß machen.

00:22:43

Zum Beispiel diesen Trainerjob, den ich quasi in der Fußballschule beim FCN hatte oder Trainerinnenjob,

00:22:49

den ich in der Fußballschule beim FCN hatte.

00:22:51

Das hat mir übelst Spaß gemacht.

00:22:54

Weil für die Kiddies ist es dann halt schon irgendwie was Besonderes, wenn dann halt eine

00:22:59

aktive Spielerin dann quasi die Bälle aufs Tor schießt.

00:23:02

Und so diese kleinen Kinder dann so zu emotionalisieren und denen was beizubringen, das ist für

00:23:13

mich mit Geld nicht bezahlbar.

00:23:16

Und ich glaube auch, dass wir es als Clubfrauen generell einfach immer geschafft haben, auf

00:23:23

dem Boden zu bleiben, egal wie krass der Hype jetzt dann auch um uns geworden ist.

00:23:27

Und das weiß ich auch, dass das so bleibt, weil diese Identität und diese Werte, die

00:23:35

da gelebt werden, einfach sehr, sehr tief in jeder Spielerin verankert sind.

00:23:44

Nach Nürnberg zu ziehen mit 16 war nicht so das Ding, weil du vorher schon mal umgezogen

00:23:49

bist und auf dich alleine gestellt warst, mehr oder weniger?

00:23:52

Ja, genau.

00:23:53

Also ich bin quasi mit zwölf Jahren von zu Hause dann ausgezogen.

00:23:57

Ich komme ja gebürtig aus Suhl, auch wenn vielleicht keiner weiß, wo das ist, aber

00:24:02

ist nicht so schlimm.

00:24:04

Ich google dich.

00:24:05

Ja, google mal.

00:24:07

Ja, ist in Thüringen.

00:24:09

Auf jeden Fall bin ich dann damals mit zwölf Jahren ausgezogen und bin dann aufs Sportgymnasium

00:24:14

nach Jena gegangen und habe dann da mit Franzi May auf dem Zimmer vier Jahre lang Chaos betrieben,

00:24:21

bis ich dann quasi mit 16 dann nach Nürnberg in der eigenen Wohnung bin.

00:24:25

Okay.

00:24:25

Und Franzi ist natürlich nicht ohne mich und ich nicht ohne sie ausgehalten habe, dass

00:24:30

sie ein Jahr später nachgekommen ist.

00:24:32

Okay.

00:24:32

Ja.

00:24:33

Ja.

00:24:34

Okay, ich habe, war das wirklich auch der Umzug nach Jena kein Ding oder sowas?

00:24:39

Ich habe irgendwann mal überlegt, ob ich in Jena studieren soll und habe mich dann nach

00:24:43

zwei Nächten dort dagegen entschieden.

00:24:45

aber eher nicht wegen, nicht Jena wegen, sondern weil ich halt ein kleiner Schisser bin und gern

00:24:52

immer in Nürnberg herumhänge.

00:24:54

Also so im Nachgang betrachtet finde ich es eher krass, dass meine Eltern mitgemacht haben,

00:24:59

weil wenn ich mir jetzt irgendwie vorstelle, so ich müsste jetzt mein Kind mit zwölf Jahren

00:25:03

von zu Hause quasi aufs Internat irgendwie entlassen, dann weiß ich jetzt.

00:25:08

Kriegst du Schweiß aus, wenn jemand allein ins Schwimmbad geht.

00:25:10

Weiß ich jetzt nicht so.

00:25:13

Aber also für mich war das halt das Ding, weil das war für mich quasi so der Start von

00:25:19

professionellem Fußball auf dem Sportinternat, auf einer Liederschule des Sports dann da zu

00:25:24

sein.

00:25:25

Und das war für mich halt absolut der Megaschritt.

00:25:28

Und ich bin da auch so dankbar, dass meine Eltern das alles mitgemacht haben und dass

00:25:34

diese Verbindung, die ich zu meiner Familie habe, dadurch halt nicht in irgendeiner Art

00:25:40

und Weise negativ beeinflusst wurde, sondern eher, dass dieses Band, was uns verbindet,

00:25:45

ja über die Jahre immer mehr gewachsen ist.

00:25:49

Jetzt wird ich auch Alternativen zum Fußball gegeben.

00:25:51

Du kommst ja aus einer Sportlerfamilie.

00:25:53

Ja.

00:25:54

Gibt es da auch einen Plan B gegeben, wenn es beim Fußball jetzt nicht so gelaufen wäre,

00:25:57

wie es gelaufen ist?

00:25:58

Ja, also ich bin damals enthusiastische Reiterin gewesen und habe nebenbei noch Geige gespielt.

00:26:10

Und.

00:26:11

So viele Talente.

00:26:13

Und ich habe noch Volleyball beim VfB Suhl gespielt und für mich war dann so die Entscheidung,

00:26:21

okay, gehe ich jetzt das Volleyball-Ding nach oder gehe ich das Fußball-Ding nach und dann,

00:26:25

wir wissen alle, wie es dann ausgegangen ist.

00:26:28

Volleyball.

00:26:29

Genau.

00:26:29

Ich spiele es.

00:26:30

Große Entscheidung.

00:26:31

Volleyball bei Frankfurt.

00:26:33

Ja.

00:26:33

Exakt.

00:26:35

Ja.

00:26:35

Du noch eine Frage, Uli?

00:26:36

Ich wollte dich nicht aus deinem Flow raus.

00:26:39

War schön.

00:26:39

Spielst du noch Geige?

00:26:40

Uli wohnt chronologisch.

00:26:41

Spielst du noch Geige?

00:26:42

Nee.

00:26:42

Ich spiele sehr, sehr amateurhaft Klavier, aber wirklich sehr amateurhaft.

00:26:48

Pop-Songs oder?

00:26:50

Nee, bisschen melancholisch.

00:26:52

Aha.

00:26:53

So zum Runterkommen.

00:26:54

Weil ich wechsel zu 1.8 Frankfurt.

00:26:56

Ja, genau deswegen.

00:26:57

Ich schließe mit meinem Kämmerchen ein und spiele ganz melancholische Songs auf meinem Piano.

00:27:04

Wann hast du gemerkt, wann habt ihr als Mannschaft gemerkt, okay, vielleicht hat dieser

00:27:09

Junker ja doch recht.

00:27:11

Also ich war zwar von Anfang an überzeugt, aber jetzt passiert das wirklich.

00:27:14

Also war das vor zwei Jahren, als es der Uli und ich auch gemerkt haben oder ging das

00:27:20

schon ein bisschen länger bei euch, dass ihr gecheckt habt, ja, könnte irgendwann mal

00:27:23

groß enden?

00:27:27

Also, wenn man das jetzt mal so ein bisschen rückblickend betrachtet, ist auf jeden Fall

00:27:32

erkennbar, dass als Osman das ganze Ding übernommen hatte, dann als Cheftrainer, als fester

00:27:37

Cheftrainer auch, dass es seitdem ja stetig bergauf ging und wir auch in der Regionalliga

00:27:43

immer oben mitgespielt haben.

00:27:44

Aber man muss dazu einfach sagen, wir waren schon immer einfach ein sehr, sehr junges Team

00:27:49

und mit so einer jungen Mannschaft in der Regionalliga den Aufstieg zu schaffen, da musst

00:27:55

du ja quasi Meister werden.

00:27:57

Das war damals noch ohne Religazio.

00:28:00

Boah, jetzt, ich weiß nicht, ob ich gerade Müller zähle, aber auf jeden Fall.

00:28:03

Seit Lara Felix auf Instagram nicht wusste ich, wie viele Mannschaften in der Bundesliga sind.

00:28:07

Ja gut, mit Regionalliga müssen wir uns Gott sei Dank nicht mehr so beschäftigen.

00:28:11

Auf jeden Fall war der Schritt von der Regionalliga in die zweite Bundesliga enormst schwer, weil

00:28:17

es da halt, keine Ahnung, der Altersdurchschnitt bei den ganzen Mannschaften halt immer noch

00:28:21

relativ hoch war.

00:28:22

Die waren schon seit tausend Jahren irgendwie eingespielt und wir dann so als junge Hüpfer-Truppe

00:28:27

hatten es da halt nicht so einfach.

00:28:30

Und dann sind wir ja quasi im zweiten Corona-Jahr.

00:28:35

In dieser sehr kurzen Saison.

00:28:37

Genau, nach vier Spielen am, wie sagt man so, schönen grünen Tisch aufgestiegen und

00:28:42

da gab es dann auch viel Hate und so, oh, die haben das nicht verdient, bla bla bla.

00:28:45

Und im Endeffekt sind wir ja dann quasi in der ersten Zweitliga-Saison direkt mal auf

00:28:51

dem sechsten Platz gelandet.

00:28:52

Ja.

00:28:53

Da sind dann auch wir aufgetaucht.

00:28:55

Genau, dann seid ihr dann, natürlich hängt ihr euch dann an den Erfolg ran, ne?

00:28:58

Ja, wir haben es schon immer gewusst, die Klubfrauen.

00:29:01

Ja, man kennt es.

00:29:02

Genau, nee, aber also eigentlich, also ganz prägend war für mich dieses allererste

00:29:08

Zweitligaspiel in Aschheim, als wir 3-0 gegen Bayern München gewonnen haben, also Bayern

00:29:13

2, also Bayern 2 gewonnen haben und wir so, also wir wussten ja gar nicht, was auf uns

00:29:19

zukommt.

00:29:20

So, wir wussten es einfach nicht und dann gewinnen wir da im Derby 3-0 auswärts, erstes Zweitligaspiel

00:29:26

und alle so, what the fuck, here we are.

00:29:30

Und jetzt geht es halt fucking nochmal los.

00:29:34

Und diese ganze, ja, Zweitliga-Saison war einfach ultra geil so und da habe ich dann gecheckt

00:29:41

so, boah krass, da, also das ist auf jeden Fall nicht das Ende.

00:29:47

Ja, und dann haben wir es einfach im Jahr drauf einfach direkt geschafft.

00:29:52

Angekündigt von dir in den Nürnberger Nachrichten und auf nn.de.

00:29:55

Ich bin auf, ja, das war der, was man nicht ganz, nicht ganz so fein damit, aber.

00:30:02

Glaubst du, die steigen nächste Saison wieder auf?

00:30:03

Ich muss kurz aufs Klo.

00:30:08

Ich würde es Ihnen wünschen.

00:30:12

Alles klar.

00:30:12

Ich würde es Ihnen wünschen, weil die Clubfrauen das einfach komplett verdient hätten.

00:30:16

Du warst schon mal Prognose, Freudiger.

00:30:18

Ja, ich habe ja auch gelernt, dass man sich bei sowas ein bisschen zurückhält.

00:30:24

Aber ich würde es Ihnen wünschen.

00:30:27

Und was ich sagen kann, die Strukturen, um einen Wiederaufstieg zu schaffen, sind definitiv gegeben.

00:30:35

Wie sind die denn jetzt, die Strukturen?

00:30:36

Es wird immer das Equal Play betont, das beim 1.

00:30:41

FC Nürnberg herrschen soll.

00:30:43

Wie hast du da den Wandel erlebt?

00:30:45

Irgendwann gab es dann einen richtigen Bus, irgendwann gab es richtige Hotels und sowas.

00:30:50

Fremdkuchen.

00:30:52

Fremdkuchen.

00:30:52

Ja, wenn du sagst richtiger Bus, muss ich nochmal ganz kurz in die Vergangenheit zurückgreifen.

00:30:57

Gerne.

00:30:59

Wir sind halt damals so mit grenzwertig verkehrstauglichen Bussen durch die Gegend gefahren,

00:31:06

so mit neuner Bussen zum Beispiel nach Freiburg gefahren.

00:31:09

Und ich weiß halt noch, ich saß halt im Bus immer auf der mittleren Reihe quasi am Fenster.

00:31:16

Und immer wenn der Bus gebremst hat, ist diese mittlere Reihe quasi in den Schienen so nach vorne gerutscht.

00:31:21

Und beim Anfahren dann wieder so zurückgerutscht.

00:31:24

Also in solchen Bussen bin ich schon mitgefahren.

00:31:26

Und jetzt fahren wir halt mit einem riesen fetten Mannschaftsbus durch die Gegend.

00:31:32

Fett gebrandet und Beinfreiheit bis zum Get-No.

00:31:35

Und ja, das ist was Materielles, aber es ist trotzdem auch einfach sinnbildlich für diese Entwicklung,

00:31:43

die wir quasi genommen haben.

00:31:45

Und ich bin sehr froh, dass diese Strukturen, die jetzt quasi für die erste Liga etabliert wurden,

00:31:54

jetzt nicht mit der zweiten Liga wieder über den Haufen geworfen werden,

00:31:58

sondern das Konzept sieht ja einfach so aus, dass diese Strukturen, die etabliert wurden,

00:32:03

die sollen erhalten werden.

00:32:05

Und deshalb denke ich auch, dass die Klubfrauen einfach gute Chancen auf den Wiederaufstieg einfach haben,

00:32:10

weil die Strukturen eben so sind, wie sie sind.

00:32:14

Und man muss dazu auch sagen, dass man sich schon von der Professionalität oder von den Strukturen

00:32:20

auch in der zweiten Liga auch abhebt.

00:32:22

Und man wird jetzt ein Sportvorstand, der einige Erfahrungen mitbringt aus dem Frauenfußball,

00:32:27

was jetzt auch kein Nachteil sein muss.

00:32:29

Ich habe ihn tatsächlich heute das erste Mal persönlich kennengelernt,

00:32:33

vorhin am Gelände, sehr, sehr sympathisch.

00:32:38

Und ja, ich denke, dass der Aufschwung groß ist und dass die Motivation sehr groß ist.

00:32:46

Und also es ist alles angerichtet für eine erfolgreiche Saison.

00:32:52

Wir kriegen dich noch zur Prognose.

00:32:53

Nein.

00:32:54

Wir nähern uns in kleinen Tippeschritten.

00:32:56

Nein.

00:32:58

Wenn ein Verein, eine Mannschaft so wächst, dann sind da ja auch immer Spielerinnen dabei drin,

00:33:07

die vielleicht den nächsten Schritt nicht mehr mitmachen können,

00:33:11

vielleicht auch nicht mehr mitmachen wollen,

00:33:13

weil auch der Aufwand natürlich größer und mehr wird.

00:33:16

Und wie hast du das so erlebt?

00:33:18

Uli hat vorhin die Freundschaften angesprochen.

00:33:22

So aus den ersten zwei Jahren sind ja wahrscheinlich nicht alle dann irgendwann in der ersten Liga

00:33:27

dann auch mit aufgewachsen.

00:33:28

Also hast du das als einen sehr dynamischen Prozess empfunden,

00:33:32

diesen Austausch in der Mannschaft?

00:33:33

Oder ist das schon bis in die erste Liga rein einigermaßen homogen gewachsen?

00:33:39

Und wie bist du damit umgegangen, dass da Spielerinnen irgendwann nicht mehr in der Kabine sitzen?

00:33:45

Hm.

00:33:46

Also.

00:33:47

War es dir wurscht?

00:33:48

Na, auf gar keinen Fall.

00:33:49

Also was hast du jetzt da drauf für eine Antwort erwartet?

00:33:53

Ich weiß so.

00:33:54

Warte mal.

00:33:55

Wer nicht mitkommen muss.

00:33:57

Selber schuld.

00:33:57

Ja.

00:33:58

Ne.

00:33:59

Also man muss dazu sagen, dass ich schon ganz, ganz lange mit Nassi Lein zum Beispiel

00:34:05

oder Jesse Mai, Franzi Mai zusammengespielt habe.

00:34:08

Und ja, dass dieser Kern auch mit in die ersten Liga ist jetzt auch gegangen ist.

00:34:12

Nadja Burka zum Beispiel, die auch schon echt lange bei uns auch war.

00:34:16

Kerstin Bogenschütz, Emma Kusch.

00:34:18

Also die ganzen, quasi die ganzen Spielerinnen, die diesen Aufstieg geschafft haben,

00:34:26

die ja diese Erstliga-Erfahrung für die Klubfrauen quasi ermöglicht haben,

00:34:32

das sind alles verdiente Spielerinnen.

00:34:35

Und als wir sie dann verabschiedet haben, das war auch einfach ultra traurig,

00:34:39

weil ja, dass die quasi nicht nur gute Fußballerinnen sind,

00:34:44

sondern auch natürlich menschlich einfach eine Lücke hinterlassen.

00:34:48

Aber das ist einfach so, dass ja, in dem Fußballgeschäft stetiger Wandel einfach besteht.

00:34:57

Leute kommen, Leute gehen.

00:34:58

Und ich finde es halt nur wichtig, jetzt auch gerade jetzt in meinem Fall,

00:35:03

auch was man halt für einen Eindruck hinterlässt.

00:35:06

Und ich würde mir halt wünschen, dass Leute sich positiv an mich zurückerinnern,

00:35:13

genauso wie die anderen Spielerinnen, die uns jetzt quasi verlassen haben.

00:35:17

Die haben alle hier diese Geschichte mitgeschrieben.

00:35:22

Und die werden trotzdem für immer einfach Teil dieser Aufstiegsmannschaft sein

00:35:28

und für immer Teil dieser Klubfrauengeschichte sein.

00:35:31

Und das ist schon, ja, was, worauf man schon sehr, sehr stolz sein kann auch.

00:35:35

War das was, was deine Entscheidung vielleicht auch noch ein bisschen befördert hat,

00:35:40

dass du gesehen hast, da verändert sich jetzt gerade,

00:35:43

also hat sich in der vergangenen Saison schon relativ viel verändert,

00:35:46

neue Spielerinnen dazugekommen, um eben auf dieses Erstliganiveau zu kommen.

00:35:50

Jetzt verändert sich nochmal ein bisschen mehr mit Jessica May, die aufhört,

00:35:56

und andere, die verabschiedet werden.

00:35:58

War das dann auch zu sagen, ja, wenn die eh Neuaufbau machen,

00:36:01

dann kann ich ja auch mal was anderes probieren.

00:36:06

Oder hat das gar keine Rolle gespielt?

00:36:07

Nee, ich habe diese Entscheidung für mich getroffen.

00:36:12

Und vor allem habe ich sie auch getroffen.

00:36:17

Also ich nehme schon öfter auch Bezug auf dieses kleine Mädchen,

00:36:21

was angefangen hat, Fußball zu spielen.

00:36:23

Und das muss ich jetzt aber trotzdem auch nochmal machen,

00:36:26

weil das einfach so ist.

00:36:27

Der Traum dieses kleinen Mädchens war es, Bundesliga zu spielen.

00:36:32

Das habe ich mit dem ersten FC Nürnberg geschafft.

00:36:35

Und der Traum dieses kleinen Mädchens war aber auch,

00:36:40

international spielen zu können oder teilender Mannschaft zu sein,

00:36:43

die dann international spielt.

00:36:45

Und ich habe diesen Schritt zu Frankfurt wegen mir getroffen

00:36:49

und aber auch wegen ihr.

00:36:53

Das ist aber auch so, dass du…

00:36:54

Jetzt weine ich gleich.

00:36:55

War knapp, war knapp.

00:36:57

Nice try.

00:36:59

Ja, ich kriege dich noch.

00:37:03

Du hast ja gesagt, du freust dich auf die Challenge,

00:37:05

die ja auch eine sportliche ist, nicht nur eine persönliche.

00:37:08

In Nürnberg warst du von der Verletzungspause jetzt mal abgesehen,

00:37:12

immer unangefochtene Nummer 1 warst, Kapitänin.

00:37:14

Jetzt kommen sie zu einer Mannschaft,

00:37:16

die haben eine deutsche Nationaltorhüterin im Tor mit Sina Johannes,

00:37:19

wenn ich richtig informiert bin.

00:37:20

Wie siehst du deine Rolle da?

00:37:23

Oder was, dass wir da auch Gespräche geführt haben mit Frankfurt,

00:37:27

was erwartet man von dir, was erwartet dich?

00:37:30

Also es besteht ja auch die Gefahr, dass du erstmal vielleicht auf der Bank sitzt.

00:37:33

Ja.

00:37:33

Das hast du aber einkalkuliert.

00:37:36

Also ich sehe das nicht als Gefahr.

00:37:38

Also natürlich jede Sportlerin, jeder Sportler will spielen so.

00:37:44

Aber es war in Gesprächen auch von Anfang an klar und fair kommuniziert,

00:37:49

was meine Rolle sein wird.

00:37:51

Sie holen mich erstmal als Nummer 2.

00:37:55

Aber im Endeffekt sehe ich das für mich einfach als Chance,

00:38:00

mich sportlich nochmal auf einem anderen Level,

00:38:02

einfach auf einem anderen Trainingsniveau auch einfach nochmal weiterzuentwickeln

00:38:07

und für mich einfach den nächsten Schritt zu gehen.

00:38:10

Und ich hatte diese Comfort Zone schon angesprochen.

00:38:12

Ich sehe das einfach als Challenge.

00:38:15

Und ich bin offen.

00:38:18

Es wird auf jeden Fall eine andere Rolle,

00:38:20

weil hier hatte ich schon ja eine sehr zentrale,

00:38:24

einfach eine zentrale prägende Rolle auch gehabt.

00:38:29

Aber das heißt nicht,

00:38:30

dass ich das nicht woanders auch vielleicht irgendwie irgendwann schaffen kann.

00:38:37

Ich gehe da hin, bin voller Erwartungen,

00:38:39

will mich sportlich weiterentwickeln

00:38:41

und dann werde ich sehen, wo die Reise hingeht.

00:38:46

Und was ich auch noch, sorry, was ich auch noch dazu sagen wollte,

00:38:49

ich glaube halt auch,

00:38:51

dass ich auf jeden Fall Personality auch mitbringen kann.

00:38:58

Und für mich steht an oberster Stelle,

00:39:00

mich da einfach sportlich weiterzuentwickeln,

00:39:04

aber auch dem Team in welcher Funktion auch immer,

00:39:09

zum maximalen Erfolg einfach zu helfen.

00:39:12

Wir sind ja hier unter uns.

00:39:13

Welche Rolle hat das finanziell gespielt bei dem ganzen Wechselgedanken?

00:39:17

Wundert mich eigentlich,

00:39:18

dass ihr mich nicht mit, na du Söldnerin begrüßt habt oder so.

00:39:21

Das wäre die zweite Einstiegsmöglichkeit gewesen.

00:39:23

Habe ich euch eigentlich zugetraut?

00:39:25

Danke.

00:39:27

Du, also ganz ehrlich,

00:39:29

wir kennen es jetzt auch schon ein bisschen,

00:39:31

ich bin keine materielle Person.

00:39:36

Bin ich nicht

00:39:37

und das werde ich auch niemals sein.

00:39:39

Und ich habe den Wechsel

00:39:41

nicht gemacht,

00:39:44

weil ich dort mehr Geld verdiene.

00:39:46

Das war nicht die Triebfeder.

00:39:48

Das ist eine Randnotiz.

00:39:51

Aber eine angenehme Randnotiz.

00:39:53

Ja, natürlich.

00:39:54

Brauchen wir jetzt auch nicht drum herum reden.

00:39:56

Klar ist es eine angenehme Randnotiz,

00:39:57

aber es ist eben eine Randnotiz,

00:40:00

weil die Triebfeder war ich

00:40:03

und war dieses kleine Mädchen.

00:40:05

Oder ist.

00:40:07

Bist du eine materielle Person, Uli?

00:40:09

Ich glaube schon.

00:40:10

Ja, ich auch.

00:40:13

Ich wäre nur wegen Geld hingegangen.

00:40:15

Genau.

00:40:16

Also Angebote schreibt uns,

00:40:18

falls uns irgendjemand verpflichten will.

00:40:20

Das heißt,

00:40:20

wenn du mir jetzt ein Taschentuch gibst,

00:40:22

dann gibst du mir lieber einen Geldschein,

00:40:23

wo ich dann meine Tränen mittropfen kann.

00:40:24

00:40:24

00:40:24

irgendein Konkurrenz-Podcast

00:40:26

kommt und mir Angebot unterbreitet,

00:40:27

bin ich weg.

00:40:28

Ja.

00:40:28

Ich auch.

00:40:29

Du hast die zentrale Rolle angesprochen,

00:40:32

die du in der Mannschaft innehattest.

00:40:35

Aber irgendwann dann auch,

00:40:36

als ein paar Menschen

00:40:38

auf diese Mannschaft aufmerksam geworden sind

00:40:40

in der Stadt,

00:40:42

ist dir das,

00:40:43

du warst eine sehr öffentliche Person.

00:40:45

in Nürnberg,

00:40:46

wie es wahrscheinlich in Nürnberg

00:40:47

keine Fußballerin vorher war.

00:40:50

Ist dir das schwer gefallen?

00:40:51

Oder wie du sagst,

00:40:52

du bringst Personality mit

00:40:55

und deshalb,

00:40:56

du bist auf dem Kornmarkt aufgetreten

00:40:58

bei der Allianz gegen Rechtsextremismus.

00:41:00

So war es das Gesicht

00:41:02

des Nürnberger Fußballs

00:41:03

in einer Zeit,

00:41:05

in der der Nürnberger Fußball

00:41:06

der Männer

00:41:06

nicht besonders gut ausgesehen hat.

00:41:09

Und ihr habt da ein bisschen was

00:41:11

immer auch ausgleichen können

00:41:12

mit Blick auf diesen Verein.

00:41:13

Ist das eine komplizierte Rolle?

00:41:17

Eine,

00:41:17

die du manchmal gerne

00:41:18

nicht gehabt hättest?

00:41:20

Oder ist das schon so was,

00:41:21

was du auch suchst,

00:41:23

dass du auch neben dem Platz

00:41:25

sichtbar sein wirst?

00:41:26

Klar,

00:41:26

auf dem Platz ist erstmal das Wichtigste

00:41:28

und das eine würde ohne das andere

00:41:30

nicht funktionieren.

00:41:30

Schwierige Frage.

00:41:36

Aber das kann ja nicht anders von dir.

00:41:38

Ja, genau.

00:41:40

Verschachtelt.

00:41:40

Ich weiß selber nicht,

00:41:41

warum es ging.

00:41:41

Ja,

00:41:42

wie bei der Anfang nochmal.

00:41:43

Ja,

00:41:46

also ich würde schon sagen,

00:41:47

es ist einfach,

00:41:48

man trägt unglaublich viel Verantwortung.

00:41:51

Man,

00:41:52

dadurch,

00:41:53

dass man so in der Öffentlichkeit steht,

00:41:55

bietet man einfach auch viel Angriffsfläche.

00:41:58

Man steht im Schussfeuer

00:42:00

und man ist im Endeffekt

00:42:01

die erste Person,

00:42:03

die den Kopf hinhält.

00:42:04

so.

00:42:05

Und ich bin schon...

00:42:06

Schussfeuer,

00:42:07

das würde ein Golotze freuen,

00:42:08

dass du ein bisschen

00:42:09

Militärsprache reingehst.

00:42:11

Danke.

00:42:12

Ich bin schon,

00:42:12

ja,

00:42:13

eine sehr selbstbewusste

00:42:14

und meinungsstarke Person.

00:42:16

Trotzdem geht auch nicht alles

00:42:17

an mir vorbei

00:42:17

und es gab auch auf jeden Fall

00:42:20

mal Phasen,

00:42:21

wo mir das schon,

00:42:23

oder in denen mir das schon,

00:42:25

ich würde es nicht sagen,

00:42:25

über den Kopf gewachsen ist,

00:42:26

aber in denen das schon

00:42:27

einfach nicht leicht war,

00:42:29

irgendwie so damit umzugehen

00:42:30

und immer die Balance zu schaffen

00:42:32

zwischen,

00:42:33

ich bin eine

00:42:34

Fußballspielerin

00:42:35

und ich bin aber irgendwie

00:42:36

noch mehr als das

00:42:37

und das war aber auch eigentlich

00:42:39

oder ist,

00:42:41

es ist,

00:42:42

auch schon irgendwie

00:42:44

mein Ziel,

00:42:46

weil ich glaube,

00:42:47

dass man auf jeden Fall

00:42:48

seinen Wirkungsbereich

00:42:50

abseits des Feldes

00:42:52

erweitern kann

00:42:53

und wenn man,

00:42:54

wenn man dann merkt,

00:42:56

okay,

00:42:56

man hat Einfluss

00:42:57

oder man kann Einfluss nehmen,

00:42:59

dann wollte ich das

00:43:01

auf jeden Fall auch tun

00:43:02

und dann,

00:43:03

ja,

00:43:04

dann stelle ich mich halt

00:43:05

auch auf eine Bühne

00:43:05

und sage,

00:43:06

rechts ist scheiße.

00:43:08

Ja,

00:43:08

aber du hättest es

00:43:09

sehr einfach machen können,

00:43:10

gab ja durchaus auch

00:43:11

andere Menschen,

00:43:12

die sich da nicht so klar

00:43:13

positioniert haben,

00:43:15

wie waren da die Rückmeldungen

00:43:16

bei dir dann,

00:43:17

als du diese Auftritte,

00:43:19

diesen Auftritt

00:43:20

am Kornmarkt

00:43:21

auf der Bühne hattest

00:43:22

und ja,

00:43:23

dann auch ein Gesicht

00:43:24

für diese,

00:43:24

für diese Allianz

00:43:25

geworden warst

00:43:26

in den Wochen?

00:43:27

Ja gut,

00:43:28

der Klassiker

00:43:28

ist ja immer so,

00:43:29

ja,

00:43:30

Fußball hat nichts

00:43:31

mit Politik zu tun

00:43:32

und dann denke ich mir

00:43:32

halt auch so,

00:43:33

also,

00:43:35

also,

00:43:37

welch kommen wir

00:43:38

in unserem Podcast?

00:43:40

Also,

00:43:40

Fußball hat nichts

00:43:42

mit Politik zu tun,

00:43:43

aber ich denke mir halt so,

00:43:44

Demokratie

00:43:45

ist halt

00:43:47

so

00:43:47

ein Grundwert

00:43:48

und das geht

00:43:51

mit dem Sport

00:43:52

auch einfach einher,

00:43:53

Werte,

00:43:54

die für den Sport gelten,

00:43:55

gelten auch für die Gesellschaft

00:43:57

und auch andersrum

00:43:58

und dann finde ich es einfach

00:44:00

nur richtig,

00:44:01

wenn man das

00:44:02

auch einfach ausspricht

00:44:03

und natürlich

00:44:04

gibt es dann immer Idioten,

00:44:06

die das ungrüß finden,

00:44:08

ja,

00:44:08

Grüße gehen raus

00:44:09

an euch alle,

00:44:11

aber gut,

00:44:13

damit muss man dann umgehen

00:44:14

und ich finde,

00:44:15

man muss sich nicht

00:44:16

für seine Meinung verstecken,

00:44:18

man muss natürlich

00:44:18

damit rechnen,

00:44:19

dass es auch Gegenwind gibt,

00:44:20

aber

00:44:20

Und wie gehst du damit um?

00:44:23

Also,

00:44:24

du hast vorhin gesagt,

00:44:26

du liest solche Sachen

00:44:27

natürlich auch,

00:44:27

auch wenn du es versuchst,

00:44:28

nicht zu lesen,

00:44:29

aber

00:44:29

Ja,

00:44:30

beschäftigt mich natürlich,

00:44:31

aber im Endeffekt,

00:44:33

wenn ich weiß,

00:44:34

dass ich zu 100%

00:44:35

dahinter stehe,

00:44:36

dann

00:44:38

geht es mir

00:44:40

am sogenannten

00:44:43

ja,

00:44:44

okay

00:44:44

Ja,

00:44:44

vorbei,

00:44:44

genau

00:44:45

weil das

00:44:46

also das Wichtigste ist

00:44:47

für mich,

00:44:48

dass Menschen,

00:44:49

die in meinem nahen Umfeld sind,

00:44:50

meine Freunde,

00:44:51

meine Familie,

00:44:53

dass die

00:44:54

ein gutes Bild von mir haben

00:44:56

und solange das der Fall ist,

00:44:59

bin ich glücklich.

00:45:02

Gab es da intern eigentlich auch mal

00:45:03

so ein bisschen Sticheleien

00:45:04

von den Kolleginnen

00:45:05

oder so

00:45:06

sind wir so ein bisschen

00:45:06

Neid gefühlt auch,

00:45:08

weil du halt sehr präsent warst,

00:45:10

den Verein sehr nach außen

00:45:11

vertreten hast,

00:45:13

Mann,

00:45:13

Eitelkeiten ist keine Sache

00:45:14

von Frauen,

00:45:15

das gibt es bei den Männern genauso,

00:45:16

das will ich damit gar nicht sagen,

00:45:17

aber

00:45:17

da was gemerkt,

00:45:20

dass man dann doch mal

00:45:20

vielleicht die eine oder andere sagt,

00:45:22

Mensch,

00:45:22

warum macht immer leer alles

00:45:23

und gut,

00:45:24

du bist die Kapitänin,

00:45:25

aber

00:45:26

oder

00:45:27

waren die froh,

00:45:28

dass sie das nicht machen müssen?

00:45:30

Gut,

00:45:31

da musst du jetzt die anderen fragen,

00:45:32

im Endeffekt,

00:45:34

ja,

00:45:34

die Kapitänin

00:45:35

ist dann schon immer

00:45:37

wahrscheinlich eine der Ersten,

00:45:39

die ans Mikro gebeten wird

00:45:40

und was mir aber auch immer

00:45:43

in der öffentlichen Kommunikation

00:45:45

einfach wichtig ist,

00:45:46

dass es nicht

00:45:47

ich,

00:45:48

ich,

00:45:48

ich ist

00:45:49

und Lea Paulik ist,

00:45:50

sondern es ist immer

00:45:51

und das kann ich mir auch nicht vorwerfen,

00:45:54

es ist immer wir

00:45:54

und es ist immer die Clubfrauen

00:45:56

und irgendwer

00:45:57

muss sprechen

00:45:58

und

00:45:59

ich,

00:46:01

mir ist das aber einfach

00:46:02

ultra wichtig gewesen

00:46:03

und ist es auch weiterhin,

00:46:04

dass es

00:46:05

immer ein Wir ist,

00:46:06

weil im Endeffekt

00:46:07

könntest du da auch

00:46:08

jeder andere ans Mikrofon stellen

00:46:09

und dann

00:46:11

das ein oder andere Mal

00:46:12

war es halt ich,

00:46:13

aber

00:46:14

War das in der vergangenen Saison

00:46:15

ein bisschen

00:46:15

komplizierter?

00:46:17

Also es wurde ja da mehr,

00:46:18

weil Erste Liga,

00:46:19

aber du warst

00:46:20

lange verletzt,

00:46:21

weil du mit einer

00:46:22

mit einer Schulterverletzung

00:46:24

in die Saison

00:46:25

reingestattest?

00:46:26

bist du unten

00:46:26

mit einem Cut aus der Saison

00:46:28

rausgestattet?

00:46:29

Also coole Bilanz.

00:46:30

Den Cut erwähne ich nur,

00:46:31

weil ich nochmal drauf hinweisen will,

00:46:33

dass wir beide am gleichen Tag

00:46:34

einen Cut

00:46:35

eben

00:46:36

Sieh mal bei dir noch irgendwas?

00:46:37

Ja, hier oben.

00:46:38

Der schaut viel besser aus

00:46:39

als meiner.

00:46:40

Echt?

00:46:40

Zeig mal dein?

00:46:41

Bei mir sind wir gar nichts.

00:46:43

Achso,

00:46:43

du wolltest wenigstens

00:46:44

so eine coole Narbe haben,

00:46:44

wie ich.

00:46:45

Ja, sowas.

00:46:45

Ja, das ist cool.

00:46:47

Okay.

00:46:47

Warst du da unten?

00:46:48

Ich hab da unten auch eine Narbe.

00:46:49

Echt?

00:46:50

Ich bin beides von der Schlägerei

00:46:51

bei euch, oder was?

00:46:52

Nee, ich habe eine Bierdose

00:46:53

von einem Freund

00:46:54

ins Gesicht bekommen.

00:46:55

Mein Mann ist noch cooler.

00:46:56

Ich bin als Ministrant

00:46:57

in Gösweinstein

00:46:58

nach der Wallfahrt

00:46:59

in der Kirche umgefallen.

00:47:00

In so einem Sack.

00:47:02

Gut.

00:47:02

Da hab ich da unten noch eine.

00:47:03

Warum bist du umgefallen?

00:47:04

Müd.

00:47:05

Müd.

00:47:05

Ja.

00:47:06

Ja, aber schau,

00:47:07

meine Narbe erinnert mich

00:47:08

immer an den

00:47:10

ersten Heimsieg

00:47:11

der Clubfrauen

00:47:12

im Max-Morlock-Stadion.

00:47:13

Das ist doch super.

00:47:14

Vielleicht war ich am Tag vorher

00:47:14

auch bei Ruggi im Park.

00:47:15

Ich weiß es nicht.

00:47:16

Ja, schreibt uns,

00:47:17

welche Verletzung

00:47:18

ist die coolste Bierdose

00:47:19

ins Gesicht

00:47:20

als Ministrant

00:47:21

umfallen

00:47:22

oder doch in einem

00:47:23

Bundesligaspiel

00:47:24

bei einer Rettungsaktion

00:47:25

eine mitkriegen.

00:47:27

Ich tippe auf Bierdose.

00:47:29

Ja, das ist schade.

00:47:29

Ich will euch nicht

00:47:30

zu nahe treten,

00:47:31

aber in freundlicher Absicht

00:47:33

vor allem noch.

00:47:34

Worauf wollte ich jetzt

00:47:35

eigentlich hinaus?

00:47:35

Hatte ich schon eine Frage gestellt?

00:47:37

Weißt du,

00:47:38

ich frage mich immer,

00:47:39

wenn ich eure Podcasts

00:47:39

so anhöre,

00:47:40

wie kann man eigentlich

00:47:41

so schnell den Faden verlieren?

00:47:42

Jetzt bin ich halt selber

00:47:43

so da nach dem Faden verloren.

00:47:45

Das liegt ja in diesem Studium.

00:47:47

Es ist echt sehr.

00:47:48

Es geht sehr.

00:47:49

Weil es so unfassbar heiß ist.

00:47:51

Irgendwie muss,

00:47:51

ach ja, genau,

00:47:52

war es schwieriger,

00:47:54

diese Rolle auszufüllen,

00:47:55

weil du eben auf dem Platz

00:47:56

erstmal eine Zeit lang

00:47:57

nicht diese

00:47:58

bestimmende Rolle

00:48:00

spielen konntest,

00:48:01

die du gewohnt warst?

00:48:04

Ja.

00:48:05

Und wie hat sich da

00:48:06

dein Verhältnis

00:48:07

zu der Mannschaft

00:48:07

verändert

00:48:08

in der Zeit,

00:48:09

in der du

00:48:10

wahrscheinlich nicht jeden Tag

00:48:11

mit in der Kabine warst?

00:48:12

Also es war auf jeden Fall

00:48:15

schwerer.

00:48:16

Ich habe den Faden wieder gefunden,

00:48:17

ich bin gerade sehr

00:48:18

begannstellt von mir.

00:48:20

Ja, es war auf jeden Fall

00:48:21

schwerer,

00:48:22

auch für mich persönlich

00:48:24

irgendwie Mittelmaß

00:48:26

zu finden zwischen

00:48:27

ich fühle mich verantwortlich

00:48:29

als Kapitänin

00:48:30

dieser Mannschaft

00:48:31

und ich muss mich jetzt

00:48:33

aber auch mal

00:48:34

auf mich selber konzentrieren,

00:48:35

weil ich jetzt Reha

00:48:36

machen muss,

00:48:36

um so schnell wie möglich

00:48:37

wieder fit zu werden.

00:48:38

Das war ein krasser Spagat,

00:48:41

der mich auch ganz viel

00:48:42

Energie und Kraft gekostet hat

00:48:44

und ich habe halt

00:48:45

immer versucht,

00:48:46

sobald es mir wirklich war,

00:48:48

quasi bei den Trainings

00:48:49

dabei zu sein,

00:48:50

bei den Spielen

00:48:50

dabei zu sein,

00:48:52

aber natürlich hast du

00:48:53

einen anderen

00:48:54

Wirkungseinfluss,

00:48:58

ja,

00:48:58

wenn man halt nicht

00:48:59

aktiv auf dem Feld steht,

00:49:00

aber trotzdem,

00:49:01

ja,

00:49:03

hat mir auch die Mannschaft

00:49:04

einfach durch diese Zeit

00:49:05

da einfach durchgeholfen,

00:49:06

auch wenn ich da

00:49:07

in anderer Funktion

00:49:07

quasi dabei war.

00:49:09

Es war trotzdem

00:49:09

so krasse Erinnerungen

00:49:13

einfach auch zusammen gefeiert,

00:49:14

wo wir dann das erste Mal

00:49:16

oder als wir das erste Mal

00:49:17

dann auswärts in Freiburg

00:49:19

da die drei Punkte geholt haben.

00:49:21

Und das war halt,

00:49:23

ich wusste in der Woche,

00:49:25

wusste ich nicht,

00:49:26

boah, schaffe ich das,

00:49:27

zeitlich mit der Reha

00:49:28

halt da mitzufahren

00:49:29

oder,

00:49:29

und dann war ich bei der

00:49:30

Spielvorbesprechung

00:49:32

quasi in der Kabine

00:49:34

mit

00:49:34

und hatte,

00:49:35

also unter der Woche

00:49:36

und habe mir gedacht,

00:49:37

so irgendwie habe ich

00:49:38

ein Gefühl,

00:49:39

ich muss das jetzt

00:49:40

irgendwie möglich machen,

00:49:41

damit nach Freiburg zu fahren.

00:49:43

Ja,

00:49:43

es hat sich fucking

00:49:44

nochmal gelohnt

00:49:45

und dann war ich da

00:49:47

Gott sei Dank dabei.

00:49:47

Man hat es, glaube ich,

00:49:48

gehört bei der

00:49:49

Fernsehübertragung,

00:49:50

dass du dabei warst

00:49:51

und dass es auch

00:49:53

funktioniert hat.

00:49:54

Ja,

00:49:55

aber auf der Tribüne

00:49:56

ist auf jeden Fall,

00:49:57

ja,

00:49:58

nochmal ein anderes

00:49:59

Erlebnis.

00:49:59

Hattest du Angst,

00:50:00

wieder reinzufinden

00:50:01

in diese Mannschaft?

00:50:02

Schulterverletzung,

00:50:04

schwierig,

00:50:04

aber

00:50:05

wie meinst du jetzt?

00:50:07

Wusstest du,

00:50:08

dass du in dieser Saison

00:50:09

noch mit Bundesliga

00:50:09

spielst,

00:50:10

von Beginn an?

00:50:11

Ja,

00:50:17

wusste ich.

00:50:19

Okay.

00:50:19

Weil ich das so sehr

00:50:23

manifestiert habe

00:50:24

in diesen ganzen

00:50:26

sieben Monaten.

00:50:27

Ich kann mich

00:50:28

an einen Moment erinnern,

00:50:29

da bin ich auf dem

00:50:30

Laufband fast

00:50:31

zusammengebrochen

00:50:32

und habe dann

00:50:33

in den letzten

00:50:33

30 Sekunden

00:50:34

dieses Intervalls

00:50:36

nur daran gedacht,

00:50:37

wie es sein wird,

00:50:38

wenn ich zur Legende

00:50:39

in dieses

00:50:41

Max-Mau-Schalien

00:50:42

einlaufen werde

00:50:43

und bin dann

00:50:45

nochmal schneller gelaufen

00:50:46

und ich habe das

00:50:48

manifestiert

00:50:49

jeden verdammten Tag

00:50:51

und

00:50:52

es musste so sein.

00:50:54

Ich dachte,

00:50:55

ihr habt in der Real

00:50:55

immer nur so Bälle

00:50:56

in so Türen geschossen

00:50:57

und so.

00:50:57

Ja, ja,

00:50:57

eigentlich haben wir,

00:50:58

also das war auch

00:50:59

nur für Instagram.

00:51:00

Sehr spaßig ausgeschaut.

00:51:00

Genau, war nur für Instagram

00:51:01

eigentlich,

00:51:02

sonst habe ich

00:51:03

ein bisschen Kaffee getrunken

00:51:04

und mich massieren lassen

00:51:05

und dann, ja, genau.

00:51:07

Wie ist es denn zur Legende

00:51:07

ins Max-Mau-Lock-Stadion

00:51:08

einzulaufen?

00:51:12

Überwältigend.

00:51:14

Es ist einfach verdammt

00:51:16

nochmal überwältigend,

00:51:17

weil wenn man,

00:51:17

wie gesagt,

00:51:18

wenn man dieses Lied

00:51:19

sonst nur von den Rängen

00:51:22

quasi Max-Mau-Stadion hört

00:51:25

und dann wirklich

00:51:27

der Tag gekommen ist,

00:51:29

an dem man da selber

00:51:30

im Spielertunnel einfach steht.

00:51:33

Boah,

00:51:34

das war eine Nummer.

00:51:35

An dem Tag haben wir auch

00:51:36

unser Sondertrikot getragen,

00:51:37

das war gegen Freiburg

00:51:38

mit diesem Spruch

00:51:41

auf der Brust

00:51:42

aus unserer Aufstiegsdoku

00:51:43

und all das

00:51:45

war einfach

00:51:46

ein so

00:51:48

krasses Erlebnis,

00:51:49

was sich in mein Herz gebrannt hat,

00:51:51

wo ich mir dann echt gedacht habe,

00:51:52

so, Mann,

00:51:53

genau für die Momente

00:51:54

spielt man Fußball

00:51:56

und reißt sich jeden,

00:51:57

jeden Tag den Arsch auf,

00:51:59

habe mir jeden Tag

00:52:00

auch in der Ria

00:52:00

den Arsch aufgerissen,

00:52:01

um das jetzt

00:52:02

erleben zu dürfen.

00:52:04

und das,

00:52:05

ja,

00:52:06

war sehr, sehr prägend.

00:52:08

Kannst du schon

00:52:09

dir Eintracht von Main auswendig?

00:52:10

Nee.

00:52:11

Aber auch schöne Lieder

00:52:12

haben die im Stadion,

00:52:13

also das ist

00:52:14

schwarz-weiß wie Schnee

00:52:16

und sowas.

00:52:17

Ich muss jetzt den Text

00:52:18

langsam auch mal lernen,

00:52:20

aber,

00:52:21

nee,

00:52:21

kann ich noch nicht auswendig,

00:52:23

den Refrain kann ich ein bisschen.

00:52:24

Ja.

00:52:25

Warum ist der 1. FC Nürnberg

00:52:27

denn abgestiegen?

00:52:31

Boah,

00:52:31

fahr die echt.

00:52:34

Nach einer Stunde

00:52:36

kommt jetzt so eine Frage her.

00:52:37

Jetzt kommst du mit sowas

00:52:38

einfach um die Ecke, du.

00:52:40

Ich hatte mir noch

00:52:40

eine Zusatzfrage ausgedacht,

00:52:43

die habe ich jetzt

00:52:43

tatsächlich vergessen,

00:52:44

aber vielleicht fällt sie mir

00:52:45

während deiner Antwort ein.

00:52:48

Ich würde nicht sagen,

00:52:51

weil wir zu schlecht waren,

00:52:53

sondern weil die anderen

00:52:54

einfach noch ein Stück

00:52:55

besser waren

00:52:57

und einfach,

00:52:58

ja,

00:53:00

noch ein bisschen

00:53:01

bessere Voraussetzungen

00:53:04

hatten,

00:53:04

auch finanziell.

00:53:07

Sehr viel bessere.

00:53:08

Oft.

00:53:09

Ja.

00:53:10

Aber wie gesagt,

00:53:11

dafür,

00:53:12

was wir für Voraussetzungen hatten,

00:53:14

die bei weitem

00:53:14

nicht schlecht waren,

00:53:15

aber die auch,

00:53:17

ja,

00:53:17

einfach

00:53:18

noch nicht

00:53:19

so waren,

00:53:21

dass man sagt,

00:53:21

so,

00:53:21

man hat mit dem Klassenerhalt

00:53:22

gar nichts,

00:53:23

mit dem Abstieg

00:53:24

quasi gar nichts zu tun,

00:53:26

finde ich,

00:53:27

dass wir es

00:53:28

noch sehr,

00:53:28

sehr lange

00:53:29

spannend gemacht haben,

00:53:30

womit wahrscheinlich

00:53:31

auch nicht unbedingt

00:53:32

jeder gerechnet hätte.

00:53:33

Und wir sind jetzt

00:53:34

nicht deutlich abgestiegen,

00:53:35

wir sind knapp abgestiegen

00:53:37

und ich denke auch,

00:53:38

dass das,

00:53:39

wie gesagt,

00:53:40

eine gute Basis

00:53:41

für einen möglichen

00:53:43

Wiederaufstieg ist.

00:53:44

vielleicht ein bisschen

00:53:45

zu lang gebraucht,

00:53:46

jetzt warst du nicht dabei

00:53:47

am Anfang natürlich,

00:53:48

aber bis ihr euch

00:53:48

an diese neuen

00:53:49

Gegebenheiten

00:53:49

angepasst habt,

00:53:51

war es klar,

00:53:52

dass der Unterschied

00:53:53

so krass ist

00:53:53

zwischen der ersten

00:53:54

und zweiten Liga

00:53:55

teilweise.

00:53:55

Ja gut,

00:53:56

da kannst du ja niemandem

00:53:57

irgendwie nur einen

00:53:57

Vorwurf machen,

00:53:58

weil wie gesagt,

00:53:59

wir sind vom Großteil her

00:54:01

mit der Mannschaft,

00:54:02

die wir aufgestiegen sind,

00:54:04

auch dann in die

00:54:05

erste Liga-Saison gegangen,

00:54:06

einfach wieder

00:54:07

ultra junge Mannschaft

00:54:09

und einfach auch

00:54:11

einfach extrem

00:54:11

unerfahren.

00:54:12

Also dieser Kontrast

00:54:13

im ersten Spiel,

00:54:13

zum Beispiel gegen Werder Bremen,

00:54:16

ich glaube,

00:54:17

weiß ich nicht,

00:54:17

Lina Hausicke,

00:54:18

die Kapitänin von Werder,

00:54:19

hat glaube ich,

00:54:20

Das ist nett,

00:54:20

dass du mal sagst,

00:54:21

die kennen wir alle.

00:54:22

Ja, ja, ist klar,

00:54:23

ist klar.

00:54:25

Nenn mal die drei

00:54:26

Österreicherinnen bei euch.

00:54:29

Die hatte glaube ich

00:54:30

an dem Tag

00:54:31

ihr 150.

00:54:32

Bundesliga-Spiel

00:54:33

und weiß ich nicht,

00:54:36

98 Prozent unserer Mannschaft

00:54:37

hatte halt so ihr erstes.

00:54:39

Und dann,

00:54:40

ja,

00:54:41

ist es einfach auch normal,

00:54:43

dass dann das Spiel

00:54:43

so ausgeht,

00:54:44

wie es ausgegangen ist.

00:54:45

Und wie gesagt,

00:54:46

die Mannschaft ist so enorm

00:54:48

gewachsen in der ganzen Saison

00:54:49

und wir haben es zum Schluss

00:54:51

echt nochmal,

00:54:52

ja,

00:54:53

wir haben uns lange gehalten

00:54:54

entgegen

00:54:55

vieler Meinungen

00:54:57

und von daher

00:54:59

kann man

00:54:59

auf jeden Fall

00:55:00

stolz sein

00:55:01

auf das,

00:55:02

was wir auch

00:55:02

geleistet haben.

00:55:04

Nachdem der Kolotz

00:55:05

jetzt nicht da ist,

00:55:05

deine Top-3-Momente

00:55:06

dieser Saison?

00:55:07

Köln.

00:55:09

Puh,

00:55:10

ähm,

00:55:11

Köln.

00:55:12

Boah,

00:55:12

Köln ist doch.

00:55:13

Auf jeden Fall,

00:55:14

auf jeden Fall Köln.

00:55:16

Okay,

00:55:16

für mich persönlich

00:55:17

muss ich,

00:55:18

muss ich trotzdem

00:55:19

mein Bundesliga-Debüt

00:55:20

und

00:55:21

das Freiburg-Spiel

00:55:22

sagen,

00:55:23

das würde ich aber

00:55:23

trotzdem in eins packen,

00:55:24

weil es einfach

00:55:25

das erste Spiel

00:55:26

Max-Morkelstein war

00:55:26

und das erste

00:55:27

Bundesliga-Spiel

00:55:28

gegen Hoffenheim dann.

00:55:28

Köln auf jeden Fall,

00:55:31

das Unentschieden

00:55:32

gegen Bayern,

00:55:33

das war auch halt

00:55:35

so viele Highlights

00:55:36

crazy.

00:55:37

Hätten wir ja

00:55:37

Top-4 machen können.

00:55:39

Ja,

00:55:40

toll,

00:55:40

okay,

00:55:41

der erste Heimsieg

00:55:42

jetzt gegen Duisburg

00:55:43

dann zum Schluss

00:55:44

war auch mega,

00:55:45

aber

00:55:45

Ja,

00:55:45

vor allem

00:55:46

so eine super

00:55:47

Nabelbrust

00:55:47

mitgenommen,

00:55:48

also die bin ich

00:55:50

echt der Weg

00:55:50

neidisch.

00:55:51

Wie lange

00:55:51

musstest du in die

00:55:53

Notaufnahme?

00:55:53

Ich musste in die

00:55:54

Notaufnahme,

00:55:55

ja,

00:55:55

aber ich bin relativ

00:55:56

schnell drangekommen,

00:55:57

als ich da mit

00:55:57

meinem

00:55:58

Promi-Bonus.

00:56:00

Ja,

00:56:00

ich war halt komplett

00:56:01

im Trikot,

00:56:02

ne,

00:56:02

also ich

00:56:03

Was heißt relativ schnell?

00:56:04

Ich glaube,

00:56:04

ich habe viereinhalb

00:56:05

Stunden gewartet.

00:56:06

Nee,

00:56:06

ich habe glaube ich so

00:56:07

Viereinhalb Minuten.

00:56:09

Zehn vielleicht.

00:56:10

Okay.

00:56:11

Ja,

00:56:11

aber gut.

00:56:12

Jetzt ziehst du

00:56:12

den Trikot an,

00:56:13

wenn du die 4.000

00:56:14

in der Sicht

00:56:14

schmieren.

00:56:15

Ziehst du den

00:56:16

Paulik-Trikot an

00:56:17

und dann kommst du

00:56:18

überall rein.

00:56:20

Okay.

00:56:22

Also ich kann keine

00:56:23

Top-3 sagen,

00:56:24

weil es gab

00:56:24

viele schöne Momente.

00:56:25

Deine, Uli?

00:56:27

In dieser Saison?

00:56:28

Du hast ja

00:56:29

praktisch alle

00:56:30

Heimspiele.

00:56:31

Ja,

00:56:31

Lule,

00:56:31

den Sieg habe ich

00:56:32

nicht gesehen.

00:56:32

Da war ich auf der

00:56:33

Reise aus Hamburg.

00:56:35

Aber ja,

00:56:36

Bayern habe ich ja auch mal

00:56:37

was drüber geschrieben,

00:56:37

hat mich schon sehr

00:56:38

emotionalisiert.

00:56:39

Dann vor allem diese

00:56:40

absurde Nachspielzeit.

00:56:41

vier Minuten Nachspielzeit.

00:56:43

Da habe ich mich

00:56:44

wieder meine

00:56:45

guten Manieren

00:56:46

kurz vergessen.

00:56:48

Ja,

00:56:49

Köln war jetzt

00:56:49

noch dabei,

00:56:50

das habe ich

00:56:50

im Auto

00:56:50

miterlebt.

00:56:51

Das war schon

00:56:52

auch irgendwie,

00:56:53

wie meine Tochter

00:56:53

über den Spielverlauf

00:56:54

auf dem

00:56:54

laufenden

00:56:55

Kalten hat

00:56:56

und dann

00:56:56

irgendwie,

00:56:57

wie sie dann sagt,

00:56:58

4-3,

00:56:58

sage ich,

00:56:58

jetzt verlieren die

00:56:59

das noch

00:57:00

und dann

00:57:00

war es doch

00:57:00

andersrum.

00:57:01

Das war auch

00:57:03

sehr schön.

00:57:04

Ja,

00:57:04

und ich fand

00:57:05

trotzdem auch

00:57:05

das erste Spiel

00:57:06

gegen Bremen,

00:57:06

auch wenn es

00:57:07

komplett in die Hose

00:57:09

blöd ausgegangen ist,

00:57:11

dann bis zur Heizzeit

00:57:12

war ja alles noch okay.

00:57:13

Aber so die ganze

00:57:14

Stimmung im Stadion

00:57:15

und man hat so

00:57:16

eine Aufbruchstimmung

00:57:16

gespürt ein bisschen,

00:57:17

man hat so nichts

00:57:18

zu trinken gekriegt,

00:57:19

aber sonst war es

00:57:19

nicht ganz cool.

00:57:21

Das hat schon auch

00:57:21

was gehabt,

00:57:23

fand ich,

00:57:23

von der ganzen

00:57:24

Atmosphäre her.

00:57:25

Also der Moment,

00:57:26

als Franzi

00:57:26

dieses Tor geschossen hat,

00:57:27

so aus dem Nichts,

00:57:28

das war halt auch

00:57:29

crazy.

00:57:30

Also ich habe da

00:57:31

directly angefangen

00:57:33

zu heulen

00:57:34

auf der Tribüne

00:57:34

einfach,

00:57:35

weil ich es

00:57:37

nicht glauben konnte.

00:57:38

Und ja,

00:57:40

schade,

00:57:40

dass es dann

00:57:40

so ausgegangen ist,

00:57:41

aber trotzdem

00:57:42

dieses Bild,

00:57:43

als Franzi

00:57:44

quasi das Tor

00:57:45

geschossen hat,

00:57:46

das hat bei uns

00:57:48

ganz lange

00:57:48

in der Kabine gehangen.

00:57:51

Und wer hat es dann

00:57:51

weggemacht?

00:57:52

Franzi hat es jetzt

00:57:53

bei sich zu Hause.

00:57:54

Ah, okay.

00:57:54

Ich dachte,

00:57:55

nee, nee,

00:57:55

um Gottes Willen.

00:57:56

Es hat bis zum Schluss

00:57:58

da gehangen

00:57:59

und Franzi

00:58:00

durfte es jetzt

00:58:00

mit nach Hause nehmen

00:58:01

und ja,

00:58:02

sehr, sehr,

00:58:03

sehr, sehr schöner Moment

00:58:04

einfach auch,

00:58:05

ja,

00:58:05

das so

00:58:06

mit seiner besten

00:58:07

Freundin dann

00:58:07

zu erleben.

00:58:10

Wie war es denn,

00:58:11

ihr wart ja

00:58:12

Feierabend-Profis

00:58:15

vorher

00:58:16

und dann

00:58:17

auf dieses

00:58:18

Nachmittagstraining

00:58:19

und diesen neuen

00:58:20

Tagesrhythmus

00:58:21

irgendwie umzusteigen

00:58:22

in der ersten Liga,

00:58:23

wie war das denn?

00:58:25

Wie habt ihr das

00:58:26

mit der Uni

00:58:26

oder sonst was

00:58:28

geregelt?

00:58:29

Boah,

00:58:30

ich fand es echt

00:58:30

mega,

00:58:31

die Erleichterung.

00:58:32

Ja,

00:58:32

also obwohl wir

00:58:33

quasi an sich

00:58:34

vom Pensum her

00:58:36

mehr gefahren sind

00:58:37

jetzt in der

00:58:37

ersten Liga,

00:58:38

halt einfach mehr

00:58:39

Trainingseinheiten

00:58:40

gehabt haben,

00:58:41

war es für mich

00:58:42

oder für,

00:58:43

ja,

00:58:43

ich will jetzt nicht

00:58:44

für die anderen

00:58:44

sprechen,

00:58:45

aber für mich

00:58:46

auf jeden Fall

00:58:47

deutlicher Zugewinn

00:58:48

an Lebensqualität,

00:58:50

weil du jetzt

00:58:50

halt einfach

00:58:51

irgendwie die Chance

00:58:52

hast auf einen

00:58:53

geregelteren

00:58:54

Tagesablauf,

00:58:55

weil sonst

00:58:56

hatten wir immer

00:58:56

19 Uhr quasi

00:58:57

Training,

00:58:58

davor konntest du

00:58:59

jetzt nicht so

00:59:00

richtig zu Abend

00:59:01

essen,

00:59:01

weil sonst hättest du

00:59:02

wahrscheinlich dann

00:59:02

auf den Platz

00:59:03

gekotzt

00:59:03

und danach

00:59:05

bin ich halt immer

00:59:06

dann so um

00:59:06

21, 30

00:59:07

nach Hause gekommen,

00:59:08

da kannst du

00:59:08

jetzt halt auch

00:59:09

nicht irgendwie

00:59:10

übel das

00:59:10

krasse Essen

00:59:11

rein,

00:59:12

ja gut,

00:59:13

Mitternachtssnack,

00:59:14

nee,

00:59:15

aber

00:59:15

war schwierig

00:59:17

fand ich

00:59:17

dieses 19 Uhr

00:59:18

Training

00:59:18

und für mich

00:59:20

ein Zugewinn

00:59:21

an Lebensqualität,

00:59:23

aber das sah ich

00:59:24

halt auch

00:59:24

als Studente,

00:59:25

also ich bin

00:59:27

jetzt quasi

00:59:27

so gut wie fertig

00:59:28

mit meinem Studium

00:59:29

und konnte mir

00:59:29

das dann alles

00:59:30

so legen,

00:59:30

dass es passt

00:59:31

für die,

00:59:32

die halt

00:59:33

noch gearbeitet

00:59:34

haben,

00:59:35

bei uns war es

00:59:36

nicht immer

00:59:36

ganz so einfach,

00:59:37

aber

00:59:37

Wie haben die

00:59:39

das dann

00:59:39

gemacht?

00:59:40

Haben die dann

00:59:41

die Mittagspause

00:59:42

ausgedehnt oder

00:59:43

wie funktioniert das

00:59:44

dann?

00:59:44

Also Gott sei Dank

00:59:46

kulante

00:59:46

Arbeitsgeber

00:59:48

und Geberinnen,

00:59:49

dass man das dann

00:59:50

schon irgendwie

00:59:50

trotzdem hingedeichselt

00:59:51

hat,

00:59:52

aber einfach war es

00:59:53

auf jeden Fall

00:59:53

nicht.

00:59:55

Wann habt ihr

00:59:56

gemerkt,

00:59:56

dass ihr

00:59:56

fitnessmäßig

00:59:58

in der ersten

00:59:59

Liga

00:59:59

angekommen seid?

01:00:02

Weil das war ja

01:00:03

sicherlich

01:00:03

eines der

01:00:04

größten

01:00:05

Dinge,

01:00:05

wenn wir sagen,

01:00:06

aus diesem

01:00:06

Feierabendmodus

01:00:07

mehr oder weniger

01:00:08

raus dann,

01:00:09

oder seid ihr

01:00:10

irgendwann wirklich

01:00:11

in der ersten Liga

01:00:12

fitnessmäßig angekommen

01:00:13

oder haben da

01:00:15

die anderen

01:00:15

Standorte auch

01:00:16

in der Hinsicht

01:00:17

immer noch einen

01:00:18

krassen Vorteil?

01:00:19

Ja gut,

01:00:20

ich meine,

01:00:20

man muss natürlich

01:00:21

dazu sagen,

01:00:22

dass

01:00:22

Bundesligisten,

01:00:25

die seit Jahren

01:00:26

schon professionelles

01:00:27

Kraft- und

01:00:28

Athletentraining

01:00:29

machen,

01:00:30

dass die ein

01:00:31

ganz anderes

01:00:32

Level an

01:00:32

Fitness

01:00:33

einfach haben

01:00:34

als wir,

01:00:35

die jetzt quasi

01:00:35

erst diesen Schritt

01:00:36

gemacht haben

01:00:37

und jetzt dabei

01:00:38

sind,

01:00:39

quasi das

01:00:40

alles aufzubauen.

01:00:42

Das hat man

01:00:43

natürlich auch

01:00:44

in den Spielen

01:00:44

halt gesehen.

01:00:46

Wir mussten

01:00:46

dann halt einfach

01:00:47

lernen,

01:00:47

cleverer zu sein

01:00:49

und uns selber

01:00:49

mehr Pausen

01:00:50

auch zu gönnen.

01:00:51

Und das war

01:00:52

am Anfang

01:00:53

halt noch so

01:00:54

jung

01:00:54

und unerfahren,

01:00:56

dass man dann halt,

01:00:57

sobald der Ball

01:00:58

ins Aus ist,

01:00:59

ganz schnell

01:00:59

dahingerannt ist

01:01:00

und den Freistoß

01:01:00

natürlich ganz schnell

01:01:01

oder den Freistoß,

01:01:02

Einwurf,

01:01:03

Abstoß,

01:01:04

whatever,

01:01:05

so schnell wie möglich

01:01:06

ausführen wollte

01:01:07

und dann aber

01:01:08

mit der Zeit

01:01:09

ein bisschen

01:01:10

erwachsener geworden

01:01:11

ist,

01:01:12

quasi auf dem Platz

01:01:13

und sie gedacht hat,

01:01:14

so okay,

01:01:16

ich muss mir

01:01:16

und dem Team

01:01:17

jetzt auf jeden Fall

01:01:17

auch Pausen einräumen

01:01:19

und ein bisschen

01:01:19

smarter spielen

01:01:20

und ich denke,

01:01:22

dass das auch ersichtlich

01:01:22

ist,

01:01:23

dass die Mannschaft

01:01:23

einfach allumfassend

01:01:25

gewachsen ist,

01:01:26

also sowohl

01:01:26

im athletischen

01:01:27

und Kraftbereich

01:01:28

als auch dann

01:01:29

in der Spielintelligenz.

01:01:33

Top 3

01:01:34

Futspots

01:01:34

in Nürnberg.

01:01:37

Wer fragt,

01:01:37

ist das deine Frage?

01:01:38

Das ist meine Frage

01:01:39

tatsächlich.

01:01:39

Da kommen die von außen.

01:01:40

Nee,

01:01:41

aber jetzt,

01:01:41

damit leite ich

01:01:42

den Insta,

01:01:43

den Insta-Fragen,

01:01:45

Dingsbums,

01:01:46

Fragen.

01:01:47

Fragen.

01:01:47

Fragen

01:01:47

Part 1.

01:01:49

Also mein

01:01:49

Go-To-Kaffee

01:01:51

ist das

01:01:51

Auckland-Kaffee.

01:01:54

Kennt man von Instagram?

01:01:55

Ich war da noch nie,

01:01:56

das ist aber irgendwo

01:01:57

hier gar nicht so weit weg.

01:01:58

Das ist gegenüber

01:01:58

von Mach 1.

01:01:59

Ah,

01:01:59

okay.

01:02:00

Kann ich sehr empfehlen,

01:02:01

richtig cool.

01:02:03

Die Australian Bar

01:02:04

finde ich auch cool

01:02:05

und ich gehe gerne

01:02:08

Tapas essen.

01:02:10

Ja.

01:02:10

Es gibt so eine ganz

01:02:12

kleine Tapas Bar,

01:02:13

die heißt L-Bar.

01:02:15

Ist wo?

01:02:16

Die ist,

01:02:17

wird jetzt überrannt werden.

01:02:18

Die ist,

01:02:19

Johannes glaube ich.

01:02:20

Mhm.

01:02:21

Glaube ich.

01:02:22

Okay.

01:02:23

Die ist ganz klein

01:02:24

und sweet versteckt

01:02:26

und das finde ich auch,

01:02:27

ja,

01:02:28

sehr,

01:02:29

sehr cool,

01:02:29

wenn man mal nicht so

01:02:31

überfüllt essen gehen möchte.

01:02:32

Wer weiß jetzt,

01:02:34

was jetzt passiert,

01:02:35

wenn ich jetzt diesen Namen

01:02:35

hier gesagt habe,

01:02:36

dann wird es wahrscheinlich

01:02:36

jahrelang ausgebucht sein.

01:02:39

Wir gehen heute noch hin,

01:02:40

vielleicht und dann.

01:02:41

Aber für so eine gesunde Ball

01:02:43

bei Kaspar Schmauser

01:02:44

bin ich auch zu haben.

01:02:45

Grüße.

01:02:45

Na,

01:02:46

wenn da nicht

01:02:48

der Sponsor-Profi

01:02:50

ins Spiel kommt.

01:02:51

Instagram,

01:02:52

hast du noch Kraft?

01:02:54

Los geht's.

01:02:55

Für 20 Minuten.

01:02:56

Also ich dachte hier,

01:02:57

guck mal,

01:02:57

was war euer Rekord?

01:02:58

1,59.

01:02:59

Ja.

01:03:00

Ich bin bereit.

01:03:01

ein gewisser Gulotze.

01:03:04

Wer ist denn das?

01:03:05

Der fragt,

01:03:06

ein Fragenfeuerwerk,

01:03:07

sonst kriegt er hier

01:03:08

das Maul nicht auf,

01:03:09

aber da.

01:03:10

Wie lange darf sie

01:03:11

diese Hose noch tragen?

01:03:15

30.06., ne?

01:03:16

Also bis zum 30.06.

01:03:19

bin ich hier unter Vertrag,

01:03:21

aber eine Nürnberghose

01:03:22

darf ich mein Leben lang tragen.

01:03:26

Alles klar.

01:03:28

Welche Eissorte auf Malle

01:03:29

beste?

01:03:30

Pistazie.

01:03:31

Pistazie, Uli,

01:03:33

Meinung?

01:03:34

Nein.

01:03:34

Nein.

01:03:35

Das ist grün.

01:03:36

Als Kind mal.

01:03:37

Okay,

01:03:37

erzähl ich nicht.

01:03:40

Brown,

01:03:40

Uso und Paulik,

01:03:41

who's next?

01:03:43

Wie meinst du?

01:03:44

Ich glaube mit einem

01:03:45

Wechsel zur Eintracht.

01:03:47

Ach so,

01:03:47

das kann ich nicht sagen.

01:03:49

Elena Mühlemann

01:03:49

haben wir vergessen.

01:03:51

Die sehe auch schon hin.

01:03:51

Ja, genau,

01:03:52

stimmt.

01:03:53

So,

01:03:54

dann musst du die

01:03:54

Verantwortlichen fragen,

01:03:55

bin ich raus.

01:03:56

Alles klar.

01:03:58

Tim,

01:03:59

liegt es,

01:03:59

eine Frage an uns,

01:04:00

liegt es am Frankfurt-Wechsel

01:04:01

oder schaut ihr beide

01:04:02

so grimmig auf dem Bild?

01:04:05

Das ist einfach

01:04:06

normaler Gemütszustand

01:04:07

bei uns.

01:04:09

Wir können nicht anders.

01:04:11

Schauen wir grimmig.

01:04:14

Ah.

01:04:14

Kurz davor,

01:04:15

haben wir mit einem

01:04:15

Doppelking geredet,

01:04:16

Fadi.

01:04:16

Ich weiß nicht,

01:04:17

vielleicht.

01:04:18

Wahrscheinlich.

01:04:19

Ich versuche irgendwie.

01:04:20

Hier,

01:04:21

cool,

01:04:22

Marius,

01:04:23

not,

01:04:24

warum wird Heuchlern wie Frau

01:04:26

Paulig seine Bühne gegeben?

01:04:27

Meint er tatsächlich ernst?

01:04:29

Grüße.

01:04:30

Nee,

01:04:30

Marius heißt der Mensch.

01:04:34

Grüße,

01:04:35

Marius.

01:04:35

Ja,

01:04:35

Grüße,

01:04:36

Marius,

01:04:36

das ist wirklich der beste Beitrag.

01:04:39

Jawohl,

01:04:40

ich bin ja noch nicht durch.

01:04:40

Kann man das liken?

01:04:41

Vor allem muss er wenigstens

01:04:42

Heuchlerinnen schreiben.

01:04:43

Ja,

01:04:43

das ist,

01:04:44

gendern braucht er wahrscheinlich nicht.

01:04:46

Jetzt muss ich doch nochmal nachschauen,

01:04:47

was der uns bisher so geschrieben hat.

01:04:51

Er will eine Petition

01:04:52

zur Absetzung des Stadionsprechers starten.

01:04:57

Bratwurst mit oder ohne Senf?

01:04:58

Mit.

01:04:59

Mit.

01:05:00

Aber ich ernähre mich tendenziell eher vegetarisch.

01:05:04

Okay.

01:05:05

Aber wenn,

01:05:05

dann mit.

01:05:06

Dann mit,

01:05:06

ja.

01:05:07

Viel Erfolg in Frankfurt.

01:05:08

Danke.

01:05:09

Schreibt dieser Mensch,

01:05:10

der freundlicher war.

01:05:11

Grüße.

01:05:15

Lea soll bitte Patrick Cux

01:05:16

vom Physioteam der Herren der Eintracht

01:05:18

von mir grüßen.

01:05:19

Also,

01:05:20

machen wir.

01:05:20

Grüße.

01:05:21

Ja.

01:05:22

Bestes Kornblö in Frankfurt.

01:05:23

Das werden wir dann auch nicht

01:05:25

beantworten.

01:05:28

Sind das Capri-Hosen von dir?

01:05:30

Soll ich noch?

01:05:30

Bitte?

01:05:31

Flori will wissen,

01:05:32

ob das Capri-Hosen sind

01:05:33

von dir.

01:05:35

Wie fandst du die Kritik

01:05:37

an ihrem Wechsel?

01:05:38

Capri-Hosen?

01:05:39

Sind das nicht so

01:05:39

Dreiviertel-Hosen schon?

01:05:42

Ja.

01:05:43

Tobi fragt,

01:05:44

wie du die Kritik fandest.

01:05:45

Das hat man ja

01:05:46

tatsächlich schon.

01:05:48

Ja.

01:05:49

Tobias wollte wissen,

01:05:52

ob Fahrgemeinschaft mit

01:05:54

Can und Nene

01:05:55

oder Wohnung in Frankfurt

01:05:56

haben wir auch schon

01:05:57

beantwortet.

01:06:00

Domi will sehr

01:06:01

randommäßig wissen,

01:06:02

ob Hangbo

01:06:03

beim Club bleibt.

01:06:05

Kann ich ihm nicht

01:06:06

beantworten.

01:06:07

kommst du zurück,

01:06:12

wenn du wieder

01:06:13

aufsteigen willst?

01:06:14

Bastian Wissen.

01:06:20

Ich habe jetzt erst mal

01:06:21

für drei Jahre unterschrieben.

01:06:23

Drei Jahre?

01:06:24

Wirklich?

01:06:24

So lange Verträge?

01:06:25

So lange.

01:06:26

War Lea auch

01:06:27

am Ballermann in Malay

01:06:28

oder nur an den

01:06:28

nicht so schönen Orten?

01:06:30

Gruß aus Unterfranken,

01:06:32

Halligalli,

01:06:32

Edgar,

01:06:33

Salli von Hannes.

01:06:34

Ich habe den Ballermann

01:06:37

letztes Jahr

01:06:38

nach dem Aufstieg

01:06:39

sehr, sehr ausgiebig

01:06:41

echt, wie ist es?

01:06:42

Ich war noch nie da.

01:06:43

Wild.

01:06:44

Ja?

01:06:44

Wild und

01:06:45

ein bisschen

01:06:47

Hast du Sangria

01:06:48

aus dem Eimer getrunken?

01:06:49

Nee.

01:06:50

Nee.

01:06:50

Nee, aber ich habe

01:06:51

viele andere Sachen getrunken.

01:06:54

Warst du im Bierkönig?

01:06:56

Ja.

01:06:57

Und im Megapark.

01:06:58

Bist du

01:06:58

Musikrichtung?

01:07:00

Gehst du eher so

01:07:01

in die Ballermann-Mucke?

01:07:03

Boah, ganz stimmungsabhängig.

01:07:05

Ich bin für Malle-Hits

01:07:08

auf jeden Fall zu haben.

01:07:11

Bin so Pop,

01:07:13

Hip-Hop-mäßig zu haben.

01:07:15

Bin aber auch mal

01:07:15

melancholisch unterwegs.

01:07:17

Also ein bisschen von allem.

01:07:19

Deutsche Poesie

01:07:20

mag ich auch gern.

01:07:21

Okay.

01:07:22

Lieder mit

01:07:23

ein bisschen mehr Tiefgang.

01:07:24

Finde ich gut.

01:07:25

Aber wie gesagt,

01:07:26

stimmungsabhängig.

01:07:27

Ja.

01:07:27

Du, Uli, Ballermann?

01:07:28

Nicht so meins.

01:07:29

Nicht so deins.

01:07:30

Ach, Uli.

01:07:31

Es traut er sich bloß nicht zugeben hier, glaube ich.

01:07:34

Matze, herzlichen Dank

01:07:35

für deinen unermüdlichen Einsatz

01:07:38

und alles, denke ich,

01:07:39

Gute für die Zukunft.

01:07:40

Da muss man immer Gute sagen in Frankfurt.

01:07:43

Das würde ich mir zum Beispiel...

01:07:46

Danke, Matze.

01:07:48

Grüße.

01:07:49

Ja.

01:07:49

Normale Kartoffeln auf die Eins?

01:07:52

Fragezeichen?

01:07:53

Boah, ich bin Typ Kartoffelpüree.

01:07:56

Weißglutklubberer.

01:07:58

Kartoffelbrei.

01:07:58

Kartoffelbrei?

01:08:00

Hast du eine Meinung

01:08:01

zur Zubereitung von Kartoffeln, Uli?

01:08:04

Pommes.

01:08:05

Ja.

01:08:05

Ja.

01:08:07

Wie weißt du?

01:08:08

Wie ich dich schon kenne inzwischen.

01:08:11

Also Kartoffelbrei geht auch noch.

01:08:13

Kartoffelsalat mag ich nicht so.

01:08:16

Marktrüchter will fragen,

01:08:17

wie empfindest du die Unterstützung

01:08:18

des Frauenfußballs

01:08:19

von Vereinsseite aus

01:08:20

und was sind deiner Meinung nach

01:08:21

die dringendsten Baustellen,

01:08:22

um den Frauenfußball

01:08:23

beim Klub noch weiter voranzutreiben?

01:08:25

Machen wir eine Ansage jetzt.

01:08:33

Wie ist die Unterstützung gewesen?

01:08:35

Die Unterstützung ist in den letzten Jahren

01:08:38

sehr, sehr gewachsen.

01:08:42

Und gerade auch nochmal durch die Fusion

01:08:44

wurde nochmal das alles

01:08:47

auf ein nächstes Level quasi gehoben.

01:08:49

und dieses Commitment,

01:08:51

was uns jetzt quasi entgegengebracht wurde,

01:08:55

auch nach dem Abstieg,

01:08:57

ist sehr, sehr herzergreifend auch,

01:09:00

weil man total das Gefühl hat,

01:09:02

da ist 100-prozentige Aufstiegsstimmung.

01:09:05

Sorry, oh Gott,

01:09:06

jetzt habe ich es gesagt.

01:09:09

Aufbruchstimmung.

01:09:09

Schneide ich raus.

01:09:11

Ja, ja.

01:09:12

Haben wir unseren Folgentitel,

01:09:13

haben wir auch.

01:09:13

Oh Mann, ey.

01:09:14

100-prozentige Aufstiegsstimmung.

01:09:16

Sehr gut.

01:09:18

Vielen Dank.

01:09:18

Aufbruchstimmung wollte ich eigentlich sagen.

01:09:22

Gottes Willen.

01:09:23

Grüße an Osman.

01:09:25

Ja.

01:09:26

Nee, aber das Commitment ist auf jeden Fall

01:09:28

zu 100 Prozent da

01:09:29

und wie gesagt,

01:09:30

die Basis, die jetzt geschaffen wurde,

01:09:34

alles, was da noch kommt,

01:09:36

sieht sehr, sehr positiv aus.

01:09:38

Und ja.

01:09:39

Glaubst du,

01:09:40

dass in einem kleineren Stadion

01:09:41

vergleichlich Größe Bayern Campus

01:09:43

die Stimmung noch besser wäre

01:09:44

als im überwiegend leeren Max-Morlock-Stadion?

01:09:48

Ja, gut.

01:09:48

Also ich meine,

01:09:49

wenn in einem 52.000 ZuschauerInnen-Stadion

01:09:54

dann halt so im Schnitt 1.500 sind,

01:09:58

dann mag das erstmal wenig erscheinen,

01:10:00

aber trotzdem hatten wir so guten Support

01:10:03

und ich finde dafür,

01:10:04

dass das Stadion so groß ist,

01:10:06

haben die Fans schon echt gute Stimmung

01:10:07

halt gemacht

01:10:08

und es ist halt nicht zu vergleichen

01:10:10

mit der Stimmung,

01:10:12

die wir quasi am Max-Morlock-Platz

01:10:14

zum Beispiel gehabt hatten,

01:10:15

weil da die Fans quasi einfach näher dran sind.

01:10:19

Aber hat beides auf jeden Fall was.

01:10:22

Aber ja.

01:10:24

Matthias, wir wissen,

01:10:25

wie viel mehr verdienst du in FFM

01:10:26

verglichen zum Jahresmittel in 2023

01:10:29

in Nürnberg?

01:10:29

Angabe in Prozent mit zwei Nachkommastellen,

01:10:32

bitte.

01:10:32

Haha.

01:10:33

Haha?

01:10:35

Kein Kommentar.

01:10:35

Aber gute Frage.

01:10:39

Lea trägt immer noch FCN-Sachen.

01:10:43

Also ich möchte mal,

01:10:44

dazu kann man so was sagen,

01:10:46

nur weil ich jetzt bei Frankfurt unterschrieben habe,

01:10:48

heißt das ja nicht,

01:10:49

dass Nürnberg mir jetzt komplett egal ist.

01:10:51

Ja, das muss man ja auch mal sagen.

01:10:52

Der Eindruck kommt jetzt ja hier auch nicht.

01:10:54

So.

01:10:55

Und was ich dazu auch noch sagen möchte,

01:10:58

Niklas Völkrug spielt immer noch mit Werder Bremen,

01:11:00

schien meinen Schonern, glaube ich,

01:11:01

beim BVB.

01:11:02

Ja.

01:11:03

Ja.

01:11:04

Gut, Julian, super Frage,

01:11:05

die traue ich nicht,

01:11:06

weil ich mich vorlesen,

01:11:07

dass...

01:11:08

Ja, komm, her damit.

01:11:10

War das nicht?

01:11:13

Justiziabel.

01:11:13

Ich sag's dir später nicht justiziabel,

01:11:16

aber...

01:11:16

Und Isabella,

01:11:18

unsere Kollegin,

01:11:20

die gerade beim Kicker

01:11:21

den hervorragenden Podcast

01:11:23

Vierte Stern

01:11:23

rausgebracht hat,

01:11:26

kann man sich sehr gut anhören,

01:11:27

fragt,

01:11:28

wieso ich keine Badehose anhab.

01:11:30

Das ist nicht mehr mein Fadi.

01:11:31

Das hättest du echt machen sollen.

01:11:32

Ja,

01:11:33

es war ein Fehler.

01:11:34

Ich wollte so...

01:11:35

Übrigens,

01:11:35

du siehst sehr, sehr seriös aus

01:11:37

mit Jeans und so.

01:11:38

Ja,

01:11:39

das ist wirklich...

01:11:40

Polohemdnetz.

01:11:41

Ich muss mal Cabri-Hosen vorhalten.

01:11:42

Polohemdnetzug macht,

01:11:44

das wird auch wieder Ärger geben.

01:11:46

Das ist extra schick gemacht.

01:11:47

Ja,

01:11:48

und ich hatte bis kurz vor,

01:11:50

bevor ich mit dem Fahrrad

01:11:51

von daheim los bin,

01:11:52

da hatte ich die Badehose an

01:11:53

und dann dachte ich mir,

01:11:53

komm,

01:11:53

heute mal...

01:11:54

Heute mal seriös.

01:11:55

Heute mal seriös.

01:11:56

Okay,

01:11:57

das war die Insta-Fragerunde.

01:12:00

Eine habe ich offenbar vergessen.

01:12:02

Nee.

01:12:03

Haben wir sonst noch Fragen?

01:12:04

Was müssen wir denn noch besprechen, Uli?

01:12:07

Oder...

01:12:07

Ich habe eine Kulinarik-Warnung

01:12:09

noch für Frankfurt.

01:12:11

Ich weiß nicht,

01:12:11

ob ich das auch schon mal erzählt.

01:12:12

Ich weiß ja nie,

01:12:13

was ich dir schon erzählt habe.

01:12:14

Ich war mit einem Kumpel

01:12:14

vor vielen Jahren

01:12:15

in Frankfurt im Urlaub.

01:12:16

Das klingt schon irgendwie komisch,

01:12:17

aber...

01:12:18

Das klingt vollkommen absurd.

01:12:20

Hey,

01:12:21

ich bin auf die Geschichte gespannt.

01:12:22

Und dann waren wir abends

01:12:23

beim Afghanen essen.

01:12:26

So,

01:12:26

die Jungs von der Provinz

01:12:27

gehen mal in der großen Stadt

01:12:29

schick essen

01:12:29

und dann haben wir bestellt

01:12:32

und dann...

01:12:32

Ich habe große Angst vor der Geschichte.

01:12:34

Ja,

01:12:34

dann haben wir uns jeweils

01:12:35

ein Schüsselchen

01:12:37

mit einem rohen Ei hingestellt.

01:12:38

Und wir haben...

01:12:41

Wir waren zwar etwas irritiert,

01:12:42

aber wir haben andere Länder,

01:12:43

andere Sitten.

01:12:44

Wollen uns auch nicht irgendwie outen,

01:12:46

dass wir keine Ahnung haben.

01:12:46

Halt das rohe Ei

01:12:47

reingeschlürft.

01:12:48

Zwei Minuten später kam der Oma

01:12:51

mit dem Reis,

01:12:52

wo eigentlich das rohe Ei

01:12:53

reingemischt werden sollte

01:12:54

und hat uns sehr seltsam angeschaut.

01:12:56

Also wenn du afghanisch essen gehst

01:12:57

in Frankfurt,

01:12:58

ist das Ei nicht.

01:13:00

Danke.

01:13:01

Bleib erst mal cool.

01:13:02

Danach hat es so eine

01:13:02

Salmonellenvergiftung

01:13:03

angehabt.

01:13:04

Ja, gut ging es uns nicht.

01:13:06

Wer ist die beste

01:13:07

Werbospielerin

01:13:08

in der Mannschaft?

01:13:09

Fragt das Jesse Mai?

01:13:10

Ja,

01:13:13

ich würde sagen,

01:13:15

schon Jesse Mai.

01:13:17

Die hat das Game verstanden.

01:13:18

Okay.

01:13:18

Ich habe es immer noch nicht verstanden.

01:13:21

Ich auch nicht.

01:13:21

Okay, aber so kompliziert

01:13:23

ist es auch nicht halt, ne?

01:13:24

Also ja,

01:13:24

ich habe mich auch noch nicht

01:13:25

damit beschäftigt.

01:13:26

Das muss ich noch dazu sagen.

01:13:27

Ich höre bloß immer,

01:13:27

dass das Fußballer und Fußballerinnen...

01:13:29

Ja, das war immer so ein,

01:13:31

ja, das Spiel eigentlich,

01:13:33

was wir auf den Auswärtsfahrten

01:13:34

immer quasi gespielt haben.

01:13:36

Ein paar Werbaufrunden gemacht,

01:13:38

den Abend vorm Spiel.

01:13:40

War gut.

01:13:42

Wie war das mit Christopher Schindler

01:13:44

auf der JHV?

01:13:46

Wie war das einer der emotionalsten,

01:13:48

Momente in deinen Jahren

01:13:53

beim ersten FC Nürnberg?

01:13:54

Also,

01:13:56

ich sage dir mal,

01:13:58

wie es ist, ne?

01:13:59

Allein über dieses Wochenende

01:14:01

könnte man extra Podcast machen,

01:14:03

weil was da...

01:14:04

Weil da noch so ein Pokalspiel...

01:14:06

Ja,

01:14:06

so ein kleines Pokalspielchen.

01:14:08

Also,

01:14:09

was da an Emotionen

01:14:10

mich durchflutet hat,

01:14:12

war einfach

01:14:13

wirklich nicht von dieser Welt.

01:14:16

Damals waren wir noch quasi

01:14:17

in der zweiten,

01:14:18

in der zweiten Bundesliga.

01:14:20

und an diesem Wochenende

01:14:23

stand das Pokalspiel

01:14:25

gegen den VfL Wolfsburg an

01:14:26

im Max-Morlock-Stadion.

01:14:28

Absolute Premiere für uns,

01:14:30

weil das wirklich

01:14:31

unser erstes Spiel quasi

01:14:32

da sein sollte.

01:14:35

Und den Tag vor diesem Spiel

01:14:36

war eben die JHV,

01:14:38

01:14:39

oder an der die Fusion

01:14:40

quasi beschlossen werden sollte.

01:14:42

Und wir haben...

01:14:44

Natürlich sind wir irgendwie

01:14:46

schon davon ausgegangen,

01:14:47

weil wir uns gesagt haben,

01:14:48

so, wer soll denn bitte

01:14:49

was dagegen haben?

01:14:50

Aber alles in allem,

01:14:51

wie das dann da abgelaufen ist.

01:14:52

Also,

01:14:53

wir sind dann Freitag

01:14:54

ins Kurztrainingslager

01:14:56

nach Herzogenaurach gefahren.

01:14:57

Zu Adidas.

01:14:58

Zu Adidas.

01:14:59

Grüße.

01:15:00

Ja,

01:15:00

ziehen wir es durch.

01:15:01

Catching.

01:15:01

Ziehen wir es durch

01:15:02

mit der Werbung.

01:15:03

Ja, genau.

01:15:04

Und sind dann

01:15:04

mit dem Mannschaftsbus

01:15:05

dann am nächsten Tag

01:15:07

zur JHV dann dahin.

01:15:08

Und das war auch

01:15:10

unser erstes Mal

01:15:11

da quasi

01:15:12

als Mannschaft

01:15:13

bei dieser JHV.

01:15:15

Und

01:15:15

als dann das wirklich

01:15:17

durch war und

01:15:18

das Ergebnis

01:15:20

verkündet wurde,

01:15:21

dass mit keiner

01:15:23

einzigen

01:15:23

Gegenstimme

01:15:25

diese,

01:15:26

ja,

01:15:27

diese

01:15:27

Eingliederung

01:15:29

quasi beschlossen wurde,

01:15:30

ist einfach

01:15:31

die ganze Halle

01:15:32

aufgestanden.

01:15:33

Da waren ja knapp

01:15:34

900 Leute drin

01:15:35

und haben halt

01:15:37

minutenlang

01:15:38

applaudiert.

01:15:39

so.

01:15:40

Und wir standen

01:15:41

dann da so

01:15:41

und ich konnte es

01:15:42

überhaupt gar nicht

01:15:43

fassen.

01:15:44

Mir sind da halt

01:15:44

direkt die

01:15:45

Freudentränen

01:15:45

gekommen,

01:15:46

weil,

01:15:47

wie gesagt,

01:15:47

ich sehe das

01:15:48

immer im

01:15:48

krassen Kontrast

01:15:49

zu 2016,

01:15:51

als ich halt

01:15:52

hergekommen bin.

01:15:54

Und wenn dann...

01:15:55

Tag,

01:15:55

Grüße.

01:15:55

Ja,

01:15:56

Grüße.

01:15:57

Das ist einfach so

01:15:59

unglaublich einfach,

01:16:02

wie viel Respekt

01:16:04

und Wertschätzung

01:16:05

uns auch gerade

01:16:05

an diesem Tag

01:16:06

einfach entgegengebracht

01:16:07

wurde.

01:16:08

Und man sich so

01:16:09

herzlich,

01:16:10

willkommen

01:16:11

fühlt,

01:16:13

wobei man halt

01:16:13

die Jahre

01:16:14

davor

01:16:15

ja,

01:16:16

nicht sichtbar

01:16:17

war und

01:16:18

schon auch

01:16:19

den ein oder

01:16:19

anderen blöden,

01:16:21

stereotypisierten

01:16:22

Spruch irgendwie

01:16:23

gedrückt bekommen hat

01:16:24

und dann einfach

01:16:26

sowas passiert.

01:16:27

Dann kommt

01:16:28

Christoph Schinter

01:16:29

zu mir,

01:16:29

drückt mich,

01:16:30

sagt,

01:16:31

dass er sich

01:16:31

auf eine gemeinsame

01:16:32

Zukunft quasi

01:16:33

mit uns freut

01:16:34

und alle waren

01:16:35

einfach so,

01:16:37

ihr Clubfrauen,

01:16:38

ihr gehört jetzt

01:16:39

zu uns

01:16:39

und wir sind jetzt

01:16:40

eine Clubfamilie

01:16:41

und das war so

01:16:42

absoluter Gänsehaut-Moment.

01:16:46

Wirklich

01:16:46

absolut krass.

01:16:47

Und dann

01:16:48

sind wir ins Hotel

01:16:49

zurückgefahren

01:16:49

und das Zittern

01:16:51

wurde quasi

01:16:52

immer größer,

01:16:53

aber auch

01:16:53

die Vorfreude

01:16:54

und

01:16:55

ich konnte

01:16:57

am Tag

01:16:58

vorher

01:16:58

wirklich

01:16:59

sehr,

01:17:00

sehr schlecht

01:17:00

einschlafen.

01:17:01

Ich war damals

01:17:02

mit Amelie Töller

01:17:03

auf dem Zimmer

01:17:03

und wir so,

01:17:04

Alter,

01:17:04

wir machen jetzt

01:17:05

die Augen zu,

01:17:06

wenn wir uns

01:17:06

nächstes Mal

01:17:06

die Augen aufmachen,

01:17:08

ist Spieltag.

01:17:09

Und

01:17:09

ja,

01:17:11

da sind wir

01:17:12

dann mit dem Bus

01:17:13

Richtung Stadion

01:17:14

gefahren

01:17:14

und quasi

01:17:14

auf der Autobahn

01:17:15

Richtung Stadion

01:17:17

stand das quasi

01:17:18

an diesen Autobahnschildern

01:17:19

schon dran,

01:17:20

1. FC Nürnberg

01:17:20

gegen VfL Wolfsburg.

01:17:22

Wenn man das dann

01:17:23

schon liest,

01:17:24

denkt man sich so,

01:17:24

what the fuck?

01:17:26

Und dann

01:17:26

sind wir quasi

01:17:28

die Straße

01:17:29

vom McDonald's

01:17:30

quasi Richtung

01:17:30

Falzner,

01:17:31

war ja dann

01:17:31

da hingefahren

01:17:32

und dann

01:17:32

wurden im Bus

01:17:34

die Bildschirme

01:17:35

runtergefahren,

01:17:36

dass du quasi siehst,

01:17:37

was der Busfahrer

01:17:38

sieht.

01:17:39

Und ja,

01:17:40

dann biegst du halt

01:17:41

nicht zum Trainingsgelände

01:17:42

ein,

01:17:43

sondern biegst

01:17:44

halt nach links

01:17:45

und fährst

01:17:45

auf dieses Stadion

01:17:46

halt zu

01:17:47

und siehst

01:17:49

da halt schon

01:17:49

Menschen,

01:17:51

Massen

01:17:51

da

01:17:52

hinlaufen

01:17:54

und dann

01:17:56

kam die Legende,

01:17:57

wie im Bus

01:17:57

einfach uns

01:17:58

die Kehle

01:17:59

aus dem Hals

01:17:59

gebrüllt

01:18:00

und es ist einfach

01:18:02

so ein surrealer

01:18:03

Moment gewesen,

01:18:04

weil wenn du dann

01:18:04

mit diesem

01:18:05

Mannschaftsbus

01:18:05

in diesen,

01:18:07

diesen,

01:18:08

ja,

01:18:09

vor diesen Spielertunnel

01:18:10

halt fährst,

01:18:11

wie es halt

01:18:11

normalerweise

01:18:12

immer du das

01:18:12

bei den Männern

01:18:13

siehst

01:18:14

und du dann

01:18:15

selber aus diesem

01:18:15

Bus aussteigst,

01:18:16

Fotografen

01:18:17

und du gehst

01:18:18

dann da

01:18:19

in diese Kabine

01:18:20

dann da rein,

01:18:21

wo wir noch nie

01:18:22

davor drin waren

01:18:23

und dann hängt da,

01:18:26

wo eigentlich immer

01:18:27

Christian Martenia sitzt,

01:18:29

hängt dann

01:18:29

das Paulik-Trikot

01:18:30

und da musste ich mir

01:18:33

erstmal wirklich

01:18:34

einen kurzen Moment

01:18:35

mal gönnen,

01:18:36

um zu checken,

01:18:37

was hier eigentlich

01:18:38

gerade abgeht

01:18:39

und

01:18:40

diesen Moment,

01:18:42

als wir dann raus sind,

01:18:43

auf dem Platz,

01:18:45

kurz bevor du ja

01:18:45

quasi rausgehst,

01:18:46

ist ja

01:18:47

dieser

01:18:48

ja,

01:18:50

einprägsame Spruch

01:18:51

steht oben

01:18:52

am Spielertunnel

01:18:54

und

01:18:55

ja,

01:18:56

als wir dann raus

01:18:56

auf dem Platz sind,

01:18:58

habe ich die

01:18:59

Jessie angeguckt,

01:19:01

auch geheult

01:19:01

und

01:19:02

habe zu ihr so gesagt,

01:19:04

so

01:19:04

krass,

01:19:06

wo wir waren

01:19:06

und krass,

01:19:07

wo wir jetzt sind.

01:19:10

Jetzt wäre ein guter

01:19:11

Moment für eine Träne.

01:19:12

Ja,

01:19:12

das stimmt,

01:19:13

das stimmt,

01:19:13

aber durch dieses

01:19:14

Schwitzen hier,

01:19:16

wo geht er denn noch

01:19:17

hinter Frauenfußball?

01:19:20

Ich hoffe,

01:19:21

nicht nur der in Nürnberg,

01:19:23

sondern,

01:19:23

und das als zusätzliche Frage,

01:19:26

seid ihr da,

01:19:27

müsst ihr da auch immer noch

01:19:29

Aktivistinnen sein,

01:19:32

jetzt im Jahr 2024,

01:19:34

die immer noch zeigen müssen,

01:19:36

dass es vollkommen normal ist,

01:19:37

dass Mädchen und Frauen

01:19:38

Fußball spielen

01:19:40

und glaubst du,

01:19:40

dass das irgendwann mal

01:19:42

zu Ende ist

01:19:43

und eine Selbstverständlichkeit

01:19:44

wird?

01:19:47

Also,

01:19:47

der Aufwind ist auf jeden Fall

01:19:49

groß,

01:19:49

die Entwicklung ist definitiv

01:19:51

ersichtlich,

01:19:52

jetzt gerade auch

01:19:54

im Frauenfußball

01:19:56

hier in Franken,

01:19:57

nachdem dann der Abstieg

01:19:59

quasi klar war,

01:20:00

so viele Menschen

01:20:01

gesagt haben,

01:20:02

ja,

01:20:04

jetzt waren wir halt

01:20:04

im Max-Morlock-Stadion

01:20:05

als Fans,

01:20:07

dann sind wir halt

01:20:07

nächstes Jahr wieder

01:20:08

am Max-Morlock-Platz,

01:20:09

so what?

01:20:11

Und dass die da,

01:20:12

ja,

01:20:13

das ist einfach

01:20:13

eine bedingungslose Unterstützung,

01:20:15

die uns da einfach

01:20:16

entgegengebracht wird

01:20:17

und ich finde,

01:20:19

wir müssen keine

01:20:20

Aktivistinnen sein,

01:20:22

wir wollen vorangehen

01:20:25

und was wir sein wollen,

01:20:27

sind Vorbilder

01:20:28

und ich denke,

01:20:30

dass das schon einfach

01:20:32

eine krasse Nummer ist,

01:20:33

wenn dich,

01:20:35

wie gesagt,

01:20:35

2016 halt niemand kannte

01:20:37

und dann kleine Kinder,

01:20:41

aber auch erwachsene Männer,

01:20:43

erwachsene Frauen

01:20:44

mit einem Nürnberg-Trikot

01:20:47

ins Stadion kommen,

01:20:48

da steht halt dein Name drauf.

01:20:51

Ja.

01:20:51

Das ist,

01:20:52

das ist krass

01:20:55

und das ist auf jeden Fall

01:20:58

was,

01:21:00

worauf wir als Clubfrauen

01:21:01

extrem stolz sein können,

01:21:03

dass wir das geschafft haben.

01:21:04

Du hast die junge,

01:21:06

kleine Lea erwähnt,

01:21:07

was erwartet sich denn

01:21:09

die Lea Paulik

01:21:10

jetzt von der Lea Paulik

01:21:13

in acht Jahren,

01:21:14

was sollte die denn

01:21:15

getan haben?

01:21:17

Das ist eine ganz,

01:21:21

ganz gute Frage.

01:21:23

Das hören wir selten.

01:21:24

Das stimmt.

01:21:30

Also ich hoffe,

01:21:31

dass ich über den Fußballplatz

01:21:34

hinaus

01:21:35

was bewegen kann,

01:21:38

als Sportlerin,

01:21:39

aber auch als Mensch.

01:21:40

Ich glaube,

01:21:41

dass mir der Sport

01:21:41

auf jeden Fall dabei helfen wird,

01:21:44

was zu bewegen,

01:21:45

weiterhin zu bewegen.

01:21:50

Und ich möchte

01:21:51

selber,

01:21:52

ich möchte selber irgendwann mal

01:21:54

selber eine eigene Familie haben.

01:21:56

Das ist in acht Jahren

01:21:57

hoffentlich dann auch der Fall.

01:21:59

Gut, man weiß nie,

01:22:01

wie die Zukunft aussieht,

01:22:02

aber das wäre auf jeden Fall

01:22:03

ein Wunsch von mir.

01:22:04

und ansonsten

01:22:06

hoffe ich,

01:22:08

dass

01:22:08

alle,

01:22:10

01:22:10

ja,

01:22:12

meine Nächsten,

01:22:13

meine Ängsten,

01:22:14

weiterhin meine Ängsten

01:22:15

bleiben,

01:22:17

dass Freundschaften,

01:22:18

die hier auch in Nürnberg

01:22:19

entstanden sind,

01:22:20

weiterhin bestehen bleiben,

01:22:21

aber darum habe ich keinen Zweifel.

01:22:23

und ansonsten wünsche ich mir eigentlich nur

01:22:26

Gesundheit

01:22:28

und

01:22:30

Glückseligkeit

01:22:32

ein erfülltes Leben.

01:22:33

Ob das jetzt

01:22:34

dann in acht Jahren

01:22:35

noch aktiv

01:22:36

im Fußball ist

01:22:37

oder nicht,

01:22:38

das,

01:22:39

das weiß ich noch nicht.

01:22:42

Willst du noch was hinzufügen,

01:22:43

Uli?

01:22:43

Meine Top 3 der Dinge,

01:22:45

die du am meisten vermissen wirst,

01:22:46

wenn du nicht mehr in Nürnberg bist.

01:22:49

Den nicht mehr vermissen?

01:22:52

Nicht mehr vermissen oder vermissen?

01:22:53

Die du vermissen wirst.

01:22:53

Achso.

01:22:54

Wenn du nicht mehr in Nürnberg bist.

01:22:56

Eure Fragen?

01:23:00

Nee, ich,

01:23:00

Ja, ist aufgenommen.

01:23:02

Ich bin jetzt,

01:23:02

ich bin jetzt hier

01:23:03

in letzter Zeit

01:23:05

bei dem schönen Wetter

01:23:05

oft mit dem Fahrrad rumgefahren

01:23:07

und,

01:23:07

ja,

01:23:08

mir ist immer wieder klar geworden,

01:23:10

wie schön ich Nürnberg einfach finde.

01:23:12

Also die Stadt an sich

01:23:14

wird mir fehlen,

01:23:15

äh,

01:23:15

definitiv.

01:23:16

Ähm,

01:23:18

mir wird

01:23:18

das Max-Morlock-Stadion fehlen,

01:23:22

wobei,

01:23:22

ähm,

01:23:22

ich trotzdem weiterhin

01:23:24

versuchen werde,

01:23:24

zu den Spielen,

01:23:26

äh,

01:23:26

zu kommen,

01:23:26

sowohl

01:23:27

von den Frauen

01:23:28

als auch von den Männern.

01:23:30

Ähm,

01:23:31

ja,

01:23:32

und meine Freunde,

01:23:33

definitiv meine Freunde,

01:23:34

aber auch

01:23:35

dieser,

01:23:36

dieser Club,

01:23:37

diese täglichen Begegnungen,

01:23:39

ähm,

01:23:40

das Familiäre,

01:23:41

dieses

01:23:41

aufs Gelände fahren,

01:23:43

man kennt sich,

01:23:43

man grüßt sich,

01:23:44

man fühlt sich hier,

01:23:46

ja,

01:23:46

einfach zu Hause,

01:23:48

ähm,

01:23:48

aber das ist,

01:23:49

glaube ich,

01:23:49

ein Gefühl,

01:23:50

was,

01:23:50

was nicht vergeht.

01:23:51

Nürnberg wird immer,

01:23:53

immer mein Zuhause sein.

01:23:54

Jetzt dürfen wir dann aber wirklich

01:23:55

nichts mehr sagen.

01:23:56

Vielen Dank,

01:23:56

Lea Paulik,

01:23:57

viel Spaß in Frankfurt

01:23:58

und, äh,

01:23:59

wir laden dich mal wieder ein

01:24:00

in acht Jahren oder so.

01:24:01

Ich würde mich freuen.

01:24:02

Tschüss.

01:24:03

Tschüss.

01:24:03

Tschüss.

01:24:03

01:24:03

01:24:03

Tschüss.

01:24:05

Tschüss.

01:24:07

01:24:07

Tschüss.

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